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Der MAp-Buchclub ist zurück – mit einem Werk, das uns ganz neu über Alltagsentscheidungen nachdenken lässt. Und was könnte besser passen als ein Buch, das uns dazu bringt, unseren Kaffee, unsere Kleidung, unsere E-Mails … und ja, sogar unsere Bananen infrage zu stellen? 

Mike Berners-Lees How Bad Are Bananas? ist genau so, wie ein gutes Klimabuch sein sollte: clever, praktisch, nicht belehrend – und voller Aha-Momente, die unsere Perspektive und unsere Entscheidungen verändern.

Untertitel
Überraschende Klima-Fakten über den CO₂-Fußabdruck der kleinen Dinge – und (Spoiler) warum Bananen gar nicht die Bösen sind.
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Book Review: How bad are bananas
Paragraphs
Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wirklich einen Unterschied macht
– nicht nur auf das, was sich gut anfühlt
Mike Berners-Lee

Zusammenfassung

Klar wissen wir: Fliegen ist schlecht fürs Klima. Plastikmüll auch. Aber wie viel CO₂ steckt eigentlich in einer SMS? Oder in einer Jeans? 

How Bad Are Bananas? ist eines der Bücher, nach denen man erstmal nachdenklich in den Kaffeebecher starrt – und sich fragt, was dieser Schluck wohl an Emissionen mit sich bringt. 

Es geht nicht darum, weniger zu tun – sondern klüger. Mit überraschenden Vergleichen und CO₂-Rechnungen, die einem die Augen öffnen, zeigt Berners-Lee, worauf es in der Klimadebatte wirklich ankommt. Gleich vorweg: Es sind nicht die Bananen. ☻ 

Was ist CO₂ überhaupt?

CO₂ – also Kohlendioxid – ist eines der wichtigsten Treibhausgase und treibt den Klimawandel an. Es entsteht beim Verbrennen fossiler Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle – und durch vieles, was wir produzieren, konsumieren oder wegwerfen. 

Um Emissionen vergleichbar zu machen, gibt es die Einheit CO₂e – also „CO₂-Äquivalent“ –, die auch andere starke Treibhausgase wie Methan oder Lachgas einrechnet. Die Werte (in g, kg oder t CO₂e) helfen, die Klimawirkung verschiedener Dinge greifbar zu machen. 

Zur Einordnung: 

  • 1 g CO₂e ≈ 7 Sekunden Autofahrt
  • 100 g CO₂e ≈ 1 km im Auto
  • 1 kg CO₂e ≈ 10 km Autofahrt oder ein mittelgroßes Steak
  • 1 t CO₂e ≈ durchschnittlicher Monatsausstoß eines Europäers

Was bleibt hängen?

Das Buch erschlägt dich nicht mit Zahlen, sondern erzählt CO₂-Geschichten in Gramm, Kilo und Tonnen. So werden Klimaauswirkungen im Alltag verständlich. Manches ist so schlimm, wie man dachte (Rindfleisch, Vielfliegerei). Anderes: noch schlimmer. Und das Übrige? Viel harmloser als vermutet.

Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen
Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen

Hier unsere Highlights:

#1: Bananen sind gar nicht so schlimm – sie wegzuwerfen aber schon. Eine Banane verursacht nur ca. 110 g CO₂e – also ungefähr so viel wie 1 km Autofahrt oder ein Hafermilchkaffee. Wird sie aber weggeschmissen, wird daraus vermeidbarer CO₂-Ausstoß. Fun Fact (oder eher nicht so fun): Lebensmittelverschwendung macht global bis zu 10 % der Emissionen aus. 

#2: Neue Technik kaufen schlägt stärker zu Buche, als sie zu nutzen. Ein Smartphone verursacht bei der Herstellung 55–95 kg CO₂e – das entspricht 400–700 km Autofahrt. Heißt: Die meisten Emissionen entstehen, bevor du das Handy überhaupt einschaltest. Wenn du es nur ein Jahr länger nutzt, spart das stark messbar CO₂. 

#3: Ein simples T-Shirt = 4 kg, eine Jeans = 30+ kg CO₂e. Ein Baumwoll-T-Shirt: rund 4 kg CO₂e. Eine Jeans? Durch wasserintensive Baumwolle, Färbung und globale Lieferketten: über 30 kg CO₂e – etwa wie ein Inlandsflug. Die Modeindustrie verursacht übrigens mehr CO₂ als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. 

#4: SMS? Kaum relevant. Google-Suche? Summiert sich schnell. Eine SMS: nur 0,014 g CO₂e – also quasi nix. Aber eine E-Mail mit großem Anhang? Rund 50 g CO₂e – also 400 m Autofahrt. Multipliziert mit dem E-Mail-Volumen im ganzen Unternehmen wird das ganz schön spürbar. 

#5: Zugfahren ist meist grüner – aber nicht immer. Ja, Züge sind meist klimafreundlicher (und sicherer) als Autos. Aber wenn zwei Leute zusammen im sparsamen Auto fahren, ist der CO₂-Fußabdruck oft niedriger als mit einem 1.-Klasse-Ticket im Zug. 

#6: Wöchentlicher Blumenstrauß? Schön anzusehen, aber leider ein waschechter Klimakiller. Ein wöchentlicher Strauß aus importierten, geheizt gezogenen Blumen verursacht bis zu 1,5 Tonnen CO₂e pro Jahr. Ob mit künstlicher Wärme produziert oder per Flugzeug transportiert: schlecht fürs Klima. 

#7: Krieg – die CO₂-intensivste menschliche Aktivität. Militärische Operationen und Infrastruktur gehören zu den größten Emissionsquellen weltweit – werden dabei aber kaum thematisiert. Ein wichtiger Reminder: Frieden und Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Für eine gerechte, lebenswerte Zukunft braucht es beides.

MAp’s Favourite Quote

„Verglichen mit 2010 habe ich heute mehr Hoffnung, mehr Angst und ein deutlich größeres Gefühl von Dringlichkeit."

Fazit

Wenn du „air-freight“ liest: Finger weg. Vegan schlägt vegetarisch beim Klima. Und bei Rindfleisch, Lamm oder Treibhaus-Gemüse: rote Karte. 

How Bad Are Bananas? stellt unsere Vorstellung von Klima-Impact auf den Kopf. Es geht nicht um Schuld — sondern um Klarheit. Wo können wir wirklich etwas ändern, ohne gleich durchzudrehen (und ohne unsere Liebe zu Bananen einzubüßen)? 

Denn: Wir von MAp glauben, dass bessere Entscheidungen mit besseren Fragen anfangen. Und genau die liefert dieses Buch. Fragen, die uns innehalten lassen. Fragen, die uns helfen, bewusster und gezielter zu handeln – nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung. 

Nachhaltigkeit ist keine Checkliste. Sie ist ein Mindset. Eines, das fragt: Wie schlimm ist es wirklich? Und eines, das stets in Richtung #onwards geht. 

Dein MAp-Team

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Buch-Tipp: Wie schlimm sind Bananen

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Der MAp Boutique Consultancy Buchclub ist zurück und das gleich mit einem sehr inspirierenden und aufschlussreichen Buch von William MacAskill „Doing Good Better – Gutes besser tun“! Wir freuen uns, in diesem Blogbeitrag unsere wichtigsten Erkenntnisse mit euch zu teilen, um JETZT und gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen. Den Weg des effektiven Altruismus, der tatsächlich etwas bewirken und die Welt verändern kann.

Untertitel
Wie wir mit effektivem Altruismus die Welt verändern können
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Buchempfehlung: „Gutes besser tun“ von William MacAskill
Paragraphs

Zusammenfassung

In „Gutes Besser tun“ erklärt MacAskill das Konzept des „effektiven Altruismus“. Er wirft eine Frage in den Raum, die wir uns viel öfter stellen sollten: „Wie kann ich den größtmöglichen Unterschied bewirken?“ Um eine Antwort darauf zu finden, greift er auf Konzepte zurück, die wir im Bereich des sozialen Engagements bislang nur selten gesehen haben: Evidenz, sorgfältige Argumentation und wissenschaftliche Ansätze.

MacAskill macht deutlich, dass viele von uns bisher „einfach Gutes getan“ haben. Ohne zu prüfen, ob es auf die richtige Art und Weise getan wurde = ob wir unsere Ressourcen auf die effektivste Art und Weise eingesetzt haben. Dabei deckt er auch Mythen im Zusammenhang mit geläufigen Begriffen wie „nachhaltiges Leben“, „Klimakompensation“, „Fair Trade“ etc. auf.

Beim Lesen des Buches wurde uns bei MAp klar: Unsere Vorstellung darüber, was am besten für die Welt ist, entspricht häufig nicht der Realität.

Hauptaussagen

MAp glaubt fest an das Gute im Menschen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir unsere Plattform für Hotel-Nachhaltigkeit „The Sustainable Hotel“ entwickelt haben: um Hoteliers, Beraterinnen, Studierende, Geschäftsinhaber und andere dazu zu befähigen, Gutes zu tun und einen Impact zu haben  mit dem Ziel, diesen Planeten zu einem besseren und gastfreundlicheren Ort für alle zu machen.

Doch wie können wir sicherstellen, dass unser Altruismus effektiv ist? Warum „nur“ Gutes tun, wenn wir auch das Beste tun können? MacAskill zeigt in seinem Buch auf, dass die „besten“ Wohltätigkeitsorganisationen hunderte Mal effektiver das Leben vieler Menschen verbessern als die „guten“ Wohltätigkeitsorganisationen.

Beginnen wir mit den drei wichtigsten Erkenntnissen, die du berücksichtigen solltest, um Gutes so effektiv wie möglich zu tun:

#1: Beantworte die fünf zentralen Fragen des effektiven Altruismus

1. Wie viele Menschen profitieren und in welchem Ausmaß?

Das impliziert: Wir müssen Entscheidungen auf der Grundlage von Fakten treffen. Nur so können wir abschätzen, welchen Nutzen wir erzielen, wenn wir verschiedene gemeinnützige Aktivitäten durchführen oder Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen.

2. Ist das der effektivste Weg?

Suche nach wissenschaftlich fundierten Beweisen und entscheide dich nicht nur für „sehr gute“ Hilfsorganisationen und/oder Programme, wenn du auch Zugriff zu „den Besten“ hast. HIER findest du eine hilfreiche Ressource zur Identifizierung der besten Wohltätigkeitsorganisationen und gemeinnützigen Einrichtungen.

3. Handelt es sich um einen vernachlässigten Bereich?

Dein Geld bewirkt dann am allermeisten, wenn du in einen vernachlässigten Bereich investierst, anstatt in einen Bereich, der bereits stark finanziell unterstützt wird. Als Beispiel: Eine Investition in Malaria-Gesundheitsprogramme wäre effektiver als eine Investition in Krebsforschungsprogramme.

4. Was wäre sonst passiert?

Die Forschung zeigt, dass nicht effektive Programme langfristig sogar Schaden anrichten können und nicht nur keinen Nutzen bringen. Oder sie erreichen einfach weniger, als du es dir erwartet hast. Ein interessantes Beispiel, das MacAskill hierzu in seinem Buch gibt, ist die Wahl einer Karriere. So ist es vielfach sinnvoller, eine NGO mit Geld zu unterstützen, während man im „normalen“ Job weiterarbeitet, als selbst bei einer NGO zu arbeiten.

5. Wie hoch sind die Erfolgschancen und wie groß wäre der Erfolg?

Diese Frage veranschaulicht MacAskill am Beispiel des Klimawandels. Denn er zeigt auf, dass wenn der Klimawandel stattfindet und wir NICHT handeln, Millionen von Menschenleben verloren gehen werden und die Weltwirtschaft Milliarden von Dollar verlieren wird. Wenn der Klimawandel nicht stattfindet und wir handeln, sind die Kosten deutlich niedriger. Wir hätten einige Ressourcen für die Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien verschwendet und den wirtschaftlichen Fortschritt ein wenig verlangsamt, aber es wäre nicht das Ende der Welt.

#2: Konzentriere dich auf langjährig erprobte Aktivitäten (das Gesetz des abnehmenden Ertrags)

MacAskill schreibt in seinem Buch, dass wenn wir so viel Gutes wie möglich tun wollen, wir uns fragen müssen, auf welche „gute Sache“ wir uns fokussieren sollen. Das Gesetz des abnehmenden Ertrags bietet dafür eine nützliche Faustregel: Wenn ein bestimmter Bereich, eine bestimmte gute Sache bereits viel finanzielle Unterstützung und Aufmerksamkeit erhalten hat, können wir davon ausgehen, dass es schwieriger ist, viel Gutes mit dem Investment von zusätzlichen Ressourcen zu bewirken. Im Gegensatz dazu wurden Bereichen, die vergleichsweise vernachlässigt sind, wahrscheinlich noch nicht die effektivsten Möglichkeiten genutzt, um Gutes zu tun.

Wenn es um Wohltätigkeitsverhalten geht, sieht MacAskill ein deutliches Beispiel für nicht effektives Handeln in unserer Reaktion auf Naturkatastrophen. Er zeigt auf, dass wir in solchen Situationen zumeist unserem Bauchgefühl folgen und nicht der Wissenschaft. Wenn wir plötzlich mit einer Katastrophe konfrontiert sind und den Betroffenen helfen möchten, dann spenden wir impulsiv Geld und/oder Ressourcen. Ohne zu bedenken, dass Notfälle ständig um uns herum geschehen. Wir haben uns nur vielfach schon an die Armut gewöhnt! Oder an die Tatsache, dass jeden Tag Menschen an heil- oder behandelbaren Krankheiten wie AIDS, Malaria oder Tuberkulose sterben. Die langfristige Folge davon ist, dass diese „gewohnten“ Notfälle weniger Finanzierung erhalten.

MAp Boutique Consultancy - The Sustainable Hotel - Zurich

#3: Glaube nicht alles, was sich gut anhört: altruistische Mythen

Wir denken oft nicht sorgfältig genug darüber nach, wie wir anderen helfen. Und wir glauben fälschlicherweise, dass die Anwendung von Daten und Rationalität bei wohltätigen Bemühungen der guten Tat die Tugend raubt.
Das bedeutet, dass wir die Gelegenheit verpassen, wirklich etwas zu bewirken.
@MacAskill via @weareMAp

Mythos 1: Ethischer Konsum ist immer gut und „Sweat-Shop“-Produkte sollten vermieden werden. Unternehmen in der Modebranche behaupten, „sweatshop-frei“ zu sein und „ethischen Konsum“ zu praktizieren. Das bedeutet, mehr Geld auszugeben, um damit sicherzustellen, dass Arbeitende in Fabriken besser behandelt werden. Nun, wie wir bei #1 gelernt haben, gibt es fünf Fragen, die wir als effektive Altruisten stellen müssen. Und eine davon lautet: Was wäre sonst passiert?

MacAskills Forschung konfrontiert uns diesbezüglich mit einer schwer ertragbaren Wahrheit: Wir nehmen nämlich an, dass wenn Konsumierende sich weigern, Waren aus diesen Sweat-Shops zu kaufen, diese Fabriken dem wirtschaftlichen Druck nachgeben und schließen müssen. Dass ihre Mitarbeitenden dann eine bessere Arbeit anderswo finden werden. Aber das ist nicht wahr. In Entwicklungsländern sind Sweat-Shop-Jobs die guten Jobs. Die Alternativen sind in der Regel schlechter. Beispielsweise harte, schlecht bezahlte Feldarbeit, das Sammeln von Abfall oder gar Arbeitslosigkeit. Um effektiven Altruismus zu praktizieren, müssen wir also die „Perspektive der reichen Welt“ verlassen und akzeptieren, dass einige Dinge für die Welt besser sind, als wir erwartet und erhofft haben.

MacAskill führt dazu weiter aus, dass wir zweifellos Empörung und Entsetzen über die Bedingungen in solchen Fabriken empfinden sollten. Die richtige Reaktion ist jedoch nicht, auf von Sweat-Shops hergestellte Waren zu verzichten und stattdessen Inlandsprodukte zu bevorzugen. Die richtige Reaktion besteht darin, die extreme Armut zu beenden, die Ausbeutungsbetriebe zu begehrten Arbeitsplätzen macht.

Mythos 2: Wer Fairtrade-zertifizierte Produkte kauft, tut Gutes.

Die Fairtrade-Zertifizierung ist ein Versuch, Arbeitenden in armen Ländern höhere Löhne zu zahlen. Betriebe erhalten die Fairtrade-Zertifizierung, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, wie beispielsweise die Zahlung eines Mindestlohns, die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen usw.

Was allerdings weniger bekannt ist: Die meisten Produzierenden, die die Kriterien erfüllen können, stammen aus vergleichsweise wohlhabenden Ländern wie Mexiko und Costa Rica. Produzierende, die in armen Ländern wie Äthiopien arbeiten, schaffen es oft gar nicht, in die Nähe der Erfüllung dieser Kriterien zu kommen. Angesichts des Gesetzes des abnehmenden Ertrags bei Investitionen (siehe oben) bedeutet das: Wir tun also mehr Gutes, wenn wir unzertifizierten Kaffee aus Äthiopien statt Fairtrade-Kaffee aus Costa Rica kaufen.

Wir sollten auch beachten, dass Zwischenhändler beteiligt sind, die einen Teil des „Fairtrade-Preises“ einnehmen. Wir wissen meistens gar nicht, inwiefern der höhere Preis sich tatsächlich in höhere Löhne für die Familien und Arbeitenden der Fairtrade-Betriebe niederschlägt.

Darauf deuten auch Forschungsergebnisse hin, denn keine Studie konnte bisher aufzeigen, dass die Fairtrade-Zertifizierung das Leben von Landarbeitenden deutlich verbessert. Angesichts dessen gibt es also wenig altruistischen Grund, Fairtrade-Produkte zu kaufen.

Mythos 3: Lokales Einkaufen ist gut Kompensationsmaßnahmen nicht

MacAskill stellt klar, dass der Kauf von lokal produzierten Waren überbewertet ist. Warum? Nur 10 % des CO2-Fußabdrucks von Lebensmitteln werden vom Transport versursacht, während 80 % schon bei der Produktion entstehen. Das bedeutet, dass die Art der Lebensmittel, die wir konsumieren, eine viel größere Rolle spielt als die Frage, ob diese Lebensmittel lokal oder international produziert werden.

Unter Berücksichtigung dessen sind die effektivsten Möglichkeiten, deine Emissionen zu reduzieren:

  • deinen Fleischkonsum zu reduzieren (insbesondere Rindfleisch)
  • weniger zu reisen oder nachhaltige Transportmittel zu benutzen
  • weniger Strom und Gas im Haushalt zu verwenden

Allerdings erwähnt MacAskill auch, dass es effektiv möglich ist, Emissionen mit Kompensationen auszugleichen. Dabei schreibt er in seinem Buch, dass Cool Earth die effektivste Organisation ist, wenn es um die Kompensation von Treibhausgasemissionen geht.

Zu diesem Ergebnis kam MacAskill, indem er mithilfe seiner Organisation Giving What We Can hunderte Unternehmen überprüft hat. Cool Earth nutzt Spenden, um die wirtschaftliche Entwicklung von Gemeinden und indigenen Völkern im Regenwald voranzutreiben. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, ihre Lebensgrundlage zu verbessern, OHNE ihr Land an internationale Unternehmen verkaufen zu müssen und der Rodung des Regenwaldes zuzustimmen. Das bedeutet: Wenn du an Cool Earth spendest und effektives CO2-Kompensieren praktizierst, trägt dein Lebensstil nicht negativ zum Klimawandel bei.

Fazit

Wir beenden den Blogbeitrag, indem wir eine wichtige Frage beantworten: Was solltest du jetzt tun?

Als Antwort und Wegweiser haben wir drei Vorschläge für dich:

1. Mache regelmäßiges Spenden zu einer Gewohnheit

GiveWell ist eine Organisation, die MacAskill in seinem Buch mehrfach erwähnt. Auf deren Webseite findest du Informationen, die auf weltweit führenden Forschungsergebnissen basieren. Du erfährst, wo man am besten spenden sollte kostenlos und für alle zugänglich. Das bedeutet, du kannst nachsehen und herausfinden, welche Wohltätigkeitsorganisationen derzeit am effektivsten sind, und regelmäßig an sie spenden.

2. Melde dich für die Mailingliste von „Effective Altruism“ an (Englisch)

Auf diese Weise kannst du regelmäßig mehr erfahren und lernen, wie Menschen weltweit effektiven Altruismus gekonnt in die Praxis umsetzen.

3. Erzähle anderen von deinen Erkenntnissen und wie effektiver Altruismus funktioniert

Denn wenn du auch nur eine Person dazu bringen kannst, dieselben Veränderungen vorzunehmen wie du, gibt es bereits eine doppelte Wirkung.

Danke, dass du uns bei diesem Blogartikel bis zum Ende begleitet hast. Lasst uns gemeinsam besser Gutes tun! #onwards

Dein MAp-Team

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Buchempfehlung: „Gutes besser tun“ von William MacAskill

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