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In unseren MAp Client Stories treffen wir inspirierende, innovative Hoteliers und Hospitality-Profis, die wir mit unseren MAp-Services unterstützen und empowern dürfen. Wir sprechen über ihre Wege, ihre wichtigsten Learnings und das gewisse Etwas, das ihre Konzepte einzigartig macht.

Heute freuen wir uns darauf, das Gespräch mit Christine Karadar vom Hotel Masatsch zu führen. Christine leitet das Inklusionshotel in Kaltern, in dem Vielfalt nicht einfach Teil des Konzepts ist, sondern das Konzept selbst. Gemeinsam mit ihrem Team zeigt sie, wie soziale Nachhaltigkeit im Hotelbetrieb selbstverständlich gelingen kann: mit Haltung, mit Herz und mit Wirkung. 

Die Zusammenarbeit mit Masatsch war und ist uns eine große Freude!Durch eine inklusive Webseite und zielgerichtete Design- und Marketing-Leistungen schärfen wir die Botschaft, erhöhen die digitale Zugänglichkeit und machen sichtbar, was diesen Ort auszeichnet.

 
Untertitel
MAp Client Stories: Im Gespräch mit Christine Karadar, Gastgeberin im inklusiven Hotel Masatsch in Kaltern am See (Südtirol)
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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?
Paragraphs
Bei uns sind wirklich alle willkommen
– mit oder ohne Einschränkung.
Christine Karadar, Hotel Masatsch

Liebe Christine, vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst für unsere Client Story! Bevor wir in die Tiefe gehen: Wie bist du ins Masatsch gekommen? 

Christine: Ich habe das Hotel Masatsch schon lange mit Interesse verfolgt – einfach, weil mich fasziniert hat, wie dieses Konzept funktioniert. Dabei komme ich eigentlich aus ganz anderen Bereichen: Ich war im Eventmanagement tätig, habe aber auch im sozialen Bereich gearbeitet, mich dort um Themen wie Pflege und Inklusion gekümmert – also darum, wie Menschen mit Behinderung besser in den Alltag integriert werden können. 

Das Hotel Masatsch war für mich immer ein Paradebeispiel dafür, wie so etwas gelingen kann. Als ich gesehen habe, dass eine neue Leitung gesucht wird, habe ich mich beworben – und bekam die Stelle. 

Jetzt bin ich mitten drin in diesem besonderen Projekt, das auf den ersten Blick ein soziales ist, aber gleichzeitig auch ein ganz normales Hotel für alle Gäste. Bei uns sind wirklich alle willkommen – Menschen mit oder ohne Einschränkung, mit oder ohne Behinderung.

 

Im Masatsch wird Inklusion tagtäglich gelebt – ganz selbstverständlich und mit viel Feingefühl. Was macht diesen Ort für dich so besonders? Und was macht ihr anders als „klassische“ Hotels? 

Christine: Das Hotel Masatsch ist wirklich ein besonderer Ort – er hat etwas Energetisches, wenn ich das so sagen darf. Schon bevor ich hier gearbeitet habe, kam ich oft als Besucherin her, einfach um im Café zu sitzen oder im Restaurant etwas zu essen. Und jedes Mal hatte ich das Gefühl: Hier fühlt man sich einfach wohl. Dieser Platz hat seine eigene, positive Energie. 

Jetzt, wo ich mitten im Geschehen bin, spüre ich das jeden Tag noch stärker. Besonders macht diesen Ort vor allem die Arbeit mit unseren Mitarbeitenden mit Behinderung. Sie kommen mit einer Begeisterung und Freude zur Arbeit, die ansteckend ist. Das merkt man sofort, wenn man hierherkommt – etwa wenn mich unser Mitarbeiter an der Bar jeden Morgen mit einem Lächeln und einem Kaffee begrüßt und sagt: „Schön, dich zu sehen!“ 

Rund 40 Prozent unseres Teams – also etwa 30 Mitarbeitende insgesamt – sind Menschen mit Beeinträchtigung. Sie arbeiten in der Küche, im Service, im Housekeeping oder in unserem Gartenprojekt, in dem wir eigenes Gemüse anbauen. Natürlich ist das auch eine tägliche Herausforderung, denn wir begleiten, unterstützen und trainieren diese Menschen kontinuierlich. Vieles muss man immer wieder üben und wiederholen – fast wie in einer Schule. Aber genau das macht unsere Arbeit so wertvoll.

So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag
So gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag

Ihr habt ein vielfältiges Team mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten. Was braucht es, damit dieses Miteinander funktioniert und was können andere Hotels daraus lernen? 

Christine: Wer hier arbeitet, braucht vor allem eines: Verständnis – und ein echtes Interesse an Menschen. Denn unser Team ist bunt und vielfältig, mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen

Es braucht den Willen, andere zu begleiten, Wissen zu teilen und Dinge immer wieder gemeinsam zu üben, bis sie wirklich sitzen. Gerade die Teamleiterinnen und Teamleiter, unser Küchenchef oder die Verantwortlichen im Service leisten dabei enorm viel. Sie übernehmen nicht nur ihre klassische Rolle, sondern sind gleichzeitig Coaches, Motivatoren und Wegbegleiter. Das bedeutet, sie müssen Zeit geben, Geduld haben und individuell auf die Mitarbeitenden eingehen. 

Der Arbeitsrhythmus bei uns ist insgesamt etwas langsamer – und das ist gut so. Ich sage oft: Wer hier arbeitet, schaltet automatisch zwei Gänge zurück. Dieses Tempo schafft Raum für echtes Miteinander. Was andere Hotels daraus lernen können? Dass Inklusion kein Hindernis ist, sondern eine Bereicherung. 

Wenn man Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten eine echte Chance gibt, entsteht ein Arbeitsumfeld, das von Geduld, Empathie und gegenseitigem Respekt geprägt ist – und genau das spüren auch die Gäste.

 

Viele Hotels möchten inklusiver werden, tun sich aber schwer mit dem ersten Schritt. Was sind aus deiner Sicht die häufigsten (Denk-)fehler – und worauf kommt es wirklich an? 

Christine: Für mich bedeutet soziale Nachhaltigkeit, Menschen mit Behinderung nicht nur einzubeziehen, sondern ihnen echte Chancen zu geben. Ich glaube, der häufigste Denkfehler liegt darin, dass viele Betriebe Inklusion als Zusatzaufgabe sehen, als etwas, das „on top“ kommt. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Haltung. Es braucht die Bereitschaft, offen zu sein, Geduld zu haben und Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn man diesen Schritt wagt, verändert sich etwas Grundsätzliches: im Team, im Umgang miteinander und letztlich auch im Betriebsklima. Das ist für mich gelebte soziale Nachhaltigkeit.

 

Gab es einen spezifischen Moment, in dem du gespürt hast: Genau deshalb machen wir das? Eine Begegnung, ein Feedback, ein Erlebnis, das dir im Herzen geblieben ist? 

Christine: Oh ja, da fällt mir gleich ein Moment aus diesem Sommer ein. Wir hatten eine große Gruppe aus Deutschland zu Gast – die Pfennigparade, eine Stiftung, die Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen begleitet. Insgesamt waren über 20 Personen zwei Wochen bei uns im Haus, fast ausschließlich hier im Hotel. Das war eine Herausforderung, aber auch eine sehr besondere Erfahrung. 

Am letzten Abend hat die Gruppe für uns eine kleine Abschiedsfeier organisiert. Dabei war ein Mädchen, vielleicht neun Jahre alt, das am ersten Tag gar nicht laufen konnte. Sie kam mit einer Gehhilfe und war stark eingeschränkt. Am letzten Abend ist sie dann plötzlich ohne Hilfe auf mich zugegangen, ganz stolz, mit einem kleinen Dankesbrief für das ganze Team. 

Sie hat mir den Brief gegeben und gesagt, dass das die schönsten zwei Wochen seit Langem für sie waren. Das war ein Moment, der uns allen sehr naheging. In solchen Momenten weiß ich: Genau dafür machen wir das. 

Und solche Momente zeigen uns immer wieder, dass sich der Einsatz lohnt – und dass wir hier etwas schaffen, das wirklich einen Unterschied macht.

 

Danke, dass du das mit uns geteilt hast! Nun zum Abschluss wie immer unsere Quick 5 – fünf kurze Fragen, die in keiner MAp Client Story fehlen dürfen:

  • Ein Hotel das dich inspiriert: Hotel Frida am Wald
  • Ein Buch oder eine Ressource, das alle lesen sollten, die nachhaltiger werden wollen: Da muss ich leider passen.
  • Eine Destination, die auf deiner To-travel-Liste steht: Kirgisistan, da will ich unbedingt mal hin.
  • Ein Zitat, nach dem es sich zu leben lohnt: „Gehe vertrauensvoll in die Richtung deiner Träume. Lebe das Leben, das du dir vorgestellt hast. Wenn du dein Leben vereinfachst, werden auch die Gesetze des Lebens einfacher.“ – Henry David Thoreau, aus „Walden“ (1854).
  • Dein größter Wünsch für die Zukunft: Ein Leben voller Erlebnisse und Begegnungen – erfüllt, lebendig und getragen von guter Gesundheit und echten Freundschaften.

Über Christine Karadar

Christine ist die Direktorin des Hotel Masatsch in Kaltern, Südtirol. Sie bringt Erfahrung aus dem Eventmanagement und der sozialen Arbeit mit – und führt mit einer klaren Überzeugung: an Menschen zu glauben, Inklusion zu leben und neue Wege mutig zu gehen.

Hotel Masatsch ist ein barrierefreies Hotel in Kaltern Südtirol in der Nähe des schönen Kalterersee st ein einzigartiges barrierefreies und behindertengerechtes Hotel. Das Inklusionshotel ist auf Urlaub mit Rolli spezialisiert und garantiert unvergessliche behindertengerechte Ferien in Südtirol.

Free Download

Free Download The Sustainable Hotel Insights. 6 Prinzipien um als Hotel sozial nachhaltig(er) zu werden.

In diesem kostenlosen Leitfaden erhältst du eine kompakte Einführung in soziale Nachhaltigkeit im Hotel – klar und direkt anwendbar. Die 6 Prinzipien zeigen konkrete Schritte für Gäste und Team – von inklusiver Gastfreundschaft bis zu ganzheitlicher Barrierefreiheit.

Plus: eine kurze Best Practice, Fakten und Ressourcen für deinen sofortigen Start.

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Wie gelingt soziale Nachhaltigkeit im Hotelalltag – jenseits von Symbolik und Sonntagsreden?

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Wir freuen uns, dieses MAp meets mit unserem MAp Boutique Consultancy Team-Mitglied Lisa Flora zu führen. Lisa Flora ist seit April 2023 Teil des MAp-Teams und hat Ende 2023 ihre Masterarbeit (Studiengang Nachhaltige Regional- und Destinationsentwicklung) mit dem Titel „Die Gestaltungsmöglichkeiten des ruralen Raums, in einer urbanisierten Welt.“ erfolgreich verteidigt #wohoooo.

Im Zuge ihrer Abschlussarbeit an der Universität Innsbruck und UMIT Hall, hat sich Lisa Flora intensiv mit den Entwicklungsmöglichkeiten des ländlichen Raums beschäftigt und im Zuge dessen erforscht, inwiefern sich Lebensentwürfe Jugendlicher und aktuell herrschende technische Trends auf das relative Wettbewerbsverhältnis von Stadt und Land in Deutschland auswirken.

Untertitel
MAp spricht mit unserem Team-Mitglied Lisa Flora darüber, wie ländliche Gemeinden mithilfe von Technologie auf die Zukunftswünsche Jugendlicher reagieren, und somit an Attraktivität gewinnen können.
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Technology as a driving force for positive rural community development MAp Boutique Consultancy MAp meets Lisa Flora Buchauer
Paragraphs

Liebe Lisa Flora, noch einmal ein großes GRATULATIERE zum Masterabschluss deines Studiums der nachhaltigen Regional- und Destinationsentwicklung! Kannst du uns kurz einen Einblick geben, wie du an dieses große Nachhaltigkeits-Thema „Attraktivierung des ruralen Raums für junge Menschen“ methodisch herangegangen bist?

Lisa Flora: Vielen Dank und gerne! Für mich war klar, dass ich als erstes Aussagen von Jugendlichen in ganz Deutschland analysieren möchte. Deshalb habe ich Jugendstudienanalysen durchgeführt. Das Ziel dabei war zu erfahren: was ist jungen Menschen zwischen 12 und 25 Jahren für ihre Zukunftsplanung besonders wichtig? Mit den daraus gewonnenen Informationen habe ich anschließend eine systematische Literaturanalyse durchgeführt und mich auf technologische Trends, den ländlichen Raum und die Wünsche von Jugendlichen fokussiert. Das ist die Kurzversion, denn eine Masterarbeit besteht aus vielen methodischen Einzelschritten, die für unsere Leserinnen vermutlich nicht so spannend sind. Aber es gilt auch hier unser MAp-Mantra: #SchrittfürSchritt

Jetzt sind wir natürlich gespannt auf die Antwort! Was wünschen sich junge Menschen in Deutschland für ihre Zukunft? Oder was erwarten sie sich?

Lisa Flora: Jugendlichen in Deutschland scheinen in der Zukunft drei Aspekte ganz besonders wichtig zu sein: Flexibilität, Sozialleben und Lebensstandard. Alle drei Punkte sind sowohl auf den privaten Alltag, als auch auf das Berufsleben bezogen. Aktuell kann man beobachten, dass junge Menschen das Gefühl haben, diese Vorstellungen hauptsächlich in einer Stadt oder im städtischen Raum verwirklichen zu können. Ländliche Gemeinden werden deshalb von jungen Menschen als Wohnort leider immer weniger in Betracht gezogen.

Eine Zwischenfrage Lisa Flora, wieso hast du deine Masterarbeit in Deutschland angesiedelt?

Lisa Flora: Das Thema betrifft natürlich viele! Aber in Deutschland finde ich es ganz besonders interessant, weil hier länderübergreifend seit den 90er Jahren aktiv versucht wird, eine Gegenbewegung zur Landflucht in Gang zu setzen. So wurde beispielsweise probiert, mit dem sogenannten Raumordnungsprogramm gleichwertige Lebensverhältnisse und Möglichkeiten für Stadt und Land herzustellen. - Der große Erfolg davon ist allerdings ausgeblieben. Da fand ich es spannend herauszufinden, wie man zukünftig mithilfe von Technologie an diese Ziele anknüpfen könnte. Die Ergebnisse sind aber durchaus auch auf vergleichbare Länder wie beispielsweise Österreich anwendbar.

Warum war es dir wichtig, die Dynamiken des ländlichen Raums in einer urbanisierten Welt zu erforschen und besser zu verstehen? Welche Bedeutung hat dieses Thema für die Gesellschaft und vor allem für zukünftige Entwicklungen?

Lisa Flora: In Zeiten, in der städtische Zentren verstärkt im Fokus stehen, gerät der ländliche Raum zunehmend in den Hintergrund. Wir sehen, dass dies in den letzten Jahren zu einer Negativspirale geführt hat: Mit abnehmender Bevölkerungsdichte wird das Infrastrukturnetz am Land tendenziell „löchriger“. Das wiederum hat zur Folge, dass viele ländliche Gemeinden mit dem Rückgang von Bildungsmöglichkeiten, gastronomischen Einrichtungen sowie dem Schließen von Arztpraxen und Polizeistationen kämpfen. Und das stimmt die Menschen vor Ort unzufrieden, weshalb viele die Lösung erst recht in einem Umzug in die Stadt sehen.

Für die Zukunft sehe ich es als ausschlaggebend, dass sich an dieser Trendbewegung etwas ändert. Zum einen im Sinne der sozialen Kohäsion, damit es eine ausgewogene und gerechte Gesellschaft gibt, in der alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrem Wohnort Zugang zu den gleichen Ressourcen, Dienstleistungen und Möglichkeiten haben. Und zum anderen, um eine diverse Wirtschaftsstruktur und Bewahrung kultureller Identitäten zu gewährleisten. - Aber die Liste ist lang und vielfältig!

Eine erfolgreiche Dorfentwicklung besteht heutzutage darin, Technologie nicht nur als Infrastruktur,
sondern als Impulsgeber für soziale Interaktion, Bildung und berufliche Möglichkeiten zu nutzen.
@LisaFloraBuchauer via @weareMAp

Inwiefern spielen technologische Trends eine Rolle in der Entwicklung von ländlichen Gemeinden?

Lisa Flora: In den letzten Jahren hat der technologische Fortschritt unser tägliches Leben stark beeinflusst, egal ob am Land oder in der Stadt. Wir haben Technologien so sehr in unseren Alltag integriert, dass die vielen dadurch entstandenen Möglichkeiten kaum noch aus dem Alltag wegzudenken sind. Besonders Jugendliche stellen dadurch auch vollkommen neue Anforderungen an ihren Wohnort.

Wie bereits erwähnt ist es allerdings so, dass vielfach in ruralen Gebieten in Deutschland, die Infrastruktur – auch die digitale – nicht so gut ist wie in der Stadt und man somit nicht mit dem städtischen Angebot mithalten kann.

Zusammengefasst heißt das: Eine erfolgreiche Dorfentwicklung besteht heutzutage darin, Technologie nicht nur als Infrastruktur, sondern als Impulsgeber für soziale Interaktion, Bildung und berufliche Möglichkeiten zu nutzen. Durch die Integration von Technologien, die die individuellen Wünsche und Träume der zukünftigen Generationen reflektieren, können ländliche Gemeinden nicht nur attraktiver, sondern auch besser auf die Bedürfnisse der Zukunft zugeschnitten werden.

Spielt das Thema Nachhaltigkeit auch eine Rolle in Bezug auf deine Forschungsergebnisse?

Lisa Flora: Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine ganz entscheidende Rolle im Kontext des ländlichen Raums und ist von großer Bedeutung für dessen langfristige Entwicklung. Meine Forschungsergebnisse betonen allerdings vor allem den sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit. Jugendlichen scheint es für die persönliche Zukunft besonders wichtig zu sein, an einem Ort zu leben, der soziale Gerechtigkeit fördert, die Gemeinschaft stärkt und Initiativen bietet, welche die Lebensqualität verbessern. Stets im Kontext von technologischen Angeboten und Möglichkeiten.

Wie können die Erkenntnisse deiner Masterarbeit in die Praxis umgesetzt werden? Welche Top 5 Maßnahmen, können konkret ergriffen werden, um die Attraktivität und Entwicklung des ländlichen Raums durch Technologie für Jugendliche attraktiver zu gestalten?

Lisa Flora: Was mich an meiner Arbeit freut, ist, dass ich konkrete Umsetzungsbeispiele eruieren konnte. Schon mit simplen Maßnahmen können ländliche Gebiete für junge Menschen aufgewertet werden.

Meine Top 5 Empfehlungen für ländliche Gemeinden sind:

1. Förderung der sozialen Infrastruktur durch Technologie:

Einführung digitaler Plattformen für Informationen, Ankündigungen, Abstimmungen und Koordination von Gemeinschaftsaktivitäten und Nachbarschaftshilfen.

2. Verbesserung der Mobilität durch technologiebasierte Lösungen:

Einführung koordinierter Mobilitätsangebote, die sich über eine App steuern lassen. Insbesondere Kombi-Ticket-Angebote wirken attraktivitätssteigernd (Kombinieren von Car-Sharing, Bussen, E-Fahrrädern usw.). Bei digitaler Routenplanung immer auch barrierefreie Routen (Rollator- und Rollstuhlgeeignet, etc.) anbieten. Für eine umfassende Zugänglichkeit aller.

3. Schaffung flexibler Arbeitsmöglichkeiten und Co-Working Spaces:

Bereitstellen von kreativen Arbeitsplätzen (Co-Working-Spaces), um Menschen mit (immer häufiger vorkommenden) flexiblen Arbeitsmodellen anzusprechen. Aktive Bewerbung des ländlichen Raums als attraktiven Ort für „Workation“ zieht junge Menschen ebenfalls stark an.

4. Digitales Erzählen an geschichtsträchtigen Orten:

Integration von Technologie, um Geschichten und Informationen an historisch bedeutsamen Orten zugänglich zu machen. Der spielerische Informationsaustausch generiert Interesse vieler junger Menschen. Verwendung von QR-Codes, um Hintergrundinformationen bereitzustellen und die Geschichte eines Ortes/einer Straße zu betonen. (Bspw.: Warum heißt die Jägergasse so wie sie heißt und was stand früher an dieser und jener Straßenecke?)

5. Generationsübergreifende Technologiezugänglichkeit:

Junge Menschen möchten an ihrem Wohnort das Gefühl haben, auch im Alter glücklich sein zu können. Deshalb: Schaffung von inklusiven Technologielösungen, die für alle Altersgruppen zugänglich sind; Bereitstellung von Technikkursen, insbesondere für ältere Menschen, um ihre technologische Kompetenz zu verbessern. Schrittweise und in Absprache mit der Gemeinschaft erfolgende Einführung von Technologien für eine nahtlose Integration.

Technologie als Impulsgeber für attraktive Dorfentwicklung

Bildquelle: Lisa Flora Buchauer

Natürlich darf unsere abschließende MAp meets Frage auch heute nicht fehlen: Was macht für dich persönlich ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis aus?

Lisa Flora: Für mich persönlich macht ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis vor allem ein „bestimmtes Bauchgefühl“ aus. Wenn ich schon beim ersten Betreten des Hotels ein positives Gefühl verspüre, weiß ich, dass es etwas Besonderes ist.

Ein einzigartiges Hotelerlebnis für mich ist also ein Ort, der eine emotionale Verbindung schafft. Und so eine emotionale Verbindung entsteht für mich beispielsweise durch das Angebot verschiedener lokaler Erlebnisse, oder das kreative Darstellen der Hotelgeschichte in Gängen / auf der Webseite.

Und ich muss gestehen: über die klassische kleine Schokolade auf dem Bettkissen freue ich mich natürlich auch -bestenfalls aus lokaler Produktion ;-)

Über Lisa Flora Buchauer:

Lisa Flora ist gebürtige Innsbruckerin. Durch ihr dortiges Bachelorstudium in Soziologie und das Masterstudium in Nachhaltiger Regional- und Destinationsentwicklung ist ganzheitliche Nachhaltigkeit für sie zu einer Herzensangelegenheit geworden. Heute lebt sie in Zürich und ist nicht nur eine Expertin für Nachhaltigkeit, sondern auch eine leidenschaftliche Kaffeeenthusiastin und Velofahrerin. Vernetze dich mit Lisa Flora auf LinkedIn

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Technologie als Impulsgeber für attraktive Dorfentwicklung MAp Boutique Consultancy MAp meets Lisa Flora Buchauer

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Heute sprechen wir mit Johannes Melin, dem technischen Vertriebsexperten bei Orbital Systems.

Das Unternehmen entwickelt innovative Produkte wie Duschen und Wasserhähne, die den Wasser- und Energieverbrauch reduzieren. Lasst uns gemeinsam entdecken, wie Orbital Systems den Wandel für das Wasser von morgen anführt.

Untertitel
MAp meets Johannes Melin - Technischer Vertriebsexperte bei Orbital Systems.
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How hotels can reduce their water and energy consumption with Orbital Systems MAp Boutique Consultancy
Paragraphs

Lieber Johannes, vielen Dank für deine Zeit! Zu Beginn, erzähl uns bitte ein wenig über Orbital Systems und eure „Mission“.

Johannes: Orbital Systems ist ein innovatives Unternehmen mit der Mission, Wassergeräte intelligenter und effizienter zu machen. Unsere Produkte sind darauf ausgelegt, Wasser und Energie zu sparen, ohne dabei das Benutzererlebnis zu beeinträchtigen. Heute liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch in der westlichen Welt bei über 100 Litern pro Person und Tag! Unser Ziel bei Orbital ist es, diesen Verbrauch auf 20 Liter pro Tag zu reduzieren.

Was hat den Gründer von Orbital Systems, Mehrdad Mahdjoubi, dazu inspiriert das Unternehmen zu gründen? Welche großen Probleme wollte er lösen?

Johannes: Als Student an der Universität Lund nahm Mehrdad an einer akademischen Zusammenarbeit mit der NASA teil. Die hatten das Ziel, Wege zur Erhaltung des Lebens auf dem Mars durch innovative Wassernutzung zu finden. Dabei erkannte er, dass die bahnbrechenden Ideen die für den Weltraum entwickelt wurden, auch unser Wassermanagement auf der Erde revolutionieren könnten! Frischwasser ist eine endliche Ressource und die Knappheit wird weltweit zunehmend besorgniserregend. Deshalb liegt unser Hauptaugenmerk auf der Entwicklung von Technologien, die eine intelligentere Nutzung von Wasser ermöglichen.

Unsere fortschrittlichen Duschsysteme sind so konzipiert, dass sie den Wasserverbrauch drastisch reduzieren, ohne auf Komfort oder Leistung zu verzichten. Durch den Einsatz von Orbital-Duschen in Hotels, Wohnhäusern und Unternehmen können wir den weltweiten Wasserverbrauch erheblich senken.

Kannst du uns mehr über eure Produkte erzählen? Was macht sie so innovativ und für wen sind sie ideal geeignet?

Johannes: Orbital Systems spezialisiert sich auf Wasser- und energiesparende Produkte, die Nachhaltigkeit, innovative Technologie und Design vereinen. Unsere Hauptprodukte nutzen Kreislauftechnologie, um den Wasser- und Energieverbrauch um 50-100% zu reduzieren, während sie gleichzeitig ein erstklassiges Benutzererlebnis mit hohem Wasserdruck und konstanter Temperatur bieten.

Das skandinavische Design zeigt sich in unserem minimalistischen, funktionalen und ästhetisch ansprechenden Ansatz, der sicherstellt, dass unsere Produkte nicht nur effizient arbeiten, sondern auch die optische Attraktivität jedes Raumes erhöhen. Diese Produkte sind ideal für umweltbewusste Verbraucher, Hotels, Spas, Fitnesscenter und private Hausbesitzerinnen, die sowohl Nachhaltigkeit als auch Design schätzen.

Wenn Du auf die Zusammenarbeit mit Hotels zurückblickst und wie ihr sie auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt habt: Was war deine größtes Aha?

Johannes: Viele Hotels sind sich gar nicht bewusst, wie viel sie für das Wasser und die Energie zahlen, die ihre Duschen verbrauchen! Wenn wir die Möglichkeit haben, ihre Zahlen zu überprüfen, sind sie oft sehr überrascht, wenn sie das Einsparpotenzial erkennen, das durch die Installation unserer Produkte erreicht werden kann.

Wir haben auch gelernt, dass Hotelgäste eher nicht bereit sind, ihr Verhalten aktiv zu ändern, um Wasser und Energie zu sparen. Wenn sie für einen Hotelaufenthalt bezahlen, nutzen sie die Dusche oft viel mehr als zu Hause. Dies gilt besonders für 4- und 5-Sterne-Hotels, in denen der Wasserverbrauch sehr hoch sein kann.

Um den Bedürfnissen der Hotelbranche besser gerecht zu werden, haben wir deshalb ein Finanzierungsmodell eingeführt, bei dem die Kosten zwischen der Eigentümergesellschaft und der Betreiberfirma aufgeteilt werden können. Die Eigentümerin zahlt einen Betrag, der den Kosten eines herkömmlichen hochwertigen Duschsystems entspricht, während der Betreiber eine monatliche oder jährliche Gebühr für einen Serviceplan zahlt, der Verbrauchsmaterialien und eine 10-jährige Garantie umfasst.

Mit diesem Modell werden die Betriebskosten pro Zimmer sofort niedriger als bei einer herkömmlichen Dusche. Heutzutage sprechen die Menschen immer mehr über Wassereinsparung, aber gehen trotzdem nicht unbedingt smarter mit Wasser um.

Viele Hotels sind sich gar nicht bewusst, wie viel sie für das Wasser und die Energie zahlen, die ihre Duschen verbrauchen!
Wenn wir die Möglichkeit haben, ihre Zahlen zu überprüfen, sind sie oft sehr überrascht, wenn sie das Einsparpotenzial erkennen, das durch die Installation unserer Produkte erreicht werden kann.
@JohannesMelin via @weareMAp

Was sind deine drei wichtigsten Empfehlungen zum Wassersparen?

Johannes:

1. Verkürze deine Duschzeit (oder installiere eine Orbital-Dusche :-) ).

2. Sei smart: Drehe den Wasserhahn ab, während Du Deine Zähne putzt, fülle die Spülmaschine vollständig und halte kaltes Trinkwasser in einem Krug im Kühlschrank.

3. Installiere Dual-Flush-Toiletten oder noch besser, den Orbital-Tap, für bis zu 100% Grauwassernutzung vom Waschbecken zur Toilettenspülung.

Hast Du Empfehlungen für Hoteliers, wie sie ihre Reise zur Nachhaltigkeit beginnen oder vorantreiben können?

Johannes: Engagiere eine Fachperson, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, um den aktuellen Zustand zu analysieren und Bereiche mit großem Verbesserungspotenzial zu identifizieren.

Wichtige Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit umfassen immer:

1. Implementierung energieeffizienter Lösungen

2. Reduzierung des Wasserverbrauchs

3. Eine Minimierung von Abfall

4. Eine Auswahl an biologischen und lokal bezogenen Lebensmitteln

Und wie immer, unsere abschließende MAp meets Frage: Was macht für dich persönlich ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis aus?

Johannes: Frisch gebackenes Brot zum Frühstück, ein bequemes Bett in einem kühlen und ruhigen Zimmer und natürlich eine lange und erfrischende Dusche ohne unnötige Verschwendung von Wasser und Energie.

Wie Hotels ihren Wasser-und Energieverbrauch mit Orbital Systems reduzieren können
Wie Hotels ihren Wasser-und Energieverbrauch mit Orbital Systems reduzieren können
Wie Hotels ihren Wasser-und Energieverbrauch mit Orbital Systems reduzieren können
Wie Hotels ihren Wasser-und Energieverbrauch mit Orbital Systems reduzieren können

Über Orbital Systems:

Orbital Systems ist ein schwedisches Unternehmen, das sich auf innovative wasser- und energiesparende Lösungen spezialisiert hat, die Nachhaltigkeit mit skandinavischen Designprinzipien verbinden. Zu ihren Hauptprodukten gehören die Orbital-Dusche, die als "Erste Kreislaufdusche der Welt" beschrieben wird, und der kürzlich eingeführte Orbital-Tap. Beide nutzen modernste Kreislauftechnologie, um den Wasser- und Energieverbrauch erheblich zu reduzieren, ohne den Komfort oder die Leistung zu beeinträchtigen. Diese Produkte sind für umweltbewusste Verbraucher, Hotels, Spas, Fitnesscenter und private Hausbesitzerinnen konzipiert, die sowohl Nachhaltigkeit als auch Ästhetik schätzen.

Das Engagement von Orbital Systems für Wassereinsparung zeigt sich in der Fähigkeit ihrer Produkte, Wasser zu reinigen und wiederzuverwenden, wodurch jährlich zehntausende Liter Wasser pro Person eingespart werden können.

Die Lösungen des Unternehmens wurden an verschiedenen Standorten in Europa installiert, darunter Hotels und private Unterkünfte.

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Wie Hotels ihren Wasser-und Energieverbrauch mit Orbital Systems reduzieren können MAp Boutique Consultancy

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Heute freuen wir uns sehr, dieses MAp meets mit Luise Weinert, Bachelor-Studentin der Fachhochschule Graubünden zu führen. Luise war das letzte Jahr über unsere Mentee und hat sich entschlossen, ihre Bachelor-Thesis dem Thema der Nachhaltigkeits-Kommunikation zu widmen. Im September 2023 hat sie ihre Arbeit mit dem Titel äußerst erfolgreich und mit der höchsten Punktezahl verteidigt.

Als Auftraggeberin und Co-Advisor dieser Arbeit sind wir darüber natürlich sehr erfreut. Wir möchten an dieser Stelle uns herzlich bei Dr. rer. soc. Lena Pescia, Dozentin für Tourismusmanagement an der Fachhochschule Graubünden und Advisor der Thesis für die großartige Zusammenarbeit bedanken. Ein großes Danke geht auch an Riccarda Ryffel, Leiterin des Mentoringprogramm der FHGR, mit der wir seit Jahren erfolgreich kooperieren.

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MAp trifft Luise Weinert, Studentin der Fachhochschule Graubünden zum Thema Nachhaltigkeitskommunikation in der Hotellerie.
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This is how you communicate sustainability to your hotel guests.
Paragraphs

Liebe Luise, wir gratulieren dir zu deiner hervorragenden Arbeit und dem erfolgreichen Abschluss deines Studiums. Was hat dein Interesse geweckt, deine Bachelorarbeit dem Thema Nachhaltigkeitskommunikation in der unabhängigen Hotellerie zu widmen?

Luise: Vielen Dank! Ich habe große Freude am Durchstöbern von Hotelwebseiten und der Informationsrecherche über potenzielle Reiseunterkünfte. Diese Leidenschaft nahm während meiner Tätigkeit als Flugbegleiterin ihren Anfang, als ich regelmäßig in Hotels verweilte und dadurch ein wachsendes Interesse für diese Branche entwickelte. Während des Mentoringprogramms erzählte mir Magdalena dann davon, dass Hoteliers häufig nicht genau wissen, wie sie über Nachhaltigkeit kommunizieren sollten. Diese Erkenntnis hat nicht nur meine Neugier geweckt, sondern auch den Wunsch in mir verstärkt, mehr über die spezifischen Schwierigkeiten und Chancen zu erfahren, denen vor allem die unabhängige Hotellerie in diesem Bereich gegenüberstehen.

Was war das Ziel deiner Studie und mit welchem Ansatz und/oder welchen Methoden hast du versucht deine Destination zu erreichen?

Luise: Das Ziel meiner Bachelorarbeit war es, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die Hoteliers dabei unterstützen können, ihre Nachhaltigkeitsinitiativen erfolgreich zu kommunizieren. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich verschiedene Schritte unternommen. Zunächst analysierte ich Webseiten von Hotels auf nachhaltigen Buchungsplattformen, um einen ersten Einblick in die aktuelle Kommunikation zu erhalten. Im nächsten Schritt führte ich qualitative Interviews mit Mitarbeitenden von Hotels durch, um tiefergehende Einblicke in die Hintergründe der Nachhaltigkeitskommunikation zu erhalten, darunter Schwierigkeiten oder bereits erfolgreich umgesetzte Nachhaltigkeitsmassnahmen in der Kommunikation. Um die gewonnenen Erkenntnisse zu überprüfen und auf eine größere Anzahl von Hotels zu übertragen, führte ich im Anschluss eine kurze Umfrage durch. Als weiteren methodischen Schritt führte ich zudem zwei Expertinneninterviews durch, um zusätzliche Inputs für die Entwicklung praktischer Handlungsempfehlungen zu erhalten. Durch diese methodischen Schritte erlangte ich einen umfassenden Einblick in die aktuellen Hürden und Schwierigkeiten im Bereich der Nachhaltigkeitskommunikation. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse konnte ich anschließend praxisnahe Handlungsempfehlungen ableiten.

Welche Schwierigkeiten haben unabhängige Hotels bei der Kommunikation ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen? Wo hast du Hürden und Herausforderungen festgestellt?

Luise: Gemäß meiner Recherche ergibt sich als wesentliche Herausforderung für Hoteliers ein deutlicher Mangel an Ressourcen, insbesondere in Bezug auf Zeit und Personal. Diese begrenzten Ressourcen stellen eine erhebliche Barriere dar, wenn es darum geht, sich intensiv mit der Kommunikation von Nachhaltigkeitsinitiativen auseinanderzusetzen. Eine weitere bedeutende Schwierigkeit liegt in der übersichtlichen Präsentation der zahlreichen Nachhaltigkeitsinitiativen. Viele Hotels haben bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, aber die klare Kommunikation dieser Initiativen gestaltet sich als Herausforderung. Es stellt sich die Frage, wie Hotels die Vielfalt ihrer nachhaltigen Anstrengungen verständlich und ansprechend für ihre Gäste darstellen können. Zusätzlich dazu stehen Hoteliers vor der Entscheidung, welche konkreten Maßnahmen sie überhaupt kommunizieren sollten. Angesichts der vielen Nachhaltigkeitsinitiativen kann die Auswahl komplex sein, da Hotels sicherstellen müssen, dass ihre gewählten Schwerpunkte den Erwartungen ihrer Zielgruppen entsprechen.

Viele Hotels sind sich gar nicht bewusst, wie viel sie für das Wasser und die Energie zahlen, die ihre Duschen verbrauchen!
Wenn wir die Möglichkeit haben, ihre Zahlen zu überprüfen, sind sie oft sehr überrascht, wenn sie das Einsparpotenzial erkennen, das durch die Installation unserer Produkte erreicht werden kann.
@JohannesMelin via @weareMAp

Wie können unabhängige Hotels eine authentische und glaubwürdige Kommunikation ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen sicherstellen? ODER Welche Möglichkeiten gibt es, die Nachhaltigkeitsmassnahmen emotional zu kommunizieren und die Hotelpersönlichkeit einzubringen?

Luise: Um eine authentische und glaubwürdige Kommunikation zu gewährleisten, empfehle ich Hoteliers, konkrete Zahlen und Fakten zu präsentieren, um ihre Nachhaltigkeitsinitiativen zu untermauern. Dies könnte beispielsweise die genaue Angabe der Herkunft der Lebensmittel oder den Anteil an Bio-Lebensmitteln umfassen. Solche spezifischen Informationen verleihen der Kommunikation eine solide Grundlage und ermöglichen es den Gästen, die tatsächlichen Auswirkungen der Nachhaltigkeitsbemühungen nachzuvollziehen. Des Weiteren ist es ratsam, eine transparente Darstellung der Entwicklung vorzunehmen. Indem Fortschritte visuell aufgezeigt werden, wird nicht nur das Engagement des Hotels verdeutlicht, sondern auch Gästen ermöglicht, die positive Entwicklung der Nachhaltigkeitsinitiativen nachzuvollziehen. Solch eine visuelle Transparenz schafft nicht nur Vertrauen, sondern erlaubt es auch den Gästen, aktiv am Nachhaltigkeitsfortschritt teilzuhaben. Falls das Hotel CO2-Emissionsdaten erfasst hat, sollten diese Informationen unbedingt geteilt werden. Dies nicht nur im Sinne der Authentizität der Nachhaltigkeitsbemühungen, sondern auch als Möglichkeit für Gäste, bewusste Entscheidungen zu treffen. Die Offenlegung von CO2-Emissionsdaten gibt den Gästen Einblick in die ökologischen Auswirkungen ihres Aufenthalts und ermöglicht es ihnen, eine informierte Wahl zu treffen.

Welches sind deine Top 3 Empfehlungen für Hotelierinnen, um Nachhaltigkeitsmassnahmen klar, übersichtlich und trotzdem authentisch gegenüber ihren Gästen zu kommunizieren?

Luise: Eine besonders herausfordernde Aufgabe für Hotels besteht in der klaren Darstellung ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen. In diesem Zusammenhang empfehle ich den Hoteliers, auf ihren Webseiten eine spezielle Unterseite für Nachhaltigkeitsthemen zu integrieren. Auf dieser Unterseite können die verschiedenen Maßnahmen geordnet werden, beispielsweise nach sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen der Nachhaltigkeit oder chronologisch. Durch diese übersichtliche Struktur wird es den Gästen erleichtert, relevante Informationen zu finden und sich umfassend zu informieren.

Zudem schlage ich vor, dass Hotels ihre einzigartige Persönlichkeit in der Kommunikation hervorheben. Unabhängige Hotels tragen häufig eine besondere Persönlichkeit und Individualität, die sie einzigartig macht. Diese charakteristischen Merkmale spiegeln sich nicht nur im Hotel selbst wider, sondern auch in seiner Geschichte im Bereich der Nachhaltigkeit. In diesem Zusammenhang könnten Hotels ihre eigene Geschichte erzählen, um ihre Einzigartigkeit zu betonen. Dies könnte beispielsweise beinhalten, warum Nachhaltigkeitskommunikation für unabhängige Hotels persönlich von großer Bedeutung ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Hotels für Gäste greifbare und konkrete Informationen kommunizieren. Effektiv kann dies geschehen, indem Hotels über konkrete Maßnahmen sprechen, die den Gästen unmittelbare Vorteile bringen oder sie direkt betreffen. Beispiele hierfür könnten nachhaltige Transportmöglichkeiten, gesundheitsfördernde Aspekte oder Maßnahmen im Bereich Energie und Wasser sein. Durch die Fokussierung auf greifbare Aspekte wird die Kommunikation nicht nur transparenter, sondern auch relevanter und ansprechender für die Gäste.

Wie immer, unsere abschließende MAp meets Frage: Was macht für dich persönlich ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis aus?

Luise: Ich schätze es besonders, wenn ein Hotel nicht nur ein Ort zum Übernachten ist, sondern auch die Geschichten der Region und des Hotels selbst erzählt. Zum Beispiel liebe ich es, wenn lokale Lebensmittel in den Angeboten des Hotels präsent sind oder wenn die Zimmer mit Kunstwerken aus der Region gestaltet sind. Solche Details verleihen dem Aufenthalt eine besondere Note und ermöglichen es mir, nicht nur Gast, sondern auch Teil der lokalen Kultur und Atmosphäre zu sein.  

Über Luise Weinert:

Luise ist im Schwarzwald aufgewachsen und lebt seit 2017 in der Schweiz . Sie hat im Herbst 2023 ihren Bachelor in Tourismus mit dem Schwerpunkt Service Design an der FH Graubünden abgeschlossen. Während ihres Teilzeitstudiums war sie als Flugbegleiterin für eine Schweizer Airline tätig. Seit Oktober 2023 absolviert sie ein Hochschulpraktikum in einem Digitalisierungsprojekt bei den Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Verbinde dich HIER mit Luise über LinkedIn.

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So kommunizierst du Nachhaltigkeit gegenüber deinen Hotelgästen.

Comments

Astrid Scheerer

Sehr gute und interessante Ausführung Luise

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Als wir The Sustainable Hotel ins Leben gerufen haben, haben wir festgestellt, dass eines der größten Probleme für unabhängige Hotels, die sich um mehr Nachhaltigkeit bemühen, darin besteht, zuverlässige Partnerinnen und Lieferanten zu finden. Deshalb freuen wir uns, dass wir uns heute mit Jonas Fegers vom deutschen Unternehmen Royfort zusammensetzen können, das Bettwaren und Frottierprodukte für den perfekten Schlaf und Wellness anbietet.

Was uns an diesem MAp-Meets am meisten begeistert, ist Royforts Engagement für Nachhaltigkeit. Lass uns also ohne weitere Verzögerung von Jonas mehr über den Nachhaltigkeitsansatz von Royfort erfahren und wie unabhängige und Boutique-Hotels davon profitieren können.

Untertitel
MAp meets Jonas Fegers – Head of Partnerships bei Royfort
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MAp Boutique Consultancy_Blog_Royfort
Paragraphs

Lieber Jonas, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast! Kannst du uns zunächst mehr über Royfort erzählen und was „perfekter Schlaf und Wellness“ für dich bedeuten?

Danke euch! Perfekter Schlaf und Wellness bedeuten für mich, sich willkommen zu fühlen und erfrischt und energiegeladen den neuen Tag in Angriff zu nehmen. Das Wohlbefinden und das Schlaferlebnis in Hotels sind einer der Hauptgründe dafür, wie Hotelgäste ihren Aufenthalt bewerten. Mit Royfort haben wir uns verpflichtet, exklusives Wohlbefinden zu bieten und unsere Produkte nachhaltig zu produzieren, damit du die hohe Qualität spüren kannst.

Wann wurde die Entscheidung getroffen, dass Royfort nachhaltig handelt? Und was war der Hauptgrund dafür?

Nachhaltigkeit war tatsächlich der Hauptgrund, warum Royfort 2017 gegründet wurde. Neben nachhaltigen Stoffen legen unsere beiden Gründer Gregor Gmür (Schweiz) und Valentin Brandstetter (Österreich) auch Wert auf umweltfreundliche Prozesse in der Lieferkette. Übrigens ist Royfort als Unternehmen GOTS-zertifiziert. Das bedeutet, dass unsere gesamten Produktionsprozesse auf soziale und ökologische Kriterien hin überprüft werden.

Wenn du auf die Hotels zurückblickst, mit denen du gearbeitet hast, und wie du sie auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt hast: Was war dein größtes Learning bisher?

Hotels haben die Chance, sich von ihren Konkurrenten abzuheben, indem sie Erlebnisse für ihre Gäste schaffen. Stell dir das Gefühl eines flauschigen Bademantels nach dem Spa-Besuch vor. Du willst einen Stoff tragen, bei dem du die Qualität spürst und weißt, dass er von einem nachhaltigen Unternehmen hergestellt wurde! Hotelgäste entwickeln ein immer stärkeres Bewusstsein im Bereich der Nachhaltigkeit und wollen wissen, was sie essen oder wo sie schlafen. Wenn Hotels nachhaltig produzierte Produkte verwenden, können sie dies online und offline mit Freude und Zufriedenheit kommunizieren.

Das Wohlbefinden und das Schlaferlebnis in Hotels sind einer der Hauptgründe dafür,
wie Hotelgäste ihren Aufenthalt bewerten.
@JonasFegers via @weareMAp

Für jedes Hotel ist es wichtig, dass Gäste eine gute Nachtruhe haben. Was sind deine drei wichtigsten Empfehlungen für Hoteliers, um sicherzustellen, dass ihre Gäste einen „perfekten Schlaf“ bekommen - und das auf nachhaltige Weise?

Eine ruhige Schlafumgebung ist wichtig, das Hotelzimmer sollte eher dunkel und die Temperatur kühl sein. In Kombination mit hochwertigen Betten (Matratze, Bettdecken/Kissen, Bettwäsche) werden die Hotelgäste einen großartigen Schlaf haben! Außerdem würde ich jede Art von Chemikalien vermeiden und nur natürliche Stoffe verwenden.

Wir bei MAp Boutique Consultancy haben uns darauf spezialisiert, unabhängige Hoteliers und Unternehmerinnen dabei zu unterstützen, innovativer und nachhaltiger zu werden, auch durch die Entwicklung einzigartiger Hotelkonzepte und Marken. Was sind deine Gedanken und Beobachtungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie? Was glaubst du, was die Zukunft für die Branche bereithält?

Die Hotellerie erkennt zunehmend die Bedeutung von Nachhaltigkeit und ergreift Maßnahmen, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Dies wird stark von den Hotelgästen vorangetrieben! Da die Reisenden immer umweltbewusster werden, wird Nachhaltigkeit weiterhin ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung der Gäste und bei der Bewertung des Hotels nach ihrem Aufenthalt sein. Ich prophezeie, dass es sogar zu einem Hygienefaktor werden wird.

Hast du irgendwelche Empfehlungen für Hotels, wie sie ihren Weg der Nachhaltigkeit beginnen und/oder vorantreiben können?

Ich bin mir sicher, dass Hotelierinnen ihr Geschäft besser kennen als alle anderen. Ich glaube nicht, dass es an Ideen oder Empfehlungen mangelt, sondern eher an der Prioritätensetzung. Der Übergang zu einer nachhaltigen Hotelzukunft findet bereits statt. Wir von Royfort wollen die Hotels auf ihrem Weg unterstützen – nicht nur mit nachhaltigen Produkten, sondern auch mit fantastischen Wohlfühlerlebnissen für die Gäste!

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft? Auf beruflicher Ebene würde ich gerne so viele Hotels wie möglich auf ihrem Weg unterstützen, durch Nachhaltigkeit und Erlebnisse sinnvolle Beziehungen zu den Gästen aufzubauen!

Wie immer lautet unsere letzte MAp-meets Frage: Was macht für dich persönlich ein Hotelerlebnis zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Für mich ist das vor allem eine Frage der Leidenschaft und des guten Gastgebertums! Das Hotel muss sich wirklich um mich und mein Wohlbefinden kümmern! Außergewöhnlicher Service, Liebe zum Detail, hervorragende Einrichtungen und ein einzigartiges Gästeerlebnis schließen sich dann nahtlos an.

Über Royfort:

Royfort ist eine renommierte Marke für Premium-Bettwaren und Frottierwaren und beliefert über 30.000 Kundinnen und Hotels in der DACH-Region. Das Unternehmen setzt sich stark für Nachhaltigkeit ein und ist GOTS-zertifiziert, um umweltfreundliche Praktiken im gesamten Betrieb zu gewährleisten.

Royfort legt den Schwerpunkt auf handwerkliches Können und bietet zeitlose, stilvolle Produktreihen an. Royfort hat Hotelpartnerschaften aufgebaut und schafft einzigartige „Wow“-Erlebnisse, um die Zufriedenheit der Hotelgäste zu steigern.

Über Jonas:

Jonas Fegers ist bei Royfort für Hotelpartnerschaften zuständig und treibt dabei die Zusammenarbeit mit außergewöhnlichen Hotels und Resorts voran. Mit seiner Leidenschaft für Sport und Wohlbefinden bringt Jonas eine einzigartige Perspektive in die Branche ein, die von seiner Liebe zur Gastfreundschaft und zur Bewirtung anderer angetrieben wird. Er ist bekannt für seine Fähigkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten, und unterstützt Hotels dabei, unvergessliche Gästeerlebnisse zu schaffen. Er lebt in Berlin und reist regelmäßig zu Partnerhotels in Österreich, der Schweiz und Deutschland.

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Wir freuen uns sehr, heute mit Kenia von hejhej zu sprechen. Entstanden ist hejhej bei einem Museumsbesuch der beiden Gründerinnen Anna und Sophie in Schweden. Beide betreiben selbst leidenschaftlich Yoga und wurden in der Ausstellung der türkischen Künstlerin, Pinar Yoldas, auf die ökologischen Konsequenzen ihrer Yogamatte aufmerksam. So entschieden sie sich kurzerhand das Problem selbst zu lösen und haben daraufhin die erste closed-loop Yogamatte entwickelt: bestehend aus recycelten Materialien und zu 100% wieder recycelbar.

Untertitel
MAp meets Kenia Bohmeyer von hejhej
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MAp Boutique Consultancy_Partner_hejhej
Paragraphs

Liebe Kenia, danke für deine Zeit und dieses gemeinsame MAp meets. Kannst du uns zu Beginn unseres Gespräches einen Einblick geben, was hejhej heute alles bietet – denn bei den closed-loop Yogamatten allein ist es ja nicht geblieben.

Lieben Dank für die Einladung zu diesem Interview. Wie du schon sagst, die erste closed-loop hejhej-mat ist nicht unser einziges Produkt. Ziemlich schnell haben wir eine Yogamattentasche, die hejhej-bag designt. Dazu kamen dann nach und nach weiteres Yoga-Equipment wie Yoga-Gurt, Yoga-Bolster, Yoga-Block, Meditationskissen, Augenkissen und Spray. All diese Produkte sind komplett im Sinne der Kreislaufwirtschaft entwickelt. Auch unser Rücknahmesystem gilt für alle Produkte. Unser Ziel ist es, eine Möglichkeit für dich zu bieten, deine Yoga-Praxis so nachhaltig wie irgendwie möglich zu gestalten. Eine kurze Doku unserer hejhej-bolsters zeigt sehr schön, wie bewusst wir unsere Produktentwicklung gestalten.

Gesundheit und Wohlfühlen ist ein wichtiger Teil eurer Nachhaltigkeitsphilosophie. Diese gebt ihr an eure Partnerhotels, mit denen ihr erfolgreich zusammenarbeitet, weiter. Was sind die wichtigsten Elemente dieser Philosophie, die Hotels im Bereich der Gesundheitsförderung umsetzen können?

Wir schätzen die tolle Zusammenarbeit mit unseren Partnerhotels wirklich sehr. Mittlerweile haben wir eine superschöne und vielfältige Auswahl, wobei wir mit jedem Hotel eine individuelle Kooperation ausarbeiten und aufbauen. Gesundheitsförderung muss nämlich nicht kompliziert sein. Ein Bewegungs- bzw. Yoga-Angebot im Hotel ist bereits eine leicht umzusetzende Methode, um als Hotel etwas für die präventive Gesundheitsförderung zu tun. Das Gute ist, für Yoga brauchst du nicht viel. Das Wichtigste ist eine gute Yogamatte und natürlich sind weitere Hilfsmittel praktisch. Was auch noch wichtig ist zu erwähnen, ein schönes Yoga-Setup im Hotel wirkt auf die Gäste motivierend, sich zu bewegen. Indem du in deinem Hotel also Yoga Equipment in den Räumen oder im Verleih anbietest, motivierst du Menschen mehr für ihre Gesundheit und für ihr Wohlbefinden zu tun.

Small things
matter
@KeniaBohmeyer via @weareMap

Yoga ist für viele Hotels zu einem zentralen Thema und Angebot geworden. Welche Tipps kannst du Hoteliers geben, um ein Yoga-Angebot für die Gäste zu gestalten, welches sich von den Mitbewerbenden abhebt, Mehrwert für die Gäste bietet und nachhaltig ist?

Auch wir bekommen mit, wie weit verbreitet Yoga mittlerweile in Hotelkonzepten ist und lieben es. Gerade im Urlaub ist es eine schöne Möglichkeit, die freie Zeit zu nutzen, um Yoga auszuprobieren oder die eigene Praxis zu vertiefen. Hochwertiges Yoga-Equipment ist ein Alleinstellungsmerkmal für ein Hotel. Um Yoga anzubieten ist es toll, wenn ein Yoga-Raum und ein:e eigene:r Yogalehrer:in vorhanden sind - braucht es aber nicht unbedingt. Wir haben z.B. eine Kooperation mit einem Partnerhotel, das viele Yogamatten für ihre Apartments bei hejhej gekauft haben. Jede Yogamatte ist mit einem Co-Branding Label versehen, auf dem beide Brand-Namen hochwertig eingewebt sind. Neben den hejhej-mats sind QR-Codes in den Apartments ausgewiesen, die auf eine Video Playlist von uns linken. Hier haben wir in Kooperation mit dem Hotel in deren Räumlichkeiten Yoga-Videos aufgenommen. Die Gäste können dadurch auf den hochwertigen Yogamatten direkt in ihrem Zimmer Yoga praktizieren, egal ob Anfänger oder Fortgeschritte, hier ist für jede etwas dabei. Unsere Yoga-Videos auf Youtube reichen von Vinyasa, Yin, Pranayama, über Katonah Yoga bis zu barrierefreiem Yoga und Yoga für Blinde. Unser Ziel hier ist es, die Yogawelt inklusiver zu machen. Dein Hotel kann dieses Angebot einfach mit nutzen und den Gästen bereitstellen.

Wie immer unsere letzte MAp meets Frage: Was macht ein Hotelerlebnis für dich persönlich zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Bei hejhej haben wir ein Statement, welches unsere Produktentwicklung seit je her begleitet: small things matter. Damit meinen wir, dass es auch auf das kleinste Detail ankommt. Wir denken z.B. auch über den Reißverschluss und Nähgarn bei unseren Produkten nach und finden für alles die nachhaltigste Lösung auf dem Markt. Ähnlich ist es für mich bei Hotelerlebnissen. Mir fallen genau diese Kleinigkeiten oft auf. Da merke ich, ob das Hotel wirklich an Nachhaltigkeit interessiert ist oder eben nur das Image aufbessern möchte. Ob über das Interior, die Pflegeprodukte oder die Lebensmittel wirklich nachgedacht und bewusst auf Regionalität und Langlebigkeit gesetzt wurde. Genau das beeindruckt mich bei einem Hotelerlebnis nachhaltig.

Über hejhej:

hejhej ist die erste closed-loop Yogamarke auf dem Markt. Ihren Sitz hat sie in Nürnberg, Deutschland. Mit der hejhej-mat ist ihr einen entscheidenden Schritt gelungen die Yoga-Welt nachhaltiger und zirkulärer zu gestalten. Mehr Infos findest du unter www.hejhej-mats.com oder auf Instagram unter @hejhej_mats.

Über Kenia

Kenia Bohmeyer ist seit 2020 für hejhej tätig. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Kommunikation mit Hotels. Wenn du Interesse an einer Kooperation mit hejhej hast, kannst du ihr direkt unter kenia [at] hejhej-mats.com (kenia[at]hejhej-mats[dot]com) eine Nachricht schreiben. Sie freut sich sehr von dir zu hören!

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Wir freuen uns sehr, heute mit Martin Tauber, dem Mitbegründer und CEO von Guestnet, zu sprechen. Guestnet ist ein innovatives Tech-Unternehmen mit Sitz in Südtirol, Italien, das unabhängigen Hotelierinnen und Hoteliers eine digitale Gästeerlebnisplattform bietet.

Wir arbeiten schon seit einiger Zeit im Auftrag unserer Kundinnen und Kunden mit dem Guestnet-System und haben uns vor kurzem mit dem Guestnet-Team im Rahmen von The Sustainable Hotel zusammengetan, um unseren gemeinsamen Ansatz zu fördern, unabhängige und Boutique-Hotels nachhaltiger und innovativer zu machen. Du fragst dich, wie eine digitale Gästeerlebnisplattform das schaffen kann? Lassen wir es uns von Martin erklären.

Untertitel
MAp meets Martin Tauber - Mitbegründer und CEO von Guestnet
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MAp Boutique Consultancy MAp meets Martin Tauber
Paragraphs

Lieber Martin, danke, dass du dir Zeit genommen hast! Kannst du uns zunächst mehr über Guestnet erzählen? Was ist euer Ziel und welches Problem wolltet ihr mit eurem innovativen System lösen?

Martin: Guestnet ist eine „Guest Experience Plattform“ mit der wir die gesamte Guest-Journey digitalisieren. Unser Ziel ist es, Gastgebenden bei der digitalen Gästekommunikation zu unterstützen und dadurch die Beziehung zu ihren Gästen zu stärken. Informierte und zufriedene Gäste, optimierte digitale Prozesse und zusätzliche Inhouse-Umsätze durch eine für den Gast einfach abrufbare Web-App im personalisierten Corporate-Identity-Design der Unterkunft.

Wir haben uns vor Kurzem zusammengetan, um unsere gemeinsamen Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit und Innovation in der Hotellerie zu fördern. Welchen Ansatz verfolgt Guestnet beim Thema Nachhaltigkeit? Und wie unterstützen Softwarelösungen eure Kundinnen und Kunden auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit?

Martin: Wir sehen Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil unseres Geschäfts. Durch die digitale Kommunikation reduzieren wir den Papierverbrauch in Unterkünften erheblich. Zusätzlich werden Gäste über Nachhaltigkeits-Initiativen der Unterkunft bestens informiert und auch mit-einbezogen, sodass mit der sehr beliebten Funktion „Zimmerreinigung abbestellen“ ein kleiner, sichtbarer Beitrag geleistet werden kann und Unterkünfte gleichzeitig entlastet werden.

Hotels können ihre Nachhaltigkeitsreise vorantreiben, indem sie ihre aktuellen Praktiken überprüfen und Bereiche zur Verbesserung identifizieren.
Dafür wichtig ist die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsplans mit klaren Zielen und Strategien
@MartinTauber via @weareMAp.

Wenn du auf die Hotels zurückblickst, mit denen du gearbeitet hast, und wie du sie auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt hast: Was war bisher deine größte Erkenntnis?

Martin: Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Neben den umgehend sichtbaren Konsequenzen der drastischen Reduzierung des Papierverbrauchs durch digitale Kommunikation, konnten Hotels das Personal durch abbestellte Zimmerreinigungen stark entlasten. Das führt einerseits zu geringeren Kosten und einer Verbesserung der Betriebsabläufe aber resultierte auch in positiven Bewertungen von Gästen nach dem Aufenthalt.

Für jedes Hotel ist es wichtig, dass die Gäste gut informiert und betreut werden. Was sind deine drei besten Empfehlungen für Hotelierinnen und Hoteliers, um sicherzustellen, dass ihre Gäste alle Informationen und Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um das beste Erlebnis zu gewährleisten?

Martin: Eine wirklich sehr gute Frage und ich möchte dies mit folgenden drei Stichpunkten beschreiben:

- Visibility: Schaffe Sichtbarkeit für deine Informationen, indem du sie in den Check-In-Prozess integrierst, damit Gäste sie bereits vor ihrer Ankunft erhalten und einsehen können. Weise beim Check-In aktiv auf digitale Gästemappen und andere Informationsquellen hin. Die Sichtbarkeit der Inhalte wird zusätzlich erhöht, indem du QR-Codes an relevanten Stellen platzierst, um Gästen einen einfachen Zugang zu Informationen zu ermöglichen.

- Information: Achte darauf, die am häufigsten gestellten Gästeanfragen zu bündeln und in einer digitalen Gästemappe zu integrieren. Dadurch können wiederkehrende Fragen bereits digital beantwortet werden und die Rezeption entlastet werden.

- Action: digitale Kanäle ermöglichen aktives Marketing – nutze Push-Notifications um auf Spa-Treatment Angebote des Tages hinzuweisen oder Produkte über deinen Inhouse shop zu verkaufen. Gäste können Leistungen anfragen, Produkte kaufen oder Roomservice-Bestellungen durchführen. Der digitale Kanal wird somit zum sehr relevanten Kanal für Inhouse-Umsätze – vollautomatisiert und allen digitalen Möglichkeiten.

Wir bei MAp haben uns darauf spezialisiert, unabhängige Hotelierinnen und Boutique-Hoteliers dabei zu unterstützen, innovativer und nachhaltiger zu werden, auch durch die Entwicklung einzigartiger Hotelkonzepte und Marken. Was sind deine Gedanken und Beobachtungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie? Was glaubst du, was die Zukunft für die Branche bereithält?

Martin: Nachhaltigkeit ist ein zunehmend wichtiges Thema in der Hotelbranche. Hotels setzen vermehrt auf umweltfreundliche Praktiken wie Energie- und Wassereinsparung sowie soziale Verantwortung. Nachhaltige Hotelkonzepte werden beliebter, da Gäste authentische Erfahrungen suchen. Die Branche wird sich weiterhin auf innovative Lösungen konzentrieren, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Insgesamt erwarte ich, dass Nachhaltigkeit zum Standard wird und die Branche sich weiterentwickelt.

Hast du Empfehlungen für unabhängige oder Boutique-Hoteliers, wie sie ihre Nachhaltigkeitsreise beginnen und/oder vorantreiben können?

Martin: Hotels können ihre Nachhaltigkeitsreise vorantreiben, indem sie ihre aktuellen Praktiken überprüfen und Bereiche zur Verbesserung identifizieren. Dafür wichtig ist die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsplans mit klaren Zielen und Strategien. Aus meiner Sicht ist die Kommunikation nach Innen und nach Außen ein entscheidender Faktor. Intern ermöglicht sie es allen Mitarbeitenden, die Maßnahmen zu unterstützen und aktiv zu kommunizieren. Extern sorgt sie dafür, dass Gäste informiert und eingebunden werden können.

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Martin: Mein Wunsch ist es, noch mehr Gastgebern bei ihrer digitalen Gästekommunikation zu unterstützen, um ihre Mitarbeitenden zu entlasten und mehr Ressourcen für eine einzigartige Guest Experience zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig möchten wir mithilfe von Technologie einen nachhaltigeren Tourismus fördern, bei dem jeder ein Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit hat und somit einen kleinen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leistet. Unser Ziel ist es, die führende technologische Plattform für diese Transformation zu sein und viele Gastgeberinnen auf diesem Weg zu begleiten.

Wie immer lautet unsere abschließende MAp meets Frage: Was macht ein Hotelerlebnis für dich persönlich zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Martin: Kleine Aufmerksamkeiten und unaufdringlicher Service machen meinen Hotelaufenthalt zu einem echten Erlebnis. Auf meinen Städte-Trips suche ich gezielt nach Boutique-Hotels mit modernem Design in lebendigen Vierteln. Dabei bin ich stets auf der Suche nach lokalen Wein-Bars und Restaurants, um die authentische kulinarische Vielfalt der Stadt zu entdecken.

Über Guestnet

Guestnet ist eine Guest Experience Plattform und digitalisiert die gesamte Guest-Journey während des Aufenthalts. Neben dem digitalen Concierge auf dem Gerät des Gastes vervollständigen TV (Infoscreens & Room TV), Print (Morgenpost, Tagesmenü, Wochenprogramm,…) und Widgets (Integration in Website und Korrespondenzsysteme) den Multi-Channel Ansatz, um den Gast mit allen Informationen zu versorgen. Ergebnis: Informierte und zufriedene Gäste, Mitarbeitenden-Entlastung durch optimierte digitale Prozesse und Steigerung der Inhouse-Umsätze durch Bewerbung interner Leistungen. Die führenden Hotels in DACH + Südtirol digitalisieren mit Guestnet erfolgreich die Gästekommunikation.

Über Martin Tauber

Martin, der in Südtirol geboren wurde, startete bereits mit 15 Jahren die Umsetzung von digitalen Produkten. Nachdem er als Marketing-Berater in München tätig war und mit dem deutschen Suchmarketingpreis ausgezeichnet wurde, trat er 2015 als Gesellschafter in die Digital Product Company Marketing Factory ein. Im Jahr 2018 entstand daraus die Guest Experience Platform „Guestnet“, mit welcher er seitdem an der Digitalisierung der Hotel-Branche arbeitet.

MAp Boutique Consultancy Guestnet
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MAp Boutique Consultancy MAp meets Martin Tauber

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Heute freuen wir uns auf ein Gespräch mit Franziska Diallo, der Mitgründerin von Good Travel, einer Plattform, die handverlesene Unterkünfte für nachhaltige und bewusste Reisende präsentiert.

Wir von MAp Boutique Consultancy haben uns mit Good Travel zusammengetan, um den Good-Hotels und Unterkünften die Ressourcen und Tools von The Sustainable Hotel zur Verfügung zu stellen und ihnen dadurch zu helfen, einen größeren positiven Impact zu haben – für das eigene Hotel, People und Planet. Wir sprechen mit Franziska über ihre Sicht auf Nachhaltigkeit, was sie auf ihrer eigenen Nachhaltigkeitsreise gelernt hat und welche Empfehlungen sie für die Hotellerie - und speziell für unabhängige und Boutique-Hoteliers - hat.

Untertitel
MAp meets Franziska Diallo - Mitgründerin von Good Travel
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MAp Boutique Consultancy MAp meets Franziska Diallo
Paragraphs

Liebe Franziska, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast! Kannst du uns zunächst mehr über dich erzählen und was dich dazu bewogen hat, Good Travel zu gründen?

Franziska: Zuallererst bin ich natürlich selbst eine leidenschaftliche Reisende. Ich liebe es zu reisen, neue Orte zu entdecken und mich von ihnen inspirieren zu lassen. Dabei verbringt man normalerweise viel Zeit mit der Suche nach der richtigen Unterkunft - und das oft nicht einmal mit dem gewünschten Ergebnis. Und wenn du dann tatsächlich eine wirklich tolle Unterkunft gefunden hast, fragst du dich, warum es nicht mehr davon gibt oder wo du sie finden kannst. Besonders im deutschsprachigen Raum haben wir eine große Lücke in diesem Bereich festgestellt. Das hat uns, meine Partnerin Judith und mich, zu dem Entschluss gebracht, Good Travel zu gründen.

Wie hat deine eigene Nachhaltigkeitsreise begonnen? Und was war bisher dein größtes Learning?

Franziska: Ich glaube, es begann mit der Geburt meiner Kinder oder vielleicht sogar schon vorher. Da wir in Berlin leben, gab es bereits eine Gemeinschaft, die sich für Nachhaltigkeit engagierte, lange bevor dies zum Mainstream wurde. Und als ich selbst Mutter wurde, habe ich mich natürlich noch mehr bemüht, nachhaltiger zu leben - in jeder Hinsicht. Und ich würde sagen, meine größte Erkenntnis bisher war, dass es immer der Mensch ist, der den Unterschied macht. Jeder von uns kann etwas bewirken - und zwar weitaus mehr als nur das aktive Tun, sondern indem er ein Vorbild ist und andere inspiriert.

Für mich ist Authentizität der Schlüssel. Eine Hotelierin sollte also immer mit Maßnahmen beginnen,
die ihr am Herzen liegen.
@FranziskaDiallo via @weareMAp.

Du weißt, Franziska, dass wir deinen Ansatz wirklich lieben: "Gute Orte für gute Menschen". Kannst du uns mehr darüber erzählen, was einen Ort für dich zu einem guten Ort macht?

Franziska: Das knüpft an meine vorherige Antwort an: Ich glaube wirklich, dass die Menschen den Unterschied machen. Und "Good Places for Good People" beinhaltet die Idee, dass sowohl unsere Gastgeber als auch die Good Travellers ein Wertesystem teilen und das Engagement des anderen schätzen.

Bei MAp haben wir uns darauf spezialisiert, unabhängige Hotelierinnen dabei zu unterstützen, innovativer und nachhaltiger zu werden, auch durch die Entwicklung einzigartiger Hotelkonzepte und Marken. Was sind deine Gedanken und Beobachtungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie und im Gastgewerbe? Was denkst du, was die Zukunft für die Branche bereithält?

Franziska: Ich glaube, dass Nachhaltigkeit der neue Standard im Hotel-und Gastgewerbe sein wird. Allein die Kosten werden für viele Grund genug sein, sich mit grüner Energie und Ähnlichem zu beschäftigen. Damit werden auch die Greenwashing-Praktiken immer verbreiteter werden. Und das wird eine Herausforderung für uns Reisende sein: Wie kann man zwischen gutem Marketing und echtem Engagement unterscheiden? In vielen Fällen wird man das erst als Gast erkennen können.

Hast du irgendwelche Empfehlungen für unabhängige und Boutique-Hoteliers, wie sie ihr Nachhaltigkeitsengagement beginnen und / oder ausbauen können?

Franziska: Für mich ist Authentizität der Schlüssel. Eine Hotelierin sollte also immer mit Maßnahmen beginnen, die ihr am Herzen liegen. Zum Beispiel damit, eigenes Gemüse anzubauen oder Einheimische in Aktivitäten für Hotelgäste einzubeziehen, Kosten zu senken, indem man Solarzellen für die Poolheizung anschafft, etc.

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?

Franziska: Dass das Reisen nicht zu einem Privileg für reiche Menschen wird. Reisen, andere Länder sehen, andere Kulturen kennen lernen, ist immer eine Horizonterweiterung. Ich hoffe wirklich, dass unsere Kinder nicht nur virtuell reisen müssen.

Wie immer unsere letzte MAp meets Frage: Was macht ein Hotelerlebnis für dich persönlich zu einem wirklich herausragenden Erlebnis?

Franziska: Gut schlafen, gut essen, eine ruhige Aussicht und eine Gastgeberin, bei der ich mich willkommen fühle :-)

Coming soon

BUCH: Good Places for Good People

Ab Mai ist das neue Good Travel Buch im Handel. Gemeinsam mit dem CONBOOK Verlag bringt Good Travel ihr erstes Buch heraus, das ab jetzt bestellbar ist. Auf über 200 Seiten werden 50 handverlesene Reiseziele und nachhaltige Unterkünfte in Europa präsentiert, die für ein besonderes Urlaubsgefühl sorgen.

Über Good Travel

Good Travel wurde im Januar 2016 von Franziska Diallo und Judith Hehl in Berlin gegründet, um die wachsende Nachfrage nach umwelt- und sozialverträglichen Urlaubsreisen zu befriedigen und diese Marktlücke mit einer handverlesenen Auswahl an nachhaltigen Unterkünften zu füllen.

Das Alleinstellungsmerkmal von Good Travel ist, dass Nachhaltigkeit nicht Verzicht bedeuten muss und dass Stil und Genuss nicht zu kurz kommen sollten. Good Travel will das Bewusstsein für nachhaltigen Tourismus schärfen und nachhaltige Reiseziele attraktiver machen. Je mehr Menschen ein Bewusstsein für nachhaltige Praktiken in Urlaubsunterkünften entwickeln und diese dann auch einfordern, desto eher wird die Branche bereit sein, nachhaltige Praktiken umzusetzen.

Von alten Bauernhöfen über Cottages und Designhotels bis hin zu Tiny Houses, Baumhäusern und Jurten präsentiert Good Travel eine bunte Auswahl an nachhaltigen Urlaubszielen in verschiedenen Preissegmenten. Die Reise beginnt schon bei der Suche - durch Bilder und Beschreibungen, die zum Träumen und Planen einladen.

Good Travel versteht sich als Impulsgeberin: Sie informieren und inspirieren sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite. Sie wollen den Gastgeberinnen zeigen, dass eine nachhaltige Positionierung in der Tourismusbranche einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringt. Für Good Travel ist nachhaltiges Reisen das neue, zeitgemäße Reisen.

Auf ihrem Blog, den sie diesen Sommer komplett neu gestaltet haben, schreibt Good Travel neben nachhaltigen Reisen auch über allgemeine Nachhaltigkeitsthemen. Denn für sie ist Nachhaltigkeit eine Selbstverständlichkeit, die alle Lebensbereiche betrifft. Sie wollen dich dazu inspirieren, deinen Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Über Franziska:

Franziska Diallo ist die Gründerin und kaufmännische Leiterin von Good Travel. Nach fünf Jahren bei eBay hat sie bis 2015 als freiberufliche Beraterin für verschiedene Berliner Start-ups gearbeitet. Umgeben von vielen inspirierenden Ideen und Konzepten, begann auch Diallo, den Sinn ihrer eigenen Tätigkeit zu hinterfragen.

Als leidenschaftliche Reisende lieferte ein Urlaub in Marokko dann die Inspiration für die Gründung von Good Travel. Dort wohnte die Familie in einem kleinen familiengeführten Boutique-Hotel, das die Mahlzeiten ausschließlich mit Zutaten aus der eigenen kleinen Obst- und Gemüseplantage zubereitete und verschiedene soziale Projekte im Dorf unterstützte. Wo kann man noch mehr solcher besonderen Orte finden? fragte sich Diallo und dachte sich, dass diese nachhaltigen und inspirierenden Orte ihr eigenes Portal haben sollten.

MAp Boutique Consultancy MAp meets Franziska Diallo
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Endlich! Nach einigen Jahren haben wir ein neues MAp meets mit unserem Partner Karsten Schmidt-Hoensdorf, Besitzer des Zürcher Design Studios IDA14, geführt. Für alle Interessierten: HIER könnt ihr unser letztes Gespräch entdecken und nachlesen.

Denn seit mehr als 25 Jahren entwickelt Karsten mit seinem Team “außergewöhnliches Design für außergewöhnliche Räume”. Der Fokus liegt dabei auf Hospitality, Living und auch Unternehmens-Projekten in den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Design. Vor kurzem hat uns Karsten erzählt, auch immer mehr nachhaltiges Design in seine Arbeit mit aufzunehmen. Somit war es höchste Zeit, uns für ein neues Interview zu treffen.

Untertitel
MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, Besitzer des Zürcher Design Studios IDA14
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MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, owner of the Zurich design studio IDA14
Paragraphs

Lieber Karsten, wir freuen uns ungemein, dass wir es endlich geschafft haben wieder zusammen zu sitzen. Da wahrscheinlich nicht alle Leser*innen bei unserem letzten Gespräch dabei waren, könntest du uns bitte einen kurzen Einblick in dein Schaffen und IDA14 geben?

Es freut mich sehr von Dir, Magdalena, und MA people die Einladung zum Interview zu erhalten! Es ist für mich Inspiration und Aufforderung zum Weiterdenken, die Gelegenheit zu haben, mit Euch über meine Arbeit zu reflektieren! Kurz zusammengefasst bearbeite ich mit meinem Team von meist um die 10 junge/n InnenarchitektInnen und ArchitektInnen vorwiegend Hotelprojekte. Wir verstehen uns als Boutique Style Design- und Architekturstudio: Die Teamgröße ist bewusst überschaubar gehalten, unsere AuftraggeberInnen sind meist kleinere, individuelle Hotels oder kleine Hotelketten in der Schweiz.

Das hat einerseits mit der kleinteiligen Hotelstruktur in der Schweiz zu tun, andererseits aber auch mit unserer Vorliebe für Individualität. Die gegenseitige Wertschätzung ist hier oft stärker spürbar als bei internationalen Hotelkonzernen. Ich verstehe meine Arbeit in diesem Zusammenhang als Beitrag an eine hochstehende Hotelkultur, wie sie historisch in der Schweiz entstanden ist.

Hier spreche ich einen mir wichtigen Aspekt an: Kultur findet bekanntlich nicht nur in der Oper statt. Kultur ist vielfältig, ein hochstehendes Handwerk, die Pflege traditionellen Wissens und der respektvolle Umgang damit sind für mich ein wichtiger Teil meiner Motivation immer wieder neue Projekte anzugehen, ohne in repetitives Denken und Handeln zu verfallen.

Ich persönlich arbeite nun seit knapp 30 Jahren in diesem Beruf. Ich war, wie in meinem ersten Interview mit Euch beschrieben, von früher Jugend an, an Kunst, Geschichte, Literatur und auch Politik interessiert. Dieses Interesse an der Welt und mein Studium der Geschichte und Politik vor dem Architekturstudium, sind wohl Antrieb und auch Basis bei meiner Arbeit als Fachautor. Ich schreibe in den einschlägigen Medien zu Themen der Hotellerie. Dabei geht es mir um den gesellschaftlichen Kontext der Branche. Hier lassen sich Entwicklungen ablesen und Trends beobachten, die weit über das übliche Verständnis von Design und Architektur hinausgehen.

Als Berater habe ich für Hotelketten wie Swissôtel weltweit gearbeitet. Weiters stehe ich diversen Hotels mit meinem Wissen über die richtige innenarchitektonische Konzeptionierung und Proportionierung zur Seite. Aber auch Banken wie der Credit Suisse bei größeren Projekten.

Ein Thema, über welches wir letzthin viel gesprochen haben, ist die Nachhaltigkeit. Wie integrierst du diese in deine Arbeit? Gab es für dich einen Moment oder vielleicht einen Ort, der dich auf diesen Weg gebracht hat?

Wenn ich einen Ort oder Zeitpunkt suche, wo und wann mein Interesse für Nachhaltigkeit begann, dann kommt es mir als eine selbstverständliche Entwicklung vor, eine Art evolutionärer Designprozess.

Ich erinnere mich, dass vor vielen Jahren die Gestaltung, die visuell erlebbare Ästhetik, dominant und zentral war. In der Schweiz kam traditionell noch eine Haltung hinzu, die Aspekte wie Materialechtheit und hochwertige Handwerksarbeit wertschätzte.

Als Director Interior Design war ich mehrere Jahre für einen Schweizer 5* Hotel Brand auf allen Kontinenten unterwegs, briefte und coachte die Design- und Architekturteams von vielen Renovations- und Neubauprojekten. Dabei wurde mir deutlich bewusst, wie sehr wir uns im kontinentalen Europa und speziell in der Schweiz, von den zumeist angelsächsischen Designfirmen unterscheiden, die weltweit große Hotelprojekte umsetzen. Faszinierend und für mich eine absolute Ausnahme in diesem Zusammenhang war dabei meine Zusammenarbeit mit einem japanischen Innenarchitekten. Bei einem Umbauprojekt in Japan erlebte ich, wie nah wir einander in unseren Auffassungen zu Architektur und Design kamen. Deswegen freue ich mich sehr auf meine kommende Japanreise, wofür ich Handwerk, Architektur und Design - neben der Natur - zu den zentralen Themen meiner Reiseplanung gemacht habe. Und die Vorfreude ist natürlich groß: diese Reise ist nun seit anderthalb Jahren „on hold“ - ich hoffe auf das nächste Jahr.

Wir drücken die Daumen, dass es endlich mit deiner Japanreise klappt. Wenn wir in der Zukunft bleiben: welche Prinzipien und Trends denkst du, werden im Design immer wichtiger?

Die Prinzipien sind komplex und werden sich immer weiterentwickeln. Es gibt verschiedenste Labels und Zertifikate zur Nachhaltigkeit, auch in der Hotellerie. Magdalena, Du hast mir das anspruchsvolle Label B Corp gezeigt, auf das Du Dich mit Deinem Unternehmen fokussierst: Ich beschäftige mich nun damit, habe Respekt vor dem Aufwand und werde es weiterverfolgen.

Was unsere tägliche Arbeit in der Planung der Innenarchitektur angeht, kommen diverse Grundprinzipien der Nachhaltigkeit meinen Sympathien und Qualitätsansprüchen entgegen. So z.B. bei der Produkte- und Materialauswahl zu recherchieren, wie sinnvoll und vertretbar die Verwendung in Bezug auf Energieeinsatz und ethischen Grundsätzen bei Herstellung und Transport ist. Des weiteren lege ich Wert auf Materialechtheit, was auch der Recyclierbarkeit entgegenkommt. Auch die Gewinnung und vor allem die Verarbeitung von Rohstoffen sollte, wenn möglich, regional stattfinden. Zum Beispiel beim Einsatz von Holz und Stein.

Ganz weit oben auf meiner Präferenzliste steht das Handwerk: Hier spreche ich, was mich anbetrifft, von einer hochstehenden Kultur, die hoffentlich wieder an Bedeutung gewinnt und Platz im Wirtschaftsdenken findet. Ich liebe gutes Handwerk und ergreife oft die Möglichkeit Handwerksbetriebe zu besuchen. Dazu zählen für mich auch Glasmanufakturen wie Barovier & Toso auf Murano, mit einer durchgängigen Firmengeschichte seit dem 15. Jahrhundert. Oder Leuchtenfirmen wie Louis Poulsen in Kopenhagen, die nicht nur alles selbst und in Dänemark produzieren, sondern ihre Mitarbeitenden zu täglichen Arbeitspausen mit Musik und Gymnastik einladen.

Diese europäischen Firmen sehe ich als regional an, für mich ist Regionalität keine Frage der nationalen Grenzen, sondern der Möglichkeiten. Daher wird es wohl auch in Zukunft Produkte geben, die von weit herkommen, aus Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika.

Hierbei sind, wie vorher schon angesprochen, die Recherchen wichtig: Wie und unter welchen Bedingungen wurde produziert? Wieweit sind ethische Standards glaubwürdig eingehalten worden, wie z.B. bei den Arbeitsbedingungen und der Menschenwürde, Tierwohl und Umweltbelastungen?

Was zukünftige Trends in Bezug auf Nachhaltigkeit angeht, hoffe ich auf positive gesellschaftliche Entwicklungen: Es kann nicht sein, dass Jede und Jeder einen Doktortitel erwerben muss, um Nachhaltigkeit zu verstehen. Für mich sprechen Nachhaltigkeit und unsere großen Krisen einfache Gefühle an: Wer bei sich ist, hat auch einen leichten Zugang zum Verständnis von Nachhaltigkeit. «We are one World» ist eine Frage des Bewusstseins, nicht der Bildung.

Mein Interesse für Nachhaltigkeit,
kommt mir als eine selbstverständliche Entwicklung vor, eine Art evolutionärer Designprozess.
Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
via @weareMApeople


Was sagst du zu jenen Menschen, die glauben, dass es schlichtweg unmöglich ist sowohl Design-orientiert als auch nachhaltig zu sein? Wie erschaffst du schöne Orte und Räume, die auch für die Menschheit und unsere Erde langfristig tragbar sind?

Wir haben in der Menschheitsgeschichte schon viele Wandel des guten Geschmacks durchlaufen. Die 25.000-jährige Steinskulptur der Venus von Willendorf ist die erste bekannte skulpturale Darstellung eines menschlichen Ideals: Eine sehr dicke Frau. Sie stellte ein Schönheitsideal dar, denn in Zeiten von Hunger und Kälte war das wohlgenährt sein ein Traum. Aus heutiger Sicht würde das Übergewicht als problematische Fehlentwicklung angesehen werden… Schönheitsideale können sich also durchaus überleben, wenn sie nicht mehr angemessen sind, wenn sie zu Erkenntnissen im Widerspruch stehen. Ich glaube an ein kollektives, universales Ästhetik-Empfinden. So wie alle Menschen unabhängig von ihrer Kultur Lachen und Weinen verstehen, so gibt es auch Übereinstimmungen in der Wahrnehmung von schön und hässlich, von freundlich und feindlich.

Um also auf die Frage zurückzukommen: Ich spiegle die Aussage zurück und behaupte, es wird in der Zukunft zur allgemeinen Designakzeptanz, zum Schönheitsempfinden, selbstverständlich dazugehören, dass die Gestaltung Standards der Nachhaltigkeit erfüllt. Ein weiter so wie immer eines Hoteldesigners würde mir, beispielsweise als vorausschauender Hotelinvestor, eher Sorge als Freude machen.

Viele unserer LeserInnen sind in der Hotellerie tätig: Was sind die 5 wichtigsten Dinge, die Hotels tun sollten, um Ihre Interieurs nachhaltiger zu machen?

Wer plant, eine Innenarchitektin oder einen Architekten zu beauftragen, muss sich die Zeit nehmen und abklären, im Gespräch und anhand von Referenzprojekten, ob und wie Nachhaltigkeit ein Thema in der Gestaltung des betreffenden Design-Büros ist. Wer selbst zur Tat schreiten möchte, sollte sich mit guten regionalen Handwerksbetrieben beraten und die passenden PartnerInnen aussuchen. Herstellende von Möbeln gibt es in der Schweiz und im nahen Ausland sehr gute und nachhaltige. Firmen wie De Sede, Horgen Glarus, Embru, Alias, Girsberger und andere versprechen Langlebigkeit; aber nicht nur das: Nach vielen Jahren Gebrauch restaurieren sie diese Möbel auch. So zahlt ein Hotel vielleicht einen höheren Einstandspreis als bei No-Name-Produkten von irgendwo, dafür halten diese aber auch Jahrzehnte lang. Die Lebensdauer eines Möbels ist ein wichtiges Kriterium der Nachhaltigkeit. In der Regel sind diese Möbel sorgfältig gestaltet und strahlen eine hohe Wertigkeit aus, was der Gast gern und positiv zur Kenntnis nimmt.

Das gilt auch und besonders für Ledermöbel: Hochwertige Firmen kommunizieren genau von wo die Rinderhäute stammen und wie und mit welchen Chemikalien sie gegerbt wurden. Es ist für mich wie beim Essen: Wenn eine Tiefkühlpizza mit Fleischauflage keine 3.50 Franken kostet, ist doch allen klar, dass keine respektvolle Tierhaltung und keine Wertschätzung dahinter stehen kann…

Ich bin kritisch mit einem momentanen inflationären Hype von Pet-Recycling: Ich frage Herstellende genau nach den Prozessen der Gewinnung von Pet und Fischernetzen und wie und wo die Gewinnung, Verarbeitung und Transporte stattfinden. Wir haben auf der Welt ein Problem mit Pet-Abfall. Aber ist die Verarbeitung zu mehr oder weniger kurzlebigen Produkten sinnvoll? Löst das ein Problem oder schafft es ein Neues? 

Was gibt es an weiteren nachhaltigen Maßnahmen? Ich untersuche vor Renovationen von Hotels und Gastronomieobjekten, ob wirklich alle Möbel entsorgt werden. So bearbeiten wir ein Projekt im Tessin, wo ein handwerklich anspruchsvoll hergestellter Sekretär in den Zimmern altmodisch wirkte. Aber in mattem schwarz lackiert, mit modernen, silberfarbenen Beschlägen und einer coolen Tischlampe ergänzt, wirkt er nun wie neu geboren, ein Lifestyle-Element, welches sein zweites Leben beginnt.

Der Themen-Dreiklang Downcycling, Recyling und Upcycling sollte zur Recherche der Möglichkeiten gehören. Gute Gestaltende sollten Lösungen finden, die überzeugend nachhaltig und hohen Designansprüchen genügend sind.

Was sind deine Hoffnungen für die Hospitality Industrie in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Die Hotellerie und Gastronomie sind großen Herausforderungen ausgesetzt, müssen teils ihre angestammten und bisher gut funktionierenden Geschäftsmodelle hinterfragen. Vieles an der Nachhaltigkeit ist ihnen vertraut über den F&B Bereich: Regionalität und gute Produkte als Voraussetzung für Erfolg, klare Kommunikation und Deklaration von Produkten und Dienstleistungen.

Der zeitgemäße und respektvolle Umgang mit Mitarbeitenden rückt mehr in den Vordergrund, neue Arbeitszeitmodelle werden gefordert.

Ich erhoffe mir durch diese Herausforderungen ein Umdenken mit positiven Auswirkungen für die Zukunft: eine höhere Motivation der Mitarbeitenden durch ein kooperatives Management; Vertrauen von Gästen und Mitarbeitenden in die Betriebe, erzielt durch ehrliche Kommunikation; und die Vermeidung von „Green-Washing“, da man sich ehrlich um Nachhaltigkeit bemüht und das auch sichtbar macht.

Karsten, du kennst ja unsere finale MAp meets Frage bereits. Denn diese dreht sich auch noch nach all den Jahren um unseren Kernservice – der Entwicklung von nachhaltigen Hotelkonzepten und Hotelmarken. Was macht für dich persönlich einen Hotelaufenthalt einzigartig?

Ich bin, wie meine Partnerin auch, ein leidenschaftlicher Gastronomie- und Hotelgenießer. Wir studieren online verschiedene Angebote und wählen sorgfältig aus. Wenn das Hotel und das Restaurant dann ein Erlebnis sind, mir eine einzigartige, nicht austauschbare Erinnerung schenken, dann komme ich glücklich nach Hause zurück! Zu diesem Glück braucht es Mitarbeitende, die mich ein echtes „Willkommen-sein“ spüren lassen. Räumlichkeiten, die überraschen, mit Details und als Gesamteindruck. Räume, die eine warme und freundliche Atmosphäre ausstrahlen und gleichzeitig zeitgemäß modern gestaltet sind, vielleicht auch manchmal unvergesslich auf die Spitze getrieben… Hotel- und Gastronomiebetriebe deren Essen morgens, mittags und abends verführerisch ist.

Orte die Sehnsucht auslösen, wenn ich mich später an sie erinnere.

Über Karsten Schmidt-Hoensdorf:

Nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Toulouse und München wandte er sich der Architektur zu und schloss ein Studium der Innenarchitektur ab. Über Jahre war Karsten als Berater für Hotelentwicklungen und Renovierungen für Swissôtel Hotels & Resorts weltweit in der Position des Director Interior Design verantwortlich und doziert heute zu Themen wie: Prozesse in der Design-Entwicklung führen sowie Qualitätskriterien im Design.

MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
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Main blog image: Photographer Marion Nitsch for Lunax

Photos 1 and 2: Marktgasse Hotel, Zurich
Award winning: Best Hotel Concept DACH, AIT Award
Photographer: Bruno Helbling

Photos 3, 4 and 5: Kurklinik Bad Schinznach, Switzerland Photographer:Dominik Golob und Felix Wey

Photos 6 and 7: Sorell Hotel Zürichberg, Zurich
Photographer: Bruno Helbling

Photos 8 and 9: Single-family house Kilchberg, Zurich
Photographer: Bruno Helbling

 

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„We are one World“ ist eine Frage des Bewusstseins, nicht der Bildung

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Heute freuen wir uns sehr, dieses MAp meets mit Jennifer Renggli, Studentin der Fachhochschule Graubünden zu führen. Jennifer war das letzte Jahr über unsere Mentee und hat sich entschlossen, ihre Bachelor-Thesis unserem Lieblingsthema zu widmen: der Hotelkonzeptentwicklung. Im September hat sie ihre Arbeit mit dem Titel „Concept development in Swiss unaffiliated hotels“ äußerst erfolgreich und mit der höchsten Punktezahl verteidigt.

Als Co-Advisor dieser Arbeit sind wir darüber natürlich sehr erfreut. Doch bevor wir mit den Fragen beginnen, möchten wir uns ganz herzlich bei Prof. Norbert Hörburger, Stv. Leiter Forschung & Dienstleistung ITF und Advisor der Thesis für die großartige Zusammenarbeit bedanken. Sowie auch bei Riccarda Ryffel, die für das Mentoring Programm der Fachhochschule Graubünden verantwortlich ist und uns überhaupt erst mit Jennifer in Verbindung gebracht hat. Wir durften Jennifer nämlich zuerst als Mentorinnen unterstützen. Aus der guten Zusammenarbeit im Mentoringjahr entstand die Idee, dass Jennifer mit unserer Unterstützung ihre Bsc Thesis in Angriff nimmt. Über das tolle Ergebnis und die vielen Erkenntnisse erfahren wir gleich mehr. 

Untertitel
MAp trifft Jennifer Renggli, Studentin der Fachhochschule Graubünden
Blog main image
The hotel concept is like a puzzle.
Paragraphs

Liebe Jennifer, wir gratulieren zur überaus erfolgreichen Verteidigung deiner Thesis! Wie du in deiner Arbeit feststellt, wurde die Hotelkonzeptentwicklung bisher kaum in der akademischen Literatur berücksichtigt – wieso hast du trotzdem dieses Thema für deine Arbeit gewählt? Was hat dein Interesse geweckt (unabhängig von unserem Mentoringjahr)?

Vielen Dank! Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Kommilitonin, welche mir begeistert über eure Arbeit bei MAp erzählt hat. Mein erster Gedanke war „Hotel concept creators? Sowas gibt’s als Beruf?“ Wie wahrscheinlich viele andere, hatte ich noch nie von Hotelkonzeptentwicklung gehört. Eine bittere Bilanz, wenn man bedenkt, dass die Thematik heutzutage umso wichtiger ist. Die Hotellerie steht schließlich vor völlig anderen Herausforderungen als noch vor 10 Jahren, als Gratis-WLAN als Alleinstellungsmerkmal galt. Während meiner Zeit als Flugbegleiterin hatte ich das Privileg, in vielen namhaften Hotels dieser Welt zu nächtigen. Im Gegensatz zu den Hotelketten, welche für jedes Gästebedürfnis eine passende Marke aus der Schublade ziehen können, müssen unabhängige Hotels ihr „Konzept“ selbst entwickeln. Bereits hier fängt die Komplexität an; Hotelkonzept klingt fancy, jede*r behauptet ein’s zu haben, doch in Wahrheit ist der Begriff abstrakt und schwer zu definieren. Da war also zum einen die Hotelkonzeptentwicklung, welche aus theoretischer Sicht nahezu undefiniert ist und zum anderen die Dringlichkeit für einzigartige und wettbewerbsfähige Hotelkonzepte in der Praxis. Ein Paradox, welches wie geschaffen war für eine Forschungsarbeit ;-)

Das Hotelkonzept ist wie ein Puzzle.
Um es zu lösen, braucht es methodisches Vorgehen und kreatives Vorstellungsvermögen.
via @weareMApeople


Du hast es bereits angesprochen, die Hotelkonzeptentwicklung ist ein komplexes Thema. Wie definierst du nach Abschluss deiner Arbeit ein Hotelkonzept? Und wieso hat deine Arbeit ergeben, dass es ein kritischer Erfolgsfaktor für die strategische Entwicklung von Hotels ist?

Die simple Antwort lautet: ein maßgeschneidertes und langfristig-orientiertes Dokument zur strategischen Ausrichtung des Hotelprojektes. Jedoch würde diese Definition dem Begriff „Hotelkonzept“ nicht gerecht werden. Ein Hotel ist weitaus mehr als Gaststube und Übernachtungsmöglichkeit. Es ist ein Ort der Begegnung, Interaktion und Sinneserfahrungen. Ferner ist es aber auch eine Immobilie und ein Geschäftsmodell, wo die Bedürfnisse und Erwartungen verschiedenster Anspruchsgruppen aufeinandertreffen. In der Folge braucht es ein harmonisches Zusammenspiel aus sogenannten harten und weichen Faktoren, um ein stimmiges und ganzheitliches Hotelkonzept zu erarbeiten. Das Hotelkonzept ist wie ein Puzzle. Um es zu lösen, braucht es methodisches Vorgehen und kreatives Vorstellungsvermögen. Konkret bedarf es einer strategischen Grundlage in der Form von Zielformulierung und Identifizierung von Erfolgspotenzialen. Diese ergeben sich aus einer fundierten Analyse zu Markt, Umfeld und Trends. Daraus lässt sich dann ein individuelles Konzept formen, welches Aspekte wie Architektur, Design, Sensorik aber auch die direkten und indirekten Einflüsse auf Mensch und Umwelt berücksichtigt. Das Ergebnis dieses Entwicklungsprozesses ist ein klarer „raison d’être“ FÜR das Hotelvorhaben, welcher auch in Zukunft noch seine Berechtigung hat.

Was war das Ziel deiner Studie und mit welchem Ansatz / welchen Methoden hast du versucht deine Destination zu erreichen?

Obwohl zahlreiche Studien zu Hotelmanagement- und Projektentwicklung existieren, wurde meines Wissens Hotelkonzeptentwicklung in der Theorie wie in der Praxis bisher nur wenig diskutiert. Folglich wollte ich mit meiner Thesis einen kleinen, aber wesentlichen Beitrag zu dieser bestehenden Wissenslücke leisten. Dazu habe ich erforscht, wie die Branche den Begriff „Hotelkonzept“ versteht und wie verbreitet die Hotelkonzeptentwicklung in der Schweizer Ferienhotellerie ist. Zu diesem Zweck führte ich Interviews mit Branchenexpert*innen, Hotelbesitzer*innen- und Manager*innen durch. Den Forschungsfokus richtete ich dabei auf nicht-markenzugehörige Hotels in ländlichen Gebieten. Der exploratorische Charakter meiner Forschung ermöglichte es mir, ein tiefes Verständnis für das Thema zu entwickeln und daraus Erkenntnisse über den Status quo der Hotelkonzeptentwicklung zu gewinnen.

Du hast dich sowohl mit Branchenexpertinnen als auch mit Managern und Besitzern unterhalten: Was hat deine Forschung in Bezug auf die Definition von Hotelkonzepten sowie deren praktische Verwendung ergeben? Und welche Schlüsse hast du daraus gezogen?

Grundsätzlich fiel es allen Befragten schwer, das Hotelkonzept in Worten zu definieren. Das kommt daher, dass ein Konzept häufiger mit einer Idee als mit einem strategischen Dokument in Verbindung gebracht wird. Nicht selten wird daher in der Praxis das Konzept oft als Bestandteil vom Business Plan verstanden. Während die Branchenexpert*innen jedoch grundsätzlich der Auffassung sind, dass ein Hotelkonzept möglichst holistisch sein sollte, so assoziieren die Hotelbesitzer und Managerinnen damit vorwiegend die Vorstellung zu den materiellen und produkt-spezifischen Elementen des Hotels. Beispielsweise nannten sie die außergewöhnliche Innenarchitektur, die Seminarraumausstattung oder das vielfältige gastronomische Angebot als bedeutend für „ihr“ Hotelkonzept. Auffallend war dabei, dass die befragten Hoteliers ihr Konzept basierend auf Erfahrungswerten, Annahmen und aus dem Bauchgefühl entwickelten. Einige gaben sogar ehrlich zu, dass in ihrem Hotel nichts geplant, sondern einfach gemacht wurde. Diese Vorgehensweise ist entgegen der Expertenmeinung und der gegenwärtigen Literatur, welche besagt, dass ein Konzept auf Fakten gestützt sein sollte. In der Folge war es wenig überraschend, dass in den fünf von sechs untersuchten Hotelprojekten kein schriftliches Hotelkonzept mittels einem strategischen Planungsprozesses entwickelt wurde.

Diese Tatsachen deutet stark darauf hin, dass schriftliche Hotelkonzepte in der Schweizer Ferienhotellerie (sofern keine externe Beratungsagentur involviert ist) eher die Ausnahme als die Regel sind. Ich sehe einen möglichen Grund darin, dass in der Hotellerie der Zweck und Nutzen von Hotelkonzepten schlichtweg noch zu wenig bekannt ist.

Was sind die Risiken, welche Hotelbetreibende in Betracht ziehen müssen, wenn sie kein fundiertes Hotelkonzept haben? Und wenn wir die Frage auf die gesamte Hospitality-Industrie ausweiten: Was können wir tun, um die Hotelkonzeptentwicklung mehr in den Fokus der Branche zu rücken?

Hotelprojekte sind meist langjährige, kostspielige und risikobehaftete Projekte. Ich bin der Meinung, wer ein weit entferntes Ziel „ersegeln“ will, braucht Kenntnisse über den richtigen Kurs, um dort auch wirklich anzukommen. Das Steuern „auf Bauchgefühl“ gelingt nur den Wenigsten, daher ist Navigation die einzige Lösung. Ein ganzheitlich erarbeitetes Hotelkonzept ist dieses richtungsgebende Dokument für alle involvierten Anspruchsgruppen. Ohne Hotelkonzept laufen die Beteiligten jedoch Gefahr, den Kurs zu verlieren oder den Richtigen von Beginn an zu verfehlen. Das zeigt sich dann womöglich erst nach der Eröffnung in Form von operativen und finanziellen Schwierigkeiten. Deswegen ist es wichtig, bereits in einer sehr frühen Phase des Hotelprojekts, egal ob Neubau oder Renovation, sich mit dem Hotelkonzept auseinanderzusetzen. Ich sehe hier eine große Chance für Hotelberatungsagenturen aber auch Branchenverbände und Hochschulen, welche das Thema weiter aufgreifen und das nötige Knowhow verbreiten können. Beispielsweise erarbeiten Studierende an der Fachhochschule Graubünden ein Hotelkonzept direkt an einem Fallbeispiel. Als junge Berufsleute können sie mit diesem Wissen neue Anstöße in die Betriebe bringen.

Nach deiner erfolgreichen Verteidigung der Arbeit: Was sind deine Zukunftspläne? Wie möchtest du weiterhin die Hotelbranche verändern?

Ich habe während meiner Forschungszeit große positive Resonanz und Interesse seitens der befragten Interviewpartner erfahren. Das freut mich, weil es zeigt, dass ein Umdenken in der Branche bereits stattfindet. Als Praktikerin ist es für mich aber wichtig, bei all den theoretischen Grundlagen das Verständnis für die täglichen Herausforderungen in der Praxis nicht zu verlieren. Schließlich wollen wir nicht nur Hotelkonzepte, welche auf Papier gut klingen, sondern solche, die auch langfristig im Alltagsgeschäft funktionieren. Das ist eine Gratwanderung, deren ich mich sicherlich auch in Zukunft annehmen werde.

Wie immer, unsere abschließende MAp meets Frage: Was macht für dich persönlich ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis aus?

„Gast“ zu sein ist für mich immer eine sehr persönliche Erfahrung und wird dann unvergesslich, wenn ich mit dem Ort und den Menschen rundherum im Einklang bin. Dabei spielt es keine Rolle, ob Luxusresort oder Guesthouse – denn das Gefühl von „Ankommen“ entsteht bei mir nicht durch Sternekategorien oder Marken, sondern aus dem Herzen.

About Jennifer Renggli:

Jennifer hat ihr Tourismus-Bachelorstudium an der Fachhochschule Graubünden in Chur erfolgreich abgeschlossen und ist gelernte Mediamatikerin. Das Reisefieber hat sie auf ihrem ersten Solo-Trip nach Indonesien ergriffen. Seither hat sie z.B. in den Vereinigten Arabischen Emiraten gelebt und dort für eine internationale Airline gearbeitet. So findet man sie auch oft am Aufschreiben ihrer Reiseerinnerungen in charmanten Kaffeebars.  

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Das Hotelkonzept ist wie ein Puzzle

Comments

Ricky Sharma

Nice! This opens up my view of the hotel industry. Many new and previously undiscussed points there!

Karsten Schmidt-Hoensdorf

Thanx, interesting challenging points of interest identified and discussed!

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