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Jeden Tag arbeiten wir mit Menschen, die Hotellerie besser machen wollen – für alle.
Aber was bedeutet „besser“ eigentlich? Und woran merken wir, ob wir wirklich vorankommen?

Genau darum geht es in unserem Impact Report 2025 (ENG): Wir zeigen, woran wir gearbeitet haben, was wir umgesetzt haben, was Wirkung entfaltet hat – und was wir daraus gelernt haben. Und wir machen sichtbar, wie wir Fortschritt messen, damit aus Haltung nachvollziehbare Ergebnisse werden.

Bei MAp geht es nicht um Buzzwords. Als Certified B Corporation setzen wir uns selbst hohe Standards – in Strategie und Governance genauso wie im Umgang mit Menschen, Planet und Purpose.

Unser Impact Report ist dabei unser jährlicher Klartext-Moment: Was läuft gut, wo dürfen wir nachschärfen, und was nehmen wir als Nächstes in die Hand? Gleichzeitig ist er eine Einladung an alle, die uns begleiten: bessere Wege des Wirtschaftens mitzugestalten – ehrlich, pragmatisch und mit einer Portion Positivität.

Untertitel
Warum Impact zählt – und wie wir ihn messen
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MAp Impact Report 2025: impact reporting for sustainable hospitality
Paragraphs
Es gibt kein Zurück.
Nur #onwards – in Richtung einer Zukunft, für die es sich zu bleiben lohnt.
MAp Boutique Consultancy

Wie wir unseren Impact messen

Wir betrachten unsere Wirkung durch die B Corp Impact Assessment Perspektive – über Governance, Workers, Community, Environment und Customers. Weil Impact nicht „gefühlt“ sein sollte, sondern nachvollziehbar, vergleichbar und belegbar.

Im Report 2025 ordnen wir unsere Fortschritte entlang von vier Dimensionen:

  • People – von unserem Team bis zu den Communities, die wir stärken
  • Planet – von bewussten Entscheidungen im Alltag bis zu langfristigen Veränderungen
  • Profit – nicht als Ziel, sondern als Ermöglicher für Wirkung
  • Purpose – unser Warum, und der Kompass, der uns ausrichtet

Und wie schaffen wir das im Alltag? Indem wir an Positivität glauben (ja, wir lieben unsere Ps 😊) – denn Positivität ist die Energie und Haltung, die alles antreibt, was wir tun.

Das beinhaltet der Report

  • Unsere Fokusbereiche und wichtigsten Meilensteine aus 2025
  • Was wirklich Wirkung gezeigt hat – und was nicht
  • Die Learnings, die wir in 2026 mitnehmen
  • Unsere nächsten Prioritäten – klar, konkret und auf den Punkt

Wir teilen auch, wo wir danebenlagen, was uns überrascht hat und warum wir bewusst optimistisch bleiben. Denn eines ist sicher: Es gibt kein Zurück. Nur #onwards. ☻ 

Impact Report

MAp's Impact Report 2025

MAp’s Impact Report 2025 bringt unser Jahr auf den Punkt – woran wir gearbeitet haben, was wirklich Wirkung gezeigt hat und was wir daraus gelernt haben. Wir zeigen, wie wir Impact durch die B Corp Perspektive messen und welche Prioritäten als Nächstes auf der MAp stehen.

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MAp Impact Report 2025: impact reporting for sustainable hospitality

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Dieser kostenlose Guide gibt dir sechs Prinzipien als klare Orientierung, damit soziale Nachhaltigkeit im Hotel nicht abstrakt bleibt. Du erkennst schnell, wo du ansetzen kannst, welche Maßnahmen wirklich zählen und wie du Fortschritt im Team verankerst.

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Im digitalen Format erhältlich. 

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Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Paragraphs

6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltiger zu werden

Soziale Nachhaltigkeit beginnt mit einer Haltung – der Entscheidung, Menschen an die erste Stelle zu setzen. Dieser kompakte Leitfaden zeigt, wie Hotels inklusive Gastfreundschaft gestalten, Barrieren abbauen und Teilhabe ermöglichen. Wir geben dir sechs Prinzipien an die Hand, damit aus Haltung Handeln wird – nachvollziehbar, respektvoll und wirksam.

Das erwartet dich:

  • Eine klare Einordnung: Was soziale Nachhaltigkeit bedeutet – und warum sie die Basis moderner Gastfreundschaft ist.
  • Sechs Prinzipien mit konkreten To-dos für Team und Gäste – von inklusiver Sprache bis zu barrierefreier Orientierung.
  • Best Practice aus der Hotellerie mit wirkungsvollen Beispielen, die zeigen, wie es im Alltag gelingt.
  • Weiterführende Ressourcen, damit du den nächsten Schritt sicher gehst.

Diese Fragen beantwortet der kostenlose Download:

  • Was bedeutet soziale Nachhaltigkeit im Hotel – kurz, verständlich und praxisnah?
  • Wie schaffe ich faire, inklusive Strukturen für Team und Gäste – von der Stellenausschreibung bis zum Check-out?
  • Welche Prinzipien helfen, Haltung in Handlung zu übersetzen – heute und langfristig?
  • Wie starte ich konkret – und wie bleibe ich auf Kurs?
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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Klare Leitlinien und praxisnahe Beispiele, damit du soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag umsetzt und deine Stakeholder gezielt stärkst.
Why you need it
  • Klarheit gewinnen – präzises Fundament statt Buzzwords.
  • Sofort loslegen – umsetzbare Schritte für Rezeption, Housekeeping, Küche und Management.
  • Employer Brand stärken – glaubwürdig, menschenzentriert und zukunftssicher.
  • Gästeerlebnis verbessern – echte Inklusion erhöht Zufriedenheit und Weiterempfehlungen.
  • Weiterdenken – Best-Practice-Einblicke sowie kuratierte Links und Materialien unterstützen dich auf dem Weg #onwards.
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In unseren MAp Client Stories treffen wir inspirierende, innovative Hoteliers und Hospitality-Profis, die wir mit unseren MAp-Services unterstützen und empowern dürfen. Wir sprechen über ihre Wege, ihre wichtigsten Learnings und das gewisse Etwas, das ihre Konzepte einzigartig macht.

Heute freuen wir uns darauf, das Gespräch mit Christine Karadar vom Hotel Masatsch zu führen. Christine leitet das Inklusionshotel in Kaltern, in dem Vielfalt nicht einfach Teil des Konzepts ist, sondern das Konzept selbst. Gemeinsam mit ihrem Team zeigt sie, wie soziale Nachhaltigkeit im Hotelbetrieb selbstverständlich gelingen kann: mit Haltung, mit Herz und mit Wirkung. 

Die Zusammenarbeit mit Masatsch war und ist uns eine große Freude!Durch eine inklusive Webseite und zielgerichtete Design- und Marketing-Leistungen schärfen wir die Botschaft, erhöhen die digitale Zugänglichkeit und machen sichtbar, was diesen Ort auszeichnet.

 
Untertitel
MAp Client Stories: Im Gespräch mit Christine Karadar, Gastgeberin im inklusiven Hotel Masatsch in Kaltern am See (Südtirol)
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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?
Paragraphs
Bei uns sind wirklich alle willkommen
– mit oder ohne Einschränkung.
Christine Karadar, Hotel Masatsch

Liebe Christine, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst für unsere Client Story! Bevor wir in die Tiefe gehen: Wie bist du ins Masatsch gekommen? 

Christine: Ich habe das Hotel Masatsch schon lange mit Interesse verfolgt – einfach, weil mich fasziniert hat, wie dieses Konzept funktioniert. Dabei komme ich eigentlich aus ganz anderen Bereichen: Ich war im Eventmanagement tätig, habe aber auch im sozialen Bereich gearbeitet, mich dort um Themen wie Pflege und Inklusion gekümmert – also darum, wie Menschen mit Behinderung besser in den Alltag integriert werden können. 

Das Hotel Masatsch war für mich immer ein Paradebeispiel dafür, wie so etwas gelingen kann. Als ich gesehen habe, dass eine neue Leitung gesucht wird, habe ich mich beworben – und bekam die Stelle. 

Jetzt bin ich mitten drin in diesem besonderen Projekt, das auf den ersten Blick ein soziales ist, aber gleichzeitig auch ein ganz normales Hotel für alle Gäste. Bei uns sind wirklich alle willkommen – Menschen mit oder ohne Einschränkung, mit oder ohne Behinderung.

 

Im Masatsch wird Inklusion tagtäglich gelebt – ganz selbstverständlich und mit viel Feingefühl. Was macht diesen Ort für dich so besonders? Und was macht ihr anders als „klassische“ Hotels? 

Christine: Das Hotel Masatsch ist wirklich ein besonderer Ort – er hat etwas Energetisches, wenn ich das so sagen darf. Schon bevor ich hier gearbeitet habe, kam ich oft als Besucherin her, einfach um im Café zu sitzen oder im Restaurant etwas zu essen. Und jedes Mal hatte ich das Gefühl: Hier fühlt man sich einfach wohl. Dieser Platz hat seine eigene, positive Energie. 

Jetzt, wo ich mitten im Geschehen bin, spüre ich das jeden Tag noch stärker. Besonders macht diesen Ort vor allem die Arbeit mit unseren Mitarbeitenden mit Behinderung. Sie kommen mit einer Begeisterung und Freude zur Arbeit, die ansteckend ist. Das merkt man sofort, wenn man hierherkommt – etwa wenn mich unser Mitarbeiter an der Bar jeden Morgen mit einem Lächeln und einem Kaffee begrüßt und sagt: „Schön, dich zu sehen!“ 

Rund 40 Prozent unseres Teams – also etwa 30 Mitarbeitende insgesamt – sind Menschen mit Beeinträchtigung. Sie arbeiten in der Küche, im Service, im Housekeeping oder in unserem Gartenprojekt, in dem wir eigenes Gemüse anbauen. Natürlich ist das auch eine tägliche Herausforderung, denn wir begleiten, unterstützen und trainieren diese Menschen kontinuierlich. Vieles muss man immer wieder üben und wiederholen – fast wie in einer Schule. Aber genau das macht unsere Arbeit so wertvoll.

So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag
So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag

Ihr habt ein vielfältiges Team mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten. Was braucht es, damit dieses Miteinander funktioniert und was können andere Hotels daraus lernen? 

Christine: Wer hier arbeitet, braucht vor allem eines: Verständnis – und ein echtes Interesse an Menschen. Denn unser Team ist bunt und vielfältig, mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen

Es braucht den Willen, andere zu begleiten, Wissen zu teilen und Dinge immer wieder gemeinsam zu üben, bis sie wirklich sitzen. Gerade die Teamleiterinnen und Teamleiter, unser Küchenchef oder die Verantwortlichen im Service leisten dabei enorm viel. Sie übernehmen nicht nur ihre klassische Rolle, sondern sind gleichzeitig Coaches, Motivatoren und Wegbegleiter. Das bedeutet, sie müssen Zeit geben, Geduld haben und individuell auf die Mitarbeitenden eingehen. 

Der Arbeitsrhythmus bei uns ist insgesamt etwas langsamer – und das ist gut so. Ich sage oft: Wer hier arbeitet, schaltet automatisch zwei Gänge zurück. Dieses Tempo schafft Raum für echtes Miteinander. Was andere Hotels daraus lernen können? Dass Inklusion kein Hindernis ist, sondern eine Bereicherung. 

Wenn man Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten eine echte Chance gibt, entsteht ein Arbeitsumfeld, das von Geduld, Empathie und gegenseitigem Respekt geprägt ist – und genau das spüren auch die Gäste.

 

Viele Hotels möchten inklusiver werden, tun sich aber schwer mit dem ersten Schritt. Was sind aus deiner Sicht die häufigsten (Denk-)fehler – und worauf kommt es wirklich an? 

Christine: Für mich bedeutet soziale Nachhaltigkeit, Menschen mit Behinderung nicht nur einzubeziehen, sondern ihnen echte Chancen zu geben. Ich glaube, der häufigste Denkfehler liegt darin, dass viele Betriebe Inklusion als Zusatzaufgabe sehen, als etwas, das „on top“ kommt. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Haltung. Es braucht die Bereitschaft, offen zu sein, Geduld zu haben und Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn man diesen Schritt wagt, verändert sich etwas Grundsätzliches: im Team, im Umgang miteinander und letztlich auch im Betriebsklima. Das ist für mich gelebte soziale Nachhaltigkeit.

 

Gab es einen spezifischen Moment, in dem du gespürt hast: Genau deshalb machen wir das? Eine Begegnung, ein Feedback, ein Erlebnis, das dir im Herzen geblieben ist? 

Christine: Oh ja, da fällt mir gleich ein Moment aus diesem Sommer ein. Wir hatten eine große Gruppe aus Deutschland zu Gast – die Pfennigparade, eine Stiftung, die Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen begleitet. Insgesamt waren über 20 Personen zwei Wochen bei uns im Haus, fast ausschließlich hier im Hotel. Das war eine Herausforderung, aber auch eine sehr besondere Erfahrung. 

Am letzten Abend hat die Gruppe für uns eine kleine Abschiedsfeier organisiert. Dabei war ein Mädchen, vielleicht neun Jahre alt, das am ersten Tag gar nicht laufen konnte. Sie kam mit einer Gehhilfe und war stark eingeschränkt. Am letzten Abend ist sie dann plötzlich ohne Hilfe auf mich zugegangen, ganz stolz, mit einem kleinen Dankesbrief für das ganze Team. 

Sie hat mir den Brief gegeben und gesagt, dass das die schönsten zwei Wochen seit Langem für sie waren. Das war ein Moment, der uns allen sehr naheging. In solchen Momenten weiß ich: Genau dafür machen wir das. 

Und solche Momente zeigen uns immer wieder, dass sich der Einsatz lohnt – und dass wir hier etwas schaffen, das wirklich einen Unterschied macht.

 

Danke, dass du das mit uns geteilt hast! Nun zum Abschluss wie immer unsere Quick 5 – fünf kurze Fragen, die in keiner MAp Client Story fehlen dürfen:

  • Ein Hotel das dich inspiriert: Hotel Frida am Wald
  • Ein Buch oder eine Ressource, das alle lesen sollten, die nachhaltiger werden wollen: Da muss ich leider passen.
  • Eine Destination, die auf deiner To-travel-Liste steht: Kirgisistan, da will ich unbedingt mal hin.
  • Ein Zitat, nach dem es sich zu leben lohnt: „Gehe vertrauensvoll in die Richtung deiner Träume. Lebe das Leben, das du dir vorgestellt hast. Wenn du dein Leben vereinfachst, werden auch die Gesetze des Lebens einfacher.“ – Henry David Thoreau, aus „Walden“ (1854).
  • Dein größter Wünsch für die Zukunft: Ein Leben voller Erlebnisse und Begegnungen – erfüllt, lebendig und getragen von guter Gesundheit und echten Freundschaften.

Über Christine Karadar

Christine ist die Direktorin des Hotel Masatsch in Kaltern, Südtirol. Sie bringt Erfahrung aus dem Eventmanagement und der sozialen Arbeit mit – und führt mit einer klaren Überzeugung: an Menschen zu glauben, Inklusion zu leben und neue Wege mutig zu gehen.

Hotel Masatsch ist ein barrierefreies Hotel in Kaltern Südtirol in der Nähe des schönen Kalterersee st ein einzigartiges barrierefreies und behindertengerechtes Hotel. Das Inklusionshotel ist auf Urlaub mit Rolli spezialisiert und garantiert unvergessliche behindertengerechte Ferien in Südtirol.

Free Download

Free Download The Sustainable Hotel Insights. 6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltig(er) zu werden.

In diesem kostenlosen Leitfaden erhältst du eine kompakte Einführung in soziale Nachhaltigkeit im Hotel – klar und direkt anwendbar. Die 6 Prinzipien zeigen konkrete Schritte für Gäste und Team – von inklusiver Gastfreundschaft bis zu ganzheitlicher Barrierefreiheit.

Plus: eine kurze Best Practice, Fakten und Ressourcen für deinen sofortigen Start.

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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?

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Die Zukunft passiert nicht einfach – sie wird gestaltet. Und 2026 bringt große Themen auf die Agenda: von strengeren EU-Reportingpflichten über den Boom von Bleisure bis hin zu KI als neue Teamkollegin. 

Mit dem MAp Trend Report 2026 bekommst du den klaren Blick nach vorn – und die Impulse, die dein Hotel jetzt nach vorne bringen. Denn eines ist klar: Trends sind kein nettes Beiwerk. Sie sind ein Kompass. Wer sie ernst nimmt, erkennt früh, wo Chancen entstehen – und wie man sie nutzen kann. Wer dagegen wartet, bis ein Trend längst im Mainstream angekommen ist, läuft hinterher. 

Der MAp Trend Report 2026 macht Schluss mit Trendtheater. Statt Buzzwords und Oberflächenrauschen liefern wir handverlesene Entwicklungen, die echte Relevanz haben. Für dich, für dein Team, für dein Hotel. Von EU-Regularien über Bleisure Travel bis hin zu Künstlicher Intelligenz – wir zeigen, was kommt, und wie du daraus Stärke gewinnst.  Bereit für den Blick nach vorn? #onwards

Untertitel
Was Hotels 2026 prägen wird: EU-Nachhaltigkeitsberichtspflichten, der Aufstieg von Bleisure und die praktischen Anwendungen von Künstlicher Intelligenz
Blog main image
2026 Hotel Industry Trends: Sustainability, artifical Intelligence, Bleisure and smarter Operations
Paragraphs
Die Zukunft gehört den Hotels,
die mutig sind
MAp Boutique Consultancy

1. Reporting wird Realität – die EU zieht die Zügel an

Wir wissen: Reporting klingt nach etwas, das man am liebsten nicht hören möchte. Es klingt nach Arbeit. Nach Komplexität. Aber die gute Nachricht: So muss es nicht sein. 

Im Gegenteil! Für Hotels, die früh beginnen, kann Nachhaltigkeits-Reporting zu einem echten Pluspunkt werden, nicht zu einer Last. 

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) verpflichten immer mehr Unternehmen, offenzulegen, welchen Einfluss sie auf Mensch und Planet haben.  Und auch wenn dein Hotel vielleicht (noch) nicht direkt betroffen ist, wirst du es indirekt spüren: 

  • durch Firmenkunden, die Nachweise verlangen,
  • durch Investorinnen und Investoren, die Transparenz einfordern,
  • oder durch Partnerinnen, die selbst schon Bericht erstatten.  Kurz gesagt: Nachhaltigkeitsleistung wird bald Teil deiner Business-Referenzen sein.  

Was du jetzt tun kannst: 

  • Finde heraus, wo du heute stehst – unser Nachhaltigkeits-Assessment unterstützt dich dabei.
  • Entscheide, in welchen Bereichen du zuerst ansetzen und dich verbessern möchtest.
  • Überlege, ob du den Weg alleine gehst oder dir professionelle Begleitung holst.
  • Beginne, die wirklich relevanten Daten systematisch zu erfassen – von Energie und Emissionen (Scope 1 und 2) bis zu deinem sozialen Impact.
  • Wähle ein passendes Framework als Orientierung – etwa B Corp, Greensign oder ein anderes Modell.  

Unser MAdvice: Du musst nicht sofort alles perfekt im Griff haben. Aber du musst anfangen. Wer jetzt Strukturen aufbaut, ist bereit – und vorne dabei –, wenn Reporting zum neuen Standard wird.

2. Bleisure Travel: von der Nische zur Norm

Arbeit und Freizeit verschmelzen immer stärker – und damit wächst ein Markt, der längst kein Randphänomen mehr ist: Bleisure (Business + Leisure). Laut Presedence Research (2025) wird sich der Markt bis 2034 fast vervierfachen. 

Was früher eine kurze Geschäftsreise war, wird heute oft verlängert: zum Wochenende, oder gleich zur Workation an einem inspirierenden Ort. Gäste suchen nach Hotels, in denen sie arbeiten UND abschalten können.

Denke an: 

  • ergonomische Schreibtische,
  • guten Kaffee und stabiles WLAN
  • Co-Working-Lounges, die Begegnung fördern
  • Wellness-Angebote, flexible Check-in/out-Optionen, Wochenendverlängerungen
  • Insider-Tipps aus der Region, die eine Geschäftsreise in ein Erlebnis verwandeln 

Und das Beste: Bleisure-Gäste sind wertvolle Gäste. Sie bleiben länger, geben mehr aus – und kommen gerne zurück.

Was du jetzt tun kannst: 

  • Überprüfe Zimmerausstattung und Arbeitsmöglichkeiten
  • Entwickle kreative Bleisure-Pakete (beispielsweise Wochenendverlängerungen, 2+ Nächte) – wie unser Kunde B5 Boutique Hotel in Lugano
  • Schaffe Remote-Work-Angebote (Wochen- oder Monatspauschalen mit Extras für längere Stays)
  • Passe deine Kommunikation an – sowohl für Direktbuchende als auch, wo sinnvoll, für Firmenkundinnen
  • Denke Loyalty-Programme neu – Hybrid-Reisende erwarten Flexibilität und Anerkennung 

Unser MAdvice: Gestalte deine Angebote rund um Flexibilität, Sinn und Erlebnis. Dann gewinnst du die Reisenden, die alles wollen – Arbeit und Auszeit, Effizienz und Inspiration.

2026 Hoteltrends: Nachhaltigkeit, küstliche Intelligenz, Bleisure und clevere Operationen
2026 Hoteltrends: Nachhaltigkeit, küstliche Intelligenz, Bleisure und clevere Operationen

3. Künstliche Intelligenz: Unterstützung statt Bedrohung

Schluss mit den Schreckensmeldungen: 2026 nimmt dir KI nicht den Job weg – sie nimmt dir Arbeit ab. 

Ob in der Gästekommunikation oder im Revenue Management – immer mehr Hotels entdecken KI als hilfreichen Begleiter im Alltag. Die klügsten nutzen sie nicht als Ersatz für ihr Team, sondern als Verstärkung. 

Stell dir vor: 

  • E-Mail-Antworten, die vorbereitet sind und dir Zeit sparen 
  • Chatbots, die Standardfragen abfangen, während dein Team echte Gastfreundschaft lebt 
  • Preis-Tools, die automatisch auf Marktbewegungen reagieren 

Das Prinzip ist einfach: Lass die Technik das erledigen, was sie besser kann – damit dein Team mehr Raum hat für das, was menschlichen Service einzigartig macht.

Was du jetzt tun kannst: 

  • Erste Tools testen – zum Beispiel chatlyn, speziell für die Hotellerie 
  • Klein starten: eine Aufgabe, ein Team, ein Projekt 
  • Dein Team schulen, damit es sicher und souverän mit KI arbeitet 
  • Den menschlichen Kontakt in den Mittelpunkt stellen – immer und überall

Unser MAdvice: Sieh KI nicht als Gefahr, sondern als Chance. Die Zukunft gehört Hotels, die klug kombinieren: Technologie, die unterstützt – und Menschen, die berühren.

MAp’s Bonus-Tipp für 2026: Sei das Hotel, das sich traut

Eines wissen wir ganz sicher: Die Zukunft gehört den Hotels, die Mut zeigen. 

Trends sind Werkzeuge. Aber erst deine Haltung gibt ihnen Bedeutung. Die spannendsten Hotels 2026 laufen nicht einfach dem Markt hinterher – sie schärfen ihn. Sie bauen mit Klarheit, kommunizieren mit Mut und verwandeln Werte in echtes Handeln. 

Also: Wenn du 2026 etwas Neues anpackst, geh nicht auf Nummer sicher. 
Trau dich, anders zu sein. 
Trau dich, echt zu sein. 
Trau dich, das Hotel zu sein, das NUR du und dein Team erschaffen können. 

Genau das bleibt Gästen im Gedächtnis – und genau das schafft echten Impact. 

Wir hoffen, dieser Ausblick hat dir Inspiration (und Mut ) gegeben. Lass uns gemeinsam Hotels noch innovativer, nachhaltiger und zukunftsfähiger gestalten. #onwards

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2026 HOTELTRENDS

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Der MAp-Buchclub ist zurück – mit einem Werk, das uns ganz neu über Alltagsentscheidungen nachdenken lässt. Und was könnte besser passen als ein Buch, das uns dazu bringt, unseren Kaffee, unsere Kleidung, unsere E-Mails … und ja, sogar unsere Bananen infrage zu stellen? 

Mike Berners-Lees How Bad Are Bananas? ist genau so, wie ein gutes Klimabuch sein sollte: clever, praktisch, nicht belehrend – und voller Aha-Momente, die unsere Perspektive und unsere Entscheidungen verändern.

Untertitel
Überraschende Klima-Fakten über den CO₂-Fußabdruck der kleinen Dinge – und (Spoiler) warum Bananen gar nicht die Bösen sind.
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Book Review: How bad are bananas
Paragraphs
Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wirklich einen Unterschied macht
– nicht nur auf das, was sich gut anfühlt
Mike Berners-Lee

Zusammenfassung

Klar wissen wir: Fliegen ist schlecht fürs Klima. Plastikmüll auch. Aber wie viel CO₂ steckt eigentlich in einer SMS? Oder in einer Jeans? 

How Bad Are Bananas? ist eines der Bücher, nach denen man erstmal nachdenklich in den Kaffeebecher starrt – und sich fragt, was dieser Schluck wohl an Emissionen mit sich bringt. 

Es geht nicht darum, weniger zu tun – sondern klüger. Mit überraschenden Vergleichen und CO₂-Rechnungen, die einem die Augen öffnen, zeigt Berners-Lee, worauf es in der Klimadebatte wirklich ankommt. Gleich vorweg: Es sind nicht die Bananen. ☻ 

Was ist CO₂ überhaupt?

CO₂ – also Kohlendioxid – ist eines der wichtigsten Treibhausgase und treibt den Klimawandel an. Es entsteht beim Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle – und durch vieles, was wir produzieren, konsumieren oder wegwerfen. 

Um Emissionen vergleichbar zu machen, gibt es die Einheit CO₂e – also „CO₂-Äquivalent“ –, die auch andere starke Treibhausgase wie Methan oder Lachgas einrechnet. Die Werte (in g, kg oder t CO₂e) helfen, die Klimawirkung verschiedener Dinge greifbar zu machen. 

Zur Einordnung: 

  • 1 g CO₂e ≈ 7 Sekunden Autofahrt
  • 100 g CO₂e ≈ 1 km im Auto
  • 1 kg CO₂e ≈ 10 km Autofahrt oder ein mittelgroßes Steak
  • 1 t CO₂e ≈ durchschnittlicher Monatsausstoß eines Europäers

Was bleibt hängen?

Das Buch erschlägt dich nicht mit Zahlen, sondern erzählt CO₂-Geschichten in Gramm, Kilo und Tonnen. So werden Klimaauswirkungen im Alltag verständlich. Manches ist so schlimm, wie man dachte (Rindfleisch, Vielfliegerei). Anderes: noch schlimmer. Und das Übrige? Viel harmloser als vermutet.

Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen
Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen

Hier unsere Highlights:

#1: Bananen sind gar nicht so schlimm – sie wegzuwerfen aber schon. Eine Banane verursacht nur ca. 110 g CO₂e – also ungefähr so viel wie 1 km Autofahrt oder ein Hafermilchkaffee. Wird sie aber weggeschmissen, wird daraus vermeidbarer CO₂-Ausstoß. Fun Fact (oder eher nicht so fun): Lebensmittelverschwendung macht global bis zu 10 % der Emissionen aus. 

#2: Neue Technik kaufen schlägt stärker zu Buche, als sie zu nutzen. Ein Smartphone verursacht bei der Herstellung 55–95 kg CO₂e – das entspricht 400–700 km Autofahrt. Heißt: Die meisten Emissionen entstehen, bevor du das Handy überhaupt einschaltest. Wenn du es nur ein Jahr länger nutzt, spart das stark messbar CO₂. 

#3: Ein simples T-Shirt = 4 kg, eine Jeans = 30+ kg CO₂e. Ein Baumwoll-T-Shirt: rund 4 kg CO₂e. Eine Jeans? Durch wasserintensive Baumwolle, Färbung und globale Lieferketten: über 30 kg CO₂e – etwa wie ein Inlandsflug. Die Modeindustrie verursacht übrigens mehr CO₂ als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. 

#4: SMS? Kaum relevant. Google-Suche? Summiert sich schnell. Eine SMS: nur 0,014 g CO₂e – also quasi nix. Aber eine E-Mail mit großem Anhang? Rund 50 g CO₂e – also 400 m Autofahrt. Multipliziert mit dem E-Mail-Volumen im ganzen Unternehmen wird das ganz schön spürbar. 

#5: Zugfahren ist meist grüner – aber nicht immer. Ja, Züge sind meist klimafreundlicher (und sicherer) als Autos. Aber wenn zwei Leute zusammen im sparsamen Auto fahren, ist der CO₂-Fußabdruck oft niedriger als mit einem 1.-Klasse-Ticket im Zug. 

#6: Wöchentlicher Blumenstrauß? Schön anzusehen, aber leider ein waschechter Klimakiller. Ein wöchentlicher Strauß aus importierten, geheizt gezogenen Blumen verursacht bis zu 1,5 Tonnen CO₂e pro Jahr. Ob mit künstlicher Wärme produziert oder per Flugzeug transportiert: schlecht fürs Klima. 

#7: Krieg – die CO₂-intensivste menschliche Aktivität. Militärische Operationen und Infrastruktur gehören zu den größten Emissionsquellen weltweit – werden dabei aber kaum thematisiert. Ein wichtiger Reminder: Frieden und Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Für eine gerechte, lebenswerte Zukunft braucht es beides.

MAp’s Favourite Quote

„Verglichen mit 2010 habe ich heute mehr Hoffnung, mehr Angst und ein deutlich größeres Gefühl von Dringlichkeit."

Fazit

Wenn du „air-freight“ liest: Finger weg. Vegan schlägt vegetarisch beim Klima. Und bei Rindfleisch, Lamm oder Treibhaus-Gemüse: rote Karte. 

How Bad Are Bananas? stellt unsere Vorstellung von Klima-Impact auf den Kopf. Es geht nicht um Schuld — sondern um Klarheit. Wo können wir wirklich etwas ändern, ohne gleich durchzudrehen (und ohne unsere Liebe zu Bananen einzubüßen)? 

Denn: Wir von MAp glauben, dass bessere Entscheidungen mit besseren Fragen anfangen. Und genau die liefert dieses Buch. Fragen, die uns innehalten lassen. Fragen, die uns helfen, bewusster und gezielter zu handeln – nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung. 

Nachhaltigkeit ist keine Checkliste. Sie ist ein Mindset. Eines, das fragt: Wie schlimm ist es wirklich? Und eines, das stets in Richtung #onwards geht. 

Dein MAp-Team

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Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen

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Als wir The Sustainable Hotel ins Leben gerufen haben, haben wir festgestellt, dass eines der größten Probleme für unabhängige Hotels, die sich um mehr Nachhaltigkeit bemühen, darin besteht, zuverlässige Partnerinnen und Lieferanten zu finden. Deshalb freuen wir uns, dass wir uns heute mit Jonas Fegers vom deutschen Unternehmen Royfort zusammensetzen können, das Bettwaren und Frottierprodukte für den perfekten Schlaf und Wellness anbietet.

Was uns an diesem MAp-Meets am meisten begeistert, ist Royforts Engagement für Nachhaltigkeit. Lass uns also ohne weitere Verzögerung von Jonas mehr über den Nachhaltigkeitsansatz von Royfort erfahren und wie unabhängige und Boutique-Hotels davon profitieren können.

Untertitel
MAp meets Jonas Fegers – Head of Partnerships bei Royfort
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MAp Boutique Consultancy_Blog_Royfort
Paragraphs

Lieber Jonas, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast! Kannst du uns zunächst mehr über Royfort erzählen und was „perfekter Schlaf und Wellness“ für dich bedeuten?

Danke euch! Perfekter Schlaf und Wellness bedeuten für mich, sich willkommen zu fühlen und erfrischt und energiegeladen den neuen Tag in Angriff zu nehmen. Das Wohlbefinden und das Schlaferlebnis in Hotels sind einer der Hauptgründe dafür, wie Hotelgäste ihren Aufenthalt bewerten. Mit Royfort haben wir uns verpflichtet, exklusives Wohlbefinden zu bieten und unsere Produkte nachhaltig zu produzieren, damit du die hohe Qualität spüren kannst.

Wann wurde die Entscheidung getroffen, dass Royfort nachhaltig handelt? Und was war der Hauptgrund dafür?

Nachhaltigkeit war tatsächlich der Hauptgrund, warum Royfort 2017 gegründet wurde. Neben nachhaltigen Stoffen legen unsere beiden Gründer Gregor Gmür (Schweiz) und Valentin Brandstetter (Österreich) auch Wert auf umweltfreundliche Prozesse in der Lieferkette. Übrigens ist Royfort als Unternehmen GOTS-zertifiziert. Das bedeutet, dass unsere gesamten Produktionsprozesse auf soziale und ökologische Kriterien hin überprüft werden.

Wenn du auf die Hotels zurückblickst, mit denen du gearbeitet hast, und wie du sie auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt hast: Was war dein größtes Learning bisher?

Hotels haben die Chance, sich von ihren Konkurrenten abzuheben, indem sie Erlebnisse für ihre Gäste schaffen. Stell dir das Gefühl eines flauschigen Bademantels nach dem Spa-Besuch vor. Du willst einen Stoff tragen, bei dem du die Qualität spürst und weißt, dass er von einem nachhaltigen Unternehmen hergestellt wurde! Hotelgäste entwickeln ein immer stärkeres Bewusstsein im Bereich der Nachhaltigkeit und wollen wissen, was sie essen oder wo sie schlafen. Wenn Hotels nachhaltig produzierte Produkte verwenden, können sie dies online und offline mit Freude und Zufriedenheit kommunizieren.

Das Wohlbefinden und das Schlaferlebnis in Hotels sind einer der Hauptgründe dafür,
wie Hotelgäste ihren Aufenthalt bewerten.
@JonasFegers via @weareMAp

Für jedes Hotel ist es wichtig, dass Gäste eine gute Nachtruhe haben. Was sind deine drei wichtigsten Empfehlungen für Hoteliers, um sicherzustellen, dass ihre Gäste einen „perfekten Schlaf“ bekommen - und das auf nachhaltige Weise?

Eine ruhige Schlafumgebung ist wichtig, das Hotelzimmer sollte eher dunkel und die Temperatur kühl sein. In Kombination mit hochwertigen Betten (Matratze, Bettdecken/Kissen, Bettwäsche) werden die Hotelgäste einen großartigen Schlaf haben! Außerdem würde ich jede Art von Chemikalien vermeiden und nur natürliche Stoffe verwenden.

Wir bei MAp Boutique Consultancy haben uns darauf spezialisiert, unabhängige Hoteliers und Unternehmerinnen dabei zu unterstützen, innovativer und nachhaltiger zu werden, auch durch die Entwicklung einzigartiger Hotelkonzepte und Marken. Was sind deine Gedanken und Beobachtungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie? Was glaubst du, was die Zukunft für die Branche bereithält?

Die Hotellerie erkennt zunehmend die Bedeutung von Nachhaltigkeit und ergreift Maßnahmen, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Dies wird stark von den Hotelgästen vorangetrieben! Da die Reisenden immer umweltbewusster werden, wird Nachhaltigkeit weiterhin ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung der Gäste und bei der Bewertung des Hotels nach ihrem Aufenthalt sein. Ich prophezeie, dass es sogar zu einem Hygienefaktor werden wird.

Hast du irgendwelche Empfehlungen für Hotels, wie sie ihren Weg der Nachhaltigkeit beginnen und/oder vorantreiben können?

Ich bin mir sicher, dass Hotelierinnen ihr Geschäft besser kennen als alle anderen. Ich glaube nicht, dass es an Ideen oder Empfehlungen mangelt, sondern eher an der Prioritätensetzung. Der Übergang zu einer nachhaltigen Hotelzukunft findet bereits statt. Wir von Royfort wollen die Hotels auf ihrem Weg unterstützen – nicht nur mit nachhaltigen Produkten, sondern auch mit fantastischen Wohlfühlerlebnissen für die Gäste!

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft? Auf beruflicher Ebene würde ich gerne so viele Hotels wie möglich auf ihrem Weg unterstützen, durch Nachhaltigkeit und Erlebnisse sinnvolle Beziehungen zu den Gästen aufzubauen!

Wie immer lautet unsere letzte MAp-meets Frage: Was macht für dich persönlich ein Hotelerlebnis zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Für mich ist das vor allem eine Frage der Leidenschaft und des guten Gastgebertums! Das Hotel muss sich wirklich um mich und mein Wohlbefinden kümmern! Außergewöhnlicher Service, Liebe zum Detail, hervorragende Einrichtungen und ein einzigartiges Gästeerlebnis schließen sich dann nahtlos an.

Über Royfort:

Royfort ist eine renommierte Marke für Premium-Bettwaren und Frottierwaren und beliefert über 30.000 Kundinnen und Hotels in der DACH-Region. Das Unternehmen setzt sich stark für Nachhaltigkeit ein und ist GOTS-zertifiziert, um umweltfreundliche Praktiken im gesamten Betrieb zu gewährleisten.

Royfort legt den Schwerpunkt auf handwerkliches Können und bietet zeitlose, stilvolle Produktreihen an. Royfort hat Hotelpartnerschaften aufgebaut und schafft einzigartige „Wow“-Erlebnisse, um die Zufriedenheit der Hotelgäste zu steigern.

Über Jonas:

Jonas Fegers ist bei Royfort für Hotelpartnerschaften zuständig und treibt dabei die Zusammenarbeit mit außergewöhnlichen Hotels und Resorts voran. Mit seiner Leidenschaft für Sport und Wohlbefinden bringt Jonas eine einzigartige Perspektive in die Branche ein, die von seiner Liebe zur Gastfreundschaft und zur Bewirtung anderer angetrieben wird. Er ist bekannt für seine Fähigkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten, und unterstützt Hotels dabei, unvergessliche Gästeerlebnisse zu schaffen. Er lebt in Berlin und reist regelmäßig zu Partnerhotels in Österreich, der Schweiz und Deutschland.

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Wir freuen uns sehr, heute mit Kenia von hejhej zu sprechen. Entstanden ist hejhej bei einem Museumsbesuch der beiden Gründerinnen Anna und Sophie in Schweden. Beide betreiben selbst leidenschaftlich Yoga und wurden in der Ausstellung der türkischen Künstlerin, Pinar Yoldas, auf die ökologischen Konsequenzen ihrer Yogamatte aufmerksam. So entschieden sie sich kurzerhand das Problem selbst zu lösen und haben daraufhin die erste closed-loop Yogamatte entwickelt: bestehend aus recycelten Materialien und zu 100% wieder recycelbar.

Untertitel
MAp meets Kenia Bohmeyer von hejhej
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Paragraphs

Liebe Kenia, danke für deine Zeit und dieses gemeinsame MAp meets. Kannst du uns zu Beginn unseres Gespräches einen Einblick geben, was hejhej heute alles bietet – denn bei den closed-loop Yogamatten allein ist es ja nicht geblieben.

Lieben Dank für die Einladung zu diesem Interview. Wie du schon sagst, die erste closed-loop hejhej-mat ist nicht unser einziges Produkt. Ziemlich schnell haben wir eine Yogamattentasche, die hejhej-bag designt. Dazu kamen dann nach und nach weiteres Yoga-Equipment wie Yoga-Gurt, Yoga-Bolster, Yoga-Block, Meditationskissen, Augenkissen und Spray. All diese Produkte sind komplett im Sinne der Kreislaufwirtschaft entwickelt. Auch unser Rücknahmesystem gilt für alle Produkte. Unser Ziel ist es, eine Möglichkeit für dich zu bieten, deine Yoga-Praxis so nachhaltig wie irgendwie möglich zu gestalten. Eine kurze Doku unserer hejhej-bolsters zeigt sehr schön, wie bewusst wir unsere Produktentwicklung gestalten.

Gesundheit und Wohlfühlen ist ein wichtiger Teil eurer Nachhaltigkeitsphilosophie. Diese gebt ihr an eure Partnerhotels, mit denen ihr erfolgreich zusammenarbeitet, weiter. Was sind die wichtigsten Elemente dieser Philosophie, die Hotels im Bereich der Gesundheitsförderung umsetzen können?

Wir schätzen die tolle Zusammenarbeit mit unseren Partnerhotels wirklich sehr. Mittlerweile haben wir eine superschöne und vielfältige Auswahl, wobei wir mit jedem Hotel eine individuelle Kooperation ausarbeiten und aufbauen. Gesundheitsförderung muss nämlich nicht kompliziert sein. Ein Bewegungs- bzw. Yoga-Angebot im Hotel ist bereits eine leicht umzusetzende Methode, um als Hotel etwas für die präventive Gesundheitsförderung zu tun. Das Gute ist, für Yoga brauchst du nicht viel. Das Wichtigste ist eine gute Yogamatte und natürlich sind weitere Hilfsmittel praktisch. Was auch noch wichtig ist zu erwähnen, ein schönes Yoga-Setup im Hotel wirkt auf die Gäste motivierend, sich zu bewegen. Indem du in deinem Hotel also Yoga Equipment in den Räumen oder im Verleih anbietest, motivierst du Menschen mehr für ihre Gesundheit und für ihr Wohlbefinden zu tun.

Small things
matter
@KeniaBohmeyer via @weareMap

Yoga ist für viele Hotels zu einem zentralen Thema und Angebot geworden. Welche Tipps kannst du Hoteliers geben, um ein Yoga-Angebot für die Gäste zu gestalten, welches sich von den Mitbewerbenden abhebt, Mehrwert für die Gäste bietet und nachhaltig ist?

Auch wir bekommen mit, wie weit verbreitet Yoga mittlerweile in Hotelkonzepten ist und lieben es. Gerade im Urlaub ist es eine schöne Möglichkeit, die freie Zeit zu nutzen, um Yoga auszuprobieren oder die eigene Praxis zu vertiefen. Hochwertiges Yoga-Equipment ist ein Alleinstellungsmerkmal für ein Hotel. Um Yoga anzubieten ist es toll, wenn ein Yoga-Raum und ein:e eigene:r Yogalehrer:in vorhanden sind - braucht es aber nicht unbedingt. Wir haben z.B. eine Kooperation mit einem Partnerhotel, das viele Yogamatten für ihre Apartments bei hejhej gekauft haben. Jede Yogamatte ist mit einem Co-Branding Label versehen, auf dem beide Brand-Namen hochwertig eingewebt sind. Neben den hejhej-mats sind QR-Codes in den Apartments ausgewiesen, die auf eine Video Playlist von uns linken. Hier haben wir in Kooperation mit dem Hotel in deren Räumlichkeiten Yoga-Videos aufgenommen. Die Gäste können dadurch auf den hochwertigen Yogamatten direkt in ihrem Zimmer Yoga praktizieren, egal ob Anfänger oder Fortgeschritte, hier ist für jede etwas dabei. Unsere Yoga-Videos auf Youtube reichen von Vinyasa, Yin, Pranayama, über Katonah Yoga bis zu barrierefreiem Yoga und Yoga für Blinde. Unser Ziel hier ist es, die Yogawelt inklusiver zu machen. Dein Hotel kann dieses Angebot einfach mit nutzen und den Gästen bereitstellen.

Wie immer unsere letzte MAp meets Frage: Was macht ein Hotelerlebnis für dich persönlich zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Bei hejhej haben wir ein Statement, welches unsere Produktentwicklung seit je her begleitet: small things matter. Damit meinen wir, dass es auch auf das kleinste Detail ankommt. Wir denken z.B. auch über den Reißverschluss und Nähgarn bei unseren Produkten nach und finden für alles die nachhaltigste Lösung auf dem Markt. Ähnlich ist es für mich bei Hotelerlebnissen. Mir fallen genau diese Kleinigkeiten oft auf. Da merke ich, ob das Hotel wirklich an Nachhaltigkeit interessiert ist oder eben nur das Image aufbessern möchte. Ob über das Interior, die Pflegeprodukte oder die Lebensmittel wirklich nachgedacht und bewusst auf Regionalität und Langlebigkeit gesetzt wurde. Genau das beeindruckt mich bei einem Hotelerlebnis nachhaltig.

Über hejhej:

hejhej ist die erste closed-loop Yogamarke auf dem Markt. Ihren Sitz hat sie in Nürnberg, Deutschland. Mit der hejhej-mat ist ihr einen entscheidenden Schritt gelungen die Yoga-Welt nachhaltiger und zirkulärer zu gestalten. Mehr Infos findest du unter www.hejhej-mats.com oder auf Instagram unter @hejhej_mats.

Über Kenia

Kenia Bohmeyer ist seit 2020 für hejhej tätig. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Kommunikation mit Hotels. Wenn du Interesse an einer Kooperation mit hejhej hast, kannst du ihr direkt unter kenia [at] hejhej-mats.com (kenia[at]hejhej-mats[dot]com) eine Nachricht schreiben. Sie freut sich sehr von dir zu hören!

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Wir freuen uns sehr, heute mit Martin Tauber, dem Mitbegründer und CEO von Guestnet, zu sprechen. Guestnet ist ein innovatives Tech-Unternehmen mit Sitz in Südtirol, Italien, das unabhängigen Hotelierinnen und Hoteliers eine digitale Gästeerlebnisplattform bietet.

Wir arbeiten schon seit einiger Zeit im Auftrag unserer Kundinnen und Kunden mit dem Guestnet-System und haben uns vor kurzem mit dem Guestnet-Team im Rahmen von The Sustainable Hotel zusammengetan, um unseren gemeinsamen Ansatz zu fördern, unabhängige und Boutique-Hotels nachhaltiger und innovativer zu machen. Du fragst dich, wie eine digitale Gästeerlebnisplattform das schaffen kann? Lassen wir es uns von Martin erklären.

Untertitel
MAp meets Martin Tauber - Mitbegründer und CEO von Guestnet
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MAp Boutique Consultancy MAp meets Martin Tauber
Paragraphs

Lieber Martin, danke, dass du dir Zeit genommen hast! Kannst du uns zunächst mehr über Guestnet erzählen? Was ist euer Ziel und welches Problem wolltet ihr mit eurem innovativen System lösen?

Martin: Guestnet ist eine „Guest Experience Plattform“ mit der wir die gesamte Guest-Journey digitalisieren. Unser Ziel ist es, Gastgebenden bei der digitalen Gästekommunikation zu unterstützen und dadurch die Beziehung zu ihren Gästen zu stärken. Informierte und zufriedene Gäste, optimierte digitale Prozesse und zusätzliche Inhouse-Umsätze durch eine für den Gast einfach abrufbare Web-App im personalisierten Corporate-Identity-Design der Unterkunft.

Wir haben uns vor Kurzem zusammengetan, um unsere gemeinsamen Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit und Innovation in der Hotellerie zu fördern. Welchen Ansatz verfolgt Guestnet beim Thema Nachhaltigkeit? Und wie unterstützen Softwarelösungen eure Kundinnen und Kunden auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit?

Martin: Wir sehen Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil unseres Geschäfts. Durch die digitale Kommunikation reduzieren wir den Papierverbrauch in Unterkünften erheblich. Zusätzlich werden Gäste über Nachhaltigkeits-Initiativen der Unterkunft bestens informiert und auch mit-einbezogen, sodass mit der sehr beliebten Funktion „Zimmerreinigung abbestellen“ ein kleiner, sichtbarer Beitrag geleistet werden kann und Unterkünfte gleichzeitig entlastet werden.

Hotels können ihre Nachhaltigkeitsreise vorantreiben, indem sie ihre aktuellen Praktiken überprüfen und Bereiche zur Verbesserung identifizieren.
Dafür wichtig ist die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsplans mit klaren Zielen und Strategien
@MartinTauber via @weareMAp.

Wenn du auf die Hotels zurückblickst, mit denen du gearbeitet hast, und wie du sie auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt hast: Was war bisher deine größte Erkenntnis?

Martin: Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Neben den umgehend sichtbaren Konsequenzen der drastischen Reduzierung des Papierverbrauchs durch digitale Kommunikation, konnten Hotels das Personal durch abbestellte Zimmerreinigungen stark entlasten. Das führt einerseits zu geringeren Kosten und einer Verbesserung der Betriebsabläufe aber resultierte auch in positiven Bewertungen von Gästen nach dem Aufenthalt.

Für jedes Hotel ist es wichtig, dass die Gäste gut informiert und betreut werden. Was sind deine drei besten Empfehlungen für Hotelierinnen und Hoteliers, um sicherzustellen, dass ihre Gäste alle Informationen und Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um das beste Erlebnis zu gewährleisten?

Martin: Eine wirklich sehr gute Frage und ich möchte dies mit folgenden drei Stichpunkten beschreiben:

- Visibility: Schaffe Sichtbarkeit für deine Informationen, indem du sie in den Check-In-Prozess integrierst, damit Gäste sie bereits vor ihrer Ankunft erhalten und einsehen können. Weise beim Check-In aktiv auf digitale Gästemappen und andere Informationsquellen hin. Die Sichtbarkeit der Inhalte wird zusätzlich erhöht, indem du QR-Codes an relevanten Stellen platzierst, um Gästen einen einfachen Zugang zu Informationen zu ermöglichen.

- Information: Achte darauf, die am häufigsten gestellten Gästeanfragen zu bündeln und in einer digitalen Gästemappe zu integrieren. Dadurch können wiederkehrende Fragen bereits digital beantwortet werden und die Rezeption entlastet werden.

- Action: digitale Kanäle ermöglichen aktives Marketing – nutze Push-Notifications um auf Spa-Treatment Angebote des Tages hinzuweisen oder Produkte über deinen Inhouse shop zu verkaufen. Gäste können Leistungen anfragen, Produkte kaufen oder Roomservice-Bestellungen durchführen. Der digitale Kanal wird somit zum sehr relevanten Kanal für Inhouse-Umsätze – vollautomatisiert und allen digitalen Möglichkeiten.

Wir bei MAp haben uns darauf spezialisiert, unabhängige Hotelierinnen und Boutique-Hoteliers dabei zu unterstützen, innovativer und nachhaltiger zu werden, auch durch die Entwicklung einzigartiger Hotelkonzepte und Marken. Was sind deine Gedanken und Beobachtungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie? Was glaubst du, was die Zukunft für die Branche bereithält?

Martin: Nachhaltigkeit ist ein zunehmend wichtiges Thema in der Hotelbranche. Hotels setzen vermehrt auf umweltfreundliche Praktiken wie Energie- und Wassereinsparung sowie soziale Verantwortung. Nachhaltige Hotelkonzepte werden beliebter, da Gäste authentische Erfahrungen suchen. Die Branche wird sich weiterhin auf innovative Lösungen konzentrieren, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Insgesamt erwarte ich, dass Nachhaltigkeit zum Standard wird und die Branche sich weiterentwickelt.

Hast du Empfehlungen für unabhängige oder Boutique-Hoteliers, wie sie ihre Nachhaltigkeitsreise beginnen und/oder vorantreiben können?

Martin: Hotels können ihre Nachhaltigkeitsreise vorantreiben, indem sie ihre aktuellen Praktiken überprüfen und Bereiche zur Verbesserung identifizieren. Dafür wichtig ist die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsplans mit klaren Zielen und Strategien. Aus meiner Sicht ist die Kommunikation nach Innen und nach Außen ein entscheidender Faktor. Intern ermöglicht sie es allen Mitarbeitenden, die Maßnahmen zu unterstützen und aktiv zu kommunizieren. Extern sorgt sie dafür, dass Gäste informiert und eingebunden werden können.

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Martin: Mein Wunsch ist es, noch mehr Gastgebern bei ihrer digitalen Gästekommunikation zu unterstützen, um ihre Mitarbeitenden zu entlasten und mehr Ressourcen für eine einzigartige Guest Experience zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig möchten wir mithilfe von Technologie einen nachhaltigeren Tourismus fördern, bei dem jeder ein Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit hat und somit einen kleinen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leistet. Unser Ziel ist es, die führende technologische Plattform für diese Transformation zu sein und viele Gastgeberinnen auf diesem Weg zu begleiten.

Wie immer lautet unsere abschließende MAp meets Frage: Was macht ein Hotelerlebnis für dich persönlich zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Martin: Kleine Aufmerksamkeiten und unaufdringlicher Service machen meinen Hotelaufenthalt zu einem echten Erlebnis. Auf meinen Städte-Trips suche ich gezielt nach Boutique-Hotels mit modernem Design in lebendigen Vierteln. Dabei bin ich stets auf der Suche nach lokalen Wein-Bars und Restaurants, um die authentische kulinarische Vielfalt der Stadt zu entdecken.

Über Guestnet

Guestnet ist eine Guest Experience Plattform und digitalisiert die gesamte Guest-Journey während des Aufenthalts. Neben dem digitalen Concierge auf dem Gerät des Gastes vervollständigen TV (Infoscreens & Room TV), Print (Morgenpost, Tagesmenü, Wochenprogramm,…) und Widgets (Integration in Website und Korrespondenzsysteme) den Multi-Channel Ansatz, um den Gast mit allen Informationen zu versorgen. Ergebnis: Informierte und zufriedene Gäste, Mitarbeitenden-Entlastung durch optimierte digitale Prozesse und Steigerung der Inhouse-Umsätze durch Bewerbung interner Leistungen. Die führenden Hotels in DACH + Südtirol digitalisieren mit Guestnet erfolgreich die Gästekommunikation.

Über Martin Tauber

Martin, der in Südtirol geboren wurde, startete bereits mit 15 Jahren die Umsetzung von digitalen Produkten. Nachdem er als Marketing-Berater in München tätig war und mit dem deutschen Suchmarketingpreis ausgezeichnet wurde, trat er 2015 als Gesellschafter in die Digital Product Company Marketing Factory ein. Im Jahr 2018 entstand daraus die Guest Experience Platform „Guestnet“, mit welcher er seitdem an der Digitalisierung der Hotel-Branche arbeitet.

MAp Boutique Consultancy Guestnet
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MAp Boutique Consultancy MAp meets Martin Tauber

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Heute freuen wir uns auf ein Gespräch mit Franziska Diallo, der Mitgründerin von Good Travel, einer Plattform, die handverlesene Unterkünfte für nachhaltige und bewusste Reisende präsentiert.

Wir von MAp Boutique Consultancy haben uns mit Good Travel zusammengetan, um den Good-Hotels und Unterkünften die Ressourcen und Tools von The Sustainable Hotel zur Verfügung zu stellen und ihnen dadurch zu helfen, einen größeren positiven Impact zu haben – für das eigene Hotel, People und Planet. Wir sprechen mit Franziska über ihre Sicht auf Nachhaltigkeit, was sie auf ihrer eigenen Nachhaltigkeitsreise gelernt hat und welche Empfehlungen sie für die Hotellerie - und speziell für unabhängige und Boutique-Hoteliers - hat.

Untertitel
MAp meets Franziska Diallo - Mitgründerin von Good Travel
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MAp Boutique Consultancy MAp meets Franziska Diallo
Paragraphs

Liebe Franziska, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast! Kannst du uns zunächst mehr über dich erzählen und was dich dazu bewogen hat, Good Travel zu gründen?

Franziska: Zuallererst bin ich natürlich selbst eine leidenschaftliche Reisende. Ich liebe es zu reisen, neue Orte zu entdecken und mich von ihnen inspirieren zu lassen. Dabei verbringt man normalerweise viel Zeit mit der Suche nach der richtigen Unterkunft - und das oft nicht einmal mit dem gewünschten Ergebnis. Und wenn du dann tatsächlich eine wirklich tolle Unterkunft gefunden hast, fragst du dich, warum es nicht mehr davon gibt oder wo du sie finden kannst. Besonders im deutschsprachigen Raum haben wir eine große Lücke in diesem Bereich festgestellt. Das hat uns, meine Partnerin Judith und mich, zu dem Entschluss gebracht, Good Travel zu gründen.

Wie hat deine eigene Nachhaltigkeitsreise begonnen? Und was war bisher dein größtes Learning?

Franziska: Ich glaube, es begann mit der Geburt meiner Kinder oder vielleicht sogar schon vorher. Da wir in Berlin leben, gab es bereits eine Gemeinschaft, die sich für Nachhaltigkeit engagierte, lange bevor dies zum Mainstream wurde. Und als ich selbst Mutter wurde, habe ich mich natürlich noch mehr bemüht, nachhaltiger zu leben - in jeder Hinsicht. Und ich würde sagen, meine größte Erkenntnis bisher war, dass es immer der Mensch ist, der den Unterschied macht. Jeder von uns kann etwas bewirken - und zwar weitaus mehr als nur das aktive Tun, sondern indem er ein Vorbild ist und andere inspiriert.

Für mich ist Authentizität der Schlüssel. Eine Hotelierin sollte also immer mit Maßnahmen beginnen,
die ihr am Herzen liegen.
@FranziskaDiallo via @weareMAp.

Du weißt, Franziska, dass wir deinen Ansatz wirklich lieben: "Gute Orte für gute Menschen". Kannst du uns mehr darüber erzählen, was einen Ort für dich zu einem guten Ort macht?

Franziska: Das knüpft an meine vorherige Antwort an: Ich glaube wirklich, dass die Menschen den Unterschied machen. Und "Good Places for Good People" beinhaltet die Idee, dass sowohl unsere Gastgeber als auch die Good Travellers ein Wertesystem teilen und das Engagement des anderen schätzen.

Bei MAp haben wir uns darauf spezialisiert, unabhängige Hotelierinnen dabei zu unterstützen, innovativer und nachhaltiger zu werden, auch durch die Entwicklung einzigartiger Hotelkonzepte und Marken. Was sind deine Gedanken und Beobachtungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie und im Gastgewerbe? Was denkst du, was die Zukunft für die Branche bereithält?

Franziska: Ich glaube, dass Nachhaltigkeit der neue Standard im Hotel-und Gastgewerbe sein wird. Allein die Kosten werden für viele Grund genug sein, sich mit grüner Energie und Ähnlichem zu beschäftigen. Damit werden auch die Greenwashing-Praktiken immer verbreiteter werden. Und das wird eine Herausforderung für uns Reisende sein: Wie kann man zwischen gutem Marketing und echtem Engagement unterscheiden? In vielen Fällen wird man das erst als Gast erkennen können.

Hast du irgendwelche Empfehlungen für unabhängige und Boutique-Hoteliers, wie sie ihr Nachhaltigkeitsengagement beginnen und / oder ausbauen können?

Franziska: Für mich ist Authentizität der Schlüssel. Eine Hotelierin sollte also immer mit Maßnahmen beginnen, die ihr am Herzen liegen. Zum Beispiel damit, eigenes Gemüse anzubauen oder Einheimische in Aktivitäten für Hotelgäste einzubeziehen, Kosten zu senken, indem man Solarzellen für die Poolheizung anschafft, etc.

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Franziska: Dass das Reisen nicht zu einem Privileg für reiche Menschen wird. Reisen, andere Länder sehen, andere Kulturen kennen lernen, ist immer eine Horizonterweiterung. Ich hoffe wirklich, dass unsere Kinder nicht nur virtuell reisen müssen.

Wie immer unsere letzte MAp meets Frage: Was macht ein Hotelerlebnis für dich persönlich zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Franziska: Gut schlafen, gut essen, eine ruhige Aussicht und eine Gastgeberin, bei der ich mich willkommen fühle :-)

Coming soon

BUCH: Good Places for Good People

Ab Mai ist das neue Good Travel Buch im Handel. Gemeinsam mit dem CONBOOK Verlag bringt Good Travel ihr erstes Buch heraus, das ab jetzt bestellbar ist. Auf über 200 Seiten werden 50 handverlesene Reiseziele und nachhaltige Unterkünfte in Europa präsentiert, die für ein besonderes Urlaubsgefühl sorgen.

Über Good Travel

Good Travel wurde im Januar 2016 von Franziska Diallo und Judith Hehl in Berlin gegründet, um die wachsende Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglichen Urlaubsreisen zu befriedigen und diese Marktlücke mit einer handverlesenen Auswahl an nachhaltigen Unterkünften zu füllen.

Das Alleinstellungsmerkmal von Good Travel ist, dass Nachhaltigkeit nicht Verzicht bedeuten muss und dass Stil und Genuss nicht zu kurz kommen sollten. Good Travel will das Bewusstsein für nachhaltigen Tourismus schärfen und nachhaltige Reiseziele attraktiver machen. Je mehr Menschen ein Bewusstsein für nachhaltige Praktiken in Urlaubsunterkünften entwickeln und diese dann auch einfordern, desto eher wird die Branche bereit sein, nachhaltige Praktiken umzusetzen.

Von alten Bauernhöfen über Cottages und Designhotels bis hin zu Tiny Houses, Baumhäusern und Jurten präsentiert Good Travel eine bunte Auswahl an nachhaltigen Urlaubszielen in verschiedenen Preissegmenten. Die Reise beginnt schon bei der Suche - durch Bilder und Beschreibungen, die zum Träumen und Planen einladen.

Good Travel versteht sich als Impulsgeberin: Sie informieren und inspirieren sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Sie wollen den Gastgeberinnen zeigen, dass eine nachhaltige Positionierung in der Tourismusbranche einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringt. Für Good Travel ist nachhaltiges Reisen das neue, zeitgemäße Reisen.

Auf ihrem Blog, den sie diesen Sommer komplett neu gestaltet haben, schreibt Good Travel neben nachhaltigen Reisen auch über allgemeine Nachhaltigkeitsthemen. Denn für sie ist Nachhaltigkeit eine Selbstverständlichkeit, die alle Lebensbereiche betrifft. Sie wollen dich dazu inspirieren, deinen Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Über Franziska:

Franziska Diallo ist die Gründerin und kaufmännische Leiterin von Good Travel. Nach fünf Jahren bei eBay hat sie bis 2015 als freiberufliche Beraterin für verschiedene Berliner Start-ups gearbeitet. Umgeben von vielen inspirierenden Ideen und Konzepten, begann auch Diallo, den Sinn ihrer eigenen Tätigkeit zu hinterfragen.

Als leidenschaftliche Reisende lieferte ein Urlaub in Marokko dann die Inspiration für die Gründung von Good Travel. Dort wohnte die Familie in einem kleinen familiengeführten Boutique-Hotel, das die Mahlzeiten ausschließlich mit Zutaten aus der eigenen kleinen Obst- und Gemüseplantage zubereitete und verschiedene soziale Projekte im Dorf unterstützte. Wo kann man noch mehr solcher besonderen Orte finden? fragte sich Diallo und dachte sich, dass diese nachhaltigen und inspirierenden Orte ihr eigenes Portal haben sollten.

MAp Boutique Consultancy MAp meets Franziska Diallo
MAp Boutique Consultancy MAp meets Franziska Diallo
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MAp Boutique Consultancy MAp meets Franziska Diallo
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Endlich! Nach einigen Jahren haben wir ein neues MAp meets mit unserem Partner Karsten Schmidt-Hoensdorf, Besitzer des Zürcher Design Studios IDA14, geführt. Für alle Interessierten: HIER könnt ihr unser letztes Gespräch entdecken und nachlesen.

Denn seit mehr als 25 Jahren entwickelt Karsten mit seinem Team “außergewöhnliches Design für außergewöhnliche Räume”. Der Fokus liegt dabei auf Hospitality, Living und auch Unternehmens-Projekten in den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Design. Vor kurzem hat uns Karsten erzählt, auch immer mehr nachhaltiges Design in seine Arbeit mit aufzunehmen. Somit war es höchste Zeit, uns für ein neues Interview zu treffen.

Untertitel
MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, Besitzer des Zürcher Design Studios IDA14
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MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, owner of the Zurich design studio IDA14
Paragraphs

Lieber Karsten, wir freuen uns ungemein, dass wir es endlich geschafft haben wieder zusammen zu sitzen. Da wahrscheinlich nicht alle Leser*innen bei unserem letzten Gespräch dabei waren, könntest du uns bitte einen kurzen Einblick in dein Schaffen und IDA14 geben?

Es freut mich sehr von Dir, Magdalena, und MA people die Einladung zum Interview zu erhalten! Es ist für mich Inspiration und Aufforderung zum Weiterdenken, die Gelegenheit zu haben, mit Euch über meine Arbeit zu reflektieren! Kurz zusammengefasst bearbeite ich mit meinem Team von meist um die 10 junge/n InnenarchitektInnen und ArchitektInnen vorwiegend Hotelprojekte. Wir verstehen uns als Boutique Style Design- und Architekturstudio: Die Teamgröße ist bewusst überschaubar gehalten, unsere AuftraggeberInnen sind meist kleinere, individuelle Hotels oder kleine Hotelketten in der Schweiz.

Das hat einerseits mit der kleinteiligen Hotelstruktur in der Schweiz zu tun, andererseits aber auch mit unserer Vorliebe für Individualität. Die gegenseitige Wertschätzung ist hier oft stärker spürbar als bei internationalen Hotelkonzernen. Ich verstehe meine Arbeit in diesem Zusammenhang als Beitrag an eine hochstehende Hotelkultur, wie sie historisch in der Schweiz entstanden ist.

Hier spreche ich einen mir wichtigen Aspekt an: Kultur findet bekanntlich nicht nur in der Oper statt. Kultur ist vielfältig, ein hochstehendes Handwerk, die Pflege traditionellen Wissens und der respektvolle Umgang damit sind für mich ein wichtiger Teil meiner Motivation immer wieder neue Projekte anzugehen, ohne in repetitives Denken und Handeln zu verfallen.

Ich persönlich arbeite nun seit knapp 30 Jahren in diesem Beruf. Ich war, wie in meinem ersten Interview mit Euch beschrieben, von früher Jugend an, an Kunst, Geschichte, Literatur und auch Politik interessiert. Dieses Interesse an der Welt und mein Studium der Geschichte und Politik vor dem Architekturstudium, sind wohl Antrieb und auch Basis bei meiner Arbeit als Fachautor. Ich schreibe in den einschlägigen Medien zu Themen der Hotellerie. Dabei geht es mir um den gesellschaftlichen Kontext der Branche. Hier lassen sich Entwicklungen ablesen und Trends beobachten, die weit über das übliche Verständnis von Design und Architektur hinausgehen.

Als Berater habe ich für Hotelketten wie Swissôtel weltweit gearbeitet. Weiters stehe ich diversen Hotels mit meinem Wissen über die richtige innenarchitektonische Konzeptionierung und Proportionierung zur Seite. Aber auch Banken wie der Credit Suisse bei größeren Projekten.

Ein Thema, über welches wir letzthin viel gesprochen haben, ist die Nachhaltigkeit. Wie integrierst du diese in deine Arbeit? Gab es für dich einen Moment oder vielleicht einen Ort, der dich auf diesen Weg gebracht hat?

Wenn ich einen Ort oder Zeitpunkt suche, wo und wann mein Interesse für Nachhaltigkeit begann, dann kommt es mir als eine selbstverständliche Entwicklung vor, eine Art evolutionärer Designprozess.

Ich erinnere mich, dass vor vielen Jahren die Gestaltung, die visuell erlebbare Ästhetik, dominant und zentral war. In der Schweiz kam traditionell noch eine Haltung hinzu, die Aspekte wie Materialechtheit und hochwertige Handwerksarbeit wertschätzte.

Als Director Interior Design war ich mehrere Jahre für einen Schweizer 5* Hotel Brand auf allen Kontinenten unterwegs, briefte und coachte die Design- und Architekturteams von vielen Renovations- und Neubauprojekten. Dabei wurde mir deutlich bewusst, wie sehr wir uns im kontinentalen Europa und speziell in der Schweiz, von den zumeist angelsächsischen Designfirmen unterscheiden, die weltweit große Hotelprojekte umsetzen. Faszinierend und für mich eine absolute Ausnahme in diesem Zusammenhang war dabei meine Zusammenarbeit mit einem japanischen Innenarchitekten. Bei einem Umbauprojekt in Japan erlebte ich, wie nah wir einander in unseren Auffassungen zu Architektur und Design kamen. Deswegen freue ich mich sehr auf meine kommende Japanreise, wofür ich Handwerk, Architektur und Design - neben der Natur - zu den zentralen Themen meiner Reiseplanung gemacht habe. Und die Vorfreude ist natürlich groß: diese Reise ist nun seit anderthalb Jahren „on hold“ - ich hoffe auf das nächste Jahr.

Wir drücken die Daumen, dass es endlich mit deiner Japanreise klappt. Wenn wir in der Zukunft bleiben: welche Prinzipien und Trends denkst du, werden im Design immer wichtiger?

Die Prinzipien sind komplex und werden sich immer weiterentwickeln. Es gibt verschiedenste Labels und Zertifikate zur Nachhaltigkeit, auch in der Hotellerie. Magdalena, Du hast mir das anspruchsvolle Label B Corp gezeigt, auf das Du Dich mit Deinem Unternehmen fokussierst: Ich beschäftige mich nun damit, habe Respekt vor dem Aufwand und werde es weiterverfolgen.

Was unsere tägliche Arbeit in der Planung der Innenarchitektur angeht, kommen diverse Grundprinzipien der Nachhaltigkeit meinen Sympathien und Qualitätsansprüchen entgegen. So z.B. bei der Produkte- und Materialauswahl zu recherchieren, wie sinnvoll und vertretbar die Verwendung in Bezug auf Energieeinsatz und ethischen Grundsätzen bei Herstellung und Transport ist. Des weiteren lege ich Wert auf Materialechtheit, was auch der Recyclierbarkeit entgegenkommt. Auch die Gewinnung und vor allem die Verarbeitung von Rohstoffen sollte, wenn möglich, regional stattfinden. Zum Beispiel beim Einsatz von Holz und Stein.

Ganz weit oben auf meiner Präferenzliste steht das Handwerk: Hier spreche ich, was mich anbetrifft, von einer hochstehenden Kultur, die hoffentlich wieder an Bedeutung gewinnt und Platz im Wirtschaftsdenken findet. Ich liebe gutes Handwerk und ergreife oft die Möglichkeit Handwerksbetriebe zu besuchen. Dazu zählen für mich auch Glasmanufakturen wie Barovier & Toso auf Murano, mit einer durchgängigen Firmengeschichte seit dem 15. Jahrhundert. Oder Leuchtenfirmen wie Louis Poulsen in Kopenhagen, die nicht nur alles selbst und in Dänemark produzieren, sondern ihre Mitarbeitenden zu täglichen Arbeitspausen mit Musik und Gymnastik einladen.

Diese europäischen Firmen sehe ich als regional an, für mich ist Regionalität keine Frage der nationalen Grenzen, sondern der Möglichkeiten. Daher wird es wohl auch in Zukunft Produkte geben, die von weit herkommen, aus Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika.

Hierbei sind, wie vorher schon angesprochen, die Recherchen wichtig: Wie und unter welchen Bedingungen wurde produziert? Wieweit sind ethische Standards glaubwürdig eingehalten worden, wie z.B. bei den Arbeitsbedingungen und der Menschenwürde, Tierwohl und Umweltbelastungen?

Was zukünftige Trends in Bezug auf Nachhaltigkeit angeht, hoffe ich auf positive gesellschaftliche Entwicklungen: Es kann nicht sein, dass Jede und Jeder einen Doktortitel erwerben muss, um Nachhaltigkeit zu verstehen. Für mich sprechen Nachhaltigkeit und unsere großen Krisen einfache Gefühle an: Wer bei sich ist, hat auch einen leichten Zugang zum Verständnis von Nachhaltigkeit. «We are one World» ist eine Frage des Bewusstseins, nicht der Bildung.

Mein Interesse für Nachhaltigkeit,
kommt mir als eine selbstverständliche Entwicklung vor, eine Art evolutionärer Designprozess.
Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
via @weareMApeople


Was sagst du zu jenen Menschen, die glauben, dass es schlichtweg unmöglich ist sowohl Design-orientiert als auch nachhaltig zu sein? Wie erschaffst du schöne Orte und Räume, die auch für die Menschheit und unsere Erde langfristig tragbar sind?

Wir haben in der Menschheitsgeschichte schon viele Wandel des guten Geschmacks durchlaufen. Die 25.000-jährige Steinskulptur der Venus von Willendorf ist die erste bekannte skulpturale Darstellung eines menschlichen Ideals: Eine sehr dicke Frau. Sie stellte ein Schönheitsideal dar, denn in Zeiten von Hunger und Kälte war das wohlgenährt sein ein Traum. Aus heutiger Sicht würde das Übergewicht als problematische Fehlentwicklung angesehen werden… Schönheitsideale können sich also durchaus überleben, wenn sie nicht mehr angemessen sind, wenn sie zu Erkenntnissen im Widerspruch stehen. Ich glaube an ein kollektives, universales Ästhetik-Empfinden. So wie alle Menschen unabhängig von ihrer Kultur Lachen und Weinen verstehen, so gibt es auch Übereinstimmungen in der Wahrnehmung von schön und hässlich, von freundlich und feindlich.

Um also auf die Frage zurückzukommen: Ich spiegle die Aussage zurück und behaupte, es wird in der Zukunft zur allgemeinen Designakzeptanz, zum Schönheitsempfinden, selbstverständlich dazugehören, dass die Gestaltung Standards der Nachhaltigkeit erfüllt. Ein weiter so wie immer eines Hoteldesigners würde mir, beispielsweise als vorausschauender Hotelinvestor, eher Sorge als Freude machen.

Viele unserer LeserInnen sind in der Hotellerie tätig: Was sind die 5 wichtigsten Dinge, die Hotels tun sollten, um Ihre Interieurs nachhaltiger zu machen?

Wer plant, eine Innenarchitektin oder einen Architekten zu beauftragen, muss sich die Zeit nehmen und abklären, im Gespräch und anhand von Referenzprojekten, ob und wie Nachhaltigkeit ein Thema in der Gestaltung des betreffenden Design-Büros ist. Wer selbst zur Tat schreiten möchte, sollte sich mit guten regionalen Handwerksbetrieben beraten und die passenden PartnerInnen aussuchen. Herstellende von Möbeln gibt es in der Schweiz und im nahen Ausland sehr gute und nachhaltige. Firmen wie De Sede, Horgen Glarus, Embru, Alias, Girsberger und andere versprechen Langlebigkeit; aber nicht nur das: Nach vielen Jahren Gebrauch restaurieren sie diese Möbel auch. So zahlt ein Hotel vielleicht einen höheren Einstandspreis als bei No-Name-Produkten von irgendwo, dafür halten diese aber auch Jahrzehnte lang. Die Lebensdauer eines Möbels ist ein wichtiges Kriterium der Nachhaltigkeit. In der Regel sind diese Möbel sorgfältig gestaltet und strahlen eine hohe Wertigkeit aus, was der Gast gern und positiv zur Kenntnis nimmt.

Das gilt auch und besonders für Ledermöbel: Hochwertige Firmen kommunizieren genau von wo die Rinderhäute stammen und wie und mit welchen Chemikalien sie gegerbt wurden. Es ist für mich wie beim Essen: Wenn eine Tiefkühlpizza mit Fleischauflage keine 3.50 Franken kostet, ist doch allen klar, dass keine respektvolle Tierhaltung und keine Wertschätzung dahinter stehen kann…

Ich bin kritisch mit einem momentanen inflationären Hype von Pet-Recycling: Ich frage Herstellende genau nach den Prozessen der Gewinnung von Pet und Fischernetzen und wie und wo die Gewinnung, Verarbeitung und Transporte stattfinden. Wir haben auf der Welt ein Problem mit Pet-Abfall. Aber ist die Verarbeitung zu mehr oder weniger kurzlebigen Produkten sinnvoll? Löst das ein Problem oder schafft es ein Neues? 

Was gibt es an weiteren nachhaltigen Maßnahmen? Ich untersuche vor Renovationen von Hotels und Gastronomieobjekten, ob wirklich alle Möbel entsorgt werden. So bearbeiten wir ein Projekt im Tessin, wo ein handwerklich anspruchsvoll hergestellter Sekretär in den Zimmern altmodisch wirkte. Aber in mattem schwarz lackiert, mit modernen, silberfarbenen Beschlägen und einer coolen Tischlampe ergänzt, wirkt er nun wie neu geboren, ein Lifestyle-Element, welches sein zweites Leben beginnt.

Der Themen-Dreiklang Downcycling, Recyling und Upcycling sollte zur Recherche der Möglichkeiten gehören. Gute Gestaltende sollten Lösungen finden, die überzeugend nachhaltig und hohen Designansprüchen genügend sind.

Was sind deine Hoffnungen für die Hospitality Industrie in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Die Hotellerie und Gastronomie sind großen Herausforderungen ausgesetzt, müssen teils ihre angestammten und bisher gut funktionierenden Geschäftsmodelle hinterfragen. Vieles an der Nachhaltigkeit ist ihnen vertraut über den F&B Bereich: Regionalität und gute Produkte als Voraussetzung für Erfolg, klare Kommunikation und Deklaration von Produkten und Dienstleistungen.

Der zeitgemäße und respektvolle Umgang mit Mitarbeitenden rückt mehr in den Vordergrund, neue Arbeitszeitmodelle werden gefordert.

Ich erhoffe mir durch diese Herausforderungen ein Umdenken mit positiven Auswirkungen für die Zukunft: eine höhere Motivation der Mitarbeitenden durch ein kooperatives Management; Vertrauen von Gästen und Mitarbeitenden in die Betriebe, erzielt durch ehrliche Kommunikation; und die Vermeidung von „Green-Washing“, da man sich ehrlich um Nachhaltigkeit bemüht und das auch sichtbar macht.

Karsten, du kennst ja unsere finale MAp meets Frage bereits. Denn diese dreht sich auch noch nach all den Jahren um unseren Kernservice – der Entwicklung von nachhaltigen Hotelkonzepten und Hotelmarken. Was macht für dich persönlich einen Hotelaufenthalt einzigartig?

Ich bin, wie meine Partnerin auch, ein leidenschaftlicher Gastronomie- und Hotelgenießer. Wir studieren online verschiedene Angebote und wählen sorgfältig aus. Wenn das Hotel und das Restaurant dann ein Erlebnis sind, mir eine einzigartige, nicht austauschbare Erinnerung schenken, dann komme ich glücklich nach Hause zurück! Zu diesem Glück braucht es Mitarbeitende, die mich ein echtes „Willkommen-sein“ spüren lassen. Räumlichkeiten, die überraschen, mit Details und als Gesamteindruck. Räume, die eine warme und freundliche Atmosphäre ausstrahlen und gleichzeitig zeitgemäß modern gestaltet sind, vielleicht auch manchmal unvergesslich auf die Spitze getrieben… Hotel- und Gastronomiebetriebe deren Essen morgens, mittags und abends verführerisch ist.

Orte die Sehnsucht auslösen, wenn ich mich später an sie erinnere.

Über Karsten Schmidt-Hoensdorf:

Nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Toulouse und München wandte er sich der Architektur zu und schloss ein Studium der Innenarchitektur ab. Über Jahre war Karsten als Berater für Hotelentwicklungen und Renovierungen für Swissôtel Hotels & Resorts weltweit in der Position des Director Interior Design verantwortlich und doziert heute zu Themen wie: Prozesse in der Design-Entwicklung führen sowie Qualitätskriterien im Design.

MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
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MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
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Main blog image: Photographer Marion Nitsch for Lunax

Photos 1 and 2: Marktgasse Hotel, Zurich
Award winning: Best Hotel Concept DACH, AIT Award
Photographer: Bruno Helbling

Photos 3, 4 and 5: Kurklinik Bad Schinznach, Switzerland Photographer:Dominik Golob und Felix Wey

Photos 6 and 7: Sorell Hotel Zürichberg, Zurich
Photographer: Bruno Helbling

Photos 8 and 9: Single-family house Kilchberg, Zurich
Photographer: Bruno Helbling

 

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„We are one World“ ist eine Frage des Bewusstseins, nicht der Bildung

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