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Die Handbuch-Kollektion ist dein praxisnahes Nachschlagewerk für Purpose, People, Planet und Profit. Du musst nichts von vorne bis hinten lesen: Öffne das Kapitel, das du gerade brauchst, nutze die passenden Vorlagen und bring Struktur in Entscheidungen, Umsetzung und Kommunikation.

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Mach dein Hotel zu MAp Boutique Consultancy - Der Nachhaltigkeits-Shop für Hotels - Die Nachhaltigkeits-Kollektion für Hotels nachhaltigen Hotel.
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Was in der Handbuch-Kollektion steckt

Ein praxisnahes System, mit dem du Nachhaltigkeit im Hotel strukturiert umsetzt und im Alltag verankerst.

Enthalten sind:

  • Eine klare, umsetzbare Einführung in die drei Säulen der Nachhaltigkeit: sozial, ökologisch, ökonomisch
  • 18 Übungen, um von der Theorie in die Umsetzung zu kommen
  • 16 Scorecards, um Fortschritte zu messen und sauber zu dokumentieren
  • Hunderte konkrete Massnahmen, die du sofort im Betrieb anwenden kannst
  • Leitfragen und Empfehlungen aus unserer Arbeit mit Hoteliers, Hotelmarken, Unternehmen und Investorinnen
  • Interviews mit Branchen-Insidern, Vordenkerinnen und Hoteliers
  • Tools und Technologien, die dich bei der Umsetzung im Alltag unterstützen
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Für den Preis einer durchschnittlichen Hotelübernachtung bringst du dein Hotel auf den richtigen Kurs, für spürbaren Impact und messbare Fortschritte.

Als B Corp-zertifiziertes Unternehmen empfehlen wir dir das digitale Handbuch als PDF. Du erhältst mehrere Versionen zur einfachen Nutzung und zum Teilen mit deinem Team. Als Bonus bekommst du das Einführungs-PDF kostenlos dazu.

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The Sustainable Hotel Handbook: Einführung

The Sustainable Hotel Handbook: Purpose (DEU)

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The Sustainable Hotel Handbook: Profit (DEU)

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Was eine starke Nachhaltigkeits-Strategie für dein Hotel bewirkt

Das bringt dir ein strukturiertes System für Purpose, People, Planet und Profit:

  • Mehr Buchungen durch neue Gästesegmente und eine klare Positionierung
  • Mehr Effizienz und niedrigere Kosten durch bessere Ressourcennutzung
  • Mehr Resilienz durch weniger Risiko und bessere Vorbereitung auf turbulente Zeiten
  • Sicherheit bei Vorgaben – du erfüllst Anforderungen und Reporting-Pflichten einfacher
  • Klare Differenzierung am Markt und höhere Attraktivität für Partnerschaften und Investitionen
  • Mehr Rückenwind von Gästen, Mitarbeitenden, Partnern und der lokalen Community
  • Mehr Sichtbarkeit durch Medien, Anerkennung und Auszeichnungen, die deine Arbeit verstärken

Die Fachleute hinter diesem Handbuch

The Sustainable Hotel Handbook - Kollektion bietet Einblicke und Empfehlungen von einigen der klügsten Köpfe, welche die Zukunft der Hotellerie gestalten.

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Handbuch-Kollektion

Für wen ist die Handbuch-Kollektion gedacht?

Für unabhängige und Boutique-Hotels, die Nachhaltigkeit strukturiert umsetzen wollen – egal, ob du ein bestehendes Hotel weiterentwickelst oder ein neues Hotel konzipierst. Die Kollektion hilft dir, Prioritäten zu setzen, Massnahmen umzusetzen und Fortschritte messbar zu machen.

Was bekomme ich genau, wenn ich die Kollektion kaufe?

Du erhältst die vier Handbücher zu Purpose, People, Planet und Profit. Darin enthalten sind Übungen, Checklisten, Scorecards und konkrete Massnahmen, die du direkt im Betrieb anwenden kannst.

Muss ich alles von vorne bis hinten lesen?

Nein. Die Handbücher sind als Nachschlagewerk aufgebaut. Du öffnest das Kapitel, das du gerade brauchst, nutzt die passenden Vorlagen und setzt Schritt für Schritt um.

Ist die Kollektion eher Strategie oder eher Umsetzung?

Beides – aber mit Fokus auf Umsetzung. Du entwickelst eine klare Struktur und setzt sie mit konkreten Massnahmen, Scorecards und Übungen direkt im Hotelalltag um.

What formats is the collection available in?

The collection is available digitally and in print. As a Certified B Corporation, we recommend the digital version because it is the more resource-efficient option and easier to share with your team.

Kann ich die Inhalte mit meinem Team teilen?

Ja. Die Kollektion ist so gedacht, dass du sie im Team nutzen kannst – zum Beispiel für Workshops, Verantwortlichkeiten und die Umsetzung im Alltag.

Wie schnell kann ich starten?

Sofort. Du kannst direkt mit dem ersten Kapitel beginnen, die Übungen nutzen und die ersten Massnahmen priorisieren. Viele Hotels starten mit Planet (Quick Wins) oder Purpose (Ausrichtung), je nachdem, wo der grösste Hebel liegt.

Hilft mir die Kollektion bei Zertifizierungen?

Ja. Die Inhalte sind so aufgebaut, dass du systematisch an Themen arbeitest, die auch in gängigen Hotel-Zertifizierungen eine Rolle spielen. Mit Scorecards machst du Fortschritt sichtbar und kannst gezielt nachschärfen.

Ist das auch für kleine Teams oder Familienbetriebe geeignet?

Ja. Die Kollektion ist bewusst praxisnah und modular. Du kannst klein starten, priorisieren und nach und nach ausbauen, ohne dass du ein grosses Team brauchst.

Was ist der Unterschied zwischen Kollektion und einzelnen Handbüchern?

Mit der Kollektion bekommst du den Gesamtblick und ein zusammenhängendes System über alle Bereiche hinweg. Einzelne Handbücher eignen sich, wenn du nur einen Bereich vertiefen willst – die Kollektion ist ideal, wenn du nachhaltig als Gesamtstrategie im Hotel verankern möchtest.

MAp Boutique Consultancy - Der Nachhaltigkeits-Shop für Hotels - Die Nachhaltigkeits-Kollektion für Hotels
MAp Boutique Consultancy - Der Nachhaltigkeits-Shop für Hotels - Die Nachhaltigkeits-Kollektion für Hotels
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Handbook collection for hotels

Der Shop für Hotel-Nachhaltigkeit

Entdecke praktische Tools und Ressourcen, die nachhaltige Hotellerie einfacher und einen echten Unterschied machen.

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Vier Handbücher, ein klares System: Übungen, Scorecards, Checklisten und sofort umsetzbare Nachhaltigkeits-Massnahmen.
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DER Podcast zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie

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MAp Boutique Consultancy - Der Nachhaltigkeits-Shop für Hotels - Die Nachhaltigkeits-Kollektion für Hotels
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Endlich! Nach einigen Jahren haben wir ein neues MAp meets mit unserem Partner Karsten Schmidt-Hoensdorf, Besitzer des Zürcher Design Studios IDA14, geführt. Für alle Interessierten: HIER könnt ihr unser letztes Gespräch entdecken und nachlesen.

Denn seit mehr als 25 Jahren entwickelt Karsten mit seinem Team “außergewöhnliches Design für außergewöhnliche Räume”. Der Fokus liegt dabei auf Hospitality, Living und auch Unternehmens-Projekten in den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Design. Vor kurzem hat uns Karsten erzählt, auch immer mehr nachhaltiges Design in seine Arbeit mit aufzunehmen. Somit war es höchste Zeit, uns für ein neues Interview zu treffen.

Untertitel
MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, Besitzer des Zürcher Design Studios IDA14
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MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, owner of the Zurich design studio IDA14
Paragraphs

Lieber Karsten, wir freuen uns ungemein, dass wir es endlich geschafft haben wieder zusammen zu sitzen. Da wahrscheinlich nicht alle Leser*innen bei unserem letzten Gespräch dabei waren, könntest du uns bitte einen kurzen Einblick in dein Schaffen und IDA14 geben?

Es freut mich sehr von Dir, Magdalena, und MA people die Einladung zum Interview zu erhalten! Es ist für mich Inspiration und Aufforderung zum Weiterdenken, die Gelegenheit zu haben, mit Euch über meine Arbeit zu reflektieren! Kurz zusammengefasst bearbeite ich mit meinem Team von meist um die 10 junge/n InnenarchitektInnen und ArchitektInnen vorwiegend Hotelprojekte. Wir verstehen uns als Boutique Style Design- und Architekturstudio: Die Teamgröße ist bewusst überschaubar gehalten, unsere AuftraggeberInnen sind meist kleinere, individuelle Hotels oder kleine Hotelketten in der Schweiz.

Das hat einerseits mit der kleinteiligen Hotelstruktur in der Schweiz zu tun, andererseits aber auch mit unserer Vorliebe für Individualität. Die gegenseitige Wertschätzung ist hier oft stärker spürbar als bei internationalen Hotelkonzernen. Ich verstehe meine Arbeit in diesem Zusammenhang als Beitrag an eine hochstehende Hotelkultur, wie sie historisch in der Schweiz entstanden ist.

Hier spreche ich einen mir wichtigen Aspekt an: Kultur findet bekanntlich nicht nur in der Oper statt. Kultur ist vielfältig, ein hochstehendes Handwerk, die Pflege traditionellen Wissens und der respektvolle Umgang damit sind für mich ein wichtiger Teil meiner Motivation immer wieder neue Projekte anzugehen, ohne in repetitives Denken und Handeln zu verfallen.

Ich persönlich arbeite nun seit knapp 30 Jahren in diesem Beruf. Ich war, wie in meinem ersten Interview mit Euch beschrieben, von früher Jugend an, an Kunst, Geschichte, Literatur und auch Politik interessiert. Dieses Interesse an der Welt und mein Studium der Geschichte und Politik vor dem Architekturstudium, sind wohl Antrieb und auch Basis bei meiner Arbeit als Fachautor. Ich schreibe in den einschlägigen Medien zu Themen der Hotellerie. Dabei geht es mir um den gesellschaftlichen Kontext der Branche. Hier lassen sich Entwicklungen ablesen und Trends beobachten, die weit über das übliche Verständnis von Design und Architektur hinausgehen.

Als Berater habe ich für Hotelketten wie Swissôtel weltweit gearbeitet. Weiters stehe ich diversen Hotels mit meinem Wissen über die richtige innenarchitektonische Konzeptionierung und Proportionierung zur Seite. Aber auch Banken wie der Credit Suisse bei größeren Projekten.

Ein Thema, über welches wir letzthin viel gesprochen haben, ist die Nachhaltigkeit. Wie integrierst du diese in deine Arbeit? Gab es für dich einen Moment oder vielleicht einen Ort, der dich auf diesen Weg gebracht hat?

Wenn ich einen Ort oder Zeitpunkt suche, wo und wann mein Interesse für Nachhaltigkeit begann, dann kommt es mir als eine selbstverständliche Entwicklung vor, eine Art evolutionärer Designprozess.

Ich erinnere mich, dass vor vielen Jahren die Gestaltung, die visuell erlebbare Ästhetik, dominant und zentral war. In der Schweiz kam traditionell noch eine Haltung hinzu, die Aspekte wie Materialechtheit und hochwertige Handwerksarbeit wertschätzte.

Als Director Interior Design war ich mehrere Jahre für einen Schweizer 5* Hotel Brand auf allen Kontinenten unterwegs, briefte und coachte die Design- und Architekturteams von vielen Renovations- und Neubauprojekten. Dabei wurde mir deutlich bewusst, wie sehr wir uns im kontinentalen Europa und speziell in der Schweiz, von den zumeist angelsächsischen Designfirmen unterscheiden, die weltweit große Hotelprojekte umsetzen. Faszinierend und für mich eine absolute Ausnahme in diesem Zusammenhang war dabei meine Zusammenarbeit mit einem japanischen Innenarchitekten. Bei einem Umbauprojekt in Japan erlebte ich, wie nah wir einander in unseren Auffassungen zu Architektur und Design kamen. Deswegen freue ich mich sehr auf meine kommende Japanreise, wofür ich Handwerk, Architektur und Design - neben der Natur - zu den zentralen Themen meiner Reiseplanung gemacht habe. Und die Vorfreude ist natürlich groß: diese Reise ist nun seit anderthalb Jahren „on hold“ - ich hoffe auf das nächste Jahr.

Wir drücken die Daumen, dass es endlich mit deiner Japanreise klappt. Wenn wir in der Zukunft bleiben: welche Prinzipien und Trends denkst du, werden im Design immer wichtiger?

Die Prinzipien sind komplex und werden sich immer weiterentwickeln. Es gibt verschiedenste Labels und Zertifikate zur Nachhaltigkeit, auch in der Hotellerie. Magdalena, Du hast mir das anspruchsvolle Label B Corp gezeigt, auf das Du Dich mit Deinem Unternehmen fokussierst: Ich beschäftige mich nun damit, habe Respekt vor dem Aufwand und werde es weiterverfolgen.

Was unsere tägliche Arbeit in der Planung der Innenarchitektur angeht, kommen diverse Grundprinzipien der Nachhaltigkeit meinen Sympathien und Qualitätsansprüchen entgegen. So z.B. bei der Produkte- und Materialauswahl zu recherchieren, wie sinnvoll und vertretbar die Verwendung in Bezug auf Energieeinsatz und ethischen Grundsätzen bei Herstellung und Transport ist. Des weiteren lege ich Wert auf Materialechtheit, was auch der Recyclierbarkeit entgegenkommt. Auch die Gewinnung und vor allem die Verarbeitung von Rohstoffen sollte, wenn möglich, regional stattfinden. Zum Beispiel beim Einsatz von Holz und Stein.

Ganz weit oben auf meiner Präferenzliste steht das Handwerk: Hier spreche ich, was mich anbetrifft, von einer hochstehenden Kultur, die hoffentlich wieder an Bedeutung gewinnt und Platz im Wirtschaftsdenken findet. Ich liebe gutes Handwerk und ergreife oft die Möglichkeit Handwerksbetriebe zu besuchen. Dazu zählen für mich auch Glasmanufakturen wie Barovier & Toso auf Murano, mit einer durchgängigen Firmengeschichte seit dem 15. Jahrhundert. Oder Leuchtenfirmen wie Louis Poulsen in Kopenhagen, die nicht nur alles selbst und in Dänemark produzieren, sondern ihre Mitarbeitenden zu täglichen Arbeitspausen mit Musik und Gymnastik einladen.

Diese europäischen Firmen sehe ich als regional an, für mich ist Regionalität keine Frage der nationalen Grenzen, sondern der Möglichkeiten. Daher wird es wohl auch in Zukunft Produkte geben, die von weit herkommen, aus Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika.

Hierbei sind, wie vorher schon angesprochen, die Recherchen wichtig: Wie und unter welchen Bedingungen wurde produziert? Wieweit sind ethische Standards glaubwürdig eingehalten worden, wie z.B. bei den Arbeitsbedingungen und der Menschenwürde, Tierwohl und Umweltbelastungen?

Was zukünftige Trends in Bezug auf Nachhaltigkeit angeht, hoffe ich auf positive gesellschaftliche Entwicklungen: Es kann nicht sein, dass Jede und Jeder einen Doktortitel erwerben muss, um Nachhaltigkeit zu verstehen. Für mich sprechen Nachhaltigkeit und unsere großen Krisen einfache Gefühle an: Wer bei sich ist, hat auch einen leichten Zugang zum Verständnis von Nachhaltigkeit. «We are one World» ist eine Frage des Bewusstseins, nicht der Bildung.

Mein Interesse für Nachhaltigkeit,
kommt mir als eine selbstverständliche Entwicklung vor, eine Art evolutionärer Designprozess.
Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
via @weareMApeople


Was sagst du zu jenen Menschen, die glauben, dass es schlichtweg unmöglich ist sowohl Design-orientiert als auch nachhaltig zu sein? Wie erschaffst du schöne Orte und Räume, die auch für die Menschheit und unsere Erde langfristig tragbar sind?

Wir haben in der Menschheitsgeschichte schon viele Wandel des guten Geschmacks durchlaufen. Die 25.000-jährige Steinskulptur der Venus von Willendorf ist die erste bekannte skulpturale Darstellung eines menschlichen Ideals: Eine sehr dicke Frau. Sie stellte ein Schönheitsideal dar, denn in Zeiten von Hunger und Kälte war das wohlgenährt sein ein Traum. Aus heutiger Sicht würde das Übergewicht als problematische Fehlentwicklung angesehen werden… Schönheitsideale können sich also durchaus überleben, wenn sie nicht mehr angemessen sind, wenn sie zu Erkenntnissen im Widerspruch stehen. Ich glaube an ein kollektives, universales Ästhetik-Empfinden. So wie alle Menschen unabhängig von ihrer Kultur Lachen und Weinen verstehen, so gibt es auch Übereinstimmungen in der Wahrnehmung von schön und hässlich, von freundlich und feindlich.

Um also auf die Frage zurückzukommen: Ich spiegle die Aussage zurück und behaupte, es wird in der Zukunft zur allgemeinen Designakzeptanz, zum Schönheitsempfinden, selbstverständlich dazugehören, dass die Gestaltung Standards der Nachhaltigkeit erfüllt. Ein weiter so wie immer eines Hoteldesigners würde mir, beispielsweise als vorausschauender Hotelinvestor, eher Sorge als Freude machen.

Viele unserer LeserInnen sind in der Hotellerie tätig: Was sind die 5 wichtigsten Dinge, die Hotels tun sollten, um Ihre Interieurs nachhaltiger zu machen?

Wer plant, eine Innenarchitektin oder einen Architekten zu beauftragen, muss sich die Zeit nehmen und abklären, im Gespräch und anhand von Referenzprojekten, ob und wie Nachhaltigkeit ein Thema in der Gestaltung des betreffenden Design-Büros ist. Wer selbst zur Tat schreiten möchte, sollte sich mit guten regionalen Handwerksbetrieben beraten und die passenden PartnerInnen aussuchen. Herstellende von Möbeln gibt es in der Schweiz und im nahen Ausland sehr gute und nachhaltige. Firmen wie De Sede, Horgen Glarus, Embru, Alias, Girsberger und andere versprechen Langlebigkeit; aber nicht nur das: Nach vielen Jahren Gebrauch restaurieren sie diese Möbel auch. So zahlt ein Hotel vielleicht einen höheren Einstandspreis als bei No-Name-Produkten von irgendwo, dafür halten diese aber auch Jahrzehnte lang. Die Lebensdauer eines Möbels ist ein wichtiges Kriterium der Nachhaltigkeit. In der Regel sind diese Möbel sorgfältig gestaltet und strahlen eine hohe Wertigkeit aus, was der Gast gern und positiv zur Kenntnis nimmt.

Das gilt auch und besonders für Ledermöbel: Hochwertige Firmen kommunizieren genau von wo die Rinderhäute stammen und wie und mit welchen Chemikalien sie gegerbt wurden. Es ist für mich wie beim Essen: Wenn eine Tiefkühlpizza mit Fleischauflage keine 3.50 Franken kostet, ist doch allen klar, dass keine respektvolle Tierhaltung und keine Wertschätzung dahinter stehen kann…

Ich bin kritisch mit einem momentanen inflationären Hype von Pet-Recycling: Ich frage Herstellende genau nach den Prozessen der Gewinnung von Pet und Fischernetzen und wie und wo die Gewinnung, Verarbeitung und Transporte stattfinden. Wir haben auf der Welt ein Problem mit Pet-Abfall. Aber ist die Verarbeitung zu mehr oder weniger kurzlebigen Produkten sinnvoll? Löst das ein Problem oder schafft es ein Neues? 

Was gibt es an weiteren nachhaltigen Maßnahmen? Ich untersuche vor Renovationen von Hotels und Gastronomieobjekten, ob wirklich alle Möbel entsorgt werden. So bearbeiten wir ein Projekt im Tessin, wo ein handwerklich anspruchsvoll hergestellter Sekretär in den Zimmern altmodisch wirkte. Aber in mattem schwarz lackiert, mit modernen, silberfarbenen Beschlägen und einer coolen Tischlampe ergänzt, wirkt er nun wie neu geboren, ein Lifestyle-Element, welches sein zweites Leben beginnt.

Der Themen-Dreiklang Downcycling, Recyling und Upcycling sollte zur Recherche der Möglichkeiten gehören. Gute Gestaltende sollten Lösungen finden, die überzeugend nachhaltig und hohen Designansprüchen genügend sind.

Was sind deine Hoffnungen für die Hospitality Industrie in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Die Hotellerie und Gastronomie sind großen Herausforderungen ausgesetzt, müssen teils ihre angestammten und bisher gut funktionierenden Geschäftsmodelle hinterfragen. Vieles an der Nachhaltigkeit ist ihnen vertraut über den F&B Bereich: Regionalität und gute Produkte als Voraussetzung für Erfolg, klare Kommunikation und Deklaration von Produkten und Dienstleistungen.

Der zeitgemäße und respektvolle Umgang mit Mitarbeitenden rückt mehr in den Vordergrund, neue Arbeitszeitmodelle werden gefordert.

Ich erhoffe mir durch diese Herausforderungen ein Umdenken mit positiven Auswirkungen für die Zukunft: eine höhere Motivation der Mitarbeitenden durch ein kooperatives Management; Vertrauen von Gästen und Mitarbeitenden in die Betriebe, erzielt durch ehrliche Kommunikation; und die Vermeidung von „Green-Washing“, da man sich ehrlich um Nachhaltigkeit bemüht und das auch sichtbar macht.

Karsten, du kennst ja unsere finale MAp meets Frage bereits. Denn diese dreht sich auch noch nach all den Jahren um unseren Kernservice – der Entwicklung von nachhaltigen Hotelkonzepten und Hotelmarken. Was macht für dich persönlich einen Hotelaufenthalt einzigartig?

Ich bin, wie meine Partnerin auch, ein leidenschaftlicher Gastronomie- und Hotelgenießer. Wir studieren online verschiedene Angebote und wählen sorgfältig aus. Wenn das Hotel und das Restaurant dann ein Erlebnis sind, mir eine einzigartige, nicht austauschbare Erinnerung schenken, dann komme ich glücklich nach Hause zurück! Zu diesem Glück braucht es Mitarbeitende, die mich ein echtes „Willkommen-sein“ spüren lassen. Räumlichkeiten, die überraschen, mit Details und als Gesamteindruck. Räume, die eine warme und freundliche Atmosphäre ausstrahlen und gleichzeitig zeitgemäß modern gestaltet sind, vielleicht auch manchmal unvergesslich auf die Spitze getrieben… Hotel- und Gastronomiebetriebe deren Essen morgens, mittags und abends verführerisch ist.

Orte die Sehnsucht auslösen, wenn ich mich später an sie erinnere.

Über Karsten Schmidt-Hoensdorf:

Nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Toulouse und München wandte er sich der Architektur zu und schloss ein Studium der Innenarchitektur ab. Über Jahre war Karsten als Berater für Hotelentwicklungen und Renovierungen für Swissôtel Hotels & Resorts weltweit in der Position des Director Interior Design verantwortlich und doziert heute zu Themen wie: Prozesse in der Design-Entwicklung führen sowie Qualitätskriterien im Design.

MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
MAp boutique consultancy meets Karsten Schmidt-Hoensdorf, IDA14
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Main blog image: Photographer Marion Nitsch for Lunax

Photos 1 and 2: Marktgasse Hotel, Zurich
Award winning: Best Hotel Concept DACH, AIT Award
Photographer: Bruno Helbling

Photos 3, 4 and 5: Kurklinik Bad Schinznach, Switzerland Photographer:Dominik Golob und Felix Wey

Photos 6 and 7: Sorell Hotel Zürichberg, Zurich
Photographer: Bruno Helbling

Photos 8 and 9: Single-family house Kilchberg, Zurich
Photographer: Bruno Helbling

 

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„We are one World“ ist eine Frage des Bewusstseins, nicht der Bildung

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Heute freuen wir uns sehr, dieses MAp meets mit Jennifer Renggli, Studentin der Fachhochschule Graubünden zu führen. Jennifer war das letzte Jahr über unsere Mentee und hat sich entschlossen, ihre Bachelor-Thesis unserem Lieblingsthema zu widmen: der Hotelkonzeptentwicklung. Im September hat sie ihre Arbeit mit dem Titel „Concept development in Swiss unaffiliated hotels“ äußerst erfolgreich und mit der höchsten Punktezahl verteidigt.

Als Co-Advisor dieser Arbeit sind wir darüber natürlich sehr erfreut. Doch bevor wir mit den Fragen beginnen, möchten wir uns ganz herzlich bei Prof. Norbert Hörburger, Stv. Leiter Forschung & Dienstleistung ITF und Advisor der Thesis für die großartige Zusammenarbeit bedanken. Sowie auch bei Riccarda Ryffel, die für das Mentoring Programm der Fachhochschule Graubünden verantwortlich ist und uns überhaupt erst mit Jennifer in Verbindung gebracht hat. Wir durften Jennifer nämlich zuerst als Mentorinnen unterstützen. Aus der guten Zusammenarbeit im Mentoringjahr entstand die Idee, dass Jennifer mit unserer Unterstützung ihre Bsc Thesis in Angriff nimmt. Über das tolle Ergebnis und die vielen Erkenntnisse erfahren wir gleich mehr. 

Untertitel
MAp trifft Jennifer Renggli, Studentin der Fachhochschule Graubünden
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The hotel concept is like a puzzle.
Paragraphs

Liebe Jennifer, wir gratulieren zur überaus erfolgreichen Verteidigung deiner Thesis! Wie du in deiner Arbeit feststellt, wurde die Hotelkonzeptentwicklung bisher kaum in der akademischen Literatur berücksichtigt – wieso hast du trotzdem dieses Thema für deine Arbeit gewählt? Was hat dein Interesse geweckt (unabhängig von unserem Mentoringjahr)?

Vielen Dank! Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Kommilitonin, welche mir begeistert über eure Arbeit bei MAp erzählt hat. Mein erster Gedanke war „Hotel concept creators? Sowas gibt’s als Beruf?“ Wie wahrscheinlich viele andere, hatte ich noch nie von Hotelkonzeptentwicklung gehört. Eine bittere Bilanz, wenn man bedenkt, dass die Thematik heutzutage umso wichtiger ist. Die Hotellerie steht schließlich vor völlig anderen Herausforderungen als noch vor 10 Jahren, als Gratis-WLAN als Alleinstellungsmerkmal galt. Während meiner Zeit als Flugbegleiterin hatte ich das Privileg, in vielen namhaften Hotels dieser Welt zu nächtigen. Im Gegensatz zu den Hotelketten, welche für jedes Gästebedürfnis eine passende Marke aus der Schublade ziehen können, müssen unabhängige Hotels ihr „Konzept“ selbst entwickeln. Bereits hier fängt die Komplexität an; Hotelkonzept klingt fancy, jede*r behauptet ein’s zu haben, doch in Wahrheit ist der Begriff abstrakt und schwer zu definieren. Da war also zum einen die Hotelkonzeptentwicklung, welche aus theoretischer Sicht nahezu undefiniert ist und zum anderen die Dringlichkeit für einzigartige und wettbewerbsfähige Hotelkonzepte in der Praxis. Ein Paradox, welches wie geschaffen war für eine Forschungsarbeit ;-)

Das Hotelkonzept ist wie ein Puzzle.
Um es zu lösen, braucht es methodisches Vorgehen und kreatives Vorstellungsvermögen.
via @weareMApeople


Du hast es bereits angesprochen, die Hotelkonzeptentwicklung ist ein komplexes Thema. Wie definierst du nach Abschluss deiner Arbeit ein Hotelkonzept? Und wieso hat deine Arbeit ergeben, dass es ein kritischer Erfolgsfaktor für die strategische Entwicklung von Hotels ist?

Die simple Antwort lautet: ein maßgeschneidertes und langfristig-orientiertes Dokument zur strategischen Ausrichtung des Hotelprojektes. Jedoch würde diese Definition dem Begriff „Hotelkonzept“ nicht gerecht werden. Ein Hotel ist weitaus mehr als Gaststube und Übernachtungsmöglichkeit. Es ist ein Ort der Begegnung, Interaktion und Sinneserfahrungen. Ferner ist es aber auch eine Immobilie und ein Geschäftsmodell, wo die Bedürfnisse und Erwartungen verschiedenster Anspruchsgruppen aufeinandertreffen. In der Folge braucht es ein harmonisches Zusammenspiel aus sogenannten harten und weichen Faktoren, um ein stimmiges und ganzheitliches Hotelkonzept zu erarbeiten. Das Hotelkonzept ist wie ein Puzzle. Um es zu lösen, braucht es methodisches Vorgehen und kreatives Vorstellungsvermögen. Konkret bedarf es einer strategischen Grundlage in der Form von Zielformulierung und Identifizierung von Erfolgspotenzialen. Diese ergeben sich aus einer fundierten Analyse zu Markt, Umfeld und Trends. Daraus lässt sich dann ein individuelles Konzept formen, welches Aspekte wie Architektur, Design, Sensorik aber auch die direkten und indirekten Einflüsse auf Mensch und Umwelt berücksichtigt. Das Ergebnis dieses Entwicklungsprozesses ist ein klarer „raison d’être“ FÜR das Hotelvorhaben, welcher auch in Zukunft noch seine Berechtigung hat.

Was war das Ziel deiner Studie und mit welchem Ansatz / welchen Methoden hast du versucht deine Destination zu erreichen?

Obwohl zahlreiche Studien zu Hotelmanagement- und Projektentwicklung existieren, wurde meines Wissens Hotelkonzeptentwicklung in der Theorie wie in der Praxis bisher nur wenig diskutiert. Folglich wollte ich mit meiner Thesis einen kleinen, aber wesentlichen Beitrag zu dieser bestehenden Wissenslücke leisten. Dazu habe ich erforscht, wie die Branche den Begriff „Hotelkonzept“ versteht und wie verbreitet die Hotelkonzeptentwicklung in der Schweizer Ferienhotellerie ist. Zu diesem Zweck führte ich Interviews mit Branchenexpert*innen, Hotelbesitzer*innen- und Manager*innen durch. Den Forschungsfokus richtete ich dabei auf nicht-markenzugehörige Hotels in ländlichen Gebieten. Der exploratorische Charakter meiner Forschung ermöglichte es mir, ein tiefes Verständnis für das Thema zu entwickeln und daraus Erkenntnisse über den Status quo der Hotelkonzeptentwicklung zu gewinnen.

Du hast dich sowohl mit Branchenexpertinnen als auch mit Managern und Besitzern unterhalten: Was hat deine Forschung in Bezug auf die Definition von Hotelkonzepten sowie deren praktische Verwendung ergeben? Und welche Schlüsse hast du daraus gezogen?

Grundsätzlich fiel es allen Befragten schwer, das Hotelkonzept in Worten zu definieren. Das kommt daher, dass ein Konzept häufiger mit einer Idee als mit einem strategischen Dokument in Verbindung gebracht wird. Nicht selten wird daher in der Praxis das Konzept oft als Bestandteil vom Business Plan verstanden. Während die Branchenexpert*innen jedoch grundsätzlich der Auffassung sind, dass ein Hotelkonzept möglichst holistisch sein sollte, so assoziieren die Hotelbesitzer und Managerinnen damit vorwiegend die Vorstellung zu den materiellen und produkt-spezifischen Elementen des Hotels. Beispielsweise nannten sie die außergewöhnliche Innenarchitektur, die Seminarraumausstattung oder das vielfältige gastronomische Angebot als bedeutend für „ihr“ Hotelkonzept. Auffallend war dabei, dass die befragten Hoteliers ihr Konzept basierend auf Erfahrungswerten, Annahmen und aus dem Bauchgefühl entwickelten. Einige gaben sogar ehrlich zu, dass in ihrem Hotel nichts geplant, sondern einfach gemacht wurde. Diese Vorgehensweise ist entgegen der Expertenmeinung und der gegenwärtigen Literatur, welche besagt, dass ein Konzept auf Fakten gestützt sein sollte. In der Folge war es wenig überraschend, dass in den fünf von sechs untersuchten Hotelprojekten kein schriftliches Hotelkonzept mittels einem strategischen Planungsprozesses entwickelt wurde.

Diese Tatsachen deutet stark darauf hin, dass schriftliche Hotelkonzepte in der Schweizer Ferienhotellerie (sofern keine externe Beratungsagentur involviert ist) eher die Ausnahme als die Regel sind. Ich sehe einen möglichen Grund darin, dass in der Hotellerie der Zweck und Nutzen von Hotelkonzepten schlichtweg noch zu wenig bekannt ist.

Was sind die Risiken, welche Hotelbetreibende in Betracht ziehen müssen, wenn sie kein fundiertes Hotelkonzept haben? Und wenn wir die Frage auf die gesamte Hospitality-Industrie ausweiten: Was können wir tun, um die Hotelkonzeptentwicklung mehr in den Fokus der Branche zu rücken?

Hotelprojekte sind meist langjährige, kostspielige und risikobehaftete Projekte. Ich bin der Meinung, wer ein weit entferntes Ziel „ersegeln“ will, braucht Kenntnisse über den richtigen Kurs, um dort auch wirklich anzukommen. Das Steuern „auf Bauchgefühl“ gelingt nur den Wenigsten, daher ist Navigation die einzige Lösung. Ein ganzheitlich erarbeitetes Hotelkonzept ist dieses richtungsgebende Dokument für alle involvierten Anspruchsgruppen. Ohne Hotelkonzept laufen die Beteiligten jedoch Gefahr, den Kurs zu verlieren oder den Richtigen von Beginn an zu verfehlen. Das zeigt sich dann womöglich erst nach der Eröffnung in Form von operativen und finanziellen Schwierigkeiten. Deswegen ist es wichtig, bereits in einer sehr frühen Phase des Hotelprojekts, egal ob Neubau oder Renovation, sich mit dem Hotelkonzept auseinanderzusetzen. Ich sehe hier eine große Chance für Hotelberatungsagenturen aber auch Branchenverbände und Hochschulen, welche das Thema weiter aufgreifen und das nötige Knowhow verbreiten können. Beispielsweise erarbeiten Studierende an der Fachhochschule Graubünden ein Hotelkonzept direkt an einem Fallbeispiel. Als junge Berufsleute können sie mit diesem Wissen neue Anstöße in die Betriebe bringen.

Nach deiner erfolgreichen Verteidigung der Arbeit: Was sind deine Zukunftspläne? Wie möchtest du weiterhin die Hotelbranche verändern?

Ich habe während meiner Forschungszeit große positive Resonanz und Interesse seitens der befragten Interviewpartner erfahren. Das freut mich, weil es zeigt, dass ein Umdenken in der Branche bereits stattfindet. Als Praktikerin ist es für mich aber wichtig, bei all den theoretischen Grundlagen das Verständnis für die täglichen Herausforderungen in der Praxis nicht zu verlieren. Schließlich wollen wir nicht nur Hotelkonzepte, welche auf Papier gut klingen, sondern solche, die auch langfristig im Alltagsgeschäft funktionieren. Das ist eine Gratwanderung, deren ich mich sicherlich auch in Zukunft annehmen werde.

Wie immer, unsere abschließende MAp meets Frage: Was macht für dich persönlich ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis aus?

„Gast“ zu sein ist für mich immer eine sehr persönliche Erfahrung und wird dann unvergesslich, wenn ich mit dem Ort und den Menschen rundherum im Einklang bin. Dabei spielt es keine Rolle, ob Luxusresort oder Guesthouse – denn das Gefühl von „Ankommen“ entsteht bei mir nicht durch Sternekategorien oder Marken, sondern aus dem Herzen.

About Jennifer Renggli:

Jennifer hat ihr Tourismus-Bachelorstudium an der Fachhochschule Graubünden in Chur erfolgreich abgeschlossen und ist gelernte Mediamatikerin. Das Reisefieber hat sie auf ihrem ersten Solo-Trip nach Indonesien ergriffen. Seither hat sie z.B. in den Vereinigten Arabischen Emiraten gelebt und dort für eine internationale Airline gearbeitet. So findet man sie auch oft am Aufschreiben ihrer Reiseerinnerungen in charmanten Kaffeebars.  

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Das Hotelkonzept ist wie ein Puzzle

Comments

Ricky Sharma

Nice! This opens up my view of the hotel industry. Many new and previously undiscussed points there!

Karsten Schmidt-Hoensdorf

Thanx, interesting challenging points of interest identified and discussed!

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Heute freuen wir uns sehr mit dem Unternehmer und Gründer Piero Achermann über sein Projekt, das innovative SelfieHotel zu sprechen. Wir wagen auch einen Blick in die Zukunft und sind gespannt, welches Pop-Up uns als nächstes als Social Media Spielplatz erwartet. Viel Spaß beim Lesen!

Untertitel
MAp trifft Piero Achermann, Co-Founder von SelfieHotel
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#wirsindzukunft
Paragraphs

Lieber Piero, vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses MAp meets nimmst. Vor einem Jahr seid ihr mit dem ersten SelfieHotel Pop-up Museum in Zürich gestartet, kannst du unseren Leser*innen zu Beginn dieses Gesprächs einen kurzen Einblick geben, was dich in die Gastronomie / Hotellerie verschlagen hat und natürlich, wie es zu diesem Projekt gekommen ist?

Die Idee zum SelfieHotel kam nach der ersten Schockstarre im Frühling 2020, als wir bei Aroma uns überlegt haben, wie die durch die Pandemie leer stehenden Räumlichkeiten genutzt werden könnten. In erster Linie hatten wir hierbei Gastronomie-Betriebe im Fokus, welche behördlich geschlossen waren. Aber da eine Wiederöffnung auch im Bar- und Clubbereich absehbar wurde, viele Stadthotels aber immer noch eine sehr schlechte Buchungslage hatten, haben wir erste Anfragen versendet und uns nach kurzer Bedenkzeit für das 25h Hotel an der Langstrasse / Europaallee in Zürich entschieden.

Das SelfieHotel ist ein temporärer Social Media Spielplatz und zielt vordergründig auf ein junges Publikum ab, welches außergewöhnlichen
Content für ihre Social Media Feeds erstellen möchte.
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Was genau ist unter einem SelfieHotel zu verstehen? Was ist das Konzept dahinter und welche Zielgruppen wolltet ihr damit vordergründig ansprechen?

Das SelfieHotel ist ein temporärer Social Media Spielplatz und zielt vordergründig auf ein junges Publikum ab, welches außergewöhnlichen Content für ihre Social Media Feeds erstellen möchte. Hierfür erstellen wir im Kulissenbau in den Hotelzimmern verrückte Sets zum Fotografieren, Filmen, Boomerangs, Posieren, Tanzen und Lachen! Für den Besuch können dann bei uns auf selfiehotel.ch Timeslots gebucht werden. Der Eintritt kostet rund CHF 25.

Wie waren die Reaktionen zum ersten SelfieHotel und wie sieht die weitere Projektplanung aus? Ist eine Ausweitung des Projektes geplant und was erwartet uns in diesem Jahr?

Wir waren vom Ansturm massiv überrascht; Das SelfieHotel war über Wochen ausgebucht. Deshalb haben wir die Öffnungszeiten angepasst und entschieden, die  Laufzeit um einen Monat zu verlängern. Über die 3 Monate konnten wir in Zürich knapp 20‘000 Besucher begrüßen.

In diesem Jahr planen wir die Eröffnung des SelfieHotel Lausanne auf den 1. Mai, vorausgesetzt die epidemiologisches Situation lässt dies zu.

Gerne würden wir mit dem Konzept auch weitere Städte bespielen und sind hierfür bereits in Planung, aber auch offen für Vorschläge.

Wenn wir nun gemeinsam in die Zukunft blicken: Was denkst du erwartet uns nach COVID-19? Welche Trends werden die Schweizer und die internationale Hotellerie prägen?

Die Hotellerie und Gastronomie und die Veranstaltungsbranche sind die am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige; deshalb ist in diesen Bereichen auch eine hohe geistige und betriebliche Agilität und Frustrationstoleranz notwendig, um durch diese Krise zu kommen. In diesem Sinne hoffe ich, dass die Krise nicht nur finanzielle Verlierer hervorbringt, sondern im gleichen Ausmaß an Format, Charakter und Ausdauer gestärkte Unternehmer.

Als MA people haben wir uns auf die Entwicklung von innovativen Hotelkonzepten und –marken spezialisiert: Was macht für dich einen wirklich besonderen Hotelaufenthalt aus?

Ich weiß persönlichen aber unaufdringlicher Service sehr zu schätzen. Wenn ich am zweiten Tag meines Aufenthaltes bereits die richtige Zeitung auf dem Frühstückstisch finde, dann bin ich glücklich.

About Piero Achermann:

Jahrgang 1980 ist in Luzern aufgewachsen und ist seit 2001 vielseitig unternehmerisch tätig. Neben der langjährigen Tätigkeit als Mitgründer und Geschäftsführer von diversen Unternehmen in Gastronomie und Unterhaltung, ist er seit 2011 auch im Agenturbereich beratend tätig.

#wirsindzukunft
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Heute freuen wir uns sehr Verena Kern Nyberg, die Direktorin der Sinn & Gewinn Hotels zu treffen. Fünf engagierte Frauen gründeten 1998 die gemeinnützige Aktiengesellschaft Frauenhotel AG, die hinter den Sinn & Gewinn Hotels steht. Gemeinnützig heißt, dass Gewinne nicht an die Aktionär*innen ausgeschüttet, sondern in die Weiterentwicklung des sozialen Unternehmertums investiert werden.

Untertitel
MAp meets Verena Kern Nyberg, die Geschäftsführerin der Sinn & Gewinn Hotels
Blog main image
Those who do not fight have already lost!
Paragraphs

Liebe Frau Kern Nyberg, herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Gespräch genommen haben. Können Sie unseren Lesern einen kurzen Einblick geben, wie es den Sinn & Gewinn Hotels in dieser außergewöhnlichen Zeit geht?

Wir können es vielleicht so umschreiben: es ist ein Auf-und-Ab auf tiefem Niveau. Das „Auf“ steht dabei für die Hoffnung am Horizont. Der Lockdown hat uns stark getroffen, von einem auf den anderen Tag hatten wir keine Gäste mehr und sahen uns im Frühjahr 2020 leider gezwungen, unsere Hotels bis Pfingsten zu schließen. Mit Ausnahme von zwei Pensionen, wo wir vor allem Dauermieterinnen beherbergen. Der darauffolgende Sommer war passabel und wir konnten uns mit viel Sparen und guter Planung über Wasser halten. Seit der zweiten Welle stehen wir wieder fast so schlecht da, wie beim ersten Lockdown. Was uns jetzt allerdings hilft die Hotels geöffnet zu lassen, sind die Long-Stay Konzepte, die wir im Sommer entwickelt haben.

Wer nicht kämpft,
hat schon verloren!
@verenakernnyberg
via@weareMApeople


Sie haben die Langzeitgäste in ihren Pensionen erwähnt. Weiters wissen wir, dass sich die Gruppe einem gemeinnützigen Wirtschaften verschrieben hat. Können Sie unseren Leserinnen das Konzept der Sinn & Gewinn Hotels etwas genauer erläutern?

Die Sinn & Gewinn Hotels sind vor 20 Jahren mit der Ursprungsidee gestartet, Arbeitsplätze für Frauen mit erschwerten Bedingungen zu schaffen. Das LADYs FIRST Hotel im Seefeld in Zürich wurde als erstes geöffnet und feiert 2021 das 20-jährige Jubiläum. Mit der Zeit wurden weitere Betriebe übernommen, immer mit dem Ziel Frauen mit psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen einen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Da wir in den Pensionen weniger Frauen anstellen konnten, haben wir dort den sozialen Nutzen bei den Bewohnerinnen integriert: ein Drittel der Zimmer sind immer für Frauen in Not- oder Übergangssituationen reserviert.

Wenn wir bei MAp Hotelkonzepte und Marken entwickeln, fragen wir uns immer, was der größere Zweck, der „Purpose“ jeder Unternehmung ist. Seit dem letzten Jahr haben wir festgestellt, dass die Sinnfrage vermehrt auftaucht und auch von einer breiteren Mehrheit diskutiert wird. Wie haben Sie diese Entwicklung miterlebt?

Was ich in den vergangenen Jahren vor allem gesehen habe ist, dass dies nicht mehr nur für den Verkauf des Produktes wichtig ist. Der sich am schnellsten bewegende Markt ist für mich der Human Resources Markt, also der Mitarbeitermarkt. Ich habe den deutlichen Eindruck, dass wir als Sinn & Gewinn Hotels einfacher Mitarbeiter finden und halten können, da wir eben auch Sinn haben und nicht nur Gewinn. Und es bei uns ganz allgemein einfach ein menschlicheres Arbeiten ist, als in vergleichbaren, anderen Hotels.

Beim Konzept der Sinn & Gewinn Hotels spielen Frauen eine zentrale Rolle. Wie haben Sie die Veränderung der Bedürfnisse Ihrer weiblichen Gäste in den letzten Jahren wahrgenommen?

Ich glaube nicht, dass sich die Bedürfnisse an sich fundamental gewandelt haben, der Umgang mit den eigenen Ansprüchen hat sich jedoch stark geändert. Heute werden Bedürfnisse freier und klarer geäußert als früher. Und was wir ebenfalls feststellen: es gibt viel mehr allein reisende Frauen, im Business- als auch im Leisure-Bereich.

Wie hoch ist der Prozentanteil von weiblichen Gästen in Ihren Hotels?

Das LADYs FIRST Hotel ist unser einziges Hotel, in welchem am Anfang nur Frauen begrüßt wurden. Seit 2002 ist das nicht mehr der Fall – Frauen wie auch Männer sind herzlich willkommen.

Zwischenzeitlich haben wir sogar mehr Männer als Frauen zu Gast. Das lässt sich durch Business-Reisende unter der Woche erklären, wo der männliche Anteil noch stark überwiegt. Wenn man den Anteil allerdings mit anderen Hotels im gleichen Segment vergleicht, schöpfen wir einen großen Anteil von weiblichen Business-Reisenden ab.

Nicht nur das Segment der Geschäftsreisen wird mehrheitlich von Männern dominiert, sondern auch die Hotellerie. Auch hier hat es seit 2020 starke Veränderungen gegeben. Was können wir alle tun, um (junge) Frauen zu motivieren in der Hotellerie zu arbeiten und die Geschlechter-Diversität zu fördern?

Das ist ein wirklich großes Thema. Als Frauen können wir z.B. damit anfangen, bereits kleinen Mädchen zu zeigen, was wir alles erreichen können. Ich bin der Überzeugung, dass viel damit zusammenhängt, welche Vorbilder Kinder sehen. Ich habe früher nicht viele Hotel-Direktorinnen wahrgenommen, finde allerdings, dass sich institutionell viel getan hat. Deswegen bin ich auch gerne bereit, Interviews wie dieses zu geben – ganz allgemein mein Gesicht zu zeigen. Dazu ermutige ich auch jede andere Frau!

Wir verlassen kurz die Gegenwart. Welche Hoffnungen haben Sie für 2021, für die Zukunft?

Unabhängig davon, wie sich jetzt die Pandemie entwickelt, ist meine Hoffnung, dass ein kultivierter und mit Fakten unterfütterter Diskurs geführt wird. Dass nicht die „Hobbyvirologen“ das Ruder übernehmen und das Ganze noch mehr mit Gerüchten, „Fake News“ und Verschwörungen nähren. Ich wünsche mir einen Sieg der Vernunft.

Wir bei MAp sagen oft, wenn „Shit happens, Shift happens“. In unseren letzten Blogbeiträgen haben wir versucht aufzuzeigen, wie viele Möglichkeiten es in dieser Krisenzeit gibt. Was hat Ihnen die Corona-Zeit an Positivem gebracht? Welche Erkenntnisse haben Sie daraus gezogen?

Unglaublich viel Engagement, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, vorausschauendes Denken: Was brauchen wir jetzt? Wo müssen wir ansetzen? Wir haben Sachen gemacht, probieren sie immer noch und ändern Dinge wieder, all das wäre für mich vor einem Jahr nicht vorstellbar gewesen. Ich persönlich kann sagen, ich wachse an dieser aktuellen Situation.

Wir bei MAp sind Experten in der Konzept- und Markenkreation und stellen oft fest, dass wenn alles „läuft“, langfristige Themen wie Strategieentwicklung, Positionierung, etc. gern zur Seite geschoben werden. Dazu haben wir gleich eine Doppelfrage. Zum einen: Wie sehen Sie diese Entwicklung im Markt? Und die zweite Frage: Was ist für Sie persönlich ein gutes Hotelkonzept?

Markt ist der Ort, wo Nachfrage und Angebot aufeinandertreffen. Die Nachfrage ist am Boden und daraus ergibt sich, dass die Anbieter sich umso mehr anstrengen und positionieren müssen. Jene Anbieter, die mit Einsatz nach vorne schauen und nicht den Kopf in den Sand stecken, brauchen mehr als je zuvor eine Positionierung und klare Ausrichtung. Hotels, die für sich die Hoffnung sehen, dass sie aus dieser Krise rauskommen können, die klemmen sich jetzt hinters Konzept und die Positionierung.

Und um die zweite Frage zu beantworten: Für mich ist ein gutes Hotelkonzept, wenn die werbliche Aussage auf der Webseite mit dem übereinstimmt, was ich vorfinde, wenn ich ins Hotel gehe. Weiters sollen dann auch noch die Mitarbeitenden zum Ganzen passen und voll und ganz hinter der Hotel-Philosophie stehen. Ein gutes Hotelkonzept ist somit für mich, wenn alles aus einem Guss und in sich eine runde Sache ist.

Was möchten Sie unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?

„Wer kämpft, kann gewinnen. Wer nicht kämpft hat schon verloren.“ Das ist eigentlich so mein Spruch und ich glaube im Moment passt der ganz gut.

About Verena Kern Nyberg:

Frau Kern Nyberg wurde 1979 geboren und ist im Südschwarzwald aufgewachsen. Ihr Werdegang beinhaltet: Abschluss der Akademie für Touristik, Freiburg, Fachfrau Marketing mit eidg. FA, Dipl. Hotelmanagerin NDS HF,Transaktionsanalytikerin in Ausbildung. Verena ist Vizepräsidentin der Vereinigung Diplomierter Hoteliers VDH (www.vdh.swiss) sowie Vorstandsmitglied des Zürcher Hoteliervereins. Seit 2012 ist sie die Direktorin der Sinn & Gewinn Hotels: www.sinnundgewinn.ch.

 

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Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

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Heute treffen wir Valentin Schütz, einen der Gründer von Gronda. Gronda vernetzt leidenschaftliche Fachkräfte und großartige Arbeitgeber aus der Gastronomie und Hotellerie und ist damit die am schnellste wachsende Recruiting und Karriereplattform für Gastronomie und Hotellerie im deutschsprachigen Raum. Wie es zu dieser Erfolgsgeschichte gekommen ist, erfährt ihr hier:

Untertitel
MAp meets Valentin Schütz
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Gastronomie & Hotellerie neu gedacht: eine Erfolgsgeschichte!
Paragraphs

Lieber Valentin, könntest du unseren Lesern kurz erzählen, wie es zu Gronda gekommen ist und was eure Vision ist?

Ja klar. Meine Eltern betreiben selbst ein Hotel, in dem ich aufgewachsen bin. Während meiner Studienzeit habe ich bei einem Heimatbesuch mit meinem Vater über das Hotel gesprochen. Er hat mir dann verzweifelt davon erzählt, wie schwierig es mittlerweile ist, Mitarbeiter zu finden. Als ich mich im Internet auf die Suche nach Rekrutierungsmöglichkeiten gemacht habe, war ich selbst ziemlich geschockt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Industrien gab es überhaupt keinen Anbieter, der einen modernen und effizienten Weg zur Mitarbeitersuche angeboten hat. Daraufhin habe ich die Idee gehabt, Unternehmen und Mitarbeiter mithilfe eines Matching-Algorithmus zusammenzubringen. Das Ziel: Hoteliers und anderen Gastrounternehmern zu helfen, in Zukunft effizienter geeignete Mitarbeiter zu finden.
Daraus ist Gronda entstanden, mit der Vision alle Gastronomen weltweit zu vernetzen. Bevor wir die eigentliche Plattform gelauncht haben, sind wir mit einem Blog gestartet. Auf diesem Blog schreiben wir über Karriere, Business und Lifestyle in der Gastronomie und Hotellerie. Der Blog hat uns glücklicherweise einen super Kickstart für die Plattform gegeben. Mittlerweile besuchen bis zu 200.000 Personen monatlich den Blog und Tausende unsere Plattform.

Es macht extrem großen Spaß in traditionelle Branchen, wie die Hotellerie und Gastronomie,
frische Ideen und Innovation zu bringen.
via @weareMApeople


Wie ist eure Lösung am Markt aufgenommen worden? Worin siehst du den Added Value für Unternehmen, aber auch für Mitarbeiter?

Seit dem Start haben wir extrem viele Unternehmen und auch Mitarbeiter von Gronda überzeugen können und befinden uns immer noch im starken Wachstum. Unser Ziel war es von Anfang an die richtigen Personen zusammenzubringen. Durch unser Matching erhalten Unternehmen in der Branche erstmals die Möglichkeit direkt auf passende Mitarbeiter zuzugreifen. So können sofort nach Einstellung des Jobs, die ersten Jobangebote rausgeschickt werden.Mitarbeiter erhalten endlich mehr Transparenz. Leider ist es für Mitarbeiter in der Branche oft schwierig zu sehen, wie viel Geld sie eigentlich verdienen können oder welche Karrieremöglichkeiten ihnen offenstehen. Wir bringen hier Licht ins Dunkel und ermöglichen es Mitarbeitern zwischen unterschiedlichen Jobangeboten zu wählen.

Wie würdest du dein Leben seit der Gründung beschreiben?

Seit dem Start ist mittlerweile etwas mehr als ein Jahr vergangen und ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten: ALLES hat sich verändert. Als ich alleine in meinem Studentenzimmer angefangen habe Blogbeiträge zu schreiben, hätte ich mir im Traum nicht vorgestellt, dass ich in einem Jahr in einem eigenen Office mit einem Team von sechs Leuten sitzen werde. Es macht extrem großen Spaß in traditionelle Branchen, wie die Hotellerie und Gastronomie, frische Ideen und Innovation zu bringen. Wenn man einen kleinen Blick nach Berlin, London oder gar ins Silicon Valley wagt, sieht man, dass sich die Welt momentan dramatisch schnell verändert. Das macht es noch spannender vorhandene Potentiale zu nutzen und vor allem in der Mitarbeiterbeschaffung neue Lösungen anzubieten.

Was sind weitere spannende Schritte bei euch, auf die wir uns freuen dürfen?

Im Frühjahr 2016 haben wir uns entschieden unsere Vision zu erweitern. Es soll nicht mehr nur darum gehen, die richtigen Mitarbeiter für die richtigen Jobs zu finden. Sondern, dass Gronda in Zukunft auch die Plattform für Inspiration und Wissen für die Branche wird. Gastronomen sollen die Möglichkeit haben ihre Ideen, Gerichte, Rezepte, Einrichtungsideen etc. mit anderen zu teilen und / oder sich von anderen registrierten Usern inspirieren zu lassen. Sie sollen die Möglichkeit haben auf sich aufmerksam zu machen und sich in der Branche zu positionieren, ohne auf unzählige Events oder ins Fernsehen zu müssen. Dem Unternehmen soll dadurch auch mehr Informationen im Rekrutierungsprozess zur Verfügung stehen, abgesehen vom Standard-Lebenslauf und Anschreiben. Doch nicht nur das. Wir wollen, dass Hotels und Restaurants endlich die Möglichkeit haben sich von Mitbewerben als Arbeitgeber zu differenzieren. Dazu haben wir uns extrem spannende Dinge überlegt, die wir in den nächsten Wochen veröffentlichen werden. Wer unserer Facebook-Seite folgt oder sich direkt auf Gronda registriert, bleibt natürlich immer auf dem Laufenden.

Als MA people erstellen wir innovative Hotelkonzepte und -marken: was ist für dich ein innovatives Hotelkonzept? Was macht eine gute und kreative Hotelmarke aus?

Das ist eine sehr gute Frage. Für mich sind jene Hotelkonzepte und Marken innovativ, die vorhandene Muster brechen, aber dennoch authentisch bleiben. Was bringt einem ein super neues und spannendes Konzept, wenn sich der Gast nicht wohlfühlt? Kreative und innovative Hotelmarken sind jene, die sich ganz klar vom Mittbewerber unterscheiden, neue Wege gehen, aber dennoch im Einklang mit dem Vorhandenen sind. Solche Marken passen zum Zeitgeist, zur Landschaft und Kultur und natürlich zu den Unternehmern selbst.

Über Valentin: 

Valentin ist einer der Gründer von Gronda. Er ist selbst in einem Hotel in den Tiroler Bergen aufgewachsen. Schon als Kind war er von der Leidenschaft seiner Eltern beeindruckt. Er hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht der Branche auch weiterhin diese Leidenschaft zu ermöglichen. Neben Gronda ist er auch ein begeisterter Hobbykoch und Läufer.

 

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Gastronomie & Hotellerie neu gedacht: eine Erfolgsgeschichte!

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Heute treffen wir Karsten Schmidt-Hoensdorf, Gründer und kreativer Kopf des Zürcher Architekturbüros IDA14. Mit Fokus auf die Bereiche Hospitality und Corporate Identity designt und entwickelt Karsten mit seinem Team Produkte und setzt Projekte in allen klassischen Bereichen der Innenarchitektur im In- und Ausland um. Wir sind gespannt unter anderem mehr über die aktuellen IDA14 Projekte, seine Einschätzung zur Schweizer Hotellerie und zu Qualität im Design zu erfahren.

Untertitel
MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf
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Hotelarchitektur, gutes Design & Swissness
Paragraphs

Lieber Karsten, könntest du unseren Lesern kurz erzählen, was dich nach deinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften zur Innenarchitektur gebracht hat?

Bereits als Kind wurde ich durch meine Mutter mit Kunst vertraut und habe diese Nähe zu Kunst und Design immer gesucht und geschätzt, selber auch gemalt und mich an Skulpturen gefordert... Mit Ende Zwanzig wurde mir klar, dass ich mich mit meinem Geschichts- und Politikstudium auf eine spannende Materie eingelassen hatte, die aber als Berufsweg sehr trocken und im angestrebten Journalismus auch sehr flüchtig war. Architektur und Innenarchitektur erschienen mir geerdet und kreativ, die Resultate der Arbeit langlebig. Das war meine Motivation spät ein zweites selbstverdientes Studium durchzuziehen. In der Praxis haben sich meine optimistischen Annahmen zum Glück voll bestätigt.

Woran erkennt man gutes Design und gibt es deiner Ansicht nach Qualitätskriterien, um dieses zu beurteilen?

Ja, gutes Design ist kein Zufallsprodukt und es gibt klare Kriterien. Ein weites Thema, hier ein paar spontane Aspekte. Gutes Design...

  • sieht nicht nur gut aus sondern funktioniert auch perfekt: Es löst im besten Fall ein Problem oder bietet einen neuen intelligenten Ansatz für ein Problem.
  • dient dem Menschen: Dieser Punkt beschäftigt mich beim Bearbeiten meiner Projekte im Bereich Alterswohnen und aktuell bei der Renovation einer Kurklinik, die zur Rehabilitation vorwiegend älterer, frisch operierter Menschen dient.
  • ist umweltfreundlich und nachhaltig und wird unter nachvollziehbar menschenwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt
  • enthält nichts Überflüssiges. Es transferiert neue Erkenntnisse und neue Technik in eine gute Form, siehe Apple Produkte.
  • ist originell, also ein Original. Oft werden Design und Stil verwechselt: Es gibt meines Erachtens keine schlechten Stile, aber einen Haufen schlechtes Design. Mainstream und Gefälligkeit sind keine gute Gestaltung sondern meist Kitsch oder Trash. Kitsch und Trash können als Mittel in der Kunst eingesetzt werden, wie zum Beispiel bei Jeff Koons zu sehen, sind aber nie für sich genommen gutes Design.

Für euer Projekt Boutique Hotel Marktgasse in Zürich hat IDA14 im Rahmen der 9. AIT Plattform Hotel Architektur den Hotel Application Award 2016 in der Kategorie „Best Hotel Concept“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Das Grundkonzept stammt von der Agentur Kessler und Kessler und dem Betreiber Molino, wir haben die Innenarchitektur weiterentwickelt und umgesetzt. Zunächst ist das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert mit seiner gut dokumentierten und reichen Geschichte als erstes Gasthaus am Platz ein Fundus an Geschichten und auch Baudetails. Der Investor Beat Curti versteht die Erhaltung und Belebung der Zürcher Altstadt als Kulturauftrag und hat großzügig investiert: Wir konnten aus dem Vollen schöpfen, haben einfache aber echte Materialien verwendet und handwerkliche Details entwickelt, wie sie heute selten zu sehen sind. Jede Ecke dieses Gebäude ist anders und oft überraschend -und Ecken hat das Haus viele. Das Hotelkonzept und seine Gastronomie sind sehr durchdacht, sehr sorgfältig ausgearbeitet. Das Design ist dem mittelalterlichen Charakter entsprechend teils fast karg und einfach, aber dennoch stylisch und modern. Kleine liebenswürdige Details wie die Trinkbrunnen auf jedem Stockwerk oder die individuelle Möbelauswahl in den einzelnen Zimmern überraschen den Gast.

Wie steht es deiner Meinung nach um die „Swissness“ und Erlebnisqualität der Schweizer Hotels?

Swissness genießt hohe Wertschätzung in der Welt. Das durfte ich erleben, als ich mehrere Jahre als Berater und Director Interior Design für Swissôtel weltweit das Design neuer oder renovationsbedürftiger Hotelprojekte begleitete. Werte wie „es funktioniert“, hohe Qualität, Zuverlässigkeit, werden der Schweiz zugeschrieben.

Im Design hat das nichts mit Alpenkitsch zu tun, mit der manche ausländische Hotelkette, die jetzt in die Schweiz kommt, die Swissness verwechselt. Swissness in der Gestaltung sind für mich Werte wie Gradlinigkeit, Materialechtheit, Funktionalität und Zuverlässigkeit, perfekte handwerkliche Details und Ausführungen. Solche und ähnliche, verwandte Werte gelten genauso für den Service oder die Gastronomie.

Oft werden Design und Stil verwechselt: Es gibt meines Erachtens keine schlechten Stile,
aber einen Haufen schlechtes Design.
via @weareMApeople


Was sind die größten Herausforderungen, mit denen die Schweizer Hoteliers in den nächsten Jahren konfrontiert werden?

Die Herausforderungen für die Hotellerie sind groß, die Berghotellerie hat da wahrscheinlich noch mehr zu leisten als die städtische. Ob Frankenstärke und hohes Preisniveau, Klimawandel der zu Schneemangel in niedrigen Lagen führt, kleine renovationsbedürftige Hotelbetriebe ohne Rücklagen, der Klagen und Gründe sind viele.
Aber es gibt eben auch viele erfolgreiche und tolle Hotels, in der Stadt und auf dem Land.

Swissness muss meines Erachtens mit seinen Werten in einem Schweizer Hotel gelebt und dem Gast vermittelt werden. Dann sehe ich auch die Chance zum Erfolg und die Chance, für wirklich gute Qualität auch einen entsprechenden Preis zu verlangen. Qualität ist für mich der Schlüssel. Ich meine im Tourismus einen Trend zu spüren, das Glück nicht mehr nur in der Ferne und im Billigen zu suchen, sondern die exklusiven Werte einer tollen Natur und hoher Gastfreundschaft  zu schätzen und auch zu honorieren. Mir sagte vor kurzem ein bekannter Schweizer Berg-Hotelier, er habe nicht nur durch Fleiß Erfolg, Glück habe er auch gehabt und manchmal sei die ungünstige Struktur eines Hotels einfach beim besten Willen und mit größtem Fleiß nicht erfolgreich zu managen.

Die Experten sind sich nach meinem Verständnis einig, dass ein großer Teil der Schweizer Hotelbetriebe – bis zu 40% – in den nächsten Jahren zumachen wird, sei es beispielsweise wegen einer Nachfolgeproblematik, zu kleiner Betriebsgröße oder fehlender Rückstellungen für notwendige Renovationen. Dennoch glaube ich an eine starke Zukunft der Schweizer Hotellerie. Die größte Gefahr sehe ich tatsächlich im Aufgeben oder nicht Wertschätzen der Swissness, so wie ich sie jedenfalls sehe.

Der Einklang von Ökologie und Design sowie Nachhaltigkeit stehen bei deinen Projekten im Mittelpunkt. Was macht die perfekte Balance aus und welche Hotels in der Schweiz bzw. international haben diese Balance aus deiner Sicht am besten gemeistert?

International hat mich was den Einklang von Ökologie und Design angeht, das Vigilius Mountain Resort in Südtirol begeistert! Seit dreizehn Jahren bewähren sich dort die konsequent eingesetzten regionalen Baumaterialien, also Lärchenholz, Naturstein und Lehm für Wände und Putze. Ich war sehr überrascht, als ich das realisierte. Und das Team lebt sehr intensiv dieses nachhaltige Denken, sucht sich immer neue Herausforderungen mit Ökozertifizierungen und anderen selbstgesteckten Zielen.

Beeindruckt hat mich aber beispielsweise auch die Hotellerie auf den Malediven, jedenfalls in dem Resort, das ich besuchte: Hohe Ansprüche an regenerative Energie, Korallenschutz und Wiederaufbau, Schulungen und Veranstaltungen für MitarbeiterInnen und Gäste zum besseren Verständnis der Natur und der lokalen Probleme. Für Swissôtel betreute ich zwei große Hotelprojekte in Indien, die wir offen gesagt auf unsere westliche Art planten. Auf einer längeren privaten Reise durch den Süden des Landes buchte ich bewusst kleine und mittelgroße Hotels in indischem Familienbesitz. Ich war sehr erstaunt und erfreut zu erleben, wie gründlich hier Ökologie gelebt wurde, alle bekannten Möglichkeiten von Ressourcenschutz, eigener Wasser- und Energiegewinnung und Gärtnerei genutzt wurden.

In der Schweiz haben die Einhaltung von Ökostandards und guten Arbeitsbedingungen einen hohen Stellenwert. Ich erlebe einen positiven Trend zu Holzarchitektur, die speziell in der Hotellerie Sinn macht: Kosten mittlerweile 1:1 zu konventionellem Bauen, kurze Bauzeit, bauen weder Lärm- noch Schmutzintensiv, später leichtes Anpassen der Strukturen etc. Der Gast, aber auch die MitarbeiterInnen  werden die sympathische ökologische Komponente des Holzbaus je länger je mehr schätzen. Und: Die Ressource Holz wächst jedes Jahr nach, wir nutzen davon heute nur 50%. Es macht mir und meinem Team große Freude, auch selber an solchen Projekten mitzuarbeiten.

An welchen Projekten arbeitest du mit deinem IDA14 Team aktuell? Welche Themen beschäftigen euch?

Wir bearbeiten zwei Hotelprojekte im 3 und 4* Bereich. Außerdem, wie so oft und parallel einen eingeladenen Wettbewerb: Das machen wir gerne, fordert uns, bringt uns weiter, selbst wenn wir nicht gewinnen – was wir natürlich am Liebsten tun.

Wir bearbeiten in Etappen die Renovation einer größeren Kurklinik in historischem Gebäude in Schinznach Bad und einen denkmalgeschützten Gebäudeteil eines historischen Hotels in Ennetbaden: Hier entstehen ein Restaurant in einem mit Freskenmalereien ausgestatteten zweigeschossigem Saal und angrenzender Lounge mit Fumoir. Des Weiteren halten mich spannende Beratungsanfragen auf Trapp und auch Artikel, die ich für das Hotelier Magazin schreibe.

Als MA people kreieren wir innovative Hotelkonzepte und -marken: was macht für dich ein innovatives Hotelkonzept aus?

Wenn ich unter: „Was ist Innovation?“ im schlauen Google nachschlage, erscheinen viele Definitionen: „der Vorgang, dass durch Anwendung neuer Verfahren und die Einführung neuer Techniken ein Bereich erneuert und auf den neuesten Stand gebracht wird“. Und: „Zur Qualität des Lebens beitragen“.
Ein innovatives Hotelkonzept beinhaltet für mich viele der oben genannten Aspekte zum Thema gutes Design. Eine innovative neue oder wiederbelebte Marke muss einzigartig sein, ein unverwechselbares, charakterstarkes, charismatisches Original.

Innovation muss immer eine Verbesserung des bisherigen üblichen Zustands oder Vorgehens beinhalten. Das bedeutet meines Erachtens für Euch kreative Innovatoren von MA people: Über den Tellerrand hinaus die Branche studieren, Querdenken, Hinterfragen. Gesellschaftliche Veränderungen mit seismischer Präzision wahrnehmen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Dies auf dem Hintergrund  der eigenen großen und internationalen Erfahrung und professionellen Ausbildung, der eine Innovation bei kritischem Hinterfragen standhalten muss. Ein innovatives Konzept in der Hotellerie kann toll und überraschend sein, kann eine Arbeitserleichterung beinhalten, kann neue Gäste ansprechen, kann MitarbeiterInnen motivieren. Und kann den großen Erfolg bringen...

Über Karsten Schmidt-Hoensdorf: Nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Toulouse und München wandte er sich der Architektur zu und schloss ein Studium der Innenarchitektur ab. Über Jahre war Karsten als Berater für Hotelentwicklungen und Renovierungen für Swissôtel Hotels & Resorts weltweit in der Position des Director Interior Design verantwortlich und doziert an der IHTTI School of Hotel Management Neuchâtel zu Themen wie: Prozesse in der Design-Entwicklung führen sowie Qualitätskriterien im Design.

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Hotelarchitektur, gutes Design & Swissness

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Neulich waren wir im urig-schrägen Restaurant Onkel Taa in Töll/ Südtirol zu Gast und haben echtes „Eatertainment“ erlebt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen mit der Eigentümerin und Köchin Janett Platino über ihre Passion, die hauseigene Schneckenzucht und den „Female Shift“ in der Food-Branche zu sprechen. Viel Spaß beim Lesen!

Untertitel
MAp meets Janett Platino, Köchin im Restaurant Onkel Taa in Töll/Südtirol
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Gastronomie 2017: echtes Eatertainment in Südtirol
Paragraphs

Janett, danke noch einmal für den tollen Abend bei euch. Könntest du unseren Lesern kurz einen Einblick in deinen Werdegang geben und was dich als Köchin am meisten geprägt hat?

Sehr gerne! Ich bin bei meiner Großmutter und in der Küche unseres Restaurants aufgewachsen, die Affinität zu feinem und gutem Essen wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Meine Großmutter hat mich stets mit meinen Lieblingsgerichten verwöhnt und mit ihrer Hilfe durfte ich von klein auf am Holzherd das „Kochen“ probieren bzw. spielend erlernen. Von ihr erhielt ich auch mein erstes, kleines Topf-Set und mit einfachen Zutaten wie Mehl, Wasser und Milch habe ich meine ersten Kreationen verwirklicht. Neben meiner Großmutter haben auch mein Vater, damals Chefkoch unseres Restaurants sowie zwei italienische Köchinnen meinen gastronomischen Weg geprägt. Auch sie ließen mich in die Töpfe schnuppern, brachten mir grundsätzliche Essens- und Kochregeln bei und kochten mir meine Lieblingsgerichte. So z. B. Kaiserschmarrn aus der Eisenpfanne mit hausgemachter Preiselbeermarmelade (natürlich selbst gepflückt!). Einfach unschlagbar und für mich Glückserlebnis pur ;-)

Bereits damals wurde mir bewusst, dass gutes Essen in netter Gesellschaft Glücksmomente erzeugt. Deswegen besuchte ich die Landeshotelfachschule Kaiserhof und machte meinen Koch- und Service-Lehrabschluss an der Landes-Berufsschule Savoy in Meran. Die Küche und der Service gehören für mich zusammen und nur wenn diese beiden Bereiche perfekt zusammen spielen, ist es möglich, die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste zu verstehen und zu erfüllen.

So viele bunte Blüten, Kräuter, Gräser und frisches Grün sowie liebevoll abgefüllte Einmachgläser mit spannenden Inhalten haben wir noch nie in einer Küche gesehen. Kompliment! Seit wann bist du am Aufbauen dieser imponierenden Sammlung? Was treibt dich an und was inspiriert dich?

Mich inspiriert die Natur selbst! Wir haben einen sehr großen Garten mit vielen verschiedenen Kräutern, Gemüsearten und Blumen. Schon meine Großmutter holte täglich frisches Gemüse aus dem Garten, welches dann auf den Tisch kam. Bereits damals gab es ein kleines Beet für mich, dort baute ich mein eigenes Gemüse an und natürlich waren meine Radieschen und Karotten die besten. Das Kräutersammeln und -trocknen hat bei uns lange Tradition, meine Großmutter hatte stets Brennnessel, Taubnessel und Kamille parat und mein Großvater war auf Enzian und Arnika spezialisiert, womit er selbst Schnaps ansetzte. Kamille z.B. wurde in meinem Schlafzimmer auf Zeitungspapier getrocknet, um sie als Hausmittel zum Augen auswaschen bei Entzündungen, zum Haare waschen oder für Sitzbäder zu verwenden.

Diese Tradition führe ich fort. Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Gewürzkräutern und von März bis Mitte November ist meine „Sammel-Hochsaison“. Es macht mir Spaß darüber zu lesen, besonders in historischen und alten Kochbüchern finde ich stets neue Ideen. Mein größter Schatz ist ein Buch aus dem Jahr 1685, welches den Namen „Wunderbuch“ trägt. Die alten Rezepte inspirieren mich und dienen oft als Basis für meine eigenen Kreationen. Mit Kräutern zaubere ich sehr individuelle, neue und alte Geschmäcker in meine Gerichte und unterscheide mich dadurch von anderen Restaurants. Zudem habe mich auf die Lieblingsgerichte der Kaiserin Elisabeth („Sissi“) und ihren Gemahl, Kaiser Franz Joseph I. spezialisiert. Für Kaiserin Elisabeths Lieblingsdessert, ein Veilchen Gefrorenes, gewinne ich aus Duftveilchen einen Sirup und stelle damit ein Eis her.

Die Küche und der Service gehören für mich zusammen und nur wenn diese beiden Bereiche perfekt zusammen spielen, ist es möglich,
die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste zu verstehen und zu erfüllen.
via @weareMApeople


Eure selbstgezüchteten Schnecken gehören zu den besten in Europa. Wir haben von dir erfahren, dass Schnecken zu den saubersten Tieren gehören und sind gespannt, was es noch mehr über sie zu berichten gibt.

Die Weinbergschnecken gehören zu den saubersten Tieren der Welt und sind absolute Feinschmecker. Sie fressen nur das Beste - Unkraut steht bestimmt nicht auf ihrem Speiseplan. Der von ihnen produzierte Schleim ist für viele Menschen vielleicht eklig, doch genau durch diesen reinigen sie sich selbständig. Die wenigsten Menschen wissen, dass Weinbergschnecken immer schon gegessen wurden – sie waren ein typisches Essen für arme Leute, hauptsächlich in der Fastenzeit.

Die Zubereitung der Schnecken ist sehr aufwendig, weshalb sie nicht mehr allzu oft auf Speisekarten zu finden sind. Bevor man die Weinbergschnecken kochen kann, muss man sie für 7 bis 10 Tage spurgieren lassen, d.h. sie ausschließlich mit Weißbrot oder Polenta zu füttern, damit die Schnecken von alleine ihren Darm reinigen. Dann werden sie in kaltem Wasser gewaschen, bevor sie ins kochende Wasser gegeben werden. Ähnlich wie beim Hummerkochen sind die Weinbergschnecken unmittelbar tot und spüren nichts. Nach dem Kochen wird jede einzelne Weinbergschnecke aus ihrem Häuschen gezogen und die Innereien abgezupft. Danach werden sie abermals gewaschen und in einer Gemüsebrühe für circa 45 Minuten gekocht. Erst dann sind die Weinbergschnecken zur weiteren Verarbeitung bereit und je nach Saison werden sie in unserem Restaurant auf verschiedenste Arten zubereitet.

Gemüse und Pflanzen spielen die Hauptrolle auf deinen Tellern. Deine Küche strotzt nur so von regionalen, frischen Zutaten aus dem hauseigenen Bauerngarten und du achtest auf eine schonende und gesunde Zubereitung – alles wichtige Trends in der Gastronomie und Food-Branche. Welche anderen Trends werden für dich die Zukunft der Gastronomie prägen?

Mit Sicherheit die Natur. Ich lege sehr großen Wert auf Bio-Produkte, Fairness und auf Gesundheit. Daher arbeite ich in meiner Küche nur mit dem, was mir die Natur bietet und verzichte gänzlich auf künstliche Hilfsmittel. Die Herausforderung einzig und allein mit Kräutern und Gewürzen zu arbeiten gefällt mir ungemein. Es ist zwar unglaublich zeitaufwendig, aber für mich genau das, was Qualität ausmacht. Diesen Trend werde ich beibehalten und genau genommen, dafür kämpfen.

Der Bauer muss von seiner intensiven Arbeit leben können und die Tiere verdienen eine respektvolle Haltung. Ich will wissen, mit welchen Produkten ich arbeite, wie sie entstanden sind und unter welchen Voraussetzungen sie zubereitet werden. Um gesund zu sein und zu bleiben, muss man sich auch dementsprechend ernähren. Kochen bedeutet für mich sich Zeit nehmen und nicht Zeit sparen durch die Verwendung von Convenience Food. Man stelle sich einmal vor was passieren würde, wenn sich die Menschen so viel Zeit zum Kochen nehmen würden, wie für das Nutzen sozialer Medien. Ich glaube, dann wären viele Menschen gesünder und würden über Ernährung und Lebensmittel anders denken. Ich würde mir dies jedenfalls sehr wünschen.

Der „Female Shift“ macht sich immer mehr in der Gastronomie und Food-Branche bemerkbar. Als weiblicher Connoisseur: was ist deine Meinung dazu und wie unterscheidet sich der „weibliche Geschmack“ von dem, der männlichen Kollegen?

Ich glaube es geht nicht nur um die Küche und die Gerichte, sondern genauso um das ganze Ambiente drum herum. Wir verbringen mehr Zeit in unserem Restaurant als in unserer Wohnung, deshalb muss es für uns fein, schön, heimelig und gemütlich bei der Arbeit sein. Nur so fühlen wir uns wohl und können dieses Gefühl auch an unsere Gäste weitergeben. Deshalb ist es in meiner Küche so bunt und es gibt so viele Kräuter und essbare Blumen.
Meiner Meinung nach bedenken Frauen, im Gegensatz zu vielen männlichen Kollegen, das ganze Umfeld eines Betriebes und achten vermehrt auf jedes noch so kleine Detail - sei es Dekoration, Sauberkeit, gepflegte Mitarbeiter, etc. Zwischen Männern denke ich, ist der Konkurrenzkampf und der Druck sich andauernd beweisen zu müssen größer, was bei der Arbeit zu zusätzlichem Stress führen kann. Ich arbeite gemeinsam mit meiner Tochter und meiner Mutter in unserem Restaurant. Drei Frauen, drei Generationen mit drei verschiedenen Ansichten und Ideen - jedoch mit demselben Ziel. Für uns läuft die Zusammenarbeit unter Frauen harmonisch und ruhig ab.

Du reist viel und erkundest dabei gerne andere Esskulturen. Was macht für dich einen Restaurantbesuch zu einem absoluten WOW-Erlebnis?

Ein aus einfachen Zutaten kreiertes, kreatives Gericht serviert zu bekommen ist für mich ein WOW-Erlebnis. Was mich allerdings einfach nur langweilt, dass viele Restaurants die immer ähnlichen Gerichte servieren. Bei einem Restaurantbesuch möchte ich etwas erleben, Neues probieren oder ein neu interpretiertes Gericht genießen. Das kann durchaus auch ein typisches Gericht der Region sein, immer mit den altbekannten Zutaten, jedoch anders serviert als üblich.
Egal ob im Nobelrestaurant oder auf der Almhütte, es freut mich unglaublich, wenn man spürt, dass die Arbeit mit Leidenschaft gemacht wird, dass die Köchin/der Koch mit Liebe und Passion arbeitet. Oft verraten das nur kleine Details, aber für mich machen genau diese den großen Unterschied aus.

Wie bereits erwähnt sind für mich auch das Ambiente und der Service sehr wichtig. Ich muss mich wohlfühlen und vom Gastgeber das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich willkommen bin und jemand für mich da ist. Nur so kann für mich ein Glücks- bzw. Zufriedenheitsgefühl entstehen, wie damals, als mir meine Großmutter mein Lieblingsgericht serviert hat.

Seit über 15 Jahren führt Janett Platino nun die Küche des Restaurants Onkel Taa. Ihre Mutter und ihre Tochter führen den Service. Der Vater, Onkel Taa, hingegen kümmert sich um das K.u.K. Museum von Bad Egart,  welches sich neben dem Restaurant befindet. Das Museum gehört mit seinen unzähligen Zeitdokumenten und Erinnerungsstücken an die Kaiserin Elisabeth zu einer der größten Privat- Sammlungen von Raritäten und Originalen des österreichischen Kaiserhauses. Das Onkel Taa Haus war früher auch unter dem  Namen Bad Egart bekannt und das älteste Heilbad Tirols, während der Kaiserzeit was es ein Badehaus, welches auch die Kaiserin Sissi aufsuchte, wenn sie zur Kur in Meran weilte.

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Gastronomie 2017: echtes Eatertainment in Südtirol

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Im Lebenszyklus eines Hotellerie- und Gastronomiebetriebes ist der Generationswechsel oft eine schwierige und komplexe Phase. Muss allerdings nicht sein, wie unser heutiges Fallbeispiel aus Plars/Algund in Südtirol zeigt. Seit 2016 arbeiten wir mit der Gastgeberfamile Schrötter zusammen und nach reibungsloser Betriebsübergabe ist aus dem bestehenden, traditionellen Residence-Betrieb ein cooles und lässiges Zuhause für toughe Sportler und sportliche Genießer geworden, das paloria. Wie es dazu kam, erzählen wir euch Schritt für Schritt in diesem Blogbeitrag.

Untertitel
Fallbeispiel Südtirol/Italien: Generationswechsel und Neupositionierung in der Hotellerie
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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde
Paragraphs

MA people am Apparat*

Wie in unserem Ansatz beschrieben, beginnen die meisten MA people Aufträge mit einem Anruf. Im Sommer 2016 hatten wir Julia Schrötter am Apparat. Ihre Mutter Renate hat die Residence Niedermair jahrzehntelang erfolgreich geführt – jetzt war es Zeit, die nächste Generation ans Werk zu lassen, namentlich ihre Tochter Julia. Wie sollte die Übergabe von statten gehen, der zukünftige finanzielle Erfolg der Residence Niedermair auf einem sich ständig wandelndem Urlaubsmarkt weiterhin garantiert werden und vor allem: was muss sich am Konzept und der Gästestruktur ändern, damit Julia täglich Freude an ihrer Arbeit hat? Ein Fall für MA people ;-)

Wir brainstormen

Um dem „Why“, dem „Warum“ auf den Grund zu gehen, begann unsere Zusammenarbeit kurze Zeit später bei einem gemeinsamen Brainstorming Workshop. Im Mittelpunkt dieses ersten Treffens mit allen involvierten Akteuren (Renate, Julia und ihrem Mann Sebastian) standen zwei Hauptthemen: wie kann die Betriebsübergabe am effizientesten gestaltet werden und was treibt die neue Gastgeberin an? Was sind ihre persönliche Vision, Ziele, Ideen, Passion und Motivation?

Gemeinsam wurden die gegenseitigen Erwartungen, Bedenken und möglichen Herausforderungen offen besprochen und eine klare Vereinbarung zur Rollenaufteilung für die Übergabe und den darauffolgenden Zeitraum festgelegt. Bzgl. Antrieb und Motivation wurde bald klar, dass ein Thema im Leben von Julia und ihrem Mann Sebastian ganz klar im Vordergrund steht: Sport, Sport, Sport.

„Kann ich wirklich den Residence-Betrieb nach meinen persönlichen Vorlieben ausrichten und dementsprechend positionieren?“ Diese Frage hören wir am Ende des Brainstormings oft von unseren Kunden – unsere Antwort bleibt immer dieselbe: JA! Denn nur wenn die Gastgeber vollkommen hinter dem Konzept, der Positionierung stehen, ist langfristiger Erfolg (finanziell UND persönlich!) möglich.

„People don't buy what you do,
they buy why you do it.“ Simon Sinek
via @wearemapeople

Wir recherchieren & analysieren

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen.“ Anton Bruckner

Nach dem gemeinsamen Brainstorming war klar, wohin die Reise gehen soll. Jetzt lag es an uns, aufbauend auf die Ergebnisse, mögliche Szenarien und Konzeptansätze zu erarbeiten. Dabei waren die Themen Sport und Genuss zentral – für den Lebensinhalt von Julia und Sebastian sowie für die angestrebte Neupositionierung.

Wir begannen mit einer fundierten Recherche und Analyse der Rahmenbedingungen (Destination, Gäste & Märkte, Mitbewerber) und der Trends im Bereich Sport und Genuss. Die Ergebnisse wurden in einer detaillierten SWOT Analyse und Positionierungs-Matrix aufgearbeitet.

Warum waren diese Informationen essentiell? Erst am Ende dieser Phase konnten wir objektiv bestätigen, dass der Markt für eine Sport- und Genuss-Residence vorhanden ist. Nach Ausarbeitung von drei möglichen Konzeptansätzen mit verschiedener Gewichtung der beiden Hauptthemen stand der gemeinsame Entschluss fest: we aim higher. Die Konzeptidee eines coolen und lässigen Zuhauses für toughe Sportler und sportliche Genießer war geboren.

Wir definieren & co-kreieren

„Du kannst nicht alles für jeden sein. Wenn du dich entscheidest nach Norden zu gehen, kannst du nicht zeitgleich auch nach Süden gehen.“ Jeroen De Flander

Ausgangslage für die gemeinsame Erarbeitung des neuen, innovativen Konzeptes waren die Definition der anvisionierten Ziele, Grundlagen, USPs und vor allem der Buyer Personas. Je mehr nämlich der Gast ins Zentrum der Konzeptentwicklung und damit einhergehenden Neupositionierung rückt, desto effektiver sind die ausgearbeiteten Maßnahmen und desto größer ist der finanzielle Nutzen für das Unternehmen.

Im Konzept wurde die Hauptfrage „Wie übertreffen wir die Erwartungen von toughen Sportlern und sportlichen Genießern“ anhand der Guest Journey geprüft und für alle Bereiche der Residence (Hard- und Software) beantwortet. Das Ergebnis: ein cooler Gartenbereich sowie ein lässiger Basecamp (Aufenthaltsraum), Blackrolls in allen Apartments, ein eigener Hofladen mit einheimischen Produkten, ein neuer Wellnessbereich zum Erholen nach getaner „Arbeit“, eine Radwerkstatt und –garage, und noch vieles mehr, das Sportlerherzen höher schlagen lässt.

„It’s not about ideas.
It’s about making ideas happen.“ Unbekannt
@wearemapeople

Wir gehen es an

2017 war das Konzept fertig, die Betriebsübergabe in vollem Gange und alle Beteiligten konnten es kaum erwarten, die „neue“ Residence Niedermair zum Leben zu erwecken. MA people hat Julia dabei vor allem in den folgenden Bereichen unterstützt:

  • Entwicklung der neuen Marke: neuer Name, Slogan, Erscheinungsbild (Corporate Identity, Logo, Farben, Schriften, etc.).
  • Briefing und Begleitung der Entwicklung des neuen Tone of Voice und Fotografie-Stil.
  • Strategisches Marketing & Vertrieb: Identifikation der passenden Marketing- und Vertriebskanäle und Bespielen derselben.
  • Umsetzung der Marke: neue Webseite, Kommunikationsmaterial, etc.

Das Resultat? Überzeugt euch selbst, wie Powerurlaub und Genuss vom Feinsten aussehen kann: paloria – apartments & sport.

Abschließen möchten wir diesen Blogbeitrag mit einem großen DANKESCHÖN an Julia, Renate und Sebastian. Danke, dass wir Teil dieses innovativen und coolen Projektes sein durften. Danke auch an clicktext, die paloria die richtigen Worte in den Mund gelegt haben und an Harald Wisthaler, für die tollen Fotos.

In diesem Sinne, „always aim higher“ und bis zum nächsten Mal,

Eure MA people

Ps.: Weitere Informationen, zu WIE wir ein Hotelkonzept kreieren und unseren Services findet ihr online. 

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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde

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Storytelling ist das Trendwort im (Hotel-)Marketing schlechthin. Es beschreibt den strategischen Einsatz von Geschichten, um bei Gästen, Partnerinnen und Partnern und Mitarbeitenden (!) eine emotionale Wirkung herbeizuführen, sie zu beeindrucken und/oder zu überzeugen. Durch die außergewöhnliche Vermittlung von Fakten und historischen Ereignissen des Hotelproduktes bzw. der Hotelmarke, erhöht sich die Aufmerksamkeit des Gastes und die vermittelten Inhalte werden dauerhaft und intensiv beim Empfänger verankert. Storytelling steigert so die Überzeugungskraft der Hotelmarke und führt zu Identifikation, Attraktivität und Vertrauen.

Untertitel
Wie man gute Geschichten erzählt. Unsere 5 MAp Tipps für die erfolgreiche Hotel-Story
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#Storytelling: Wie man gute Geschichten erzählt
Paragraphs

Aber was macht erfolgreiche Geschichten eigentlich aus?

Hervorragende Geschichten sind einfach, einzigartig, emotional, authentisch und vor allem, glaubwürdig. Diese Hotel-Stories haben entweder Bezug zur Historie (keine Geschichte erzählen, sondern eine wirklich einzigartige haben), Bezug zu Mythen oder sind faktische Erzählungen von Gästen über die Hotelmarke oder das Hotelprodukt. Sie sind adaptierbar für unterschiedliche Situationen und Empfänger. Im Mittelpunkt stehen die Hotelmarke und/oder das Hotelprodukt und natürlich, der damit verbundene Nutzen für die Empfängerin (Mehrwert).

Eine einzigartige Geschichte verleiht dem Hotelprodukt Identität und Image und löst beim Gast Aufmerksamkeit, Sympathie und Begehrlichkeit aus. Die Story berührt den Gast emotional, wenn sie unterhält, überrascht, fasziniert, erzieht und inspiriert und somit letztendlich beim Gast einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ist dies der Fall, dann wird der Gast die Geschichte weitererzählen und somit zum besten Marketinginstrument für den Hotelier – und zwar kostenlos.

Wir können Herrn Godin nur zustimmen, denn die Vorteile des emotionalen Storytellings sind zahlreich. So ist bekannt, dass die meisten Buchungsentscheidungen vorwiegend aus einer Emotion heraus getroffen werden, nicht auf Basis von harten Fakten. Inhalte, die starke Emotionen wecken, werden deutlich häufiger geteilt, „geliked“ und gekauft, als jene, die schlichte Fakten und Informationen vermitteln. Emotionales Storytelling hat also Potential für virales Marketing, was man an den Aufrufzahlen vieler emotional aufgeladener Videos ablesen kann. 

Expertinnen und Experten sind sich darüber einig, dass ein Schlüsselfaktor zum viralen Erfolg eines Videos die emotionale Intensität und die Gefühle sind, welche ein Video beim Betrachter hervorruft. Besonders in Zeiten der allgemeinen Werbemüdigkeit kann emotionales Storytelling zum Erfolgsfaktor im Marketing werden. 

Hervorragende Geschichten sind ein Teil hervorragender Hotelkonzepte und Hotelmarken – und zwar mehr denn je. Eine echte, authentische, unverwechselbare „Story“ spricht den Gast auf emotionaler Ebene an. Sie ermöglicht es dem Hotelbetrieb in der hart umkämpften Hotelbranche mit immer mehr austauschbaren Produkten hervorzustechen und sich klar abzugrenzen. Denn einzigartige Konzepte liefern einzigartige „Stories“. Die Methode des Storytellings dient dann der nachhaltigen Sicherung von Markenloyalität und Verkaufssteigerung, da sich Gäste über glaubhafte Geschichten leichter mit dem Hotelprodukt identifizieren können. Bei Mitarbeitenden ermöglicht eine einzigartige Geschichte neben der Identifikation auch Bindung an den Betrieb.

Bei MAp haben wir in der Zusammenarbeit mit unseren internationalen Hotelkunden einzigartige Geschichten entwickelt. Denn wirklich jeder Betrieb kann das emotionale Storytelling für sich nutzen, um seine Unternehmensergebnisse zu steigern. Allerdings ist die Voraussetzung für erfolgreiches, nachhaltiges und gewinnbringendes Storytelling eine klare Positionierung. Für uns sind die folgenden Elemente zentral: Klarheit, Authentizität, Gästenutzen und Kontinuität.

“People do not buy goods and services.
They buy relations, stories and magic.” Seth Godin
via @weareMAp

Unsere 5 MAdvices für erfolgreiches Hotel-Storytelling

1. Die Geschichte muss zum Betrieb passen. Dies garantiert Einzigartigkeit und Glaubwürdigkeit.

2. Sie muss echtwahr und authentisch für den Gast (sowie für Partnerinnen und Mitarbeitende) und leicht verständlich sein.

3. Die Geschichte muss nachvollziehbar sein – Gäste, Partnerinnen und Mitarbeitende müssen sich damit identifizieren können. Nur wenn die Geschichte für den Gast persönlich wirklich relevant ist, d.h. sein Herz berührt oder mit seinen ureigenen Leidenschaften und Interessen zu tun hat, weckt sie im Gast Träume und positive Emotionen = erzeugt eine Handlung (=Buchung).

4. Die Geschichte muss unbedingt konsistent erzählt werden. Es ist verwirrend, wenn ein Betrieb die Geschichten saisonal ändert bzw. jedem Trend hinterherrennt. Kontinuität in allem ist das wahre Unterscheidungs- und Erfolgsmerkmal.

5. Neue Technologien und Plattformen nützen – von Virtual Reality bis hin zu Live-Videos und Stories verändern die Art und Weise, wie Geschichten geschaffen, kommuniziert, konsumiert und von Gästen im Bekanntenkreis oder auf den sozialen Medien „ge-shared“ (geteilt) werden.

Wir hoffen, dass dieser Blogbeitrag hilfreich und inspirierend war und wünschen euch viel Spaß und Erfolg beim Erzählen eurer einzigartigen Geschichten. Und wenn ihr Hilfe benötigt, eure eigene Geschichte zu finden, dann meldet euch HIER bei uns, für ein unverbindliches Erstgespräch. 

Merci und happy #Storytelling
Eure MAp Boutique Consultancy

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#Storytelling: Wie man gute Geschichten erzählt

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