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Dieser kostenlose Guide gibt dir sechs Prinzipien als klare Orientierung, damit soziale Nachhaltigkeit im Hotel nicht abstrakt bleibt. Du erkennst schnell, wo du ansetzen kannst, welche Maßnahmen wirklich zählen und wie du Fortschritt im Team verankerst.

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Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltiger zu werden

Soziale Nachhaltigkeit beginnt mit einer Haltung – der Entscheidung, Menschen an die erste Stelle zu setzen. Dieser kompakte Leitfaden zeigt, wie Hotels inklusive Gastfreundschaft gestalten, Barrieren abbauen und Teilhabe ermöglichen. Wir geben dir sechs Prinzipien an die Hand, damit aus Haltung Handeln wird – nachvollziehbar, respektvoll und wirksam.

Das erwartet dich:

  • Eine klare Einordnung: Was soziale Nachhaltigkeit bedeutet – und warum sie die Basis moderner Gastfreundschaft ist.
  • Sechs Prinzipien mit konkreten To-dos für Team und Gäste – von inklusiver Sprache bis zu barrierefreier Orientierung.
  • Best Practice aus der Hotellerie mit wirkungsvollen Beispielen, die zeigen, wie es im Alltag gelingt.
  • Weiterführende Ressourcen, damit du den nächsten Schritt sicher gehst.

Diese Fragen beantwortet der kostenlose Download:

  • Was bedeutet soziale Nachhaltigkeit im Hotel – kurz, verständlich und praxisnah?
  • Wie schaffe ich faire, inklusive Strukturen für Team und Gäste – von der Stellenausschreibung bis zum Check-out?
  • Welche Prinzipien helfen, Haltung in Handlung zu übersetzen – heute und langfristig?
  • Wie starte ich konkret – und wie bleibe ich auf Kurs?
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
Social Sustainability in Hotels – 6 Principles
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Klare Leitlinien und praxisnahe Beispiele, damit du soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag umsetzt und deine Stakeholder gezielt stärkst.
Why you need it
  • Klarheit gewinnen – präzises Fundament statt Buzzwords.
  • Sofort loslegen – umsetzbare Schritte für Rezeption, Housekeeping, Küche und Management.
  • Employer Brand stärken – glaubwürdig, menschenzentriert und zukunftssicher.
  • Gästeerlebnis verbessern – echte Inklusion erhöht Zufriedenheit und Weiterempfehlungen.
  • Weiterdenken – Best-Practice-Einblicke sowie kuratierte Links und Materialien unterstützen dich auf dem Weg #onwards.
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In unseren MAp Client Stories treffen wir inspirierende, innovative Hoteliers und Hospitality-Profis, die wir mit unseren MAp-Services unterstützen und empowern dürfen. Wir sprechen über ihre Wege, ihre wichtigsten Learnings und das gewisse Etwas, das ihre Konzepte einzigartig macht.

Heute freuen wir uns darauf, das Gespräch mit Christine Karadar vom Hotel Masatsch zu führen. Christine leitet das Inklusionshotel in Kaltern, in dem Vielfalt nicht einfach Teil des Konzepts ist, sondern das Konzept selbst. Gemeinsam mit ihrem Team zeigt sie, wie soziale Nachhaltigkeit im Hotelbetrieb selbstverständlich gelingen kann: mit Haltung, mit Herz und mit Wirkung. 

Die Zusammenarbeit mit Masatsch war und ist uns eine große Freude!Durch eine inklusive Webseite und zielgerichtete Design- und Marketing-Leistungen schärfen wir die Botschaft, erhöhen die digitale Zugänglichkeit und machen sichtbar, was diesen Ort auszeichnet.

 
Untertitel
MAp Client Stories: Im Gespräch mit Christine Karadar, Gastgeberin im inklusiven Hotel Masatsch in Kaltern am See (Südtirol)
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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?
Paragraphs
Bei uns sind wirklich alle willkommen
– mit oder ohne Einschränkung.
Christine Karadar, Hotel Masatsch

Liebe Christine, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst für unsere Client Story! Bevor wir in die Tiefe gehen: Wie bist du ins Masatsch gekommen? 

Christine: Ich habe das Hotel Masatsch schon lange mit Interesse verfolgt – einfach, weil mich fasziniert hat, wie dieses Konzept funktioniert. Dabei komme ich eigentlich aus ganz anderen Bereichen: Ich war im Eventmanagement tätig, habe aber auch im sozialen Bereich gearbeitet, mich dort um Themen wie Pflege und Inklusion gekümmert – also darum, wie Menschen mit Behinderung besser in den Alltag integriert werden können. 

Das Hotel Masatsch war für mich immer ein Paradebeispiel dafür, wie so etwas gelingen kann. Als ich gesehen habe, dass eine neue Leitung gesucht wird, habe ich mich beworben – und bekam die Stelle. 

Jetzt bin ich mitten drin in diesem besonderen Projekt, das auf den ersten Blick ein soziales ist, aber gleichzeitig auch ein ganz normales Hotel für alle Gäste. Bei uns sind wirklich alle willkommen – Menschen mit oder ohne Einschränkung, mit oder ohne Behinderung.

 

Im Masatsch wird Inklusion tagtäglich gelebt – ganz selbstverständlich und mit viel Feingefühl. Was macht diesen Ort für dich so besonders? Und was macht ihr anders als „klassische“ Hotels? 

Christine: Das Hotel Masatsch ist wirklich ein besonderer Ort – er hat etwas Energetisches, wenn ich das so sagen darf. Schon bevor ich hier gearbeitet habe, kam ich oft als Besucherin her, einfach um im Café zu sitzen oder im Restaurant etwas zu essen. Und jedes Mal hatte ich das Gefühl: Hier fühlt man sich einfach wohl. Dieser Platz hat seine eigene, positive Energie. 

Jetzt, wo ich mitten im Geschehen bin, spüre ich das jeden Tag noch stärker. Besonders macht diesen Ort vor allem die Arbeit mit unseren Mitarbeitenden mit Behinderung. Sie kommen mit einer Begeisterung und Freude zur Arbeit, die ansteckend ist. Das merkt man sofort, wenn man hierherkommt – etwa wenn mich unser Mitarbeiter an der Bar jeden Morgen mit einem Lächeln und einem Kaffee begrüßt und sagt: „Schön, dich zu sehen!“ 

Rund 40 Prozent unseres Teams – also etwa 30 Mitarbeitende insgesamt – sind Menschen mit Beeinträchtigung. Sie arbeiten in der Küche, im Service, im Housekeeping oder in unserem Gartenprojekt, in dem wir eigenes Gemüse anbauen. Natürlich ist das auch eine tägliche Herausforderung, denn wir begleiten, unterstützen und trainieren diese Menschen kontinuierlich. Vieles muss man immer wieder üben und wiederholen – fast wie in einer Schule. Aber genau das macht unsere Arbeit so wertvoll.

So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag
So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag

Ihr habt ein vielfältiges Team mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten. Was braucht es, damit dieses Miteinander funktioniert und was können andere Hotels daraus lernen? 

Christine: Wer hier arbeitet, braucht vor allem eines: Verständnis – und ein echtes Interesse an Menschen. Denn unser Team ist bunt und vielfältig, mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen

Es braucht den Willen, andere zu begleiten, Wissen zu teilen und Dinge immer wieder gemeinsam zu üben, bis sie wirklich sitzen. Gerade die Teamleiterinnen und Teamleiter, unser Küchenchef oder die Verantwortlichen im Service leisten dabei enorm viel. Sie übernehmen nicht nur ihre klassische Rolle, sondern sind gleichzeitig Coaches, Motivatoren und Wegbegleiter. Das bedeutet, sie müssen Zeit geben, Geduld haben und individuell auf die Mitarbeitenden eingehen. 

Der Arbeitsrhythmus bei uns ist insgesamt etwas langsamer – und das ist gut so. Ich sage oft: Wer hier arbeitet, schaltet automatisch zwei Gänge zurück. Dieses Tempo schafft Raum für echtes Miteinander. Was andere Hotels daraus lernen können? Dass Inklusion kein Hindernis ist, sondern eine Bereicherung. 

Wenn man Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten eine echte Chance gibt, entsteht ein Arbeitsumfeld, das von Geduld, Empathie und gegenseitigem Respekt geprägt ist – und genau das spüren auch die Gäste.

 

Viele Hotels möchten inklusiver werden, tun sich aber schwer mit dem ersten Schritt. Was sind aus deiner Sicht die häufigsten (Denk-)fehler – und worauf kommt es wirklich an? 

Christine: Für mich bedeutet soziale Nachhaltigkeit, Menschen mit Behinderung nicht nur einzubeziehen, sondern ihnen echte Chancen zu geben. Ich glaube, der häufigste Denkfehler liegt darin, dass viele Betriebe Inklusion als Zusatzaufgabe sehen, als etwas, das „on top“ kommt. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Haltung. Es braucht die Bereitschaft, offen zu sein, Geduld zu haben und Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn man diesen Schritt wagt, verändert sich etwas Grundsätzliches: im Team, im Umgang miteinander und letztlich auch im Betriebsklima. Das ist für mich gelebte soziale Nachhaltigkeit.

 

Gab es einen spezifischen Moment, in dem du gespürt hast: Genau deshalb machen wir das? Eine Begegnung, ein Feedback, ein Erlebnis, das dir im Herzen geblieben ist? 

Christine: Oh ja, da fällt mir gleich ein Moment aus diesem Sommer ein. Wir hatten eine große Gruppe aus Deutschland zu Gast – die Pfennigparade, eine Stiftung, die Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen begleitet. Insgesamt waren über 20 Personen zwei Wochen bei uns im Haus, fast ausschließlich hier im Hotel. Das war eine Herausforderung, aber auch eine sehr besondere Erfahrung. 

Am letzten Abend hat die Gruppe für uns eine kleine Abschiedsfeier organisiert. Dabei war ein Mädchen, vielleicht neun Jahre alt, das am ersten Tag gar nicht laufen konnte. Sie kam mit einer Gehhilfe und war stark eingeschränkt. Am letzten Abend ist sie dann plötzlich ohne Hilfe auf mich zugegangen, ganz stolz, mit einem kleinen Dankesbrief für das ganze Team. 

Sie hat mir den Brief gegeben und gesagt, dass das die schönsten zwei Wochen seit Langem für sie waren. Das war ein Moment, der uns allen sehr naheging. In solchen Momenten weiß ich: Genau dafür machen wir das. 

Und solche Momente zeigen uns immer wieder, dass sich der Einsatz lohnt – und dass wir hier etwas schaffen, das wirklich einen Unterschied macht.

 

Danke, dass du das mit uns geteilt hast! Nun zum Abschluss wie immer unsere Quick 5 – fünf kurze Fragen, die in keiner MAp Client Story fehlen dürfen:

  • Ein Hotel das dich inspiriert: Hotel Frida am Wald
  • Ein Buch oder eine Ressource, das alle lesen sollten, die nachhaltiger werden wollen: Da muss ich leider passen.
  • Eine Destination, die auf deiner To-travel-Liste steht: Kirgisistan, da will ich unbedingt mal hin.
  • Ein Zitat, nach dem es sich zu leben lohnt: „Gehe vertrauensvoll in die Richtung deiner Träume. Lebe das Leben, das du dir vorgestellt hast. Wenn du dein Leben vereinfachst, werden auch die Gesetze des Lebens einfacher.“ – Henry David Thoreau, aus „Walden“ (1854).
  • Dein größter Wünsch für die Zukunft: Ein Leben voller Erlebnisse und Begegnungen – erfüllt, lebendig und getragen von guter Gesundheit und echten Freundschaften.

Über Christine Karadar

Christine ist die Direktorin des Hotel Masatsch in Kaltern, Südtirol. Sie bringt Erfahrung aus dem Eventmanagement und der sozialen Arbeit mit – und führt mit einer klaren Überzeugung: an Menschen zu glauben, Inklusion zu leben und neue Wege mutig zu gehen.

Hotel Masatsch ist ein barrierefreies Hotel in Kaltern Südtirol in der Nähe des schönen Kalterersee st ein einzigartiges barrierefreies und behindertengerechtes Hotel. Das Inklusionshotel ist auf Urlaub mit Rolli spezialisiert und garantiert unvergessliche behindertengerechte Ferien in Südtirol.

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Free Download The Sustainable Hotel Insights. 6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltig(er) zu werden.

In diesem kostenlosen Leitfaden erhältst du eine kompakte Einführung in soziale Nachhaltigkeit im Hotel – klar und direkt anwendbar. Die 6 Prinzipien zeigen konkrete Schritte für Gäste und Team – von inklusiver Gastfreundschaft bis zu ganzheitlicher Barrierefreiheit.

Plus: eine kurze Best Practice, Fakten und Ressourcen für deinen sofortigen Start.

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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?

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Ein gutes Hotel erkennt man daran, wie willkommen man sich fühlt – nicht daran, wie viele Sterne es hat. Manchmal braucht es dafür eine Rampe. Manchmal ein bisschen mehr Zeit beim Einchecken. Manchmal einfach nur das Gefühl: Ich werde gesehen. 

Und Barrierefreiheit beginnt genau da: im Kopf, im Herzen, in der Grundeinstellung. Sie hat weniger mit physischen Änderungen zu tun, als wir denken. Und mehr mit echter Gastfreundschaft. 

Statt Häkchen auf Checklisten geht es um Fragen wie: Wer fühlt sich hier wohl? Wer kommt gerne wieder? Wer bleibt – und warum vielleicht nicht? Dieser Blogpost lädt dich ein, Barrierefreiheit neu zu denken: nicht als Pflicht, sondern als Möglichkeit, dein Haus noch offener zu gestalten. Für mehr Miteinander. Für mehr Menschlichkeit. Für alle, die bei dir sein wollen.

Untertitel
Denken wir Barrierefreiheit in Hotels neu
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Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle
Paragraphs

Barrierefreiheit bedeutet Haltung, nicht Häkchen

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur, dass jemand mit einem Rollstuhl in dein Haus kann. Sondern dass sie oder er es gern tut. Weil der Empfang freundlich ist, die Beschilderung verständlich, das Zimmer durchdacht – und niemand sich erklären muss. 

Es geht nicht um perfekte Lösungen, sondern um eine ehrliche Grundhaltung: „Wir wollen, dass du dich wohlfühlst – so wie du bist.“ 

Ob neurodivers, mit Sehbehinderung, Begleitperson oder Assistenzhund. Barrierefreiheit ernst nehmen heißt, nicht nach Normen, sondern nach Bedürfnissen fragen. Und das verändert den Blick: von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit. 

Denn Barrierefreiheit ist kein Sonderwunsch. Sie ist Gastfreundschaft – für alle. ☻ 

Fünf Perspektiven, mit denen du Barrierefreiheit neu denken kannst

1. Zugehörigkeit statt Sonderfall 

Inklusion beginnt da, wo niemand das Gefühl hat, „besonders“ zu sein. Barrierefreiheit bedeutet nicht, jemanden extra willkommen zu heißen – sondern nicht zu vergessen, dass sie oder er kommen könnte und gerne kommen soll. Es geht darum, Strukturen so zu gestalten, dass Menschen sich ohne Hürden bewegen, orientieren und wohlfühlen können – ohne sich erklären zu müssen

Tipp: Frage dich: Wo in deinem Haus entstehen Barrieren? Und wie kannst du Zugehörigkeit sichtbar machen? Prüfe zum Beispiel deine Türbreiten, richte Zeitfenster ohne Musik ein, kennzeichne Allergene klar – die Liste ist lang. ;-)

 

2. Kommunikation, die ankommt

Barrierefreiheit beginnt oft mit einem Wort. Oder mit dem Gefühl, verstanden zu werden – auch ohne viele Erklärungen. Denn wer Informationen nicht lesen, hören oder schnell erfassen kann, bleibt schnell draußen.

Sprache kann ausschließen. Oder sie kann Türen öffnen. 
Von einfacher Sprache über Piktogramme bis zu leichten Check-in-Erklärungen: Es sind oft kleine Dinge, die Großes bewirken. Und manchmal reicht ein Perspektivenwechsel, um zu erkennen: Das geht auch verständlicher. 

Tipp: Sprache spiegelt Haltung wider – achte auf scheinbar selbstverständliche Wörter. In der täglichen Kommunikation verwenden wir oft Begriffe, die bestimmte Sinne oder Fähigkeiten voraussetzen, ohne es zu merken. Zum Beispiel „wie du siehst“ oder „hast du schon gehört“. Doch nicht jede Person sieht, hört oder liest wie du. Und genau hier beginnt Barrierefreiheit: Nicht mit komplizierten Sätzen – sondern mit Sprache, die alle mitmeint. Mehr dazu erfährst du in unserem The Sustainable Hotel Handbuch: Kommunikation.

Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle
Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle

3. Der erste Eindruck entsteht online 

Bevor ein Gast dein Hotel betritt, war er meist schon einmal da – online. Und genau dort scheitern viele gute Ideen: Wenn Webseiten nicht lesbar sind, Buchungen kompliziert oder wichtige Infos hinter Design versteckt sind. 

Digitale Barrierefreiheit ist kein Technik-Thema – sondern ein Zeichen von echter Achtsamkeit. Denn was nützt die schönste Rampe, wenn der Weg dorthin schon zu kompliziert war? 

Tipp: Lass deine Webseite von einer Person (zum Beispiel einem älteren Menschen) testen, die sich schlecht(er) orientiert. So erfährst du, was du besser machen kannst. In unserem Blogpost zu nachhaltigen Hotelwebseiten findest du konkrete Tipps.

 

4. Zuhören schafft Weitblick 

Manchmal braucht es kein neues Konzept. Sondern einfach ein Gespräch. Menschen, die mit Einschränkungen leben, wissen genau, was sie brauchen. Wir müssen sie nur fragen – ehrlich, offen und ohne Scheu. Gäste, die Feedback geben. Mitarbeitende, die Erfahrungen teilen. Organisationen, die begleiten können: Zuhören verändert nicht nur Abläufe – sondern auch Perspektiven. 

Tipp: Starte klein. Lade jemanden aus deinem Umfeld ein, der euch mit Feedback unterstützt – bei einem Testaufenthalt, einem Rundgang oder einem gemeinsamen Gespräch mit dem Team.

 

5. Ein Hotel, das mitdenkt 

Barrierefreiheit bedeutet nicht, auf jede Eventualität vorbereitet zu sein. Sondern aufmerksam zu sein – für das, was Menschen brauchen, um sich sicher und willkommen zu fühlen. 

Es geht um Mitdenken. Um Flexibilität. Und darum, offen zu bleiben für Situationen, die nicht im Standardablauf vorkommen. 

Ein Gast reist mit Assistenzhund an? 
Eine Begleitperson braucht ein separates Bett im gleichen Zimmer? 
Jemand möchte beim Frühstück in Ruhe essen, ohne viele Reize? 
Barrierefreiheit heißt dann: Wir haben nicht alles geplant – aber wir sind bereit, Veränderungen vorzunehmen. 

Tipp: Mach Barrierefreiheit zum Thema im Team – nicht als Regelkatalog, sondern als Haltung: „Wir fragen lieber einmal mehr. Und finden gemeinsam Lösungen.“ 

Beispiel (Inspiration): Einige Supermärkte führen mittlerweile autismusfreundliche Einkaufszeiten ein – mit gedimmtem Licht, ohne Musik und Durchsagen, klar beschilderten Wegen und einem ruhigen Kassenbereich. Und wir denken dabei an den sogenannten Curb-Cut-Effekt: Bereits kleine Anpassungen helfen vielen.

Barrierefreiheit ist kein Extra,
sondern Teil echter Gastfreundschaft.
MAp Boutique Consultancy

Was du dadurch gewinnst? Eine Menge.

Barrierefreiheit ist keine Einschränkung – sie ist eine Erweiterung. Für dein Team. Für deine Gäste. Für deine Positionierung als Gastgeberin oder Gastgeber mit Haltung. Stichwort Curb-Cut-Effekt: Verbesserungen für einzelne Gruppen nützen allen – von der gut lesbaren Speisekarte über stufenfreie Zugänge bis zu Untertiteln und klarer, einfacher Sprache. Du erreichst mehr Menschen, stärkst dein Image und schaffst ein Gästeerlebnis, das bleibt – weil sich jemand wirklich gesehen fühlt.

Fazit

Barrierefreiheit ist nicht perfekt und muss es auch nicht sein. Im Bereich der Nachhaltigkeit sprechen wir bei MAp Boutique Consultancy immer davon, dass es um „Progress“, also Fortschritt, geht, nicht um die Perfektion (progress over perfection). 

Aber wir können Barrierefreiheit in Hotels neu denken – jeden Tag ein bisschen mehr. Nicht mit einem großen Umbau, sondern mit der Entscheidung, achtsamer und aufmerksamer zu sein. Und zu handeln, wo es heute schon geht. 

Wenn du tiefer eintauchen willst, lade dir unsere kostenlosen 6 Prinzipien für sozial nachhaltige Hotels herunter oder wirf einen Blick in unser The Sustainable Hotel Handbuch: Menschen. #onwards

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The Sustainable Hotel Insights. 6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltig(er) zu werden.

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Barrierefreiheit im Hotel: Gastfreundschaft für alle

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Gemeinsam mit Regula Balteschwiler, Spezialistin für nachhaltige Gastronomie und Hotellerie, nehmen wir dich heute mit auf eine Reise – in eine Welt, in der Genuss und Nachhaltigkeit gemeinsam auf der Speisekarte stehen. Klingt gut, oder? Los geht’s!

Untertitel
Wie sich Genuss und Umweltbewusstsein in der Hotellerie vereinen lassen.
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Sustainability in Hospitality: 5 Tips for a More Sustainable (Hotel) Kitchen
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Warum sollte ich meine (Hotel-)Küche nachhaltiger gestalten?

Essen kann mehr als nur Energie für einen neuen Tag sein und zu einer bewussten Entscheidung werden. Eine Entscheidung mit Impact – auf den Planeten, unsere Gesundheit und das Klima. Denn laut Max-Planck-Gesellschaft (2023) verursacht das globale Ernährungssystem bis zu 37 % der weltweiten Treibhausgase. Besonders die Produktion tierischer Produkte steht dabei als Hauptfaktor dieser Entwicklung fest. 

Die gute Nachricht? Mit ein paar cleveren Anpassungen in deiner (Hotel-)Küche kannst du nicht nur den CO2-Fußabdruck deines Betriebs verringern, sondern auch neue Gäste gewinnen und dich von den Mitbewerbenden abheben.

Mit ein paar cleveren Anpassungen in der Küche
senkst du den CO₂-Fußabdruck, gewinnst Gäste und hebst dich ab.
@weareMAp

MAdvice 1: Biete vegane Optionen für alle an

Biete mindestens zwei vegane Gerichte in jeder Kategorie deiner Speisekarte an – Vorspeise, Hauptgang, Dessert. Warum? Studien zeigen, dass Restaurants mit veganen Optionen eine höhere Zufriedenheit und Wiederbesuchsrate haben (Hopkinson, 2021). 

Plus, du schaffst ein Angebot für alle: Veganerinnen, Vegetarier, Flexitarierinnen und Gäste mit Unverträglichkeiten. 

Gesundheits-Fakt: Wusstest du, dass wir laut einer Studie unser Risiko für Atemwegserkrankungen um 50% senken können, wenn wir weniger Fleisch essen? Und der Planet freut sich auch (Willett et al., 2019)! 

Pro Tipp: Statt „vegan“ kannst du auch „rein pflanzlich“ schreiben – das kommt oft sogar besser an.

MAdvice 2: Koche regional und saisonal

Frische, lokale Zutaten direkt vom Bauernhof um die Ecke? Ja, bitte! Kaufe saisonale Produkte ein, die in deiner Region produziert werden. So unterstützt du nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern senkst auch deinen CO2-Ausstoß. Und das Beste: Deine Gerichte schmecken auch noch besser! Win-win, oder?

MAdvice 3: Biete vegane Specials an

Ein Tipp, der nicht nur deine veganen Gäste begeistert: Biete vegane Specials Events an – z. B. vegane Mittagsmenüs für die Locals oder Pflanzen-Power-Menüs für den Energie-Kick an heißen Tagen. Mach die pflanzliche Ernährung zum Highlight und lade deine Gäste ein, Neues zu entdecken! Oder warum nicht mal bei veganen Restaurantwochen mitmachen?

MAdvice 4: Begeistere dein Team

Damit dein Team genauso begeistert von den veganen Optionen ist wie deine Gäste, solltest du Schulungen anbieten (Regula ist hier die Expertin 😉). Mach deine Mitarbeitenden zu echten Expertinnen und Experten für Ernährung, Gesundheit und Umweltschutz. Das bringt nicht nur Pluspunkte bei den Gästen, sondern schafft auch Bewusstsein im Team.

MAdvide 5: Keine Zusatzstoffe, bitte!

Keine Lust auf künstliche Zusatzstoffe? Gut so! Setz auf echte, unverarbeitete Zutaten. So wie das Restaurant La Bruja in Guatemala, das komplett auf künstliche Zusätze verzichtet. Deine Gäste werden den Unterschied schmecken – und ganz nebenbei förderst du damit eine gesunde, bewusste Ernährung.

Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche
Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche

Was bringt’s dir?

Mehr Gäste, mehr Umsatz und das gute Gefühl, etwas für den Planeten zu tun! Außerdem wird dein Betrieb für potenzielle Mitarbeitende und Partnerinnen attraktiver, die ebenfalls nachhaltige Werte teilen. Mittlerweile sollte uns immerhin allen bewusst sein: Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend – sie ist die Zukunft. Und wer heute den Schritt wagt, hat morgen die Nase vorn. 🙌

Also, worauf wartest du? Lass uns gemeinsam die (Hotel-)Gastronomie nachhaltiger und gesünder machen! 

#onwards,
Dein MAp-Team 

P.S.: Lust auf noch mehr praktische Tipps und Tricks, um deine Speisekarte nachhaltig(er) zu gestalten? Dann hol dir unseren kostenlosen und inhaltsreichen Download: Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche.

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The Sustainable Hotel Insights. Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche

In diesem kostenlosen Leitfaden erhältst du praktische Tipps, um deine Speisekarte nachhaltig(er) zu gestalten. Außerdem lernst du, wie du durch einfache Anpassungen nicht nur die Umwelt schonst, sondern auch neue Gäste gewinnst. Lass dich von Best-Practice-Beispielen inspirieren und hol dir eine köstliche Rezeptidee für dein nächstes pflanzliches Dessert.

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Nachhaltigkeit in der Gastronomie: 5 Tipps für eine nachhaltigere (Hotel-)Küche

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Die Hospitality-Branche hat einen enormen Einfluss auf die Umwelt und die Menschen, die in den touristischen Destinationen leben. In diesem Blogbeitrag geht es darum, wie Hotels diesen Einfluss positiv gestalten können und wie unsere konkreten und klaren Nachhaltigkeits-Maßnahmen euch dabei unterstützen können.

Basierend auf MAp's 4 P der Nachhaltigkeit – Purpose, People, Planet und Profit – stellt dieser Blogbeitrag 25 wesentliche Handlungsschritte für jedes P vor, die die Betriebsweise von Hotels revolutionieren können. Dabei wird betont, dass der Weg zur Nachhaltigkeit weder überfordernd noch finanziell belastend sein muss. Jeder Schritt, egal wie klein, trägt zu einer nachhaltigeren und verantwortungsvolleren Hotelindustrie bei.

Wusstest du schon? Wir haben einen umfassenden und praktischen Leitfaden zusammengestellt, der 284 Maßnahmen präsentiert und dich dabei unterstützt, dein Hotel zu nachhaltigem Erfolg zu führen.

Untertitel
Mit kleinen Schritten zum grossem Impact: Wir unterstützen dich auf deinem Weg zur Hotel-Nachhaltigkeit.
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284 praktische Maßnahmen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in der Hotellerie
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Purpose

Bei MAp beginnen wir jedes (Nachhaltigkeits-)Projekt mit dem Purpose. Er ist der rote Faden, der sich durch alle anderen Elemente zieht und sie miteinander verbindet. Und die nachhaltigen Schritte, die du unternimmst, spiegeln wider, was dein übergeordneter Purpose ist.

Bevor wir beginnen, sollten wir uns darüber im Klaren sein, was dein Purpose eigentlich ist: Der Purpose ist der Grund, warum dein Hotel existiert – das grundlegende WARUM. Es ist der Sinn, der sich daraus ergibt, dass du etwas geschaffen hast, von dem du glaubst, dass es wichtig ist – für dich selbst, für andere, für die Gesellschaft.

Dein Purpose muss mehr sein als Geldverdienen und ein umfassendes, menschliches und soziales Engagement beinhalten, das dein Hotel einem größeren Ganzen zuordnet. Dein Purpose ist dein Kompass, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen und gleichzeitig dein Hotel voranzutreiben.

WARUM Purpose wichtig ist

  • Er bringt dir Klarheit = Power
  • Er kreiert eine Innovationskultur
  • Er sorgt dafür, dass dein Hotel die richtigen Menschen (Gäste, Mitarbeitende, Partner) für dein Hotel anzieht
  • Er macht dein Hotel resilient
  • Er sorgt für persönliche Zufriedenheit als Hotelier

5 Maßnahmen, für ein Hotel mit Purpose

1. Entdecke deinen persönlichen Purpose
2. Definiere den Purpose deines Hotels
3. Integriere den Purpose in dein Hotel
4. Priorisiere deine Nachhaltigkeits-Aktivitäten
5. Aktiviere deinen Purpose – weil Purpose ist ein Verb, kein Substantiv

People

Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit (People) befasst sich mit den Auswirkungen, die dein Hotel auf die Gesellschaft hat, in der und für die es tätig ist. Es geht darum, ein herzlicher Gastgeber, eine hilfsbereite Nachbarin, ein guter Arbeitgeber und eine vertrauenswürdige Partnerin sowie eine integre und zuverlässige Marke zu sein – und dabei die direkten und indirekten Bedürfnisse deiner Stakeholder zu erfüllen.

Und wer sind diese Stakeholder? Es gibt zwar viele Interessensgruppen, die am Erfolg eines Hotelprojektes beteiligt sind, doch in diesem Blogpost fokussieren sich unsere Aktionsschritte auf jene vier, die dein Hotel besonders beeinflusst:

  • Deine Gäste
  • Deine Mitarbeitenden
  • Deine Partner und Partnerinnen
  • Deine Menschen vor Ort

Leider haben die Hotellerie und der Tourismus nicht immer einen guten Ruf, wenn es um ihre sozialen Auswirkungen geht. Um aber dennoch eine gute Nachricht zu verkünden: Der Tourismus betrifft und beeinflusst fast alle Menschen dieser Welt auf die eine oder andere Weise = der Tourismus hat ein ungemein großes Potenzial, Gäste, Mitarbeitenden, Partner und Menschen vor Ort positiv zu beeinflussen– jetzt und für die Zukunft.

WARUM die Menschen wichtig sind

  • Only teamwork makes the dream work
  • Geld kommt immer von den Menschen
  • Die Menschen entscheiden über deinen Erfolg

5 Maßnahmen, um deine Mitarbeitenden am besten und nachhaltigsten zu begeistern

1. Erreiche ein 50/50-Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen in deinem Managementteam
2. Biete die gleichen Beschäftigungschancen für Menschen aus der Region
3. Biete die gleichen Beschäftigungschancen im Management für Menschen aus der Region
4. Biete Beschäftigungsmöglichkeiten ohne Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Ethnie, körperlichen Beeinträchtigungen, Religion usw.
5. Biete Beschäftigungsmöglichkeiten im Management ohne Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Ethnie, körperlichen Beeinträchtigungen, Religion usw.

Lade hier kostenlos unseren Guide zu den 6 Elementen von inklusiven und attraktiven Stellenanzeigen herunter.

Planet

Aus unserer Beratungstätigkeit wissen wir, dass sich viele Hoteliers bewusst sind, wie eng ihre Betriebe mit der Umgebung und der Umwelt verbunden sind. Jedes Hotel ist von Ressourcen wie Energie, Wasser, Rohstoffen usw. abhängig. Und wenn man sich die Hotelbranche als Ganzes vor Augen führt, wird deutlich, wie viele Ressourcen in Hotels auf der ganzen Welt verbraucht werden – und das alles zur gleichen Zeit!

Deswegen besteht das ultimative Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit (Planet) darin, die negativen Auswirkungen deines Hotels auf deine Region sowie den Planeten zu minimieren. Das gelingt, indem du folgende Schlüsselelemente im Auge hast:

  • Energie
  • Abfall
  • Lebensmittel
  • Wasser

Indem Hotels diese vier Kernelemente der ökologischen Nachhaltigkeit ganzheitlich angehen, können sie ihren negativen Impact minimieren und klimaneutral werden. Und der Einsatz energieeffizienter Maßnahmen führt zu Kosteneinsparungen die nicht nur die ursprüngliche Investition decken, sondern die Gesamtrentabilität des Hotels erhöhen! – ein Win-Win!

Warum der Planet wichtig ist

  • Es gibt keinen Planeten B
  • Wenn du den Planeten über den Profit stellst, wird auch dein Profit gesund wachsen
  • Es gilt: Jetzt handeln oder später reagieren müssen

5 Maßnahmen, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren

1. Kompostiere Bioabfälle
2. Lege einen biologischen Garten an
3. Koche auf Bestellung und vermeide Buffets
4. Verkleinere die Essensportionen
5. Spende überschüssiges Essen

Kennst du schon unseren kostenlosen Guide zu Food-Waste? Du kannst in hier direkt herunterladen.

Every action, no matter how small,
contributes to a more sustainable and responsible industry
@WeareMAp

Profit

Wir werden nicht wiedersprechen: Profitabel zu arbeiten ist für jedes Unternehmen wichtig. Ohne Gewinn meldest du Konkurs an.

Aber wichtig ist auch, dass der Gewinn:

  • Auf nachhaltige Weise erzielt wird = nicht auf Kosten der Menschen und des Planeten
  • Auf nachhaltige Weise verteilt wird = dazu verwendet wird, den Betrieb deines Hotels in der Zukunft zu sichern und gleichzeitig die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Geld ist das Lebenselixier deines Unternehmens, aber es ist nicht deine Existenzberechtigung. Es ist nicht das, was dein Hotel großartig macht. Es ist nicht das, was deine Menschen inspiriert.

Stattdessen ist es dein Purpose. Und das ist das Paradoxe: Organisationen, die nur existieren, um Gewinn zu machen, überleben nicht lange. Aber Organisationen, die den Gewinn nicht in den Vordergrund stellen, können nicht lange genug überleben, um ihren Purpose zu erfüllen. Mit anderen Worten: Es ist schwer, grün zu sein, wenn du rote Zahlen schreibst!

WARUM Profit (=Gewinn) wichtig ist:

  • Gewinn ermöglicht Fortschritt
  • Profit ermöglicht es dir deine Stakeholdergruppen zu fördern und zu unterstützen
  • Profit macht die Welt zu einem besseren Ort (wenn du ihn mit der Welt teilst) 

5 Maßnahmen, wie du ausgewählte Organisationen unterstützen kannst

1. Spende einen Teil deines Gewinns
2. Schaffe ein Mitarbeitendenspendenprogramm
3. Verdopple die Spenden der Mitarbeitenden
4. Erstelle ein Spendenprogramm für Gäste
5. Verdopple die Spenden der Gäste 

Leitfaden

284 Maßnahmen, um dein Hotel nachhaltiger zu machen

Unser umfassender Leitfaden bietet 284 konkrete Maßnahmen, um dir den Einstieg in die ganzheitliche Hotelnachhaltigkeit zu erleichtern. #stepbystep

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Nachhaltigkeit in der Hotellerie muss weder kompliziert noch teuer sein. Dieser Praxis-Guide zeigt dir konkrete Maßnahmen, klare Prioritäten und sofort einsetzbare Checklisten, damit du im Betrieb direkt starten kannst, ohne dich durch Theorie zu kämpfen.

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MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
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Was in diesem Guide steckt

Ein praxisnaher Überblick mit 284 konkreten Maßnahmen, damit du Nachhaltigkeit in der Hotellerie strukturiert umsetzt und im Alltag schneller ins Tun kommst.

Enthalten sind:

  • 284 konkrete Handlungsschritte im Checklistenformat, die du sofort umsetzen kannst
  • Eine klare Einordnung der drei Säulen der Nachhaltigkeit: sozial, ökologisch, ökonomisch
  • Best Practices von Hotels und Marken, die zeigen, was wirklich funktioniert
  • Konkrete nächste Schritte, um deine Nachhaltigkeits-Arbeit zu starten oder gezielt weiterzuentwickeln
  • Kuratierte Ressourcen und Quellen für zusätzliche Unterstützung und Vertiefung
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Was Nachhaltigkeit in der Hotellerie bewirkt

Das bringen dir klare Maßnahmen und eine strukturierte Umsetzung im Hotelalltag:

  • Weniger Kosten durch bessere Ressourcennutzung und mehr Effizienz
  • Weniger Risiko durch klarere Prioritäten und bessere Vorbereitung
  • Mehr Buchungen durch stärkere Positionierung und mehr Vertrauen
  • Mehr Rückenwind von Gästen, Mitarbeitenden, Partnern und der lokalen Community
  • Einfacheres Reporting durch strukturierte Schritte und klare Grundlagen
  • Klarere Differenzierung im Markt durch nachvollziehbare Nachhaltigkeitsarbeit
  • Mehr langfristige Performance, weil Nachhaltigkeit im Betrieb wirklich verankert wird

Starte jetzt mit dem Praxis-Guide für Nachhaltigkeit in der Hotellerie

284 Maßnahmen, klare nächste Schritte und internationale Best Practices, damit du Nachhaltigkeit im Hotelalltag sofort umsetzt und messbare Fortschritte erreichst.

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Leitfaden für Nachhaltigkeit

Ist dieser Leitfaden das Richtige für mich?

Ja, wenn du einen praktischen Einstieg und klare nächste Schritte suchst, um Nachhaltigkeit im Hotelalltag umzusetzen, ohne dich in Theorie zu verlieren.

Was bekomme ich, wenn ich ihn herunterlade?

Einen strukturierten Aktionsplan mit 284 konkreten Maßnahmen im Checklistenformat, plus Orientierung, Best Practices und kuratierte Ressourcen, damit du gezielt weiterkommst.

Muss ich alles umsetzen?

Nein. Nutze den Plan wie ein Nachschlagewerk: Wähle, was zu deinem Hotel passt, priorisiere die wirksamsten Schritte und baue Schritt für Schritt Momentum auf.

Ist das auch für kleine Teams geeignet?

Ja. Die Maßnahmen sind modular und praxisnah, sodass du klein starten und bei Bedarf ausbauen kannst.

Wie schnell kann ich starten?

Sofort. Wähle einen Bereich, setze dir realistische Prioritäten und beginne mit den Maßnahmen, die in deinem Betrieb am besten umsetzbar sind.

Warum ist dieser Leitfaden ideal für unabhängige und Boutique-Hoteliers?

Der Hotelnachhaltigkeits-Leitfaden wurde speziell für unabhängige und Boutique-Hotels entwickelt. Als erfahrene Hotelberaterinnen wissen wir besser als viele andere, dass diese Hotels im Vergleich zu größeren und Hotelketten über begrenzte Zeit, Budget und Ressourcen verfügen. Daher konzentriert sich dieser Guide auf alles, was unabhängige und Boutique-Hoteliers benötigen, um Nachhaltigkeit zu realisieren. Er bietet praktische Schritte, die realistisch und budgetbewusst sind, ohne zu zeitaufwendig zu sein.

Ist der Leitfaden für Hoteliers geeignet, die bereits ein bestehendes Hotel betreiben?

Ja! Der Nachhaltigkeits-Leitfaden ist ideal für Hoteliers, die bereits ein Hotel besitzen und es nachhaltiger gestalten möchten. Wir präsentieren zahlreiche nachhaltige Maßnahmen, die du schrittweise in deine bestehenden Abläufe integrieren kannst, um die Nachhaltigkeitswirkung deines Hotels kontinuierlich zu erhöhen.

Ich plane ein neues Hotel. Ist der Nachhaltigkeits-Leitfaden für mich geeignet?

Alle in dem Leitfaden vorgestellten Empfehlungen, Aktionsschritte und Maßnahmen gelten natürlich auch für neue Hotels, nicht nur für bestehende. Wir bieten auch Anleitungen, wie Nachhaltigkeit von Anfang an in den Prozess der Hotelentwicklung integriert werden kann – von der Standortauswahl bis hin zur Planung, dem Bau und der Innenraumgestaltung.

Lohnt sich die Investition in diesen Leitfaden wirklich?

Wir sagen: Absolut! Es gibt keine andere Ressource, die so viel Wert für Hoteliers bietet, die nachhaltige Hotels schaffen möchten. Außerdem wirst du mit all den Nachhaltigkeitsempfehlungen aus dem Leitfaden mehr Gäste gewinnen und wichtige Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen erzielen. Es wird sich also buchstäblich auszahlen!

MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
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Ein Praxis-Guide mit Checklisten und Beispielen, damit du Nachhaltigkeit im Hotel ganzheitlich umsetzt und messbare Fortschritte erreichst.
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MAp Boutique Consultancy, Zürich – Nachhaltigkeit in der Hotellerie – 284 Maßnahmen, um Zeit, Ressourcen und Geld zu sparen
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Der MAp Boutique Consultancy Buchclub ist zurück und das gleich mit einem sehr inspirierenden und aufschlussreichen Buch von William MacAskill „Doing Good Better – Gutes besser tun“! Wir freuen uns, in diesem Blogbeitrag unsere wichtigsten Erkenntnisse mit euch zu teilen, um JETZT und gemeinsam einen neuen Weg einzuschlagen. Den Weg des effektiven Altruismus, der tatsächlich etwas bewirken und die Welt verändern kann.

Untertitel
Wie wir mit effektivem Altruismus die Welt verändern können
Blog main image
Buchempfehlung: „Gutes besser tun“ von William MacAskill
Paragraphs

Zusammenfassung

In „Gutes Besser tun“ erklärt MacAskill das Konzept des „effektiven Altruismus“. Er wirft eine Frage in den Raum, die wir uns viel öfter stellen sollten: „Wie kann ich den größtmöglichen Unterschied bewirken?“ Um eine Antwort darauf zu finden, greift er auf Konzepte zurück, die wir im Bereich des sozialen Engagements bislang nur selten gesehen haben: Evidenz, sorgfältige Argumentation und wissenschaftliche Ansätze.

MacAskill macht deutlich, dass viele von uns bisher „einfach Gutes getan“ haben. Ohne zu prüfen, ob es auf die richtige Art und Weise getan wurde = ob wir unsere Ressourcen auf die effektivste Art und Weise eingesetzt haben. Dabei deckt er auch Mythen im Zusammenhang mit geläufigen Begriffen wie „nachhaltiges Leben“, „Klimakompensation“, „Fair Trade“ etc. auf.

Beim Lesen des Buches wurde uns bei MAp klar: Unsere Vorstellung darüber, was am besten für die Welt ist, entspricht häufig nicht der Realität.

Hauptaussagen

MAp glaubt fest an das Gute im Menschen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir unsere Plattform für Hotel-Nachhaltigkeit „The Sustainable Hotel“ entwickelt haben: um Hoteliers, Beraterinnen, Studierende, Geschäftsinhaber und andere dazu zu befähigen, Gutes zu tun und einen Impact zu haben  mit dem Ziel, diesen Planeten zu einem besseren und gastfreundlicheren Ort für alle zu machen.

Doch wie können wir sicherstellen, dass unser Altruismus effektiv ist? Warum „nur“ Gutes tun, wenn wir auch das Beste tun können? MacAskill zeigt in seinem Buch auf, dass die „besten“ Wohltätigkeitsorganisationen hunderte Mal effektiver das Leben vieler Menschen verbessern als die „guten“ Wohltätigkeitsorganisationen.

Beginnen wir mit den drei wichtigsten Erkenntnissen, die du berücksichtigen solltest, um Gutes so effektiv wie möglich zu tun:

#1: Beantworte die fünf zentralen Fragen des effektiven Altruismus

1. Wie viele Menschen profitieren und in welchem Ausmaß?

Das impliziert: Wir müssen Entscheidungen auf der Grundlage von Fakten treffen. Nur so können wir abschätzen, welchen Nutzen wir erzielen, wenn wir verschiedene gemeinnützige Aktivitäten durchführen oder Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen.

2. Ist das der effektivste Weg?

Suche nach wissenschaftlich fundierten Beweisen und entscheide dich nicht nur für „sehr gute“ Hilfsorganisationen und/oder Programme, wenn du auch Zugriff zu „den Besten“ hast. HIER findest du eine hilfreiche Ressource zur Identifizierung der besten Wohltätigkeitsorganisationen und gemeinnützigen Einrichtungen.

3. Handelt es sich um einen vernachlässigten Bereich?

Dein Geld bewirkt dann am allermeisten, wenn du in einen vernachlässigten Bereich investierst, anstatt in einen Bereich, der bereits stark finanziell unterstützt wird. Als Beispiel: Eine Investition in Malaria-Gesundheitsprogramme wäre effektiver als eine Investition in Krebsforschungsprogramme.

4. Was wäre sonst passiert?

Die Forschung zeigt, dass nicht effektive Programme langfristig sogar Schaden anrichten können und nicht nur keinen Nutzen bringen. Oder sie erreichen einfach weniger, als du es dir erwartet hast. Ein interessantes Beispiel, das MacAskill hierzu in seinem Buch gibt, ist die Wahl einer Karriere. So ist es vielfach sinnvoller, eine NGO mit Geld zu unterstützen, während man im „normalen“ Job weiterarbeitet, als selbst bei einer NGO zu arbeiten.

5. Wie hoch sind die Erfolgschancen und wie groß wäre der Erfolg?

Diese Frage veranschaulicht MacAskill am Beispiel des Klimawandels. Denn er zeigt auf, dass wenn der Klimawandel stattfindet und wir NICHT handeln, Millionen von Menschenleben verloren gehen werden und die Weltwirtschaft Milliarden von Dollar verlieren wird. Wenn der Klimawandel nicht stattfindet und wir handeln, sind die Kosten deutlich niedriger. Wir hätten einige Ressourcen für die Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien verschwendet und den wirtschaftlichen Fortschritt ein wenig verlangsamt, aber es wäre nicht das Ende der Welt.

#2: Konzentriere dich auf langjährig erprobte Aktivitäten (das Gesetz des abnehmenden Ertrags)

MacAskill schreibt in seinem Buch, dass wenn wir so viel Gutes wie möglich tun wollen, wir uns fragen müssen, auf welche „gute Sache“ wir uns fokussieren sollen. Das Gesetz des abnehmenden Ertrags bietet dafür eine nützliche Faustregel: Wenn ein bestimmter Bereich, eine bestimmte gute Sache bereits viel finanzielle Unterstützung und Aufmerksamkeit erhalten hat, können wir davon ausgehen, dass es schwieriger ist, viel Gutes mit dem Investment von zusätzlichen Ressourcen zu bewirken. Im Gegensatz dazu wurden Bereichen, die vergleichsweise vernachlässigt sind, wahrscheinlich noch nicht die effektivsten Möglichkeiten genutzt, um Gutes zu tun.

Wenn es um Wohltätigkeitsverhalten geht, sieht MacAskill ein deutliches Beispiel für nicht effektives Handeln in unserer Reaktion auf Naturkatastrophen. Er zeigt auf, dass wir in solchen Situationen zumeist unserem Bauchgefühl folgen und nicht der Wissenschaft. Wenn wir plötzlich mit einer Katastrophe konfrontiert sind und den Betroffenen helfen möchten, dann spenden wir impulsiv Geld und/oder Ressourcen. Ohne zu bedenken, dass Notfälle ständig um uns herum geschehen. Wir haben uns nur vielfach schon an die Armut gewöhnt! Oder an die Tatsache, dass jeden Tag Menschen an heil- oder behandelbaren Krankheiten wie AIDS, Malaria oder Tuberkulose sterben. Die langfristige Folge davon ist, dass diese „gewohnten“ Notfälle weniger Finanzierung erhalten.

MAp Boutique Consultancy - The Sustainable Hotel - Zurich

#3: Glaube nicht alles, was sich gut anhört: altruistische Mythen

Wir denken oft nicht sorgfältig genug darüber nach, wie wir anderen helfen. Und wir glauben fälschlicherweise, dass die Anwendung von Daten und Rationalität bei wohltätigen Bemühungen der guten Tat die Tugend raubt.
Das bedeutet, dass wir die Gelegenheit verpassen, wirklich etwas zu bewirken.
@MacAskill via @weareMAp

Mythos 1: Ethischer Konsum ist immer gut und „Sweat-Shop“-Produkte sollten vermieden werden. Unternehmen in der Modebranche behaupten, „sweatshop-frei“ zu sein und „ethischen Konsum“ zu praktizieren. Das bedeutet, mehr Geld auszugeben, um damit sicherzustellen, dass Arbeitende in Fabriken besser behandelt werden. Nun, wie wir bei #1 gelernt haben, gibt es fünf Fragen, die wir als effektive Altruisten stellen müssen. Und eine davon lautet: Was wäre sonst passiert?

MacAskills Forschung konfrontiert uns diesbezüglich mit einer schwer ertragbaren Wahrheit: Wir nehmen nämlich an, dass wenn Konsumierende sich weigern, Waren aus diesen Sweat-Shops zu kaufen, diese Fabriken dem wirtschaftlichen Druck nachgeben und schließen müssen. Dass ihre Mitarbeitenden dann eine bessere Arbeit anderswo finden werden. Aber das ist nicht wahr. In Entwicklungsländern sind Sweat-Shop-Jobs die guten Jobs. Die Alternativen sind in der Regel schlechter. Beispielsweise harte, schlecht bezahlte Feldarbeit, das Sammeln von Abfall oder gar Arbeitslosigkeit. Um effektiven Altruismus zu praktizieren, müssen wir also die „Perspektive der reichen Welt“ verlassen und akzeptieren, dass einige Dinge für die Welt besser sind, als wir erwartet und erhofft haben.

MacAskill führt dazu weiter aus, dass wir zweifellos Empörung und Entsetzen über die Bedingungen in solchen Fabriken empfinden sollten. Die richtige Reaktion ist jedoch nicht, auf von Sweat-Shops hergestellte Waren zu verzichten und stattdessen Inlandsprodukte zu bevorzugen. Die richtige Reaktion besteht darin, die extreme Armut zu beenden, die Ausbeutungsbetriebe zu begehrten Arbeitsplätzen macht.

Mythos 2: Wer Fairtrade-zertifizierte Produkte kauft, tut Gutes.

Die Fairtrade-Zertifizierung ist ein Versuch, Arbeitenden in armen Ländern höhere Löhne zu zahlen. Betriebe erhalten die Fairtrade-Zertifizierung, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, wie beispielsweise die Zahlung eines Mindestlohns, die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen usw.

Was allerdings weniger bekannt ist: Die meisten Produzierenden, die die Kriterien erfüllen können, stammen aus vergleichsweise wohlhabenden Ländern wie Mexiko und Costa Rica. Produzierende, die in armen Ländern wie Äthiopien arbeiten, schaffen es oft gar nicht, in die Nähe der Erfüllung dieser Kriterien zu kommen. Angesichts des Gesetzes des abnehmenden Ertrags bei Investitionen (siehe oben) bedeutet das: Wir tun also mehr Gutes, wenn wir unzertifizierten Kaffee aus Äthiopien statt Fairtrade-Kaffee aus Costa Rica kaufen.

Wir sollten auch beachten, dass Zwischenhändler beteiligt sind, die einen Teil des „Fairtrade-Preises“ einnehmen. Wir wissen meistens gar nicht, inwiefern der höhere Preis sich tatsächlich in höhere Löhne für die Familien und Arbeitenden der Fairtrade-Betriebe niederschlägt.

Darauf deuten auch Forschungsergebnisse hin, denn keine Studie konnte bisher aufzeigen, dass die Fairtrade-Zertifizierung das Leben von Landarbeitenden deutlich verbessert. Angesichts dessen gibt es also wenig altruistischen Grund, Fairtrade-Produkte zu kaufen.

Mythos 3: Lokales Einkaufen ist gut Kompensationsmaßnahmen nicht

MacAskill stellt klar, dass der Kauf von lokal produzierten Waren überbewertet ist. Warum? Nur 10 % des CO2-Fußabdrucks von Lebensmitteln werden vom Transport versursacht, während 80 % schon bei der Produktion entstehen. Das bedeutet, dass die Art der Lebensmittel, die wir konsumieren, eine viel größere Rolle spielt als die Frage, ob diese Lebensmittel lokal oder international produziert werden.

Unter Berücksichtigung dessen sind die effektivsten Möglichkeiten, deine Emissionen zu reduzieren:

  • deinen Fleischkonsum zu reduzieren (insbesondere Rindfleisch)
  • weniger zu reisen oder nachhaltige Transportmittel zu benutzen
  • weniger Strom und Gas im Haushalt zu verwenden

Allerdings erwähnt MacAskill auch, dass es effektiv möglich ist, Emissionen mit Kompensationen auszugleichen. Dabei schreibt er in seinem Buch, dass Cool Earth die effektivste Organisation ist, wenn es um die Kompensation von Treibhausgasemissionen geht.

Zu diesem Ergebnis kam MacAskill, indem er mithilfe seiner Organisation Giving What We Can hunderte Unternehmen überprüft hat. Cool Earth nutzt Spenden, um die wirtschaftliche Entwicklung von Gemeinden und indigenen Völkern im Regenwald voranzutreiben. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, ihre Lebensgrundlage zu verbessern, OHNE ihr Land an internationale Unternehmen verkaufen zu müssen und der Rodung des Regenwaldes zuzustimmen. Das bedeutet: Wenn du an Cool Earth spendest und effektives CO2-Kompensieren praktizierst, trägt dein Lebensstil nicht negativ zum Klimawandel bei.

Fazit

Wir beenden den Blogbeitrag, indem wir eine wichtige Frage beantworten: Was solltest du jetzt tun?

Als Antwort und Wegweiser haben wir drei Vorschläge für dich:

1. Mache regelmäßiges Spenden zu einer Gewohnheit

GiveWell ist eine Organisation, die MacAskill in seinem Buch mehrfach erwähnt. Auf deren Webseite findest du Informationen, die auf weltweit führenden Forschungsergebnissen basieren. Du erfährst, wo man am besten spenden sollte kostenlos und für alle zugänglich. Das bedeutet, du kannst nachsehen und herausfinden, welche Wohltätigkeitsorganisationen derzeit am effektivsten sind, und regelmäßig an sie spenden.

2. Melde dich für die Mailingliste von „Effective Altruism“ an (Englisch)

Auf diese Weise kannst du regelmäßig mehr erfahren und lernen, wie Menschen weltweit effektiven Altruismus gekonnt in die Praxis umsetzen.

3. Erzähle anderen von deinen Erkenntnissen und wie effektiver Altruismus funktioniert

Denn wenn du auch nur eine Person dazu bringen kannst, dieselben Veränderungen vorzunehmen wie du, gibt es bereits eine doppelte Wirkung.

Danke, dass du uns bei diesem Blogartikel bis zum Ende begleitet hast. Lasst uns gemeinsam besser Gutes tun! #onwards

Dein MAp-Team

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Buchempfehlung: „Gutes besser tun“ von William MacAskill

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