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Dieser kostenlose Guide gibt dir sechs Prinzipien als klare Orientierung, damit soziale Nachhaltigkeit im Hotel nicht abstrakt bleibt. Du erkennst schnell, wo du ansetzen kannst, welche Maßnahmen wirklich zählen und wie du Fortschritt im Team verankerst.

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Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltiger zu werden

Soziale Nachhaltigkeit beginnt mit einer Haltung – der Entscheidung, Menschen an die erste Stelle zu setzen. Dieser kompakte Leitfaden zeigt, wie Hotels inklusive Gastfreundschaft gestalten, Barrieren abbauen und Teilhabe ermöglichen. Wir geben dir sechs Prinzipien an die Hand, damit aus Haltung Handeln wird – nachvollziehbar, respektvoll und wirksam.

Das erwartet dich:

  • Eine klare Einordnung: Was soziale Nachhaltigkeit bedeutet – und warum sie die Basis moderner Gastfreundschaft ist.
  • Sechs Prinzipien mit konkreten To-dos für Team und Gäste – von inklusiver Sprache bis zu barrierefreier Orientierung.
  • Best Practice aus der Hotellerie mit wirkungsvollen Beispielen, die zeigen, wie es im Alltag gelingt.
  • Weiterführende Ressourcen, damit du den nächsten Schritt sicher gehst.

Diese Fragen beantwortet der kostenlose Download:

  • Was bedeutet soziale Nachhaltigkeit im Hotel – kurz, verständlich und praxisnah?
  • Wie schaffe ich faire, inklusive Strukturen für Team und Gäste – von der Stellenausschreibung bis zum Check-out?
  • Welche Prinzipien helfen, Haltung in Handlung zu übersetzen – heute und langfristig?
  • Wie starte ich konkret – und wie bleibe ich auf Kurs?
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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Klare Leitlinien und praxisnahe Beispiele, damit du soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag umsetzt und deine Stakeholder gezielt stärkst.
Why you need it
  • Klarheit gewinnen – präzises Fundament statt Buzzwords.
  • Sofort loslegen – umsetzbare Schritte für Rezeption, Housekeeping, Küche und Management.
  • Employer Brand stärken – glaubwürdig, menschenzentriert und zukunftssicher.
  • Gästeerlebnis verbessern – echte Inklusion erhöht Zufriedenheit und Weiterempfehlungen.
  • Weiterdenken – Best-Practice-Einblicke sowie kuratierte Links und Materialien unterstützen dich auf dem Weg #onwards.
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In unseren MAp Client Stories treffen wir inspirierende, innovative Hoteliers und Hospitality-Profis, die wir mit unseren MAp-Services unterstützen und empowern dürfen. Wir sprechen über ihre Wege, ihre wichtigsten Learnings und das gewisse Etwas, das ihre Konzepte einzigartig macht.

Heute freuen wir uns darauf, das Gespräch mit Christine Karadar vom Hotel Masatsch zu führen. Christine leitet das Inklusionshotel in Kaltern, in dem Vielfalt nicht einfach Teil des Konzepts ist, sondern das Konzept selbst. Gemeinsam mit ihrem Team zeigt sie, wie soziale Nachhaltigkeit im Hotelbetrieb selbstverständlich gelingen kann: mit Haltung, mit Herz und mit Wirkung. 

Die Zusammenarbeit mit Masatsch war und ist uns eine große Freude!Durch eine inklusive Webseite und zielgerichtete Design- und Marketing-Leistungen schärfen wir die Botschaft, erhöhen die digitale Zugänglichkeit und machen sichtbar, was diesen Ort auszeichnet.

 
Untertitel
MAp Client Stories: Im Gespräch mit Christine Karadar, Gastgeberin im inklusiven Hotel Masatsch in Kaltern am See (Südtirol)
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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?
Paragraphs
Bei uns sind wirklich alle willkommen
– mit oder ohne Einschränkung.
Christine Karadar, Hotel Masatsch

Liebe Christine, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst für unsere Client Story! Bevor wir in die Tiefe gehen: Wie bist du ins Masatsch gekommen? 

Christine: Ich habe das Hotel Masatsch schon lange mit Interesse verfolgt – einfach, weil mich fasziniert hat, wie dieses Konzept funktioniert. Dabei komme ich eigentlich aus ganz anderen Bereichen: Ich war im Eventmanagement tätig, habe aber auch im sozialen Bereich gearbeitet, mich dort um Themen wie Pflege und Inklusion gekümmert – also darum, wie Menschen mit Behinderung besser in den Alltag integriert werden können. 

Das Hotel Masatsch war für mich immer ein Paradebeispiel dafür, wie so etwas gelingen kann. Als ich gesehen habe, dass eine neue Leitung gesucht wird, habe ich mich beworben – und bekam die Stelle. 

Jetzt bin ich mitten drin in diesem besonderen Projekt, das auf den ersten Blick ein soziales ist, aber gleichzeitig auch ein ganz normales Hotel für alle Gäste. Bei uns sind wirklich alle willkommen – Menschen mit oder ohne Einschränkung, mit oder ohne Behinderung.

 

Im Masatsch wird Inklusion tagtäglich gelebt – ganz selbstverständlich und mit viel Feingefühl. Was macht diesen Ort für dich so besonders? Und was macht ihr anders als „klassische“ Hotels? 

Christine: Das Hotel Masatsch ist wirklich ein besonderer Ort – er hat etwas Energetisches, wenn ich das so sagen darf. Schon bevor ich hier gearbeitet habe, kam ich oft als Besucherin her, einfach um im Café zu sitzen oder im Restaurant etwas zu essen. Und jedes Mal hatte ich das Gefühl: Hier fühlt man sich einfach wohl. Dieser Platz hat seine eigene, positive Energie. 

Jetzt, wo ich mitten im Geschehen bin, spüre ich das jeden Tag noch stärker. Besonders macht diesen Ort vor allem die Arbeit mit unseren Mitarbeitenden mit Behinderung. Sie kommen mit einer Begeisterung und Freude zur Arbeit, die ansteckend ist. Das merkt man sofort, wenn man hierherkommt – etwa wenn mich unser Mitarbeiter an der Bar jeden Morgen mit einem Lächeln und einem Kaffee begrüßt und sagt: „Schön, dich zu sehen!“ 

Rund 40 Prozent unseres Teams – also etwa 30 Mitarbeitende insgesamt – sind Menschen mit Beeinträchtigung. Sie arbeiten in der Küche, im Service, im Housekeeping oder in unserem Gartenprojekt, in dem wir eigenes Gemüse anbauen. Natürlich ist das auch eine tägliche Herausforderung, denn wir begleiten, unterstützen und trainieren diese Menschen kontinuierlich. Vieles muss man immer wieder üben und wiederholen – fast wie in einer Schule. Aber genau das macht unsere Arbeit so wertvoll.

So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag
So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag

Ihr habt ein vielfältiges Team mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten. Was braucht es, damit dieses Miteinander funktioniert und was können andere Hotels daraus lernen? 

Christine: Wer hier arbeitet, braucht vor allem eines: Verständnis – und ein echtes Interesse an Menschen. Denn unser Team ist bunt und vielfältig, mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen

Es braucht den Willen, andere zu begleiten, Wissen zu teilen und Dinge immer wieder gemeinsam zu üben, bis sie wirklich sitzen. Gerade die Teamleiterinnen und Teamleiter, unser Küchenchef oder die Verantwortlichen im Service leisten dabei enorm viel. Sie übernehmen nicht nur ihre klassische Rolle, sondern sind gleichzeitig Coaches, Motivatoren und Wegbegleiter. Das bedeutet, sie müssen Zeit geben, Geduld haben und individuell auf die Mitarbeitenden eingehen. 

Der Arbeitsrhythmus bei uns ist insgesamt etwas langsamer – und das ist gut so. Ich sage oft: Wer hier arbeitet, schaltet automatisch zwei Gänge zurück. Dieses Tempo schafft Raum für echtes Miteinander. Was andere Hotels daraus lernen können? Dass Inklusion kein Hindernis ist, sondern eine Bereicherung. 

Wenn man Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten eine echte Chance gibt, entsteht ein Arbeitsumfeld, das von Geduld, Empathie und gegenseitigem Respekt geprägt ist – und genau das spüren auch die Gäste.

 

Viele Hotels möchten inklusiver werden, tun sich aber schwer mit dem ersten Schritt. Was sind aus deiner Sicht die häufigsten (Denk-)fehler – und worauf kommt es wirklich an? 

Christine: Für mich bedeutet soziale Nachhaltigkeit, Menschen mit Behinderung nicht nur einzubeziehen, sondern ihnen echte Chancen zu geben. Ich glaube, der häufigste Denkfehler liegt darin, dass viele Betriebe Inklusion als Zusatzaufgabe sehen, als etwas, das „on top“ kommt. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Haltung. Es braucht die Bereitschaft, offen zu sein, Geduld zu haben und Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn man diesen Schritt wagt, verändert sich etwas Grundsätzliches: im Team, im Umgang miteinander und letztlich auch im Betriebsklima. Das ist für mich gelebte soziale Nachhaltigkeit.

 

Gab es einen spezifischen Moment, in dem du gespürt hast: Genau deshalb machen wir das? Eine Begegnung, ein Feedback, ein Erlebnis, das dir im Herzen geblieben ist? 

Christine: Oh ja, da fällt mir gleich ein Moment aus diesem Sommer ein. Wir hatten eine große Gruppe aus Deutschland zu Gast – die Pfennigparade, eine Stiftung, die Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen begleitet. Insgesamt waren über 20 Personen zwei Wochen bei uns im Haus, fast ausschließlich hier im Hotel. Das war eine Herausforderung, aber auch eine sehr besondere Erfahrung. 

Am letzten Abend hat die Gruppe für uns eine kleine Abschiedsfeier organisiert. Dabei war ein Mädchen, vielleicht neun Jahre alt, das am ersten Tag gar nicht laufen konnte. Sie kam mit einer Gehhilfe und war stark eingeschränkt. Am letzten Abend ist sie dann plötzlich ohne Hilfe auf mich zugegangen, ganz stolz, mit einem kleinen Dankesbrief für das ganze Team. 

Sie hat mir den Brief gegeben und gesagt, dass das die schönsten zwei Wochen seit Langem für sie waren. Das war ein Moment, der uns allen sehr naheging. In solchen Momenten weiß ich: Genau dafür machen wir das. 

Und solche Momente zeigen uns immer wieder, dass sich der Einsatz lohnt – und dass wir hier etwas schaffen, das wirklich einen Unterschied macht.

 

Danke, dass du das mit uns geteilt hast! Nun zum Abschluss wie immer unsere Quick 5 – fünf kurze Fragen, die in keiner MAp Client Story fehlen dürfen:

  • Ein Hotel das dich inspiriert: Hotel Frida am Wald
  • Ein Buch oder eine Ressource, das alle lesen sollten, die nachhaltiger werden wollen: Da muss ich leider passen.
  • Eine Destination, die auf deiner To-travel-Liste steht: Kirgisistan, da will ich unbedingt mal hin.
  • Ein Zitat, nach dem es sich zu leben lohnt: „Gehe vertrauensvoll in die Richtung deiner Träume. Lebe das Leben, das du dir vorgestellt hast. Wenn du dein Leben vereinfachst, werden auch die Gesetze des Lebens einfacher.“ – Henry David Thoreau, aus „Walden“ (1854).
  • Dein größter Wünsch für die Zukunft: Ein Leben voller Erlebnisse und Begegnungen – erfüllt, lebendig und getragen von guter Gesundheit und echten Freundschaften.

Über Christine Karadar

Christine ist die Direktorin des Hotel Masatsch in Kaltern, Südtirol. Sie bringt Erfahrung aus dem Eventmanagement und der sozialen Arbeit mit – und führt mit einer klaren Überzeugung: an Menschen zu glauben, Inklusion zu leben und neue Wege mutig zu gehen.

Hotel Masatsch ist ein barrierefreies Hotel in Kaltern Südtirol in der Nähe des schönen Kalterersee st ein einzigartiges barrierefreies und behindertengerechtes Hotel. Das Inklusionshotel ist auf Urlaub mit Rolli spezialisiert und garantiert unvergessliche behindertengerechte Ferien in Südtirol.

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Free Download The Sustainable Hotel Insights. 6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltig(er) zu werden.

In diesem kostenlosen Leitfaden erhältst du eine kompakte Einführung in soziale Nachhaltigkeit im Hotel – klar und direkt anwendbar. Die 6 Prinzipien zeigen konkrete Schritte für Gäste und Team – von inklusiver Gastfreundschaft bis zu ganzheitlicher Barrierefreiheit.

Plus: eine kurze Best Practice, Fakten und Ressourcen für deinen sofortigen Start.

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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?

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Ein gutes Hotel erkennt man daran, wie willkommen man sich fühlt – nicht daran, wie viele Sterne es hat. Manchmal braucht es dafür eine Rampe. Manchmal ein bisschen mehr Zeit beim Einchecken. Manchmal einfach nur das Gefühl: Ich werde gesehen. 

Und Barrierefreiheit beginnt genau da: im Kopf, im Herzen, in der Grundeinstellung. Sie hat weniger mit physischen Änderungen zu tun, als wir denken. Und mehr mit echter Gastfreundschaft. 

Statt Häkchen auf Checklisten geht es um Fragen wie: Wer fühlt sich hier wohl? Wer kommt gerne wieder? Wer bleibt – und warum vielleicht nicht? Dieser Blogpost lädt dich ein, Barrierefreiheit neu zu denken: nicht als Pflicht, sondern als Möglichkeit, dein Haus noch offener zu gestalten. Für mehr Miteinander. Für mehr Menschlichkeit. Für alle, die bei dir sein wollen.

Untertitel
Denken wir Barrierefreiheit in Hotels neu
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Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle
Paragraphs

Barrierefreiheit bedeutet Haltung, nicht Häkchen

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur, dass jemand mit einem Rollstuhl in dein Haus kann. Sondern dass sie oder er es gern tut. Weil der Empfang freundlich ist, die Beschilderung verständlich, das Zimmer durchdacht – und niemand sich erklären muss. 

Es geht nicht um perfekte Lösungen, sondern um eine ehrliche Grundhaltung: „Wir wollen, dass du dich wohlfühlst – so wie du bist.“ 

Ob neurodivers, mit Sehbehinderung, Begleitperson oder Assistenzhund. Barrierefreiheit ernst nehmen heißt, nicht nach Normen, sondern nach Bedürfnissen fragen. Und das verändert den Blick: von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit. 

Denn Barrierefreiheit ist kein Sonderwunsch. Sie ist Gastfreundschaft – für alle. ☻ 

Fünf Perspektiven, mit denen du Barrierefreiheit neu denken kannst

1. Zugehörigkeit statt Sonderfall 

Inklusion beginnt da, wo niemand das Gefühl hat, „besonders“ zu sein. Barrierefreiheit bedeutet nicht, jemanden extra willkommen zu heißen – sondern nicht zu vergessen, dass sie oder er kommen könnte und gerne kommen soll. Es geht darum, Strukturen so zu gestalten, dass Menschen sich ohne Hürden bewegen, orientieren und wohlfühlen können – ohne sich erklären zu müssen

Tipp: Frage dich: Wo in deinem Haus entstehen Barrieren? Und wie kannst du Zugehörigkeit sichtbar machen? Prüfe zum Beispiel deine Türbreiten, richte Zeitfenster ohne Musik ein, kennzeichne Allergene klar – die Liste ist lang. ;-)

 

2. Kommunikation, die ankommt

Barrierefreiheit beginnt oft mit einem Wort. Oder mit dem Gefühl, verstanden zu werden – auch ohne viele Erklärungen. Denn wer Informationen nicht lesen, hören oder schnell erfassen kann, bleibt schnell draußen.

Sprache kann ausschließen. Oder sie kann Türen öffnen. 
Von einfacher Sprache über Piktogramme bis zu leichten Check-in-Erklärungen: Es sind oft kleine Dinge, die Großes bewirken. Und manchmal reicht ein Perspektivenwechsel, um zu erkennen: Das geht auch verständlicher. 

Tipp: Sprache spiegelt Haltung wider – achte auf scheinbar selbstverständliche Wörter. In der täglichen Kommunikation verwenden wir oft Begriffe, die bestimmte Sinne oder Fähigkeiten voraussetzen, ohne es zu merken. Zum Beispiel „wie du siehst“ oder „hast du schon gehört“. Doch nicht jede Person sieht, hört oder liest wie du. Und genau hier beginnt Barrierefreiheit: Nicht mit komplizierten Sätzen – sondern mit Sprache, die alle mitmeint. Mehr dazu erfährst du in unserem The Sustainable Hotel Handbuch: Kommunikation.

Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle
Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle

3. Der erste Eindruck entsteht online 

Bevor ein Gast dein Hotel betritt, war er meist schon einmal da – online. Und genau dort scheitern viele gute Ideen: Wenn Webseiten nicht lesbar sind, Buchungen kompliziert oder wichtige Infos hinter Design versteckt sind. 

Digitale Barrierefreiheit ist kein Technik-Thema – sondern ein Zeichen von echter Achtsamkeit. Denn was nützt die schönste Rampe, wenn der Weg dorthin schon zu kompliziert war? 

Tipp: Lass deine Webseite von einer Person (zum Beispiel einem älteren Menschen) testen, die sich schlecht(er) orientiert. So erfährst du, was du besser machen kannst. In unserem Blogpost zu nachhaltigen Hotelwebseiten findest du konkrete Tipps.

 

4. Zuhören schafft Weitblick 

Manchmal braucht es kein neues Konzept. Sondern einfach ein Gespräch. Menschen, die mit Einschränkungen leben, wissen genau, was sie brauchen. Wir müssen sie nur fragen – ehrlich, offen und ohne Scheu. Gäste, die Feedback geben. Mitarbeitende, die Erfahrungen teilen. Organisationen, die begleiten können: Zuhören verändert nicht nur Abläufe – sondern auch Perspektiven. 

Tipp: Starte klein. Lade jemanden aus deinem Umfeld ein, der euch mit Feedback unterstützt – bei einem Testaufenthalt, einem Rundgang oder einem gemeinsamen Gespräch mit dem Team.

 

5. Ein Hotel, das mitdenkt 

Barrierefreiheit bedeutet nicht, auf jede Eventualität vorbereitet zu sein. Sondern aufmerksam zu sein – für das, was Menschen brauchen, um sich sicher und willkommen zu fühlen. 

Es geht um Mitdenken. Um Flexibilität. Und darum, offen zu bleiben für Situationen, die nicht im Standardablauf vorkommen. 

Ein Gast reist mit Assistenzhund an? 
Eine Begleitperson braucht ein separates Bett im gleichen Zimmer? 
Jemand möchte beim Frühstück in Ruhe essen, ohne viele Reize? 
Barrierefreiheit heißt dann: Wir haben nicht alles geplant – aber wir sind bereit, Veränderungen vorzunehmen. 

Tipp: Mach Barrierefreiheit zum Thema im Team – nicht als Regelkatalog, sondern als Haltung: „Wir fragen lieber einmal mehr. Und finden gemeinsam Lösungen.“ 

Beispiel (Inspiration): Einige Supermärkte führen mittlerweile autismusfreundliche Einkaufszeiten ein – mit gedimmtem Licht, ohne Musik und Durchsagen, klar beschilderten Wegen und einem ruhigen Kassenbereich. Und wir denken dabei an den sogenannten Curb-Cut-Effekt: Bereits kleine Anpassungen helfen vielen.

Barrierefreiheit ist kein Extra,
sondern Teil echter Gastfreundschaft.
MAp Boutique Consultancy

Was du dadurch gewinnst? Eine Menge.

Barrierefreiheit ist keine Einschränkung – sie ist eine Erweiterung. Für dein Team. Für deine Gäste. Für deine Positionierung als Gastgeberin oder Gastgeber mit Haltung. Stichwort Curb-Cut-Effekt: Verbesserungen für einzelne Gruppen nützen allen – von der gut lesbaren Speisekarte über stufenfreie Zugänge bis zu Untertiteln und klarer, einfacher Sprache. Du erreichst mehr Menschen, stärkst dein Image und schaffst ein Gästeerlebnis, das bleibt – weil sich jemand wirklich gesehen fühlt.

Fazit

Barrierefreiheit ist nicht perfekt und muss es auch nicht sein. Im Bereich der Nachhaltigkeit sprechen wir bei MAp Boutique Consultancy immer davon, dass es um „Progress“, also Fortschritt, geht, nicht um die Perfektion (progress over perfection). 

Aber wir können Barrierefreiheit in Hotels neu denken – jeden Tag ein bisschen mehr. Nicht mit einem großen Umbau, sondern mit der Entscheidung, achtsamer und aufmerksamer zu sein. Und zu handeln, wo es heute schon geht. 

Wenn du tiefer eintauchen willst, lade dir unsere kostenlosen 6 Prinzipien für sozial nachhaltige Hotels herunter oder wirf einen Blick in unser The Sustainable Hotel Handbuch: Menschen. #onwards

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The Sustainable Hotel Insights. 6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltig(er) zu werden.

In diesem kostenlosen Leitfaden erhältst du eine kompakte Einführung in soziale Nachhaltigkeit im Hotel – klar und direkt anwendbar. Die 6 Prinzipien zeigen konkrete Schritte für Gäste und Team – von inklusiver Gastfreundschaft bis zu ganzheitlicher Barrierefreiheit. Plus: eine kurze Best Practice, Fakten und Ressourcen für deinen sofortigen Start.

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Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle

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Die Zukunft passiert nicht einfach – sie wird gestaltet. Und 2026 bringt große Themen auf die Agenda: von strengeren EU-Reportingpflichten über den Boom von Bleisure bis hin zu KI als neue Teamkollegin. 

Mit dem MAp Trend Report 2026 bekommst du den klaren Blick nach vorn – und die Impulse, die dein Hotel jetzt nach vorne bringen. Denn eines ist klar: Trends sind kein nettes Beiwerk. Sie sind ein Kompass. Wer sie ernst nimmt, erkennt früh, wo Chancen entstehen – und wie man sie nutzen kann. Wer dagegen wartet, bis ein Trend längst im Mainstream angekommen ist, läuft hinterher. 

Der MAp Trend Report 2026 macht Schluss mit Trendtheater. Statt Buzzwords und Oberflächenrauschen liefern wir handverlesene Entwicklungen, die echte Relevanz haben. Für dich, für dein Team, für dein Hotel. Von EU-Regularien über Bleisure Travel bis hin zu Künstlicher Intelligenz – wir zeigen, was kommt, und wie du daraus Stärke gewinnst.  Bereit für den Blick nach vorn? #onwards

Untertitel
Was Hotels 2026 prägen wird: EU-Nachhaltigkeitsberichtspflichten, der Aufstieg von Bleisure und die praktischen Anwendungen von Künstlicher Intelligenz
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2026 Hotel Industry Trends: Sustainability, artifical Intelligence, Bleisure and smarter Operations
Paragraphs
Die Zukunft gehört den Hotels,
die mutig sind
MAp Boutique Consultancy

1. Reporting wird Realität – die EU zieht die Zügel an

Wir wissen: Reporting klingt nach etwas, das man am liebsten nicht hören möchte. Es klingt nach Arbeit. Nach Komplexität. Aber die gute Nachricht: So muss es nicht sein. 

Im Gegenteil! Für Hotels, die früh beginnen, kann Nachhaltigkeits-Reporting zu einem echten Pluspunkt werden, nicht zu einer Last. 

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) verpflichten immer mehr Unternehmen, offenzulegen, welchen Einfluss sie auf Mensch und Planet haben.  Und auch wenn dein Hotel vielleicht (noch) nicht direkt betroffen ist, wirst du es indirekt spüren: 

  • durch Firmenkunden, die Nachweise verlangen,
  • durch Investorinnen und Investoren, die Transparenz einfordern,
  • oder durch Partnerinnen, die selbst schon Bericht erstatten.  Kurz gesagt: Nachhaltigkeitsleistung wird bald Teil deiner Business-Referenzen sein.  

Was du jetzt tun kannst: 

  • Finde heraus, wo du heute stehst – unser Nachhaltigkeits-Assessment unterstützt dich dabei.
  • Entscheide, in welchen Bereichen du zuerst ansetzen und dich verbessern möchtest.
  • Überlege, ob du den Weg alleine gehst oder dir professionelle Begleitung holst.
  • Beginne, die wirklich relevanten Daten systematisch zu erfassen – von Energie und Emissionen (Scope 1 und 2) bis zu deinem sozialen Impact.
  • Wähle ein passendes Framework als Orientierung – etwa B Corp, Greensign oder ein anderes Modell.  

Unser MAdvice: Du musst nicht sofort alles perfekt im Griff haben. Aber du musst anfangen. Wer jetzt Strukturen aufbaut, ist bereit – und vorne dabei –, wenn Reporting zum neuen Standard wird.

2. Bleisure Travel: von der Nische zur Norm

Arbeit und Freizeit verschmelzen immer stärker – und damit wächst ein Markt, der längst kein Randphänomen mehr ist: Bleisure (Business + Leisure). Laut Presedence Research (2025) wird sich der Markt bis 2034 fast vervierfachen. 

Was früher eine kurze Geschäftsreise war, wird heute oft verlängert: zum Wochenende, oder gleich zur Workation an einem inspirierenden Ort. Gäste suchen nach Hotels, in denen sie arbeiten UND abschalten können.

Denke an: 

  • ergonomische Schreibtische,
  • guten Kaffee und stabiles WLAN
  • Co-Working-Lounges, die Begegnung fördern
  • Wellness-Angebote, flexible Check-in/out-Optionen, Wochenendverlängerungen
  • Insider-Tipps aus der Region, die eine Geschäftsreise in ein Erlebnis verwandeln 

Und das Beste: Bleisure-Gäste sind wertvolle Gäste. Sie bleiben länger, geben mehr aus – und kommen gerne zurück.

Was du jetzt tun kannst: 

  • Überprüfe Zimmerausstattung und Arbeitsmöglichkeiten
  • Entwickle kreative Bleisure-Pakete (beispielsweise Wochenendverlängerungen, 2+ Nächte) – wie unser Kunde B5 Boutique Hotel in Lugano
  • Schaffe Remote-Work-Angebote (Wochen- oder Monatspauschalen mit Extras für längere Stays)
  • Passe deine Kommunikation an – sowohl für Direktbuchende als auch, wo sinnvoll, für Firmenkundinnen
  • Denke Loyalty-Programme neu – Hybrid-Reisende erwarten Flexibilität und Anerkennung 

Unser MAdvice: Gestalte deine Angebote rund um Flexibilität, Sinn und Erlebnis. Dann gewinnst du die Reisenden, die alles wollen – Arbeit und Auszeit, Effizienz und Inspiration.

2026 Hoteltrends: Nachhaltigkeit, küstliche Intelligenz, Bleisure und clevere Operationen
2026 Hoteltrends: Nachhaltigkeit, küstliche Intelligenz, Bleisure und clevere Operationen

3. Künstliche Intelligenz: Unterstützung statt Bedrohung

Schluss mit den Schreckensmeldungen: 2026 nimmt dir KI nicht den Job weg – sie nimmt dir Arbeit ab. 

Ob in der Gästekommunikation oder im Revenue Management – immer mehr Hotels entdecken KI als hilfreichen Begleiter im Alltag. Die klügsten nutzen sie nicht als Ersatz für ihr Team, sondern als Verstärkung. 

Stell dir vor: 

  • E-Mail-Antworten, die vorbereitet sind und dir Zeit sparen 
  • Chatbots, die Standardfragen abfangen, während dein Team echte Gastfreundschaft lebt 
  • Preis-Tools, die automatisch auf Marktbewegungen reagieren 

Das Prinzip ist einfach: Lass die Technik das erledigen, was sie besser kann – damit dein Team mehr Raum hat für das, was menschlichen Service einzigartig macht.

Was du jetzt tun kannst: 

  • Erste Tools testen – zum Beispiel chatlyn, speziell für die Hotellerie 
  • Klein starten: eine Aufgabe, ein Team, ein Projekt 
  • Dein Team schulen, damit es sicher und souverän mit KI arbeitet 
  • Den menschlichen Kontakt in den Mittelpunkt stellen – immer und überall

Unser MAdvice: Sieh KI nicht als Gefahr, sondern als Chance. Die Zukunft gehört Hotels, die klug kombinieren: Technologie, die unterstützt – und Menschen, die berühren.

MAp’s Bonus-Tipp für 2026: Sei das Hotel, das sich traut

Eines wissen wir ganz sicher: Die Zukunft gehört den Hotels, die Mut zeigen. 

Trends sind Werkzeuge. Aber erst deine Haltung gibt ihnen Bedeutung. Die spannendsten Hotels 2026 laufen nicht einfach dem Markt hinterher – sie schärfen ihn. Sie bauen mit Klarheit, kommunizieren mit Mut und verwandeln Werte in echtes Handeln. 

Also: Wenn du 2026 etwas Neues anpackst, geh nicht auf Nummer sicher. 
Trau dich, anders zu sein. 
Trau dich, echt zu sein. 
Trau dich, das Hotel zu sein, das NUR du und dein Team erschaffen können. 

Genau das bleibt Gästen im Gedächtnis – und genau das schafft echten Impact. 

Wir hoffen, dieser Ausblick hat dir Inspiration (und Mut ) gegeben. Lass uns gemeinsam Hotels noch innovativer, nachhaltiger und zukunftsfähiger gestalten. #onwards

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2026 HOTELTRENDS

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Der MAp-Buchclub ist zurück – mit einem Werk, das uns ganz neu über Alltagsentscheidungen nachdenken lässt. Und was könnte besser passen als ein Buch, das uns dazu bringt, unseren Kaffee, unsere Kleidung, unsere E-Mails … und ja, sogar unsere Bananen infrage zu stellen? 

Mike Berners-Lees How Bad Are Bananas? ist genau so, wie ein gutes Klimabuch sein sollte: clever, praktisch, nicht belehrend – und voller Aha-Momente, die unsere Perspektive und unsere Entscheidungen verändern.

Untertitel
Überraschende Klima-Fakten über den CO₂-Fußabdruck der kleinen Dinge – und (Spoiler) warum Bananen gar nicht die Bösen sind.
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Book Review: How bad are bananas
Paragraphs
Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wirklich einen Unterschied macht
– nicht nur auf das, was sich gut anfühlt
Mike Berners-Lee

Zusammenfassung

Klar wissen wir: Fliegen ist schlecht fürs Klima. Plastikmüll auch. Aber wie viel CO₂ steckt eigentlich in einer SMS? Oder in einer Jeans? 

How Bad Are Bananas? ist eines der Bücher, nach denen man erstmal nachdenklich in den Kaffeebecher starrt – und sich fragt, was dieser Schluck wohl an Emissionen mit sich bringt. 

Es geht nicht darum, weniger zu tun – sondern klüger. Mit überraschenden Vergleichen und CO₂-Rechnungen, die einem die Augen öffnen, zeigt Berners-Lee, worauf es in der Klimadebatte wirklich ankommt. Gleich vorweg: Es sind nicht die Bananen. ☻ 

Was ist CO₂ überhaupt?

CO₂ – also Kohlendioxid – ist eines der wichtigsten Treibhausgase und treibt den Klimawandel an. Es entsteht beim Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle – und durch vieles, was wir produzieren, konsumieren oder wegwerfen. 

Um Emissionen vergleichbar zu machen, gibt es die Einheit CO₂e – also „CO₂-Äquivalent“ –, die auch andere starke Treibhausgase wie Methan oder Lachgas einrechnet. Die Werte (in g, kg oder t CO₂e) helfen, die Klimawirkung verschiedener Dinge greifbar zu machen. 

Zur Einordnung: 

  • 1 g CO₂e ≈ 7 Sekunden Autofahrt
  • 100 g CO₂e ≈ 1 km im Auto
  • 1 kg CO₂e ≈ 10 km Autofahrt oder ein mittelgroßes Steak
  • 1 t CO₂e ≈ durchschnittlicher Monatsausstoß eines Europäers

Was bleibt hängen?

Das Buch erschlägt dich nicht mit Zahlen, sondern erzählt CO₂-Geschichten in Gramm, Kilo und Tonnen. So werden Klimaauswirkungen im Alltag verständlich. Manches ist so schlimm, wie man dachte (Rindfleisch, Vielfliegerei). Anderes: noch schlimmer. Und das Übrige? Viel harmloser als vermutet.

Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen
Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen

Hier unsere Highlights:

#1: Bananen sind gar nicht so schlimm – sie wegzuwerfen aber schon. Eine Banane verursacht nur ca. 110 g CO₂e – also ungefähr so viel wie 1 km Autofahrt oder ein Hafermilchkaffee. Wird sie aber weggeschmissen, wird daraus vermeidbarer CO₂-Ausstoß. Fun Fact (oder eher nicht so fun): Lebensmittelverschwendung macht global bis zu 10 % der Emissionen aus. 

#2: Neue Technik kaufen schlägt stärker zu Buche, als sie zu nutzen. Ein Smartphone verursacht bei der Herstellung 55–95 kg CO₂e – das entspricht 400–700 km Autofahrt. Heißt: Die meisten Emissionen entstehen, bevor du das Handy überhaupt einschaltest. Wenn du es nur ein Jahr länger nutzt, spart das stark messbar CO₂. 

#3: Ein simples T-Shirt = 4 kg, eine Jeans = 30+ kg CO₂e. Ein Baumwoll-T-Shirt: rund 4 kg CO₂e. Eine Jeans? Durch wasserintensive Baumwolle, Färbung und globale Lieferketten: über 30 kg CO₂e – etwa wie ein Inlandsflug. Die Modeindustrie verursacht übrigens mehr CO₂ als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. 

#4: SMS? Kaum relevant. Google-Suche? Summiert sich schnell. Eine SMS: nur 0,014 g CO₂e – also quasi nix. Aber eine E-Mail mit großem Anhang? Rund 50 g CO₂e – also 400 m Autofahrt. Multipliziert mit dem E-Mail-Volumen im ganzen Unternehmen wird das ganz schön spürbar. 

#5: Zugfahren ist meist grüner – aber nicht immer. Ja, Züge sind meist klimafreundlicher (und sicherer) als Autos. Aber wenn zwei Leute zusammen im sparsamen Auto fahren, ist der CO₂-Fußabdruck oft niedriger als mit einem 1.-Klasse-Ticket im Zug. 

#6: Wöchentlicher Blumenstrauß? Schön anzusehen, aber leider ein waschechter Klimakiller. Ein wöchentlicher Strauß aus importierten, geheizt gezogenen Blumen verursacht bis zu 1,5 Tonnen CO₂e pro Jahr. Ob mit künstlicher Wärme produziert oder per Flugzeug transportiert: schlecht fürs Klima. 

#7: Krieg – die CO₂-intensivste menschliche Aktivität. Militärische Operationen und Infrastruktur gehören zu den größten Emissionsquellen weltweit – werden dabei aber kaum thematisiert. Ein wichtiger Reminder: Frieden und Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Für eine gerechte, lebenswerte Zukunft braucht es beides.

MAp’s Favourite Quote

„Verglichen mit 2010 habe ich heute mehr Hoffnung, mehr Angst und ein deutlich größeres Gefühl von Dringlichkeit."

Fazit

Wenn du „air-freight“ liest: Finger weg. Vegan schlägt vegetarisch beim Klima. Und bei Rindfleisch, Lamm oder Treibhaus-Gemüse: rote Karte. 

How Bad Are Bananas? stellt unsere Vorstellung von Klima-Impact auf den Kopf. Es geht nicht um Schuld — sondern um Klarheit. Wo können wir wirklich etwas ändern, ohne gleich durchzudrehen (und ohne unsere Liebe zu Bananen einzubüßen)? 

Denn: Wir von MAp glauben, dass bessere Entscheidungen mit besseren Fragen anfangen. Und genau die liefert dieses Buch. Fragen, die uns innehalten lassen. Fragen, die uns helfen, bewusster und gezielter zu handeln – nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung. 

Nachhaltigkeit ist keine Checkliste. Sie ist ein Mindset. Eines, das fragt: Wie schlimm ist es wirklich? Und eines, das stets in Richtung #onwards geht. 

Dein MAp-Team

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Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen

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Gemeinsam mit Regula Balteschwiler, Spezialistin für nachhaltige Gastronomie und Hotellerie, nehmen wir dich heute mit auf eine Reise – in eine Welt, in der Genuss und Nachhaltigkeit gemeinsam auf der Speisekarte stehen. Klingt gut, oder? Los geht’s!

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Wie sich Genuss und Umweltbewusstsein in der Hotellerie vereinen lassen.
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Sustainability in Hospitality: 5 Tips for a More Sustainable (Hotel) Kitchen
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Warum sollte ich meine (Hotel-)Küche nachhaltiger gestalten?

Essen kann mehr als nur Energie für einen neuen Tag sein und zu einer bewussten Entscheidung werden. Eine Entscheidung mit Impact – auf den Planeten, unsere Gesundheit und das Klima. Denn laut Max-Planck-Gesellschaft (2023) verursacht das globale Ernährungssystem bis zu 37 % der weltweiten Treibhausgase. Besonders die Produktion tierischer Produkte steht dabei als Hauptfaktor dieser Entwicklung fest. 

Die gute Nachricht? Mit ein paar cleveren Anpassungen in deiner (Hotel-)Küche kannst du nicht nur den CO2-Fußabdruck deines Betriebs verringern, sondern auch neue Gäste gewinnen und dich von den Mitbewerbenden abheben.

Mit ein paar cleveren Anpassungen in der Küche
senkst du den CO₂-Fußabdruck, gewinnst Gäste und hebst dich ab.
@weareMAp

MAdvice 1: Biete vegane Optionen für alle an

Biete mindestens zwei vegane Gerichte in jeder Kategorie deiner Speisekarte an – Vorspeise, Hauptgang, Dessert. Warum? Studien zeigen, dass Restaurants mit veganen Optionen eine höhere Zufriedenheit und Wiederbesuchsrate haben (Hopkinson, 2021). 

Plus, du schaffst ein Angebot für alle: Veganerinnen, Vegetarier, Flexitarierinnen und Gäste mit Unverträglichkeiten. 

Gesundheits-Fakt: Wusstest du, dass wir laut einer Studie unser Risiko für Atemwegserkrankungen um 50% senken können, wenn wir weniger Fleisch essen? Und der Planet freut sich auch (Willett et al., 2019)! 

Pro Tipp: Statt „vegan“ kannst du auch „rein pflanzlich“ schreiben – das kommt oft sogar besser an.

MAdvice 2: Koche regional und saisonal

Frische, lokale Zutaten direkt vom Bauernhof um die Ecke? Ja, bitte! Kaufe saisonale Produkte ein, die in deiner Region produziert werden. So unterstützt du nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern senkst auch deinen CO2-Ausstoß. Und das Beste: Deine Gerichte schmecken auch noch besser! Win-win, oder?

MAdvice 3: Biete vegane Specials an

Ein Tipp, der nicht nur deine veganen Gäste begeistert: Biete vegane Specials Events an – z. B. vegane Mittagsmenüs für die Locals oder Pflanzen-Power-Menüs für den Energie-Kick an heißen Tagen. Mach die pflanzliche Ernährung zum Highlight und lade deine Gäste ein, Neues zu entdecken! Oder warum nicht mal bei veganen Restaurantwochen mitmachen?

MAdvice 4: Begeistere dein Team

Damit dein Team genauso begeistert von den veganen Optionen ist wie deine Gäste, solltest du Schulungen anbieten (Regula ist hier die Expertin 😉). Mach deine Mitarbeitenden zu echten Expertinnen und Experten für Ernährung, Gesundheit und Umweltschutz. Das bringt nicht nur Pluspunkte bei den Gästen, sondern schafft auch Bewusstsein im Team.

MAdvide 5: Keine Zusatzstoffe, bitte!

Keine Lust auf künstliche Zusatzstoffe? Gut so! Setz auf echte, unverarbeitete Zutaten. So wie das Restaurant La Bruja in Guatemala, das komplett auf künstliche Zusätze verzichtet. Deine Gäste werden den Unterschied schmecken – und ganz nebenbei förderst du damit eine gesunde, bewusste Ernährung.

Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche
Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche

Was bringt’s dir?

Mehr Gäste, mehr Umsatz und das gute Gefühl, etwas für den Planeten zu tun! Außerdem wird dein Betrieb für potenzielle Mitarbeitende und Partnerinnen attraktiver, die ebenfalls nachhaltige Werte teilen. Mittlerweile sollte uns immerhin allen bewusst sein: Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend – sie ist die Zukunft. Und wer heute den Schritt wagt, hat morgen die Nase vorn. 🙌

Also, worauf wartest du? Lass uns gemeinsam die (Hotel-)Gastronomie nachhaltiger und gesünder machen! 

#onwards,
Dein MAp-Team 

P.S.: Lust auf noch mehr praktische Tipps und Tricks, um deine Speisekarte nachhaltig(er) zu gestalten? Dann hol dir unseren kostenlosen und inhaltsreichen Download: Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche.

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The Sustainable Hotel Insights. Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche

In diesem kostenlosen Leitfaden erhältst du praktische Tipps, um deine Speisekarte nachhaltig(er) zu gestalten. Außerdem lernst du, wie du durch einfache Anpassungen nicht nur die Umwelt schonst, sondern auch neue Gäste gewinnst. Lass dich von Best-Practice-Beispielen inspirieren und hol dir eine köstliche Rezeptidee für dein nächstes pflanzliches Dessert.

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Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche

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In diesem kostenlosen PDF erhältst du Informationen, Anleitungen und Tipps rund um das Thema Nachhaltigkeit in der (Hotel-)Küche.

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Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche
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Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche
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5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche

Die Art und Weise, wie Hotels und Restaurants ihre Speisekarten gestalten, beeinflusst nicht nur die Umwelt und den Planeten, sondern auch die Gesundheit der Gäste und die Lebensqualität zukünftiger Generationen. Deswegen empowern wir dich mit diesem praktischen Leitfaden und haben 5 Tipps und wertvolles Hintergrundwissen für dich aufbereitet.

Im Leitfaden enthalten:

  • Was bewegt Menschen vermehrt dazu, auf Fleisch zu verzichten?
  • Wie kann ich als Hotelier oder Restaurantleiterin davon profitieren?
  • Wie kann ich mit meiner Speisekarte ALLE (oder zumindest viele) zufriedenstellen?
  • Wie kann ich meine (Hotel-)Küche nachhaltiger gestalten?

 

Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche
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Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche
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Über Balteschwiler Consulting

Balteschwiler Consulting bietet maßgeschneiderte Konzepte für die Hotellerie, die von der Einführung saisonaler, regionaler und pflanzlicher Gerichte über die Verwendung umweltfreundlicher Reinigungs- und Pflegeprodukte bis hin zur Schulung der Mitarbeitenden reichen. Durch Workshops mit dem gesamten Team vermittelt Balteschwiler Consulting das notwendige Wissen, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig die Gäste- und Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

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Wir zeigen dir in fünf einfachen Schritten, wie du deine (Hotel-)Küche nachhaltiger gestalten kannst.
Why you need it
  • 5 klare Handlungsanleitungen für eine nachhaltige (Hotel-)Küche
  • Besseres Verständnis rund um das Thema Fleischkonsum und dessen Auswirkungen
  • Weg zur nachhaltigen (Hotel-)Küche mit diesem praktischen und kostenlosen PDF-Guide
  • Infos über ein Best-Practice-Beispiel, Links zu weiteren Pflichtlektüren und Ressourcen, die dich auf deinem Weg #onwards unterstützen
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Coaching-Programm und Workshop zum Thema Nachhaltigkeit für Hotels
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Du möchtest dein Hotel nachhaltig(er) machen, weißt aber nicht wie?

Dann bist du bei diesem Nachhaltigkeits-Coaching genau richtig.

Dich erwartet ein praxisorientiertes Coaching inklusive 1-Tages-Workshop durch MAps zertifizierte Hotel- und Nachhaltigkeitsexpertinnen – maßgeschneidert für dein Hotel. In unseren Workshops lernen du und deine Hotel-Mitarbeitenden die 3 Säulen der Nachhaltigkeit besser kennen sowie Ressourcen effizienter zu nutzen und Nachhaltigkeit im Hotel aktiv zu leben.

Innerhalb von 8 Wochen entwickeln wir gemeinsam einen klaren Aktionsplan, der Prioritäten setzt und dir und allen Hotel-Mitarbeitenden genau aufzeigt, was zu tun ist und bis wann: für mehr nachhaltigen Erfolg! 

100%
Nachhaltiger Erfolg
100%
Praxisorientiert
100%
Maßgeschneidert

Das beinhaltet das Coaching-Programm

Unser Nachhaltigkeits-Coaching ist ein umfangreiches 8-wöchiges Programm, das aus drei Modulen besteht. Hier ist ein kleiner Vorgeschmack darauf, was dich in jedem Modul erwartet:

Vorgespräch: Gegenseitiges Kennenlernen

Das Vorgespräch bietet die Gelegenheit für ein gegenseitiges Kennenlernen, den Austausch von Informationen und das Festlegen individueller Ziele.

  • Call mit dem Management/der zuständigen Person
  • Wir definieren den Starttermin
  • Wir definieren die einzelnen Termine für die Module 1–3
  • Abstimmung und Feinjustierung, um sicherzustellen, dass unsere Strategien reibungslos mit den Hotel-Zielen übereinstimmen

Ergebnis: Wir haben die Grundlage für unsere Zusammenarbeit in den kommenden Wochen geschaffen.

Modul 1: Eruierung des Status quo im Bereich Nachhaltigkeit

Wir starten die Reise, indem wir gemeinsam den Nachhaltigkeits-Status-quo deines Hotels eruieren.

  • Einführung in ganzheitliche Hotelnachhaltigkeit
  • Eruieren des Nachhaltigkeits-Status-quo deines Hotels anhand eines detaillierten Nachhaltigkeits-Assessments, das alle Bereiche der Hotelnachhaltigkeit prüft
  • Auswertung und Analyse der Ergebnisse
  • Gemeinsame Besprechung des Nachhaltigkeits-Status-quo und Festlegung der nächsten Schritte, z. B. der Inhalte des Team-Workshops

Ergebnis: Wir wissen, wo dein Hotel im Bereich der Nachhaltigkeit steht. Wir haben Schlüsselbereiche und Potenzial identifiziert und Klarheit darüber erlangt, auf welche Nachhaltigkeitsbereiche der Fokus für mehr Erfolg und Impact gelegt werden soll.

Modul 2: Team-Workshop zum Thema Nachhaltigkeit (ganztägig)

Modul 2 konzentriert sich darauf, Nachhaltigkeit für alle Mitarbeitenden greifbar und verständlich zu machen.

  • Virtuelles oder persönliches Treffen mit dem gesamten Hotel-Team im Plenum
  • Vormittag im Plenum: Wir machen Nachhaltigkeit greifbar und verständlich und gehen dabei auf das Feedback, die Ideen etc. des Teams ein
  • Nachmittag in den verschiedenen Abteilungen: Die verschiedenen Abteilungen erarbeiten erste Nachhaltigkeitsideen, wir liefern Input und Vorgaben
  • Abschließend: Alle Ergebnisse werden besprochen und ein klarer Weg für die nächsten Monate definiert

Ergebnis: Es herrscht allgemeines Verständnis darüber was Nachhaltigkeit bedeutet, was die Aufgaben der einzelnen Abteilungen sind, wie die Schritte bis zu unserem nächsten Treffen aussehen und was die langfristigen Ziele deines Hotels sind.

Modul 3: Abschluss-Coaching

Wir besprechen die bisherigen Ergebnisse, klären offene Fragen und schließen das Coaching ab.

  • Call oder Treffen mit dem Management/der zuständigen Person, um die Erkenntnisse der letzten Wochen in den Maßnahmenplan zu integrieren
  • Call oder Treffen mit den verschiedenen Abteilungen/Abteilungsleitenden, um offene Fragen zu beantworten, Hilfestellung zu leisten und die konkreten nächsten Schritte zu definieren
  • Ausarbeitung und Übermittlung von Zusatzmaterial (Unterlagen, Templates etc.), das das Hotel-Team bei den nächsten Schritten unterstützt
  • Übermittlung der Zugangsdaten zur MAp-Community mit vielen weiteren kostenlosen Ressourcen und Hilfsmitteln

Ergebnis: Alle haben die notwendigen Informationen und Unterlagen, um in der jeweiligen Abteilung die definierten Nachhaltigkeits-Maßnahmen umzusetzen. Alle kennen das Nachhaltigkeitsziel des Hotels und wissen, wie sie dazu beitragen können.

Ist dieses praxisorientierte Coaching-Programm zur Nachhaltigkeit das Richtige für mein Hotel und Team?

JA, das Nachhaltigkeits-Coaching ist genau das Richtige für dich, wenn du Nachhaltigkeit für alle in deinem Hotel greifbar machen, klare Ziele definieren und einen Aktionsplan ausarbeiten möchtest. Wir helfen dir:

  • Den Nachhaltigkeits-Status-quo deines Hotels zu eruieren
  • Nachhaltigkeit für deine Mitarbeitenden greifbar und verständlich zu machen
  • Nachhaltige Praktiken im Hotel zu implementieren
  • Deine Nachhaltigkeitsziele zu erreichen
  • Dein Hotel aufs nächste Level zu heben

So profitierst du von diesem Nachhaltigkeits-Coaching und erhältst zusätzlichen MEHRwert:

Häufig gestellte Fragen

Du fragst. Wir antworten.

Wie viel kostet das Coaching-Programm für Hotels?

Unser Nachhaltigkeits-Coaching für Hotels startet bei EUR 4.900, mit einem eigentlichen Wert von EUR 7.600 (exklusive eventueller Reisekosten). Warum wir den Preis reduzieren? Weil wir der Meinung sind, dass Nachhaltigkeit für alle leistbar sein soll!

Bonus: Alle Teilnehmenden erhalten unsere The Sustainable Hotel Handbook-Kollektion (Wert EUR 495) kostenlos, um diese Welt zu einem gastfreundlicheren und besseren Ort für ALLE zu machen!

Bietet ihr spezielle Rabatte für das Coaching-Programm an?

Ja. Du vertrittst z. B. eine NGO? Dann melde dich bei uns für spezielle Preis-Konditionen.

Sind alle Gebühren und Kosten im Preis enthalten?

Inkludiert

  • 3 Module + Vorgespräch in einem Zeitraum von 8 Wochen
  • Bonus: Alle Teilnehmenden erhalten unsere The Sustainable Hotel Handbook-Kollektion (Wert EUR 495) kostenlos

Nicht inkludiert

  • Reisekosten (sofern anfallend)
  • Zusätzliche Services und Ausarbeitungen, die vom Hotel angefragt werden
Was macht dieses Nachhaltigkeits-Coaching so besonders?

Du und das gesamte Hotel-Team erhalten großen Mehrwert innerhalb kurzer Zeit und zu einem fairen Preis. Wir arbeiten nicht nach vorgefertigten Schablonen, sondern passen alle Coaching-Module individuell deiner Ausgangslage und den Bedürfnissen deines Hotels an.

Wie sieht der Zeitplan für das Coaching-Programm aus?

Von Anfang bis Ende dauert das Nachhaltigkeits-Coaching 8 Wochen, was eine umfassende Auseinandersetzung mit den wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen und Aktionsschritten ermöglicht, ohne dich und dein Team mit einer Informationsflut zu überfordern.

Wie flexibel ist der Starttermin des Nachhaltigkeits-Coachings?

Wir legen gemeinsam einen Starttermin fest, je nachdem, was am besten in deinen Zeitplan passt.

Wie individuell ist das Nachhaltigkeits-Coaching?

Das Nachhaltigkeits-Coaching besteht aus drei vordefinierten Modulen die einem bestimmten Inhalt folgen. Natürlich werden die Nachhaltigkeitsthemen und Aktionsschritte (und das Startdatum!) genau auf deine Bedürfnisse und Ziele zugeschnitten.

Welche Art von Unterstützung und Ressourcen steht mir während der gesamten Coachingdauer zur Verfügung?

Du erhältst kontinuierliche Unterstützung durch unser Team in Form von Einzelgesprächen innerhalb der Module 1–3, sowie Zugang zu wertvollen Ressourcen wie praktischen Checklisten und Handbüchern.

Kann ich auch über die Dauer des Nachhaltigkeits-Coachings hinaus Unterstützung erwarten?

Teilnehmende werden automatisch Teil der MAp-Community, in der wir kostenlose Ressourcen, Webinare, Expertengespräche usw. anbieten, um Hotels dabei zu helfen, nachhaltiger zu werden und sich in der Branche zu behaupten. Natürlich stehen wir dir bei weiteren Fragen jederzeit zur Verfügung!

Wie lange dauert es in der Regel, bis ich nach dem Nachhaltigkeits-Coaching Ergebnisse sehe?

Die Zeitspanne, in der die Ergebnisse sichtbar werden, kann je nach den individuellen Umständen variieren. Aber wahrscheinlich wirst du innerhalb weniger Monate nach der Umsetzung der Aktionsschritte aus dem Coaching Veränderungen feststellen. Oft beobachten wir, dass vor allem aus dem Team-Workshop schnelle Resultate erzielt werden – beispielsweise in Sachen sozialer Nachhaltigkeit wie Zusammenhalt und Mitarbeitenden-Motivation sowie -Engagement.

Ich plane ein neues Hotel. Kann ich an diesem Coaching-Programm teilnehmen?

Ja, natürlich! Alle Module, Strategien und Maßnahmen des Programms gelten auch für neue Hotels, nicht nur für bestehende.

Wer führt das Nachhaltigkeits-Coaching durch?

MAp ist ein B Corp-zertifiziertes Beratungsunternehmen, das Hoteliers und Unternehmerinnen durch Branding-, Positionierungs- und Marketingdienstleistungen unterstützt. Das in Zürich ansässige und von Frauen geführte MAp-Team verfolgt einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz, um die globale Wirkung von Hotels zu steigern. Mit dem Fokus auf Menschen und Purpose zeichnet sich MAp durch innovative Strategien und kreative Lösungen aus, die Hotels, Unternehmen und Marken Bedeutung verleihen.

Hier erfährst du mehr über uns.

Der Shop für Hotel-Nachhaltigkeit

Entdecke praktische Tools und Ressourcen für die Nachhaltigkeit von Hotels, die einen echten Unterschied machen.

Mache dein Hotel erfolgreicher, innovativer und nachhaltiger mit unseren nützlichen und praktischen Ressourcen, Handbüchern und Tools, speziell für Hotels und Hospitality-Unternehmen. Setze so den ersten bzw. einen weiteren Schritt in Richtung eines besseren und nachhaltigeren Planeten. Gemeinsam können wir etwas bewirken!

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Praxisorientiertes Coaching inklusive 1-Tages-Team-Workshop
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Finde es jetzt heraus mit unserem kostenlosen Online-Assessment zur Nachhaltigkeit!

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Coaching-Programm und Workshop zum Thema Nachhaltigkeit für Hotels
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Nachhaltigkeit in der Hotellerie muss weder kompliziert noch teuer sein. Dieser Praxis-Guide zeigt dir konkrete Maßnahmen, klare Prioritäten und sofort einsetzbare Checklisten, damit du im Betrieb direkt starten kannst, ohne dich durch Theorie zu kämpfen.

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MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
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Was in diesem Guide steckt

Ein praxisnaher Überblick mit 284 konkreten Maßnahmen, damit du Nachhaltigkeit in der Hotellerie strukturiert umsetzt und im Alltag schneller ins Tun kommst.

Enthalten sind:

  • 284 konkrete Handlungsschritte im Checklistenformat, die du sofort umsetzen kannst
  • Eine klare Einordnung der drei Säulen der Nachhaltigkeit: sozial, ökologisch, ökonomisch
  • Best Practices von Hotels und Marken, die zeigen, was wirklich funktioniert
  • Konkrete nächste Schritte, um deine Nachhaltigkeits-Arbeit zu starten oder gezielt weiterzuentwickeln
  • Kuratierte Ressourcen und Quellen für zusätzliche Unterstützung und Vertiefung
Stimmen zum Leitfaden für Nachhaltigkeit

Was Nachhaltigkeit in der Hotellerie bewirkt

Das bringen dir klare Maßnahmen und eine strukturierte Umsetzung im Hotelalltag:

  • Weniger Kosten durch bessere Ressourcennutzung und mehr Effizienz
  • Weniger Risiko durch klarere Prioritäten und bessere Vorbereitung
  • Mehr Buchungen durch stärkere Positionierung und mehr Vertrauen
  • Mehr Rückenwind von Gästen, Mitarbeitenden, Partnern und der lokalen Community
  • Einfacheres Reporting durch strukturierte Schritte und klare Grundlagen
  • Klarere Differenzierung im Markt durch nachvollziehbare Nachhaltigkeitsarbeit
  • Mehr langfristige Performance, weil Nachhaltigkeit im Betrieb wirklich verankert wird

Starte jetzt mit dem Praxis-Guide für Nachhaltigkeit in der Hotellerie

284 Maßnahmen, klare nächste Schritte und internationale Best Practices, damit du Nachhaltigkeit im Hotelalltag sofort umsetzt und messbare Fortschritte erreichst.

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Nach der Bezahlung kannst du sofort auf dein digitales Produkt (PDF-Datei) in deinem privaten und gesicherten Community-Mitgliederbereich zugreifen und herunterladen.

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Leitfaden für Nachhaltigkeit

Ist dieser Leitfaden das Richtige für mich?

Ja, wenn du einen praktischen Einstieg und klare nächste Schritte suchst, um Nachhaltigkeit im Hotelalltag umzusetzen, ohne dich in Theorie zu verlieren.

Was bekomme ich, wenn ich ihn herunterlade?

Einen strukturierten Aktionsplan mit 284 konkreten Maßnahmen im Checklistenformat, plus Orientierung, Best Practices und kuratierte Ressourcen, damit du gezielt weiterkommst.

Muss ich alles umsetzen?

Nein. Nutze den Plan wie ein Nachschlagewerk: Wähle, was zu deinem Hotel passt, priorisiere die wirksamsten Schritte und baue Schritt für Schritt Momentum auf.

Ist das auch für kleine Teams geeignet?

Ja. Die Maßnahmen sind modular und praxisnah, sodass du klein starten und bei Bedarf ausbauen kannst.

Wie schnell kann ich starten?

Sofort. Wähle einen Bereich, setze dir realistische Prioritäten und beginne mit den Maßnahmen, die in deinem Betrieb am besten umsetzbar sind.

Warum ist dieser Leitfaden ideal für unabhängige und Boutique-Hoteliers?

Der Hotelnachhaltigkeits-Leitfaden wurde speziell für unabhängige und Boutique-Hotels entwickelt. Als erfahrene Hotelberaterinnen wissen wir besser als viele andere, dass diese Hotels im Vergleich zu größeren und Hotelketten über begrenzte Zeit, Budget und Ressourcen verfügen. Daher konzentriert sich dieser Guide auf alles, was unabhängige und Boutique-Hoteliers benötigen, um Nachhaltigkeit zu realisieren. Er bietet praktische Schritte, die realistisch und budgetbewusst sind, ohne zu zeitaufwendig zu sein.

Ist der Leitfaden für Hoteliers geeignet, die bereits ein bestehendes Hotel betreiben?

Ja! Der Nachhaltigkeits-Leitfaden ist ideal für Hoteliers, die bereits ein Hotel besitzen und es nachhaltiger gestalten möchten. Wir präsentieren zahlreiche nachhaltige Maßnahmen, die du schrittweise in deine bestehenden Abläufe integrieren kannst, um die Nachhaltigkeitswirkung deines Hotels kontinuierlich zu erhöhen.

Ich plane ein neues Hotel. Ist der Nachhaltigkeits-Leitfaden für mich geeignet?

Alle in dem Leitfaden vorgestellten Empfehlungen, Aktionsschritte und Maßnahmen gelten natürlich auch für neue Hotels, nicht nur für bestehende. Wir bieten auch Anleitungen, wie Nachhaltigkeit von Anfang an in den Prozess der Hotelentwicklung integriert werden kann – von der Standortauswahl bis hin zur Planung, dem Bau und der Innenraumgestaltung.

Lohnt sich die Investition in diesen Leitfaden wirklich?

Wir sagen: Absolut! Es gibt keine andere Ressource, die so viel Wert für Hoteliers bietet, die nachhaltige Hotels schaffen möchten. Außerdem wirst du mit all den Nachhaltigkeitsempfehlungen aus dem Leitfaden mehr Gäste gewinnen und wichtige Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen erzielen. Es wird sich also buchstäblich auszahlen!

MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
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Entdecke praktische Tools und Ressourcen, die nachhaltige Hotellerie einfacher und einen echten Unterschied machen.

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Ein Praxis-Guide mit Checklisten und Beispielen, damit du Nachhaltigkeit im Hotel ganzheitlich umsetzt und messbare Fortschritte erreichst.
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MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
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Wir freuen uns, dieses MAp meets mit unserem MAp Boutique Consultancy Team-Mitglied Lisa Flora zu führen. Lisa Flora ist seit April 2023 Teil des MAp-Teams und hat Ende 2023 ihre Masterarbeit (Studiengang Nachhaltige Regional- und Destinationsentwicklung) mit dem Titel „Die Gestaltungsmöglichkeiten des ruralen Raums, in einer urbanisierten Welt.“ erfolgreich verteidigt #wohoooo.

Im Zuge ihrer Abschlussarbeit an der Universität Innsbruck und UMIT Hall, hat sich Lisa Flora intensiv mit den Entwicklungsmöglichkeiten des ländlichen Raums beschäftigt und im Zuge dessen erforscht, inwiefern sich Lebensentwürfe Jugendlicher und aktuell herrschende technische Trends auf das relative Wettbewerbsverhältnis von Stadt und Land in Deutschland auswirken.

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MAp spricht mit unserem Team-Mitglied Lisa Flora darüber, wie ländliche Gemeinden mithilfe von Technologie auf die Zukunftswünsche Jugendlicher reagieren, und somit an Attraktivität gewinnen können.
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Technology as a driving force for positive rural community development MAp Boutique Consultancy MAp meets Lisa Flora Buchauer
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Liebe Lisa Flora, noch einmal ein großes GRATULATIERE zum Masterabschluss deines Studiums der nachhaltigen Regional- und Destinationsentwicklung! Kannst du uns kurz einen Einblick geben, wie du an dieses große Nachhaltigkeits-Thema „Attraktivierung des ruralen Raums für junge Menschen“ methodisch herangegangen bist?

Lisa Flora: Vielen Dank und gerne! Für mich war klar, dass ich als erstes Aussagen von Jugendlichen in ganz Deutschland analysieren möchte. Deshalb habe ich Jugendstudienanalysen durchgeführt. Das Ziel dabei war zu erfahren: was ist jungen Menschen zwischen 12 und 25 Jahren für ihre Zukunftsplanung besonders wichtig? Mit den daraus gewonnenen Informationen habe ich anschließend eine systematische Literaturanalyse durchgeführt und mich auf technologische Trends, den ländlichen Raum und die Wünsche von Jugendlichen fokussiert. Das ist die Kurzversion, denn eine Masterarbeit besteht aus vielen methodischen Einzelschritten, die für unsere Leserinnen vermutlich nicht so spannend sind. Aber es gilt auch hier unser MAp-Mantra: #SchrittfürSchritt

Jetzt sind wir natürlich gespannt auf die Antwort! Was wünschen sich junge Menschen in Deutschland für ihre Zukunft? Oder was erwarten sie sich?

Lisa Flora: Jugendlichen in Deutschland scheinen in der Zukunft drei Aspekte ganz besonders wichtig zu sein: Flexibilität, Sozialleben und Lebensstandard. Alle drei Punkte sind sowohl auf den privaten Alltag, als auch auf das Berufsleben bezogen. Aktuell kann man beobachten, dass junge Menschen das Gefühl haben, diese Vorstellungen hauptsächlich in einer Stadt oder im städtischen Raum verwirklichen zu können. Ländliche Gemeinden werden deshalb von jungen Menschen als Wohnort leider immer weniger in Betracht gezogen.

Eine Zwischenfrage Lisa Flora, wieso hast du deine Masterarbeit in Deutschland angesiedelt?

Lisa Flora: Das Thema betrifft natürlich viele! Aber in Deutschland finde ich es ganz besonders interessant, weil hier länderübergreifend seit den 90er Jahren aktiv versucht wird, eine Gegenbewegung zur Landflucht in Gang zu setzen. So wurde beispielsweise probiert, mit dem sogenannten Raumordnungsprogramm gleichwertige Lebensverhältnisse und Möglichkeiten für Stadt und Land herzustellen. - Der große Erfolg davon ist allerdings ausgeblieben. Da fand ich es spannend herauszufinden, wie man zukünftig mithilfe von Technologie an diese Ziele anknüpfen könnte. Die Ergebnisse sind aber durchaus auch auf vergleichbare Länder wie beispielsweise Österreich anwendbar.

Warum war es dir wichtig, die Dynamiken des ländlichen Raums in einer urbanisierten Welt zu erforschen und besser zu verstehen? Welche Bedeutung hat dieses Thema für die Gesellschaft und vor allem für zukünftige Entwicklungen?

Lisa Flora: In Zeiten, in der städtische Zentren verstärkt im Fokus stehen, gerät der ländliche Raum zunehmend in den Hintergrund. Wir sehen, dass dies in den letzten Jahren zu einer Negativspirale geführt hat: Mit abnehmender Bevölkerungsdichte wird das Infrastrukturnetz am Land tendenziell „löchriger“. Das wiederum hat zur Folge, dass viele ländliche Gemeinden mit dem Rückgang von Bildungsmöglichkeiten, gastronomischen Einrichtungen sowie dem Schließen von Arztpraxen und Polizeistationen kämpfen. Und das stimmt die Menschen vor Ort unzufrieden, weshalb viele die Lösung erst recht in einem Umzug in die Stadt sehen.

Für die Zukunft sehe ich es als ausschlaggebend, dass sich an dieser Trendbewegung etwas ändert. Zum einen im Sinne der sozialen Kohäsion, damit es eine ausgewogene und gerechte Gesellschaft gibt, in der alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrem Wohnort Zugang zu den gleichen Ressourcen, Dienstleistungen und Möglichkeiten haben. Und zum anderen, um eine diverse Wirtschaftsstruktur und Bewahrung kultureller Identitäten zu gewährleisten. - Aber die Liste ist lang und vielfältig!

Eine erfolgreiche Dorfentwicklung besteht heutzutage darin, Technologie nicht nur als Infrastruktur,
sondern als Impulsgeber für soziale Interaktion, Bildung und berufliche Möglichkeiten zu nutzen.
@LisaFloraBuchauer via @weareMAp

Inwiefern spielen technologische Trends eine Rolle in der Entwicklung von ländlichen Gemeinden?

Lisa Flora: In den letzten Jahren hat der technologische Fortschritt unser tägliches Leben stark beeinflusst, egal ob am Land oder in der Stadt. Wir haben Technologien so sehr in unseren Alltag integriert, dass die vielen dadurch entstandenen Möglichkeiten kaum noch aus dem Alltag wegzudenken sind. Besonders Jugendliche stellen dadurch auch vollkommen neue Anforderungen an ihren Wohnort.

Wie bereits erwähnt ist es allerdings so, dass vielfach in ruralen Gebieten in Deutschland, die Infrastruktur – auch die digitale – nicht so gut ist wie in der Stadt und man somit nicht mit dem städtischen Angebot mithalten kann.

Zusammengefasst heißt das: Eine erfolgreiche Dorfentwicklung besteht heutzutage darin, Technologie nicht nur als Infrastruktur, sondern als Impulsgeber für soziale Interaktion, Bildung und berufliche Möglichkeiten zu nutzen. Durch die Integration von Technologien, die die individuellen Wünsche und Träume der zukünftigen Generationen reflektieren, können ländliche Gemeinden nicht nur attraktiver, sondern auch besser auf die Bedürfnisse der Zukunft zugeschnitten werden.

Spielt das Thema Nachhaltigkeit auch eine Rolle in Bezug auf deine Forschungsergebnisse?

Lisa Flora: Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine ganz entscheidende Rolle im Kontext des ländlichen Raums und ist von großer Bedeutung für dessen langfristige Entwicklung. Meine Forschungsergebnisse betonen allerdings vor allem den sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit. Jugendlichen scheint es für die persönliche Zukunft besonders wichtig zu sein, an einem Ort zu leben, der soziale Gerechtigkeit fördert, die Gemeinschaft stärkt und Initiativen bietet, welche die Lebensqualität verbessern. Stets im Kontext von technologischen Angeboten und Möglichkeiten.

Wie können die Erkenntnisse deiner Masterarbeit in die Praxis umgesetzt werden? Welche Top 5 Maßnahmen, können konkret ergriffen werden, um die Attraktivität und Entwicklung des ländlichen Raums durch Technologie für Jugendliche attraktiver zu gestalten?

Lisa Flora: Was mich an meiner Arbeit freut, ist, dass ich konkrete Umsetzungsbeispiele eruieren konnte. Schon mit simplen Maßnahmen können ländliche Gebiete für junge Menschen aufgewertet werden.

Meine Top 5 Empfehlungen für ländliche Gemeinden sind:

1. Förderung der sozialen Infrastruktur durch Technologie:

Einführung digitaler Plattformen für Informationen, Ankündigungen, Abstimmungen und Koordination von Gemeinschaftsaktivitäten und Nachbarschaftshilfen.

2. Verbesserung der Mobilität durch technologiebasierte Lösungen:

Einführung koordinierter Mobilitätsangebote, die sich über eine App steuern lassen. Insbesondere Kombi-Ticket-Angebote wirken attraktivitätssteigernd (Kombinieren von Car-Sharing, Bussen, E-Fahrrädern usw.). Bei digitaler Routenplanung immer auch barrierefreie Routen (Rollator- und Rollstuhlgeeignet, etc.) anbieten. Für eine umfassende Zugänglichkeit aller.

3. Schaffung flexibler Arbeitsmöglichkeiten und Co-Working Spaces:

Bereitstellen von kreativen Arbeitsplätzen (Co-Working-Spaces), um Menschen mit (immer häufiger vorkommenden) flexiblen Arbeitsmodellen anzusprechen. Aktive Bewerbung des ländlichen Raums als attraktiven Ort für „Workation“ zieht junge Menschen ebenfalls stark an.

4. Digitales Erzählen an geschichtsträchtigen Orten:

Integration von Technologie, um Geschichten und Informationen an historisch bedeutsamen Orten zugänglich zu machen. Der spielerische Informationsaustausch generiert Interesse vieler junger Menschen. Verwendung von QR-Codes, um Hintergrundinformationen bereitzustellen und die Geschichte eines Ortes/einer Straße zu betonen. (Bspw.: Warum heißt die Jägergasse so wie sie heißt und was stand früher an dieser und jener Straßenecke?)

5. Generationsübergreifende Technologiezugänglichkeit:

Junge Menschen möchten an ihrem Wohnort das Gefühl haben, auch im Alter glücklich sein zu können. Deshalb: Schaffung von inklusiven Technologielösungen, die für alle Altersgruppen zugänglich sind; Bereitstellung von Technikkursen, insbesondere für ältere Menschen, um ihre technologische Kompetenz zu verbessern. Schrittweise und in Absprache mit der Gemeinschaft erfolgende Einführung von Technologien für eine nahtlose Integration.

Technologie als Impulsgeber für attraktive Dorfentwicklung

Bildquelle: Lisa Flora Buchauer

Natürlich darf unsere abschließende MAp meets Frage auch heute nicht fehlen: Was macht für dich persönlich ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis aus?

Lisa Flora: Für mich persönlich macht ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis vor allem ein „bestimmtes Bauchgefühl“ aus. Wenn ich schon beim ersten Betreten des Hotels ein positives Gefühl verspüre, weiß ich, dass es etwas Besonderes ist.

Ein einzigartiges Hotelerlebnis für mich ist also ein Ort, der eine emotionale Verbindung schafft. Und so eine emotionale Verbindung entsteht für mich beispielsweise durch das Angebot verschiedener lokaler Erlebnisse, oder das kreative Darstellen der Hotelgeschichte in Gängen / auf der Webseite.

Und ich muss gestehen: über die klassische kleine Schokolade auf dem Bettkissen freue ich mich natürlich auch -bestenfalls aus lokaler Produktion ;-)

Über Lisa Flora Buchauer:

Lisa Flora ist gebürtige Innsbruckerin. Durch ihr dortiges Bachelorstudium in Soziologie und das Masterstudium in Nachhaltiger Regional- und Destinationsentwicklung ist ganzheitliche Nachhaltigkeit für sie zu einer Herzensangelegenheit geworden. Heute lebt sie in Zürich und ist nicht nur eine Expertin für Nachhaltigkeit, sondern auch eine leidenschaftliche Kaffeeenthusiastin und Velofahrerin. Vernetze dich mit Lisa Flora auf LinkedIn

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Technologie als Impulsgeber für attraktive Dorfentwicklung MAp Boutique Consultancy MAp meets Lisa Flora Buchauer

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