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Heute treffen wir Karsten Schmidt-Hoensdorf, Gründer und kreativer Kopf des Zürcher Architekturbüros IDA14. Mit Fokus auf die Bereiche Hospitality und Corporate Identity designt und entwickelt Karsten mit seinem Team Produkte und setzt Projekte in allen klassischen Bereichen der Innenarchitektur im In- und Ausland um. Wir sind gespannt unter anderem mehr über die aktuellen IDA14 Projekte, seine Einschätzung zur Schweizer Hotellerie und zu Qualität im Design zu erfahren.

Untertitel
MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf
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Hotelarchitektur, gutes Design & Swissness
Paragraphs

Lieber Karsten, könntest du unseren Lesern kurz erzählen, was dich nach deinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften zur Innenarchitektur gebracht hat?

Bereits als Kind wurde ich durch meine Mutter mit Kunst vertraut und habe diese Nähe zu Kunst und Design immer gesucht und geschätzt, selber auch gemalt und mich an Skulpturen gefordert... Mit Ende Zwanzig wurde mir klar, dass ich mich mit meinem Geschichts- und Politikstudium auf eine spannende Materie eingelassen hatte, die aber als Berufsweg sehr trocken und im angestrebten Journalismus auch sehr flüchtig war. Architektur und Innenarchitektur erschienen mir geerdet und kreativ, die Resultate der Arbeit langlebig. Das war meine Motivation spät ein zweites selbstverdientes Studium durchzuziehen. In der Praxis haben sich meine optimistischen Annahmen zum Glück voll bestätigt.

Woran erkennt man gutes Design und gibt es deiner Ansicht nach Qualitätskriterien, um dieses zu beurteilen?

Ja, gutes Design ist kein Zufallsprodukt und es gibt klare Kriterien. Ein weites Thema, hier ein paar spontane Aspekte. Gutes Design...

  • sieht nicht nur gut aus sondern funktioniert auch perfekt: Es löst im besten Fall ein Problem oder bietet einen neuen intelligenten Ansatz für ein Problem.
  • dient dem Menschen: Dieser Punkt beschäftigt mich beim Bearbeiten meiner Projekte im Bereich Alterswohnen und aktuell bei der Renovation einer Kurklinik, die zur Rehabilitation vorwiegend älterer, frisch operierter Menschen dient.
  • ist umweltfreundlich und nachhaltig und wird unter nachvollziehbar menschenwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt
  • enthält nichts Überflüssiges. Es transferiert neue Erkenntnisse und neue Technik in eine gute Form, siehe Apple Produkte.
  • ist originell, also ein Original. Oft werden Design und Stil verwechselt: Es gibt meines Erachtens keine schlechten Stile, aber einen Haufen schlechtes Design. Mainstream und Gefälligkeit sind keine gute Gestaltung sondern meist Kitsch oder Trash. Kitsch und Trash können als Mittel in der Kunst eingesetzt werden, wie zum Beispiel bei Jeff Koons zu sehen, sind aber nie für sich genommen gutes Design.

Für euer Projekt Boutique Hotel Marktgasse in Zürich hat IDA14 im Rahmen der 9. AIT Plattform Hotel Architektur den Hotel Application Award 2016 in der Kategorie „Best Hotel Concept“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Das Grundkonzept stammt von der Agentur Kessler und Kessler und dem Betreiber Molino, wir haben die Innenarchitektur weiterentwickelt und umgesetzt. Zunächst ist das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert mit seiner gut dokumentierten und reichen Geschichte als erstes Gasthaus am Platz ein Fundus an Geschichten und auch Baudetails. Der Investor Beat Curti versteht die Erhaltung und Belebung der Zürcher Altstadt als Kulturauftrag und hat großzügig investiert: Wir konnten aus dem Vollen schöpfen, haben einfache aber echte Materialien verwendet und handwerkliche Details entwickelt, wie sie heute selten zu sehen sind. Jede Ecke dieses Gebäude ist anders und oft überraschend -und Ecken hat das Haus viele. Das Hotelkonzept und seine Gastronomie sind sehr durchdacht, sehr sorgfältig ausgearbeitet. Das Design ist dem mittelalterlichen Charakter entsprechend teils fast karg und einfach, aber dennoch stylisch und modern. Kleine liebenswürdige Details wie die Trinkbrunnen auf jedem Stockwerk oder die individuelle Möbelauswahl in den einzelnen Zimmern überraschen den Gast.

Wie steht es deiner Meinung nach um die „Swissness“ und Erlebnisqualität der Schweizer Hotels?

Swissness genießt hohe Wertschätzung in der Welt. Das durfte ich erleben, als ich mehrere Jahre als Berater und Director Interior Design für Swissôtel weltweit das Design neuer oder renovationsbedürftiger Hotelprojekte begleitete. Werte wie „es funktioniert“, hohe Qualität, Zuverlässigkeit, werden der Schweiz zugeschrieben.

Im Design hat das nichts mit Alpenkitsch zu tun, mit der manche ausländische Hotelkette, die jetzt in die Schweiz kommt, die Swissness verwechselt. Swissness in der Gestaltung sind für mich Werte wie Gradlinigkeit, Materialechtheit, Funktionalität und Zuverlässigkeit, perfekte handwerkliche Details und Ausführungen. Solche und ähnliche, verwandte Werte gelten genauso für den Service oder die Gastronomie.

Oft werden Design und Stil verwechselt: Es gibt meines Erachtens keine schlechten Stile,
aber einen Haufen schlechtes Design.
via @weareMApeople


Was sind die größten Herausforderungen, mit denen die Schweizer Hoteliers in den nächsten Jahren konfrontiert werden?

Die Herausforderungen für die Hotellerie sind groß, die Berghotellerie hat da wahrscheinlich noch mehr zu leisten als die städtische. Ob Frankenstärke und hohes Preisniveau, Klimawandel der zu Schneemangel in niedrigen Lagen führt, kleine renovationsbedürftige Hotelbetriebe ohne Rücklagen, der Klagen und Gründe sind viele.
Aber es gibt eben auch viele erfolgreiche und tolle Hotels, in der Stadt und auf dem Land.

Swissness muss meines Erachtens mit seinen Werten in einem Schweizer Hotel gelebt und dem Gast vermittelt werden. Dann sehe ich auch die Chance zum Erfolg und die Chance, für wirklich gute Qualität auch einen entsprechenden Preis zu verlangen. Qualität ist für mich der Schlüssel. Ich meine im Tourismus einen Trend zu spüren, das Glück nicht mehr nur in der Ferne und im Billigen zu suchen, sondern die exklusiven Werte einer tollen Natur und hoher Gastfreundschaft  zu schätzen und auch zu honorieren. Mir sagte vor kurzem ein bekannter Schweizer Berg-Hotelier, er habe nicht nur durch Fleiß Erfolg, Glück habe er auch gehabt und manchmal sei die ungünstige Struktur eines Hotels einfach beim besten Willen und mit größtem Fleiß nicht erfolgreich zu managen.

Die Experten sind sich nach meinem Verständnis einig, dass ein großer Teil der Schweizer Hotelbetriebe – bis zu 40% – in den nächsten Jahren zumachen wird, sei es beispielsweise wegen einer Nachfolgeproblematik, zu kleiner Betriebsgröße oder fehlender Rückstellungen für notwendige Renovationen. Dennoch glaube ich an eine starke Zukunft der Schweizer Hotellerie. Die größte Gefahr sehe ich tatsächlich im Aufgeben oder nicht Wertschätzen der Swissness, so wie ich sie jedenfalls sehe.

Der Einklang von Ökologie und Design sowie Nachhaltigkeit stehen bei deinen Projekten im Mittelpunkt. Was macht die perfekte Balance aus und welche Hotels in der Schweiz bzw. international haben diese Balance aus deiner Sicht am besten gemeistert?

International hat mich was den Einklang von Ökologie und Design angeht, das Vigilius Mountain Resort in Südtirol begeistert! Seit dreizehn Jahren bewähren sich dort die konsequent eingesetzten regionalen Baumaterialien, also Lärchenholz, Naturstein und Lehm für Wände und Putze. Ich war sehr überrascht, als ich das realisierte. Und das Team lebt sehr intensiv dieses nachhaltige Denken, sucht sich immer neue Herausforderungen mit Ökozertifizierungen und anderen selbstgesteckten Zielen.

Beeindruckt hat mich aber beispielsweise auch die Hotellerie auf den Malediven, jedenfalls in dem Resort, das ich besuchte: Hohe Ansprüche an regenerative Energie, Korallenschutz und Wiederaufbau, Schulungen und Veranstaltungen für MitarbeiterInnen und Gäste zum besseren Verständnis der Natur und der lokalen Probleme. Für Swissôtel betreute ich zwei große Hotelprojekte in Indien, die wir offen gesagt auf unsere westliche Art planten. Auf einer längeren privaten Reise durch den Süden des Landes buchte ich bewusst kleine und mittelgroße Hotels in indischem Familienbesitz. Ich war sehr erstaunt und erfreut zu erleben, wie gründlich hier Ökologie gelebt wurde, alle bekannten Möglichkeiten von Ressourcenschutz, eigener Wasser- und Energiegewinnung und Gärtnerei genutzt wurden.

In der Schweiz haben die Einhaltung von Ökostandards und guten Arbeitsbedingungen einen hohen Stellenwert. Ich erlebe einen positiven Trend zu Holzarchitektur, die speziell in der Hotellerie Sinn macht: Kosten mittlerweile 1:1 zu konventionellem Bauen, kurze Bauzeit, bauen weder Lärm- noch Schmutzintensiv, später leichtes Anpassen der Strukturen etc. Der Gast, aber auch die MitarbeiterInnen  werden die sympathische ökologische Komponente des Holzbaus je länger je mehr schätzen. Und: Die Ressource Holz wächst jedes Jahr nach, wir nutzen davon heute nur 50%. Es macht mir und meinem Team große Freude, auch selber an solchen Projekten mitzuarbeiten.

An welchen Projekten arbeitest du mit deinem IDA14 Team aktuell? Welche Themen beschäftigen euch?

Wir bearbeiten zwei Hotelprojekte im 3 und 4* Bereich. Außerdem, wie so oft und parallel einen eingeladenen Wettbewerb: Das machen wir gerne, fordert uns, bringt uns weiter, selbst wenn wir nicht gewinnen – was wir natürlich am Liebsten tun.

Wir bearbeiten in Etappen die Renovation einer größeren Kurklinik in historischem Gebäude in Schinznach Bad und einen denkmalgeschützten Gebäudeteil eines historischen Hotels in Ennetbaden: Hier entstehen ein Restaurant in einem mit Freskenmalereien ausgestatteten zweigeschossigem Saal und angrenzender Lounge mit Fumoir. Des Weiteren halten mich spannende Beratungsanfragen auf Trapp und auch Artikel, die ich für das Hotelier Magazin schreibe.

Als MA people kreieren wir innovative Hotelkonzepte und -marken: was macht für dich ein innovatives Hotelkonzept aus?

Wenn ich unter: „Was ist Innovation?“ im schlauen Google nachschlage, erscheinen viele Definitionen: „der Vorgang, dass durch Anwendung neuer Verfahren und die Einführung neuer Techniken ein Bereich erneuert und auf den neuesten Stand gebracht wird“. Und: „Zur Qualität des Lebens beitragen“.
Ein innovatives Hotelkonzept beinhaltet für mich viele der oben genannten Aspekte zum Thema gutes Design. Eine innovative neue oder wiederbelebte Marke muss einzigartig sein, ein unverwechselbares, charakterstarkes, charismatisches Original.

Innovation muss immer eine Verbesserung des bisherigen üblichen Zustands oder Vorgehens beinhalten. Das bedeutet meines Erachtens für Euch kreative Innovatoren von MA people: Über den Tellerrand hinaus die Branche studieren, Querdenken, Hinterfragen. Gesellschaftliche Veränderungen mit seismischer Präzision wahrnehmen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Dies auf dem Hintergrund  der eigenen großen und internationalen Erfahrung und professionellen Ausbildung, der eine Innovation bei kritischem Hinterfragen standhalten muss. Ein innovatives Konzept in der Hotellerie kann toll und überraschend sein, kann eine Arbeitserleichterung beinhalten, kann neue Gäste ansprechen, kann MitarbeiterInnen motivieren. Und kann den großen Erfolg bringen...

Über Karsten Schmidt-Hoensdorf: Nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Toulouse und München wandte er sich der Architektur zu und schloss ein Studium der Innenarchitektur ab. Über Jahre war Karsten als Berater für Hotelentwicklungen und Renovierungen für Swissôtel Hotels & Resorts weltweit in der Position des Director Interior Design verantwortlich und doziert an der IHTTI School of Hotel Management Neuchâtel zu Themen wie: Prozesse in der Design-Entwicklung führen sowie Qualitätskriterien im Design.

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Hotelarchitektur, gutes Design & Swissness

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Neulich waren wir im urig-schrägen Restaurant Onkel Taa in Töll/ Südtirol zu Gast und haben echtes „Eatertainment“ erlebt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen mit der Eigentümerin und Köchin Janett Platino über ihre Passion, die hauseigene Schneckenzucht und den „Female Shift“ in der Food-Branche zu sprechen. Viel Spaß beim Lesen!

Untertitel
MAp meets Janett Platino, Köchin im Restaurant Onkel Taa in Töll/Südtirol
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Gastronomie 2017: echtes Eatertainment in Südtirol
Paragraphs

Janett, danke noch einmal für den tollen Abend bei euch. Könntest du unseren Lesern kurz einen Einblick in deinen Werdegang geben und was dich als Köchin am meisten geprägt hat?

Sehr gerne! Ich bin bei meiner Großmutter und in der Küche unseres Restaurants aufgewachsen, die Affinität zu feinem und gutem Essen wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Meine Großmutter hat mich stets mit meinen Lieblingsgerichten verwöhnt und mit ihrer Hilfe durfte ich von klein auf am Holzherd das „Kochen“ probieren bzw. spielend erlernen. Von ihr erhielt ich auch mein erstes, kleines Topf-Set und mit einfachen Zutaten wie Mehl, Wasser und Milch habe ich meine ersten Kreationen verwirklicht. Neben meiner Großmutter haben auch mein Vater, damals Chefkoch unseres Restaurants sowie zwei italienische Köchinnen meinen gastronomischen Weg geprägt. Auch sie ließen mich in die Töpfe schnuppern, brachten mir grundsätzliche Essens- und Kochregeln bei und kochten mir meine Lieblingsgerichte. So z. B. Kaiserschmarrn aus der Eisenpfanne mit hausgemachter Preiselbeermarmelade (natürlich selbst gepflückt!). Einfach unschlagbar und für mich Glückserlebnis pur ;-)

Bereits damals wurde mir bewusst, dass gutes Essen in netter Gesellschaft Glücksmomente erzeugt. Deswegen besuchte ich die Landeshotelfachschule Kaiserhof und machte meinen Koch- und Service-Lehrabschluss an der Landes-Berufsschule Savoy in Meran. Die Küche und der Service gehören für mich zusammen und nur wenn diese beiden Bereiche perfekt zusammen spielen, ist es möglich, die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste zu verstehen und zu erfüllen.

So viele bunte Blüten, Kräuter, Gräser und frisches Grün sowie liebevoll abgefüllte Einmachgläser mit spannenden Inhalten haben wir noch nie in einer Küche gesehen. Kompliment! Seit wann bist du am Aufbauen dieser imponierenden Sammlung? Was treibt dich an und was inspiriert dich?

Mich inspiriert die Natur selbst! Wir haben einen sehr großen Garten mit vielen verschiedenen Kräutern, Gemüsearten und Blumen. Schon meine Großmutter holte täglich frisches Gemüse aus dem Garten, welches dann auf den Tisch kam. Bereits damals gab es ein kleines Beet für mich, dort baute ich mein eigenes Gemüse an und natürlich waren meine Radieschen und Karotten die besten. Das Kräutersammeln und -trocknen hat bei uns lange Tradition, meine Großmutter hatte stets Brennnessel, Taubnessel und Kamille parat und mein Großvater war auf Enzian und Arnika spezialisiert, womit er selbst Schnaps ansetzte. Kamille z.B. wurde in meinem Schlafzimmer auf Zeitungspapier getrocknet, um sie als Hausmittel zum Augen auswaschen bei Entzündungen, zum Haare waschen oder für Sitzbäder zu verwenden.

Diese Tradition führe ich fort. Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Gewürzkräutern und von März bis Mitte November ist meine „Sammel-Hochsaison“. Es macht mir Spaß darüber zu lesen, besonders in historischen und alten Kochbüchern finde ich stets neue Ideen. Mein größter Schatz ist ein Buch aus dem Jahr 1685, welches den Namen „Wunderbuch“ trägt. Die alten Rezepte inspirieren mich und dienen oft als Basis für meine eigenen Kreationen. Mit Kräutern zaubere ich sehr individuelle, neue und alte Geschmäcker in meine Gerichte und unterscheide mich dadurch von anderen Restaurants. Zudem habe mich auf die Lieblingsgerichte der Kaiserin Elisabeth („Sissi“) und ihren Gemahl, Kaiser Franz Joseph I. spezialisiert. Für Kaiserin Elisabeths Lieblingsdessert, ein Veilchen Gefrorenes, gewinne ich aus Duftveilchen einen Sirup und stelle damit ein Eis her.

Die Küche und der Service gehören für mich zusammen und nur wenn diese beiden Bereiche perfekt zusammen spielen, ist es möglich,
die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste zu verstehen und zu erfüllen.
via @weareMApeople


Eure selbstgezüchteten Schnecken gehören zu den besten in Europa. Wir haben von dir erfahren, dass Schnecken zu den saubersten Tieren gehören und sind gespannt, was es noch mehr über sie zu berichten gibt.

Die Weinbergschnecken gehören zu den saubersten Tieren der Welt und sind absolute Feinschmecker. Sie fressen nur das Beste - Unkraut steht bestimmt nicht auf ihrem Speiseplan. Der von ihnen produzierte Schleim ist für viele Menschen vielleicht eklig, doch genau durch diesen reinigen sie sich selbständig. Die wenigsten Menschen wissen, dass Weinbergschnecken immer schon gegessen wurden – sie waren ein typisches Essen für arme Leute, hauptsächlich in der Fastenzeit.

Die Zubereitung der Schnecken ist sehr aufwendig, weshalb sie nicht mehr allzu oft auf Speisekarten zu finden sind. Bevor man die Weinbergschnecken kochen kann, muss man sie für 7 bis 10 Tage spurgieren lassen, d.h. sie ausschließlich mit Weißbrot oder Polenta zu füttern, damit die Schnecken von alleine ihren Darm reinigen. Dann werden sie in kaltem Wasser gewaschen, bevor sie ins kochende Wasser gegeben werden. Ähnlich wie beim Hummerkochen sind die Weinbergschnecken unmittelbar tot und spüren nichts. Nach dem Kochen wird jede einzelne Weinbergschnecke aus ihrem Häuschen gezogen und die Innereien abgezupft. Danach werden sie abermals gewaschen und in einer Gemüsebrühe für circa 45 Minuten gekocht. Erst dann sind die Weinbergschnecken zur weiteren Verarbeitung bereit und je nach Saison werden sie in unserem Restaurant auf verschiedenste Arten zubereitet.

Gemüse und Pflanzen spielen die Hauptrolle auf deinen Tellern. Deine Küche strotzt nur so von regionalen, frischen Zutaten aus dem hauseigenen Bauerngarten und du achtest auf eine schonende und gesunde Zubereitung – alles wichtige Trends in der Gastronomie und Food-Branche. Welche anderen Trends werden für dich die Zukunft der Gastronomie prägen?

Mit Sicherheit die Natur. Ich lege sehr großen Wert auf Bio-Produkte, Fairness und auf Gesundheit. Daher arbeite ich in meiner Küche nur mit dem, was mir die Natur bietet und verzichte gänzlich auf künstliche Hilfsmittel. Die Herausforderung einzig und allein mit Kräutern und Gewürzen zu arbeiten gefällt mir ungemein. Es ist zwar unglaublich zeitaufwendig, aber für mich genau das, was Qualität ausmacht. Diesen Trend werde ich beibehalten und genau genommen, dafür kämpfen.

Der Bauer muss von seiner intensiven Arbeit leben können und die Tiere verdienen eine respektvolle Haltung. Ich will wissen, mit welchen Produkten ich arbeite, wie sie entstanden sind und unter welchen Voraussetzungen sie zubereitet werden. Um gesund zu sein und zu bleiben, muss man sich auch dementsprechend ernähren. Kochen bedeutet für mich sich Zeit nehmen und nicht Zeit sparen durch die Verwendung von Convenience Food. Man stelle sich einmal vor was passieren würde, wenn sich die Menschen so viel Zeit zum Kochen nehmen würden, wie für das Nutzen sozialer Medien. Ich glaube, dann wären viele Menschen gesünder und würden über Ernährung und Lebensmittel anders denken. Ich würde mir dies jedenfalls sehr wünschen.

Der „Female Shift“ macht sich immer mehr in der Gastronomie und Food-Branche bemerkbar. Als weiblicher Connoisseur: was ist deine Meinung dazu und wie unterscheidet sich der „weibliche Geschmack“ von dem, der männlichen Kollegen?

Ich glaube es geht nicht nur um die Küche und die Gerichte, sondern genauso um das ganze Ambiente drum herum. Wir verbringen mehr Zeit in unserem Restaurant als in unserer Wohnung, deshalb muss es für uns fein, schön, heimelig und gemütlich bei der Arbeit sein. Nur so fühlen wir uns wohl und können dieses Gefühl auch an unsere Gäste weitergeben. Deshalb ist es in meiner Küche so bunt und es gibt so viele Kräuter und essbare Blumen.
Meiner Meinung nach bedenken Frauen, im Gegensatz zu vielen männlichen Kollegen, das ganze Umfeld eines Betriebes und achten vermehrt auf jedes noch so kleine Detail - sei es Dekoration, Sauberkeit, gepflegte Mitarbeiter, etc. Zwischen Männern denke ich, ist der Konkurrenzkampf und der Druck sich andauernd beweisen zu müssen größer, was bei der Arbeit zu zusätzlichem Stress führen kann. Ich arbeite gemeinsam mit meiner Tochter und meiner Mutter in unserem Restaurant. Drei Frauen, drei Generationen mit drei verschiedenen Ansichten und Ideen - jedoch mit demselben Ziel. Für uns läuft die Zusammenarbeit unter Frauen harmonisch und ruhig ab.

Du reist viel und erkundest dabei gerne andere Esskulturen. Was macht für dich einen Restaurantbesuch zu einem absoluten WOW-Erlebnis?

Ein aus einfachen Zutaten kreiertes, kreatives Gericht serviert zu bekommen ist für mich ein WOW-Erlebnis. Was mich allerdings einfach nur langweilt, dass viele Restaurants die immer ähnlichen Gerichte servieren. Bei einem Restaurantbesuch möchte ich etwas erleben, Neues probieren oder ein neu interpretiertes Gericht genießen. Das kann durchaus auch ein typisches Gericht der Region sein, immer mit den altbekannten Zutaten, jedoch anders serviert als üblich.
Egal ob im Nobelrestaurant oder auf der Almhütte, es freut mich unglaublich, wenn man spürt, dass die Arbeit mit Leidenschaft gemacht wird, dass die Köchin/der Koch mit Liebe und Passion arbeitet. Oft verraten das nur kleine Details, aber für mich machen genau diese den großen Unterschied aus.

Wie bereits erwähnt sind für mich auch das Ambiente und der Service sehr wichtig. Ich muss mich wohlfühlen und vom Gastgeber das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich willkommen bin und jemand für mich da ist. Nur so kann für mich ein Glücks- bzw. Zufriedenheitsgefühl entstehen, wie damals, als mir meine Großmutter mein Lieblingsgericht serviert hat.

Seit über 15 Jahren führt Janett Platino nun die Küche des Restaurants Onkel Taa. Ihre Mutter und ihre Tochter führen den Service. Der Vater, Onkel Taa, hingegen kümmert sich um das K.u.K. Museum von Bad Egart,  welches sich neben dem Restaurant befindet. Das Museum gehört mit seinen unzähligen Zeitdokumenten und Erinnerungsstücken an die Kaiserin Elisabeth zu einer der größten Privat- Sammlungen von Raritäten und Originalen des österreichischen Kaiserhauses. Das Onkel Taa Haus war früher auch unter dem  Namen Bad Egart bekannt und das älteste Heilbad Tirols, während der Kaiserzeit was es ein Badehaus, welches auch die Kaiserin Sissi aufsuchte, wenn sie zur Kur in Meran weilte.

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Gastronomie 2017: echtes Eatertainment in Südtirol

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Im Lebenszyklus eines Hotellerie- und Gastronomiebetriebes ist der Generationswechsel oft eine schwierige und komplexe Phase. Muss allerdings nicht sein, wie unser heutiges Fallbeispiel aus Plars/Algund in Südtirol zeigt. Seit 2016 arbeiten wir mit der Gastgeberfamile Schrötter zusammen und nach reibungsloser Betriebsübergabe ist aus dem bestehenden, traditionellen Residence-Betrieb ein cooles und lässiges Zuhause für toughe Sportler und sportliche Genießer geworden, das paloria. Wie es dazu kam, erzählen wir euch Schritt für Schritt in diesem Blogbeitrag.

Untertitel
Fallbeispiel Südtirol/Italien: Generationswechsel und Neupositionierung in der Hotellerie
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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde
Paragraphs

MA people am Apparat*

Wie in unserem Ansatz beschrieben, beginnen die meisten MA people Aufträge mit einem Anruf. Im Sommer 2016 hatten wir Julia Schrötter am Apparat. Ihre Mutter Renate hat die Residence Niedermair jahrzehntelang erfolgreich geführt – jetzt war es Zeit, die nächste Generation ans Werk zu lassen, namentlich ihre Tochter Julia. Wie sollte die Übergabe von statten gehen, der zukünftige finanzielle Erfolg der Residence Niedermair auf einem sich ständig wandelndem Urlaubsmarkt weiterhin garantiert werden und vor allem: was muss sich am Konzept und der Gästestruktur ändern, damit Julia täglich Freude an ihrer Arbeit hat? Ein Fall für MA people ;-)

Wir brainstormen

Um dem „Why“, dem „Warum“ auf den Grund zu gehen, begann unsere Zusammenarbeit kurze Zeit später bei einem gemeinsamen Brainstorming Workshop. Im Mittelpunkt dieses ersten Treffens mit allen involvierten Akteuren (Renate, Julia und ihrem Mann Sebastian) standen zwei Hauptthemen: wie kann die Betriebsübergabe am effizientesten gestaltet werden und was treibt die neue Gastgeberin an? Was sind ihre persönliche Vision, Ziele, Ideen, Passion und Motivation?

Gemeinsam wurden die gegenseitigen Erwartungen, Bedenken und möglichen Herausforderungen offen besprochen und eine klare Vereinbarung zur Rollenaufteilung für die Übergabe und den darauffolgenden Zeitraum festgelegt. Bzgl. Antrieb und Motivation wurde bald klar, dass ein Thema im Leben von Julia und ihrem Mann Sebastian ganz klar im Vordergrund steht: Sport, Sport, Sport.

„Kann ich wirklich den Residence-Betrieb nach meinen persönlichen Vorlieben ausrichten und dementsprechend positionieren?“ Diese Frage hören wir am Ende des Brainstormings oft von unseren Kunden – unsere Antwort bleibt immer dieselbe: JA! Denn nur wenn die Gastgeber vollkommen hinter dem Konzept, der Positionierung stehen, ist langfristiger Erfolg (finanziell UND persönlich!) möglich.

„People don't buy what you do,
they buy why you do it.“ Simon Sinek
via @wearemapeople

Wir recherchieren & analysieren

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen.“ Anton Bruckner

Nach dem gemeinsamen Brainstorming war klar, wohin die Reise gehen soll. Jetzt lag es an uns, aufbauend auf die Ergebnisse, mögliche Szenarien und Konzeptansätze zu erarbeiten. Dabei waren die Themen Sport und Genuss zentral – für den Lebensinhalt von Julia und Sebastian sowie für die angestrebte Neupositionierung.

Wir begannen mit einer fundierten Recherche und Analyse der Rahmenbedingungen (Destination, Gäste & Märkte, Mitbewerber) und der Trends im Bereich Sport und Genuss. Die Ergebnisse wurden in einer detaillierten SWOT Analyse und Positionierungs-Matrix aufgearbeitet.

Warum waren diese Informationen essentiell? Erst am Ende dieser Phase konnten wir objektiv bestätigen, dass der Markt für eine Sport- und Genuss-Residence vorhanden ist. Nach Ausarbeitung von drei möglichen Konzeptansätzen mit verschiedener Gewichtung der beiden Hauptthemen stand der gemeinsame Entschluss fest: we aim higher. Die Konzeptidee eines coolen und lässigen Zuhauses für toughe Sportler und sportliche Genießer war geboren.

Wir definieren & co-kreieren

„Du kannst nicht alles für jeden sein. Wenn du dich entscheidest nach Norden zu gehen, kannst du nicht zeitgleich auch nach Süden gehen.“ Jeroen De Flander

Ausgangslage für die gemeinsame Erarbeitung des neuen, innovativen Konzeptes waren die Definition der anvisionierten Ziele, Grundlagen, USPs und vor allem der Buyer Personas. Je mehr nämlich der Gast ins Zentrum der Konzeptentwicklung und damit einhergehenden Neupositionierung rückt, desto effektiver sind die ausgearbeiteten Maßnahmen und desto größer ist der finanzielle Nutzen für das Unternehmen.

Im Konzept wurde die Hauptfrage „Wie übertreffen wir die Erwartungen von toughen Sportlern und sportlichen Genießern“ anhand der Guest Journey geprüft und für alle Bereiche der Residence (Hard- und Software) beantwortet. Das Ergebnis: ein cooler Gartenbereich sowie ein lässiger Basecamp (Aufenthaltsraum), Blackrolls in allen Apartments, ein eigener Hofladen mit einheimischen Produkten, ein neuer Wellnessbereich zum Erholen nach getaner „Arbeit“, eine Radwerkstatt und –garage, und noch vieles mehr, das Sportlerherzen höher schlagen lässt.

„It’s not about ideas.
It’s about making ideas happen.“ Unbekannt
@wearemapeople

Wir gehen es an

2017 war das Konzept fertig, die Betriebsübergabe in vollem Gange und alle Beteiligten konnten es kaum erwarten, die „neue“ Residence Niedermair zum Leben zu erwecken. MA people hat Julia dabei vor allem in den folgenden Bereichen unterstützt:

  • Entwicklung der neuen Marke: neuer Name, Slogan, Erscheinungsbild (Corporate Identity, Logo, Farben, Schriften, etc.).
  • Briefing und Begleitung der Entwicklung des neuen Tone of Voice und Fotografie-Stil.
  • Strategisches Marketing & Vertrieb: Identifikation der passenden Marketing- und Vertriebskanäle und Bespielen derselben.
  • Umsetzung der Marke: neue Webseite, Kommunikationsmaterial, etc.

Das Resultat? Überzeugt euch selbst, wie Powerurlaub und Genuss vom Feinsten aussehen kann: paloria – apartments & sport.

Abschließen möchten wir diesen Blogbeitrag mit einem großen DANKESCHÖN an Julia, Renate und Sebastian. Danke, dass wir Teil dieses innovativen und coolen Projektes sein durften. Danke auch an clicktext, die paloria die richtigen Worte in den Mund gelegt haben und an Harald Wisthaler, für die tollen Fotos.

In diesem Sinne, „always aim higher“ und bis zum nächsten Mal,

Eure MA people

Ps.: Weitere Informationen, zu WIE wir ein Hotelkonzept kreieren und unseren Services findet ihr online. 

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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde

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Storytelling ist das Trendwort im (Hotel-)Marketing schlechthin. Es beschreibt den strategischen Einsatz von Geschichten, um bei Gästen, Partnerinnen und Partnern und Mitarbeitenden (!) eine emotionale Wirkung herbeizuführen, sie zu beeindrucken und/oder zu überzeugen. Durch die außergewöhnliche Vermittlung von Fakten und historischen Ereignissen des Hotelproduktes bzw. der Hotelmarke, erhöht sich die Aufmerksamkeit des Gastes und die vermittelten Inhalte werden dauerhaft und intensiv beim Empfänger verankert. Storytelling steigert so die Überzeugungskraft der Hotelmarke und führt zu Identifikation, Attraktivität und Vertrauen.

Untertitel
Wie man gute Geschichten erzählt. Unsere 5 MAp Tipps für die erfolgreiche Hotel-Story
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#Storytelling: Wie man gute Geschichten erzählt
Paragraphs

Aber was macht erfolgreiche Geschichten eigentlich aus?

Hervorragende Geschichten sind einfach, einzigartig, emotional, authentisch und vor allem, glaubwürdig. Diese Hotel-Stories haben entweder Bezug zur Historie (keine Geschichte erzählen, sondern eine wirklich einzigartige haben), Bezug zu Mythen oder sind faktische Erzählungen von Gästen über die Hotelmarke oder das Hotelprodukt. Sie sind adaptierbar für unterschiedliche Situationen und Empfänger. Im Mittelpunkt stehen die Hotelmarke und/oder das Hotelprodukt und natürlich, der damit verbundene Nutzen für die Empfängerin (Mehrwert).

Eine einzigartige Geschichte verleiht dem Hotelprodukt Identität und Image und löst beim Gast Aufmerksamkeit, Sympathie und Begehrlichkeit aus. Die Story berührt den Gast emotional, wenn sie unterhält, überrascht, fasziniert, erzieht und inspiriert und somit letztendlich beim Gast einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ist dies der Fall, dann wird der Gast die Geschichte weitererzählen und somit zum besten Marketinginstrument für den Hotelier – und zwar kostenlos.

Wir können Herrn Godin nur zustimmen, denn die Vorteile des emotionalen Storytellings sind zahlreich. So ist bekannt, dass die meisten Buchungsentscheidungen vorwiegend aus einer Emotion heraus getroffen werden, nicht auf Basis von harten Fakten. Inhalte, die starke Emotionen wecken, werden deutlich häufiger geteilt, „geliked“ und gekauft, als jene, die schlichte Fakten und Informationen vermitteln. Emotionales Storytelling hat also Potential für virales Marketing, was man an den Aufrufzahlen vieler emotional aufgeladener Videos ablesen kann. 

Expertinnen und Experten sind sich darüber einig, dass ein Schlüsselfaktor zum viralen Erfolg eines Videos die emotionale Intensität und die Gefühle sind, welche ein Video beim Betrachter hervorruft. Besonders in Zeiten der allgemeinen Werbemüdigkeit kann emotionales Storytelling zum Erfolgsfaktor im Marketing werden. 

Hervorragende Geschichten sind ein Teil hervorragender Hotelkonzepte und Hotelmarken – und zwar mehr denn je. Eine echte, authentische, unverwechselbare „Story“ spricht den Gast auf emotionaler Ebene an. Sie ermöglicht es dem Hotelbetrieb in der hart umkämpften Hotelbranche mit immer mehr austauschbaren Produkten hervorzustechen und sich klar abzugrenzen. Denn einzigartige Konzepte liefern einzigartige „Stories“. Die Methode des Storytellings dient dann der nachhaltigen Sicherung von Markenloyalität und Verkaufssteigerung, da sich Gäste über glaubhafte Geschichten leichter mit dem Hotelprodukt identifizieren können. Bei Mitarbeitenden ermöglicht eine einzigartige Geschichte neben der Identifikation auch Bindung an den Betrieb.

Bei MAp haben wir in der Zusammenarbeit mit unseren internationalen Hotelkunden einzigartige Geschichten entwickelt. Denn wirklich jeder Betrieb kann das emotionale Storytelling für sich nutzen, um seine Unternehmensergebnisse zu steigern. Allerdings ist die Voraussetzung für erfolgreiches, nachhaltiges und gewinnbringendes Storytelling eine klare Positionierung. Für uns sind die folgenden Elemente zentral: Klarheit, Authentizität, Gästenutzen und Kontinuität.

“People do not buy goods and services.
They buy relations, stories and magic.” Seth Godin
via @weareMAp

Unsere 5 MAdvices für erfolgreiches Hotel-Storytelling

1. Die Geschichte muss zum Betrieb passen. Dies garantiert Einzigartigkeit und Glaubwürdigkeit.

2. Sie muss echtwahr und authentisch für den Gast (sowie für Partnerinnen und Mitarbeitende) und leicht verständlich sein.

3. Die Geschichte muss nachvollziehbar sein – Gäste, Partnerinnen und Mitarbeitende müssen sich damit identifizieren können. Nur wenn die Geschichte für den Gast persönlich wirklich relevant ist, d.h. sein Herz berührt oder mit seinen ureigenen Leidenschaften und Interessen zu tun hat, weckt sie im Gast Träume und positive Emotionen = erzeugt eine Handlung (=Buchung).

4. Die Geschichte muss unbedingt konsistent erzählt werden. Es ist verwirrend, wenn ein Betrieb die Geschichten saisonal ändert bzw. jedem Trend hinterherrennt. Kontinuität in allem ist das wahre Unterscheidungs- und Erfolgsmerkmal.

5. Neue Technologien und Plattformen nützen – von Virtual Reality bis hin zu Live-Videos und Stories verändern die Art und Weise, wie Geschichten geschaffen, kommuniziert, konsumiert und von Gästen im Bekanntenkreis oder auf den sozialen Medien „ge-shared“ (geteilt) werden.

Wir hoffen, dass dieser Blogbeitrag hilfreich und inspirierend war und wünschen euch viel Spaß und Erfolg beim Erzählen eurer einzigartigen Geschichten. Und wenn ihr Hilfe benötigt, eure eigene Geschichte zu finden, dann meldet euch HIER bei uns, für ein unverbindliches Erstgespräch. 

Merci und happy #Storytelling
Eure MAp Boutique Consultancy

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#Storytelling: Wie man gute Geschichten erzählt

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Warum Hotelmarketing heutzutage der entscheidende Erfolgsfaktor ist
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MAp Boutique Consultancy - Best Hotel Marketing
Paragraphs

Vor einigen Monaten sind wir auf das folgende Zitat von Business Coach Bill Baren gestoßen: “Best marketing beats best product EVERY single time!” Dieses Zitat verdient die volle Aufmerksamkeit. Denn es kann den Erfolg deines Hotels für immer beeinflussen.

Was ist eurer Meinung nach die wichtigste Abteilung eines Hotels? Ist es die Food und Beverage Abteilung oder das Housekeeping? Wer entscheidet sich für das Front Office? Und nein - alle Abteilungen sind gleich wichtig, akzeptieren wir als Antwort nicht ;-) Natürlich teilen wir die Ansicht, dass ein Hotel langfristig nur dann erfolgreich sein kann, wenn jede Abteilung auf höchstem Niveau arbeitet.

Allerdings werden wir euch mit der folgenden Behauptung ein wenig aufhorchen lassen, denn wir behaupten, dass die wichtigste Abteilung eines jeden Hotels die Marketingabteilung ist. Warum? Weil ohne Marketing gibt es keine Gäste. Und ohne Gäste, kein Hotel.

Um sicherzustellen, dass dein Hotel die richtigen Gäste anspricht: hier sind unsere fünf HotelMArketing Ratschläge, um den Erfolg deiner Marketingaktivitäten langfristig zu steigern.

Weil ohne Marketing gibt es keine Gäste.
Und ohne Gäste, kein Hotel
via @weareMApeople


Unsere TOP fünf HotelMArketing Ratschläge:

1 – Hab ein klares Hotelkonzept


„Zuerst Konzept, dann der Rest.“ MAp Boutique Consultancy 

Ein klar definiertes Hotelkonzept und eine davon abgeleitete, ebenso klare Positionierung sind die Basis für alles was folgt. Sie dienen als Grundlage für die Entwicklung, Optimierung und Innovation des Hotelproduktes, der Restaurantmenus, der Annehmlichkeiten in den Gästezimmern,... UND selbstverständlich auch für die Marketingstrategie des Hauses.

Wenn du und dein Marketingteam euch nicht hundertprozentig einig seid, wofür das Hotel steht - wie könnt ihr dann entscheiden, wo das Marketingbudget investiert werden soll, um die besten Resultate zu erzielen? Unserer Meinung nach ist Marketing ohne klares Konzept und Botschaft gleichzustellen mit Autofahren mit geschlossenen Augen!

2 – Kenne deine Gäste


“When the customer comes first, the customer will last.” Robert Half

Wir bei MAp konzentrieren uns immer darauf, was Umsatz und Gewinn generiert = die Menschen. Deshalb bilden die Menschen stets das Herzstück unserer Arbeit.

Stell dir vor, du bist in München und hast dir das Ziel gesetzt, noch am selben Tag mit dem Auto in Zürich anzukommen. Würdest du die Autobahn nach Wien nehmen? Die Antwort ist ziemlich offensichtlich, oder? Ist dir jedoch aufgefallen, wie viele Hotels beteuern, dass sie kaufkräftige Gäste ansprechen möchten, aber dann Anzeigen in Zeitschriften schalten, die von preissensiblen Reisenden gelesen werden? Oder wer kennt das Familienhotel, das junge Fashion-Influencer ins Hotel einlädt, um über das Spa-Angebot zu bloggen? 

Jedes Hotel hat das Recht sein Budget wie, wann und wo es will zu investieren. Aber wenn Hotels kompromisslos in ihrer gezielten Ansprache der Buyer Personas = ihrer Wunschgäste sind, können sie die Gästezufriedenheit und Gewinne entscheidend beeinflussen. Wir empfehlen deshalb, sich die Zeit zu nehmen, die eigenen Wunschgäste im Detail zu definieren. Du musst sie in- und auswendig kennen, wissen wo sie leben, welche Zeitungen und Online-Foren sie lesen, was ihnen wichtig ist und welche Social-Media-Kanäle sie zu welchem Zweck nutzen. Befasse dich auch damit, was genau das Kundenproblem ist = das Problem, das nur dein Hotel für den Gast lösen kann. Die Antwort auf diese letzte Frage wird deine wichtigste Marketing- und Kommunikationsbotschaft sein.

3 - Definiere ein Budget


“You cannot be everything to everyone. If you decide to go north, you cannot go south at the same time.” Jeroen De Flander

Sobald du deine Grundlagen und Wunschgäste definiert hast, ist es an der Zeit ein Budget zu definieren. Wie viel wirst du im nächsten Jahr für Marketingaktivitäten ausgeben? Was ist der Rücklauf, den du erwartest? Denk immer daran, genügend Budget für dein Marketing beiseite zu legen ist wichtig, denn wie wir bereits wissen: kein Marketing = keine Gäste, keine Gäste = kein Hotel.

Berechne das Budget, teile es auf die verschiedenen Segmente auf (z.B. wie viel für Online-Marketing-Aktivitäten, Print oder Social Media ausgegeben werden soll) und dann handle dementsprechend. 

Sobald du dein Budget kennt, ist es einfach  Prioritäten zu setzen und zu beliebigen Marketingaktivitäten, welche in deinem E-Mail-Posteingang landen, klar ja oder nein zu sagen.

4 – Verfolge eine Strategie


“Hope is not a strategy.” Vince Lombardi

Eine Strategie gilt als dein Aktionsplan, um deine Ziele zu erreichen. Bedeutet, dass du deine Ziele festlegen musst, bevor du deine Hotelmarketingstrategie definieren kannst. Wenn du mit einem Marketingteam arbeitest, schließt alle Beteiligten in diesen Prozess ein, denn es ist wichtig, dass jede und jeder eure Ziele kennt, daran glaubt und täglich daraufhin arbeitet.

Einmal definiert, erstelle deinen Plan ausgerichtet auf die Zielerreichung. Liegt die höchste Priorität in der Nebensaison Zimmer zu füllen oder sollen attraktive Premium-Pakete die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Hauptsaison verlängern? Ist das Ziel mehr Direktbuchungen zu generieren oder den Vertrieb über externe Partnerinnen zu stärken? Nicht zu vergessen, die Strategie hängt natürlich auch von deinem Konzept und den definierten Buyer Personas ab.

5 – Messen, messen, messen!


“If you can't measure it, you can't improve it.” Peter Drucker

Eine der größten Lügen, welche wir immer wieder hören ist, dass Marketing nicht messbar ist. Das stimmt einfach nicht und du kannst bereits einen Wettbewerbsvorteil erzielen, indem du diesen Irrglauben ignorierst, die Wirksamkeit deiner Marketingaktionen misst und aus den Ergebnissen lernst. Diese Vorgangsweise hilft dir dabei zu optimieren und adaptieren sowie jährlich effizienter zu budgetieren und mehr Rücklauf zu generieren.

Miss jede einzelne Marketingaktivität, die du durchführt: Hast du mehr Klicks auf eurer Webseite generiert? Wie viele Menschen sind dir auf Facebook durch die Kampagne gefolgt? Wie viele Buchungen wurden über den beworbenen Buchungscode des Sonderangebotes getätigt?

Wie sieht nun also gelungenes Hotelmarketing aus?

Hier sind zwei Beispiele für Marketingkampagnen und Initiativen aus der Hotellerie, die uns ins Auge gestochen sind. Fallen dir noch weitere ein?

Kenne deine Gäste - nischenorientierte Inhalte. Morgan's Originals Hotels richten sich speziell an Kreative, denn es ist eine Familie von individuellen Hotels, die eine surreale Fantasie schaffen, in der alles möglich ist. Die Originals vereinen Vision und Stil mit einem Hauch Magie und Illusion. Morgan's Originals nutzt seinen Online-Blog "Back of House", um die Autorität und den Bekanntheitsgrad der Marke mit sehr nischenorientierten Inhalten aufzubauen, die sich speziell an Kreative richten. Es handelt sich eher um eine allgemeine Lifestyle-Publikation als um einen Markenblog, in dem du Interviews mit Menschen aus der Kunst-, Mode- oder Musikbranche findest.

Messen, messen, messen! - Das Moxy-Zelt von Marriott beim Coachella. Zur Eröffnung des Moxy Times Square verwandelte Marriott beim Coachella 2017 acht Safari-Zelte in Hotelzimmer. Influencerinnen wie Amy Pham und Marriott Rewards-Mitglieder wurden eingeladen, die Moxy-Zelte kennenzulernen, die zugleich eine Vorschau auf die Zimmer des NYC Times Square Hotels waren. Die Kampagne erwies sich als großer Erfolg und erzielte über eine Milliarde Medienaufrufe, starke Präsenz in den wichtigsten Medien und eine Steigerung der Instagram-Reichweite um 63 % im Vergleich zur Vorwoche.

 

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Wir bei MAp haben uns auf die Entwicklung von kreativen und innovativen Hotelkonzepten spezialisiert. Nicht nur auf die Entwicklung von einfach guten, sondern auf die Kreation von wirklich besonderen Hotelkonzepten. Am besten einfach direkt bei unseren Kunden einmal nachhaken ;-). Ein Hotelkonzept ist ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg einer Hotelunternehmung. Letzthin haben wir festgestellt, dass der Begriff „Hotelkonzept“ oft missverstanden wird. Deshalb beginnen wir diesen Blogbeitrag mit unserer Definition für „Hotelkonzept“:

Ein Hotelkonzept ist ein strategischer und kreativer Leitfaden, der aufzeigt, wie man eine spezifische Hotelunternehmung verwirklichen und umsetzen sollte, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen (auf finanzieller und menschlicher Ebene). Das Hotelkonzept vereint verschiedene Elemente (Hard- und Softfacts), gibt strategische Orientierung und Anleitungen sowie ganzheitliche und detaillierte Informationen. Es erläutert allen Stakeholdern WIE das Hotel aussehen und sich anfühlen soll und erklärt anhand der definierten Markenwerte und -eigenschaften das WARUM.

In der hart umkämpften Hotelbranche ist ein zukunftsorientiertes, kreatives und innovatives Hotelkonzept die Grundvoraussetzung für den nachhaltigen Erfolg und die Tragbarkeit einer Hotelunternehmung.

Warum? Hier sind unsere 5 Gründe:

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5 Gründe, warum jedes Hotel unbedingt ein Hotelkonzept benötigt. Was ein Hotelkonzept heute ausmacht – und warum es mehr braucht als ein schönes Design.
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MAp Boutique Consultancy - Hotel Development Hotel Concept
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Ein Hotelkonzept ist ein strategischer und kreativer Leitfaden, der aufzeigt, wie man eine spezifische Hotelunternehmung verwirklichen und umsetzen sollte,
um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen (auf finanzieller und menschlicher Ebene).
via @weareMAp

1 – Dein Hotelkonzept gibt die strategische Richtung vor

Damit jegliche Unternehmung zum Erfolg wird, müssen alle Beteiligten dessen Grundlagen kennen, gemeinsam in die vorgegebene Richtung arbeiten und dem klar definierten Weg folgen. Das Hotelkonzept gibt dabei einen klaren Einblick in das Hotelprojekt und zeigt Vorgaben und Ziele auf. Es erklärt die Kernkompetenzen des Hotels und definiert seine Hard- und Softfacts, wobei der Fokus immer auf die richtigen und wichtigen Dinge gelegt wird = die Dinge, welche die beste Leistung, Produktivität und den besten Profit versprechen, sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft.

2 – Dein Hotelkonzept dient als tägliche Betriebsanleitung für dich und dein Team

Besonders in hektischen und auslastungsstarken Zeiten kann es schnell passieren, dass Unternehmerinnen, genauso wie Mitarbeitende, den roten Faden verlieren. Deshalb ist ein Hotelkonzept DAS Referenzdokument für alle Beteiligten. Es gibt die klare Richtung vor, bietet umfangreiche Orientierung und ist die Grundlage für das konsequente Briefing externer Partner. Jeder einzelne Mitarbeiter und Partnerin muss den wahren Sinn und Zweck (das WARUM!) verstehen und verinnerlichen, die definierten Ziele und Vorgaben zu seinen eigenen machen sowie wissen, WIE er diese erreichen soll. Nur dann können alle Beteiligten im täglichen Geschäft die richtigen Entscheidungen treffen und den herausragenden Service bieten, den jeder Hotelier (und letztlich jeder Gast) voraussetzt.

Und es gibt noch einen Zusatznutzen! Mitarbeitende, die wissen WARUM sie tun WAS sie tun und WIE sie es tun sollen, sind motivierter und übernehmen Verantwortung. Sie haben Freude an ihrem Tun und bleiben länger im Betrieb. Für den Hotelier bedeutet das weniger Fluktuation, reduzierte Rekrutierungskosten und mehr Stammgäste, durch den hervorragenden Service, den nur engagierte und involvierte Mitarbeitende bieten.

3 – Dein Hotelkonzept sorgt dafür, dass die richtigen Gäste kommen

Der Mensch macht es aus – davon sind wir felsenfest überzeugt. Hotelkonzepte, die den Menschen ins Zentrum aller Bemühungen rücken, fokussieren sich auf das, was wirklich Umsatz und Gewinn generiert. Ein jedes unserer Hotelkonzepte basiert auf der persönlichen und somit einzigartigen Vision des Unternehmers sowie auf gründliche Recherche und Analyse. Es zeigt deutlich auf, wer die perfekten Gäste sind – was sie suchen, erwarten und benötigen. Dadurch werden sie zu glücklichen Gästen, die gesunde Gewinne generieren. Glückliche Gäste sind die beste Investition eines jeden Hoteliers. Sie werden zu Markenbotschaftern (on- und offline) und bewerben das Hotel authentisch, mit Freude und vor allem, KOSTENLOS!

4 – Dein Hotelkonzept sichert Wettbewerbsvorteile

Was genau macht ein Hotelkonzept kreativ und innovativ? Vor allem, seine Einzigartigkeit und Authentizität. Ein großartiges Hotelkonzept erarbeitet und erörtert, was das Hotel wirklich einzigartig und klar unterscheidbar macht. Es definiert die Alleinstellungsmerkmale (USPs), basierend auf den Mehrwert für den Gast, welchen dieser erfährt, wenn er das Hotel einem Konkurrenzbetrieb vorzieht. Ein Wettbewerbsvorteil erzeugt Aufmerksamkeit, sorgt für Gesprächsthemen und gibt Stoff, für starke Geschichten. Auch deswegen glauben wir an innovative Hotelkonzepte: sie sorgen für ein klares Alleinstellungsmerkmal im Markt, generieren erhöhtes Presseinteresse, maximieren Marketingbemühungen und kurbeln Auslastung und Umsatz an.

5 –Dein Hotelkonzept ist die EINZIGE Garantie für langfristigen persönlichen und finanziellen Erfolg

Heutzutage ist wirklich „nix mehr fix“ und es gibt kaum noch Garantien, auf die man bauen kann. Auf ein einzigartiges Hotelkonzept hingegen, das auf die persönliche Vision, Motivation und Passion des Unternehmers aufbaut, kann man sich immer verlassen. Es sorgt dafür, dass das Hotel mit den eigenen und ganz persönlichen Werten im Einklang steht und dadurch nicht nur die Gäste glücklich macht, sondern auch den Unternehmer selbst. Das Ergebnis gründlicher Recherche und Analyse legt die Basis für ein wirklich nachhaltiges Hotelkonzept und garantiert, dass das Hotel nicht nur eine coole Idee ist oder ein Traum bleibt, sondern zu einem langfristig tragfähigen Geschäftskonzept wird.

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Alles was wir uns wünschen sind geniale Hotelkonzepte!
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Was gesamtheitliche Nachhaltigkeit für Hotels bedeutet
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MAp Boutique Consultancy - The Sustainable Hotel - A sustainable hotel concept
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In der hart umkämpften Hotelbranche ist ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Hotelkonzept Grundvoraussetzung für den Erfolg und die Tragbarkeit einer Hotelunternehmung.

Wir bei MAp Boutique Consultancy, definieren ein Hotelkonzept als strategischen und kreativen Leitfaden für die Realisierung einer Hotelunternehmung. Das Hotelkonzept vereint verschiedene Elemente (Soft- und Hardfacts) und gibt strategische Orientierung, Anleitungen sowie umfassende und detaillierte Informationen. Es erläutert allen Stakeholdern, WIE das Hotel aussehen und sich anfühlen soll und erklärt anhand der definierten Markenwerte und –eigenschaften das WARUM.

Wann immer wir bei MAp ein Hotelkonzept kreieren, integrieren wir auch einen ganzheitlichen Rahmen - MAp's 4 P der Nachhaltigkeit -, um die Einnahmen zu steigern, die Kosten zu senken und einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben.

Bedeutung und Definition von Nachhaltigkeit

Muss jedes Hotelkonzept nachhaltig sein? Nachhaltiges Agieren wird zu einer gängigen Praxis und einem neuen Qualitätsstandard für Hotels. Nicht nur Hotelgäste, sondern auch andere Stakeholder, wie z.B. Mitarbeitende und Geschäftspartnerinnen schärfen ihr Bewusstsein dahingehend und denken zunehmend an ihren Impact. 

Die Definition von Nachhaltigkeit ist allerdings gar nicht so simpel, wie es scheinen mag. Sie beschränkt sich nicht auf umweltfreundliche, „grüne“ Hotelpraktiken – wie z.B. Wasser- und Energieeinsparung, sondern ist weitaus umfassender. Nicht nur der weit verbreitete ökologischen Aspekt ist enthalten, sondern Nachhaltigkeit hat auch eine soziale und ökonomische Dimension. Angelehnt an die SDGs der Europäischen Union, arbeitet MAp deshalb anhand der 4 P der Nachhaltigkeit, um einen holistischen Ansatz zu garantieren: 

  • People - Soziale Nachhaltigkeit: Der Einfluss, den dein Hotel auf die Menschen hat, einschließlich deiner Gäste, Mitarbeitenden, Partnerinnen und Mitglieder der lokalen Gemeinschaft. Der Eckpfeiler der sozialen Nachhaltigkeit ist das Schützen der Menschenrechte, das aktive Angehen von Problemen die deine Mitarbeitenden betreffen, sowie die Förderung und Stärkung derer.
  • Planet - Ökologische Nachhaltigkeit: Die Auswirkungen die dein Hotel auf den Planeten hat. Es gilt sicherzustellen, dass du die Ökosysteme und natürlichen Ressourcen der Welt schützt um so das Wohlergehen aller Menschen zu erhalten - jetzt und in Zukunft.
  • Profit - Ökonomische Nachhaltigkeit: Der Einfluss, den dein Hotel auf das Wirtschaftswachstum hat, ohne die sozialen und ökologischen Aspekte der lokalen Gemeinschaft negativ zu beeinflussen - während du die Rentabilität deines Hotels steigerst.
  • Purpose: Obwohl er offiziell nicht zu den Säulen der Nachhaltigkeit gehört, steht Purpose im Mittelpunkt des MAp Nachhaltigkeitsrahmens. Die Definition ist einfach: Purpose ist das WARUM, das dich antreibt, das zu tun, was du tust - und es zu lieben!

Während die ökologische Nachhaltigkeit schon lange ein Thema in der Hotellerie ist, werden zunehmend auch die wirtschaftliche und die soziale Dimension aufgegriffen. Ein gutes Beispiel für die soziale Dimension der Nachhaltigkeit ist Marriott. Marriott hat eine halbe Million Mitarbeitende erfolgreich darin geschult, Anzeichen von Menschenhandel zu erkennen und darauf zu reagieren. Das mehrsprachige Online- und Klassenzimmer Trainingsprogramm, welches auf Empfangs-, F&B- und Etagenpersonal zugeschnitten ist, führte dazu, dass seit Beginn des Programms im Jahr 2017, eine Reihe von jungen Menschen aus gefährlichen Situationen geholfen werden konnte. 

Wir von MAp sind davon überzeugt, dass es für dein Hotel viele Vorteile hat, wenn du Nachhaltigkeit in deinen Betrieb integrierst. Deshalb teilen wir im Folgenden mit dir unsere...

Wir sind der Meinung, dass Nachhaltigkeit teilweise bereits zum Standard und zu einem Qualitätssiegel für Hotels geworden ist.
Nicht nur Hotelgäste, sondern auch andere Stakeholder, wie z.B. Mitarbeitende und Geschäftspartnerinnen schärfen ihr Bewusstsein dahingehend und denken zunehmend nachhaltig.
via @weareMAp

Top 5 Gründe, warum du dich für ganzheitliche Nachhaltigkeit in Hotels einsetzen solltest:

  • Du nutzt deine Ressourcen effektiver, steigerst die Produktivität und senkst deine Kosten. Neben-, Personal- und Betriebskosten sind die größten Kostenfaktoren für die meisten Hotels. Ein nachhaltige Betriebsführung hilft oftmals, alle drei Kostenfaktoren zu berücksichtigen - z. B. können neue Umwelttechnologien das Erlebnis der Gäste positiv beeinflussen (denkt z.B. an LED-Beleuchtung, natürliche Einrichtung und natürliche Belüftung).
  • Du verbesserst die Moral, Motivation und Zufriedenheit deiner Mitarbeitenden. Vor allem jüngere Menschen wollen für Hotelbetriebe arbeiten, die über die Rentabilität hinausblicken und danach streben, einen echten und nachhaltigen Unterschied in der Branche zu machen.
  • Du eröffnest einen Dialog mit der breiten Öffentlichkeit und schaffst Synergien, von denen sowohl die Hotelgäste als auch die lokale Bevölkerung profitieren.
  • Du gewinnst neue Hotelgäste, und durch die Kommunikation der Nachhaltigkeitsinitiativen und der Ergebnisse involvierst und bindest du zukünftige Gäste bereits bei der Buchung.
  • Du verbesserst dein Markenimage, welches langfristig auf bessere Geschäftsergebnisse abzielt. Tatsächlich werden Hotels, welche den TripAdvisor Green Leader-Status erreicht haben, 20% höher bewertet als andere Hotelbetriebe (laut Jenny Rushmore, Director of Responsible Travel bei TripAdvisor).

Und... das Beste an der Nachhaltigkeit ist, dass es sich um einen Entwicklungsprozess handelt - Schritt für Schritt, wie wir bei MAp gerne sagen. Die besten Nachhaltigkeitsstrategien sind sich ständig weiter entwickelnde und kontinuierliche Prozesse – also genießt eure nachhaltige Reise ;-)

Willst du herausfinden, wie nachhaltig dein Hotel ist? Finde es heraus, indem du dieses kurze Assessment machst.

Willst du nachhaltiger werden? Dann ist unsere praktische The Sustainable Hotel Handbook - Kollektion genau das Richtige für dich.

 

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MAp Boutique Consultancy
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integrieren wir auch eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie.
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Wann immer wir bei MAp ein Hotelkonzept kreieren,
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Nachhaltiges und zukunftsorientiertes Hotelkonzept

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