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Heute freuen wir uns sehr mit dem Unternehmer und Gründer Piero Achermann über sein Projekt, das innovative SelfieHotel zu sprechen. Wir wagen auch einen Blick in die Zukunft und sind gespannt, welches Pop-Up uns als nächstes als Social Media Spielplatz erwartet. Viel Spaß beim Lesen!

Untertitel
MAp trifft Piero Achermann, Co-Founder von SelfieHotel
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#wirsindzukunft
Paragraphs

Lieber Piero, vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses MAp meets nimmst. Vor einem Jahr seid ihr mit dem ersten SelfieHotel Pop-up Museum in Zürich gestartet, kannst du unseren Leser*innen zu Beginn dieses Gesprächs einen kurzen Einblick geben, was dich in die Gastronomie / Hotellerie verschlagen hat und natürlich, wie es zu diesem Projekt gekommen ist?

Die Idee zum SelfieHotel kam nach der ersten Schockstarre im Frühling 2020, als wir bei Aroma uns überlegt haben, wie die durch die Pandemie leer stehenden Räumlichkeiten genutzt werden könnten. In erster Linie hatten wir hierbei Gastronomie-Betriebe im Fokus, welche behördlich geschlossen waren. Aber da eine Wiederöffnung auch im Bar- und Clubbereich absehbar wurde, viele Stadthotels aber immer noch eine sehr schlechte Buchungslage hatten, haben wir erste Anfragen versendet und uns nach kurzer Bedenkzeit für das 25h Hotel an der Langstrasse / Europaallee in Zürich entschieden.

Das SelfieHotel ist ein temporärer Social Media Spielplatz und zielt vordergründig auf ein junges Publikum ab, welches außergewöhnlichen
Content für ihre Social Media Feeds erstellen möchte.
via @weareMApeople


Was genau ist unter einem SelfieHotel zu verstehen? Was ist das Konzept dahinter und welche Zielgruppen wolltet ihr damit vordergründig ansprechen?

Das SelfieHotel ist ein temporärer Social Media Spielplatz und zielt vordergründig auf ein junges Publikum ab, welches außergewöhnlichen Content für ihre Social Media Feeds erstellen möchte. Hierfür erstellen wir im Kulissenbau in den Hotelzimmern verrückte Sets zum Fotografieren, Filmen, Boomerangs, Posieren, Tanzen und Lachen! Für den Besuch können dann bei uns auf selfiehotel.ch Timeslots gebucht werden. Der Eintritt kostet rund CHF 25.

Wie waren die Reaktionen zum ersten SelfieHotel und wie sieht die weitere Projektplanung aus? Ist eine Ausweitung des Projektes geplant und was erwartet uns in diesem Jahr?

Wir waren vom Ansturm massiv überrascht; Das SelfieHotel war über Wochen ausgebucht. Deshalb haben wir die Öffnungszeiten angepasst und entschieden, die  Laufzeit um einen Monat zu verlängern. Über die 3 Monate konnten wir in Zürich knapp 20‘000 Besucher begrüßen.

In diesem Jahr planen wir die Eröffnung des SelfieHotel Lausanne auf den 1. Mai, vorausgesetzt die epidemiologisches Situation lässt dies zu.

Gerne würden wir mit dem Konzept auch weitere Städte bespielen und sind hierfür bereits in Planung, aber auch offen für Vorschläge.

Wenn wir nun gemeinsam in die Zukunft blicken: Was denkst du erwartet uns nach COVID-19? Welche Trends werden die Schweizer und die internationale Hotellerie prägen?

Die Hotellerie und Gastronomie und die Veranstaltungsbranche sind die am stärksten betroffenen Wirtschaftszweige; deshalb ist in diesen Bereichen auch eine hohe geistige und betriebliche Agilität und Frustrationstoleranz notwendig, um durch diese Krise zu kommen. In diesem Sinne hoffe ich, dass die Krise nicht nur finanzielle Verlierer hervorbringt, sondern im gleichen Ausmaß an Format, Charakter und Ausdauer gestärkte Unternehmer.

Als MA people haben wir uns auf die Entwicklung von innovativen Hotelkonzepten und –marken spezialisiert: Was macht für dich einen wirklich besonderen Hotelaufenthalt aus?

Ich weiß persönlichen aber unaufdringlicher Service sehr zu schätzen. Wenn ich am zweiten Tag meines Aufenthaltes bereits die richtige Zeitung auf dem Frühstückstisch finde, dann bin ich glücklich.

About Piero Achermann:

Jahrgang 1980 ist in Luzern aufgewachsen und ist seit 2001 vielseitig unternehmerisch tätig. Neben der langjährigen Tätigkeit als Mitgründer und Geschäftsführer von diversen Unternehmen in Gastronomie und Unterhaltung, ist er seit 2011 auch im Agenturbereich beratend tätig.

#wirsindzukunft
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#wirsindzukunft

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Heute freuen wir uns sehr Verena Kern Nyberg, die Direktorin der Sinn & Gewinn Hotels zu treffen. Fünf engagierte Frauen gründeten 1998 die gemeinnützige Aktiengesellschaft Frauenhotel AG, die hinter den Sinn & Gewinn Hotels steht. Gemeinnützig heißt, dass Gewinne nicht an die Aktionär*innen ausgeschüttet, sondern in die Weiterentwicklung des sozialen Unternehmertums investiert werden.

Untertitel
MAp meets Verena Kern Nyberg, die Geschäftsführerin der Sinn & Gewinn Hotels
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Those who do not fight have already lost!
Paragraphs

Liebe Frau Kern Nyberg, herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Gespräch genommen haben. Können Sie unseren Lesern einen kurzen Einblick geben, wie es den Sinn & Gewinn Hotels in dieser außergewöhnlichen Zeit geht?

Wir können es vielleicht so umschreiben: es ist ein Auf-und-Ab auf tiefem Niveau. Das „Auf“ steht dabei für die Hoffnung am Horizont. Der Lockdown hat uns stark getroffen, von einem auf den anderen Tag hatten wir keine Gäste mehr und sahen uns im Frühjahr 2020 leider gezwungen, unsere Hotels bis Pfingsten zu schließen. Mit Ausnahme von zwei Pensionen, wo wir vor allem Dauermieterinnen beherbergen. Der darauffolgende Sommer war passabel und wir konnten uns mit viel Sparen und guter Planung über Wasser halten. Seit der zweiten Welle stehen wir wieder fast so schlecht da, wie beim ersten Lockdown. Was uns jetzt allerdings hilft die Hotels geöffnet zu lassen, sind die Long-Stay Konzepte, die wir im Sommer entwickelt haben.

Wer nicht kämpft,
hat schon verloren!
@verenakernnyberg
via@weareMApeople


Sie haben die Langzeitgäste in ihren Pensionen erwähnt. Weiters wissen wir, dass sich die Gruppe einem gemeinnützigen Wirtschaften verschrieben hat. Können Sie unseren Leserinnen das Konzept der Sinn & Gewinn Hotels etwas genauer erläutern?

Die Sinn & Gewinn Hotels sind vor 20 Jahren mit der Ursprungsidee gestartet, Arbeitsplätze für Frauen mit erschwerten Bedingungen zu schaffen. Das LADYs FIRST Hotel im Seefeld in Zürich wurde als erstes geöffnet und feiert 2021 das 20-jährige Jubiläum. Mit der Zeit wurden weitere Betriebe übernommen, immer mit dem Ziel Frauen mit psychischen und kognitiven Beeinträchtigungen einen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Da wir in den Pensionen weniger Frauen anstellen konnten, haben wir dort den sozialen Nutzen bei den Bewohnerinnen integriert: ein Drittel der Zimmer sind immer für Frauen in Not- oder Übergangssituationen reserviert.

Wenn wir bei MAp Hotelkonzepte und Marken entwickeln, fragen wir uns immer, was der größere Zweck, der „Purpose“ jeder Unternehmung ist. Seit dem letzten Jahr haben wir festgestellt, dass die Sinnfrage vermehrt auftaucht und auch von einer breiteren Mehrheit diskutiert wird. Wie haben Sie diese Entwicklung miterlebt?

Was ich in den vergangenen Jahren vor allem gesehen habe ist, dass dies nicht mehr nur für den Verkauf des Produktes wichtig ist. Der sich am schnellsten bewegende Markt ist für mich der Human Resources Markt, also der Mitarbeitermarkt. Ich habe den deutlichen Eindruck, dass wir als Sinn & Gewinn Hotels einfacher Mitarbeiter finden und halten können, da wir eben auch Sinn haben und nicht nur Gewinn. Und es bei uns ganz allgemein einfach ein menschlicheres Arbeiten ist, als in vergleichbaren, anderen Hotels.

Beim Konzept der Sinn & Gewinn Hotels spielen Frauen eine zentrale Rolle. Wie haben Sie die Veränderung der Bedürfnisse Ihrer weiblichen Gäste in den letzten Jahren wahrgenommen?

Ich glaube nicht, dass sich die Bedürfnisse an sich fundamental gewandelt haben, der Umgang mit den eigenen Ansprüchen hat sich jedoch stark geändert. Heute werden Bedürfnisse freier und klarer geäußert als früher. Und was wir ebenfalls feststellen: es gibt viel mehr allein reisende Frauen, im Business- als auch im Leisure-Bereich.

Wie hoch ist der Prozentanteil von weiblichen Gästen in Ihren Hotels?

Das LADYs FIRST Hotel ist unser einziges Hotel, in welchem am Anfang nur Frauen begrüßt wurden. Seit 2002 ist das nicht mehr der Fall – Frauen wie auch Männer sind herzlich willkommen.

Zwischenzeitlich haben wir sogar mehr Männer als Frauen zu Gast. Das lässt sich durch Business-Reisende unter der Woche erklären, wo der männliche Anteil noch stark überwiegt. Wenn man den Anteil allerdings mit anderen Hotels im gleichen Segment vergleicht, schöpfen wir einen großen Anteil von weiblichen Business-Reisenden ab.

Nicht nur das Segment der Geschäftsreisen wird mehrheitlich von Männern dominiert, sondern auch die Hotellerie. Auch hier hat es seit 2020 starke Veränderungen gegeben. Was können wir alle tun, um (junge) Frauen zu motivieren in der Hotellerie zu arbeiten und die Geschlechter-Diversität zu fördern?

Das ist ein wirklich großes Thema. Als Frauen können wir z.B. damit anfangen, bereits kleinen Mädchen zu zeigen, was wir alles erreichen können. Ich bin der Überzeugung, dass viel damit zusammenhängt, welche Vorbilder Kinder sehen. Ich habe früher nicht viele Hotel-Direktorinnen wahrgenommen, finde allerdings, dass sich institutionell viel getan hat. Deswegen bin ich auch gerne bereit, Interviews wie dieses zu geben – ganz allgemein mein Gesicht zu zeigen. Dazu ermutige ich auch jede andere Frau!

Wir verlassen kurz die Gegenwart. Welche Hoffnungen haben Sie für 2021, für die Zukunft?

Unabhängig davon, wie sich jetzt die Pandemie entwickelt, ist meine Hoffnung, dass ein kultivierter und mit Fakten unterfütterter Diskurs geführt wird. Dass nicht die „Hobbyvirologen“ das Ruder übernehmen und das Ganze noch mehr mit Gerüchten, „Fake News“ und Verschwörungen nähren. Ich wünsche mir einen Sieg der Vernunft.

Wir bei MAp sagen oft, wenn „Shit happens, Shift happens“. In unseren letzten Blogbeiträgen haben wir versucht aufzuzeigen, wie viele Möglichkeiten es in dieser Krisenzeit gibt. Was hat Ihnen die Corona-Zeit an Positivem gebracht? Welche Erkenntnisse haben Sie daraus gezogen?

Unglaublich viel Engagement, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, vorausschauendes Denken: Was brauchen wir jetzt? Wo müssen wir ansetzen? Wir haben Sachen gemacht, probieren sie immer noch und ändern Dinge wieder, all das wäre für mich vor einem Jahr nicht vorstellbar gewesen. Ich persönlich kann sagen, ich wachse an dieser aktuellen Situation.

Wir bei MAp sind Experten in der Konzept- und Markenkreation und stellen oft fest, dass wenn alles „läuft“, langfristige Themen wie Strategieentwicklung, Positionierung, etc. gern zur Seite geschoben werden. Dazu haben wir gleich eine Doppelfrage. Zum einen: Wie sehen Sie diese Entwicklung im Markt? Und die zweite Frage: Was ist für Sie persönlich ein gutes Hotelkonzept?

Markt ist der Ort, wo Nachfrage und Angebot aufeinandertreffen. Die Nachfrage ist am Boden und daraus ergibt sich, dass die Anbieter sich umso mehr anstrengen und positionieren müssen. Jene Anbieter, die mit Einsatz nach vorne schauen und nicht den Kopf in den Sand stecken, brauchen mehr als je zuvor eine Positionierung und klare Ausrichtung. Hotels, die für sich die Hoffnung sehen, dass sie aus dieser Krise rauskommen können, die klemmen sich jetzt hinters Konzept und die Positionierung.

Und um die zweite Frage zu beantworten: Für mich ist ein gutes Hotelkonzept, wenn die werbliche Aussage auf der Webseite mit dem übereinstimmt, was ich vorfinde, wenn ich ins Hotel gehe. Weiters sollen dann auch noch die Mitarbeitenden zum Ganzen passen und voll und ganz hinter der Hotel-Philosophie stehen. Ein gutes Hotelkonzept ist somit für mich, wenn alles aus einem Guss und in sich eine runde Sache ist.

Was möchten Sie unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?

„Wer kämpft, kann gewinnen. Wer nicht kämpft hat schon verloren.“ Das ist eigentlich so mein Spruch und ich glaube im Moment passt der ganz gut.

About Verena Kern Nyberg:

Frau Kern Nyberg wurde 1979 geboren und ist im Südschwarzwald aufgewachsen. Ihr Werdegang beinhaltet: Abschluss der Akademie für Touristik, Freiburg, Fachfrau Marketing mit eidg. FA, Dipl. Hotelmanagerin NDS HF,Transaktionsanalytikerin in Ausbildung. Verena ist Vizepräsidentin der Vereinigung Diplomierter Hoteliers VDH (www.vdh.swiss) sowie Vorstandsmitglied des Zürcher Hoteliervereins. Seit 2012 ist sie die Direktorin der Sinn & Gewinn Hotels: www.sinnundgewinn.ch.

 

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Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

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Heute treffen wir Valentin Schütz, einen der Gründer von Gronda. Gronda vernetzt leidenschaftliche Fachkräfte und großartige Arbeitgeber aus der Gastronomie und Hotellerie und ist damit die am schnellste wachsende Recruiting und Karriereplattform für Gastronomie und Hotellerie im deutschsprachigen Raum. Wie es zu dieser Erfolgsgeschichte gekommen ist, erfährt ihr hier:

Untertitel
MAp meets Valentin Schütz
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Gastronomie & Hotellerie neu gedacht: eine Erfolgsgeschichte!
Paragraphs

Lieber Valentin, könntest du unseren Lesern kurz erzählen, wie es zu Gronda gekommen ist und was eure Vision ist?

Ja klar. Meine Eltern betreiben selbst ein Hotel, in dem ich aufgewachsen bin. Während meiner Studienzeit habe ich bei einem Heimatbesuch mit meinem Vater über das Hotel gesprochen. Er hat mir dann verzweifelt davon erzählt, wie schwierig es mittlerweile ist, Mitarbeiter zu finden. Als ich mich im Internet auf die Suche nach Rekrutierungsmöglichkeiten gemacht habe, war ich selbst ziemlich geschockt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Industrien gab es überhaupt keinen Anbieter, der einen modernen und effizienten Weg zur Mitarbeitersuche angeboten hat. Daraufhin habe ich die Idee gehabt, Unternehmen und Mitarbeiter mithilfe eines Matching-Algorithmus zusammenzubringen. Das Ziel: Hoteliers und anderen Gastrounternehmern zu helfen, in Zukunft effizienter geeignete Mitarbeiter zu finden.
Daraus ist Gronda entstanden, mit der Vision alle Gastronomen weltweit zu vernetzen. Bevor wir die eigentliche Plattform gelauncht haben, sind wir mit einem Blog gestartet. Auf diesem Blog schreiben wir über Karriere, Business und Lifestyle in der Gastronomie und Hotellerie. Der Blog hat uns glücklicherweise einen super Kickstart für die Plattform gegeben. Mittlerweile besuchen bis zu 200.000 Personen monatlich den Blog und Tausende unsere Plattform.

Es macht extrem großen Spaß in traditionelle Branchen, wie die Hotellerie und Gastronomie,
frische Ideen und Innovation zu bringen.
via @weareMApeople


Wie ist eure Lösung am Markt aufgenommen worden? Worin siehst du den Added Value für Unternehmen, aber auch für Mitarbeiter?

Seit dem Start haben wir extrem viele Unternehmen und auch Mitarbeiter von Gronda überzeugen können und befinden uns immer noch im starken Wachstum. Unser Ziel war es von Anfang an die richtigen Personen zusammenzubringen. Durch unser Matching erhalten Unternehmen in der Branche erstmals die Möglichkeit direkt auf passende Mitarbeiter zuzugreifen. So können sofort nach Einstellung des Jobs, die ersten Jobangebote rausgeschickt werden.Mitarbeiter erhalten endlich mehr Transparenz. Leider ist es für Mitarbeiter in der Branche oft schwierig zu sehen, wie viel Geld sie eigentlich verdienen können oder welche Karrieremöglichkeiten ihnen offenstehen. Wir bringen hier Licht ins Dunkel und ermöglichen es Mitarbeitern zwischen unterschiedlichen Jobangeboten zu wählen.

Wie würdest du dein Leben seit der Gründung beschreiben?

Seit dem Start ist mittlerweile etwas mehr als ein Jahr vergangen und ich kann mit ruhigem Gewissen behaupten: ALLES hat sich verändert. Als ich alleine in meinem Studentenzimmer angefangen habe Blogbeiträge zu schreiben, hätte ich mir im Traum nicht vorgestellt, dass ich in einem Jahr in einem eigenen Office mit einem Team von sechs Leuten sitzen werde. Es macht extrem großen Spaß in traditionelle Branchen, wie die Hotellerie und Gastronomie, frische Ideen und Innovation zu bringen. Wenn man einen kleinen Blick nach Berlin, London oder gar ins Silicon Valley wagt, sieht man, dass sich die Welt momentan dramatisch schnell verändert. Das macht es noch spannender vorhandene Potentiale zu nutzen und vor allem in der Mitarbeiterbeschaffung neue Lösungen anzubieten.

Was sind weitere spannende Schritte bei euch, auf die wir uns freuen dürfen?

Im Frühjahr 2016 haben wir uns entschieden unsere Vision zu erweitern. Es soll nicht mehr nur darum gehen, die richtigen Mitarbeiter für die richtigen Jobs zu finden. Sondern, dass Gronda in Zukunft auch die Plattform für Inspiration und Wissen für die Branche wird. Gastronomen sollen die Möglichkeit haben ihre Ideen, Gerichte, Rezepte, Einrichtungsideen etc. mit anderen zu teilen und / oder sich von anderen registrierten Usern inspirieren zu lassen. Sie sollen die Möglichkeit haben auf sich aufmerksam zu machen und sich in der Branche zu positionieren, ohne auf unzählige Events oder ins Fernsehen zu müssen. Dem Unternehmen soll dadurch auch mehr Informationen im Rekrutierungsprozess zur Verfügung stehen, abgesehen vom Standard-Lebenslauf und Anschreiben. Doch nicht nur das. Wir wollen, dass Hotels und Restaurants endlich die Möglichkeit haben sich von Mitbewerben als Arbeitgeber zu differenzieren. Dazu haben wir uns extrem spannende Dinge überlegt, die wir in den nächsten Wochen veröffentlichen werden. Wer unserer Facebook-Seite folgt oder sich direkt auf Gronda registriert, bleibt natürlich immer auf dem Laufenden.

Als MA people erstellen wir innovative Hotelkonzepte und -marken: was ist für dich ein innovatives Hotelkonzept? Was macht eine gute und kreative Hotelmarke aus?

Das ist eine sehr gute Frage. Für mich sind jene Hotelkonzepte und Marken innovativ, die vorhandene Muster brechen, aber dennoch authentisch bleiben. Was bringt einem ein super neues und spannendes Konzept, wenn sich der Gast nicht wohlfühlt? Kreative und innovative Hotelmarken sind jene, die sich ganz klar vom Mittbewerber unterscheiden, neue Wege gehen, aber dennoch im Einklang mit dem Vorhandenen sind. Solche Marken passen zum Zeitgeist, zur Landschaft und Kultur und natürlich zu den Unternehmern selbst.

Über Valentin: 

Valentin ist einer der Gründer von Gronda. Er ist selbst in einem Hotel in den Tiroler Bergen aufgewachsen. Schon als Kind war er von der Leidenschaft seiner Eltern beeindruckt. Er hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht der Branche auch weiterhin diese Leidenschaft zu ermöglichen. Neben Gronda ist er auch ein begeisterter Hobbykoch und Läufer.

 

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Gastronomie & Hotellerie neu gedacht: eine Erfolgsgeschichte!

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Ein Gespräch über Yoga, Genuss & magische Orte

Heute treffen wir unsere liebe Freundin Katharina Schlangenotto. PR, Yoga und vor allem Powerfrau, die auszieht mit ihren Lieblingsflecken die Welt zu erobern. Wir haben mit ihr unter anderem über Yoga, Genuss und magische Orte gesprochen.

Untertitel
MA people meets: Katharina Schlangenotto
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Yoga, Genuss & magische Orte
Paragraphs

Liebe Katharina, kannst du uns kurz erzählen worum es bei den Lieblingsflecken geht und wie es zu den Lieblingsflecken gekommen ist?

Nach mehr als 15 Jahren in börsennotierten Unternehmen in der Hotellerie und Finanzwelt und, um den krassen Unterschied zu erleben, später als PR-Frau für eine inhabergeführten Agentur in Frankfurt, habe ich mir meinen Traum verwirklicht: die Lieblingsflecken zu gründen, meinen Blog über das Reisen und Wohlfühlen, über Gesundheit und Genuss und wie beides zusammen funktioniert.
Da ich auch Yogalehrerin bin, hat sich daraus bald die Idee zu den Lieblingsflecken Yoga & Genussreisen entwickelt. Die organisiere ich bisher in Deutschland und auf Mallorca. Dabei ist Yoga ein Kann - nie ein Muss. 
Und da ich meinen Job in der PR & Kommunikation sehr liebe, gibt es auch noch die "One Woman Show" Lieblingsflecken PR & Kommunikation: klein und fein und nur für Menschen und Orte, mit denen die berühmte Chemie stimmt. 

Wie schaffst du es die Arbeit für deine PR-Kunden mit deinen Leidenschaften – Genuss, Reisen, Yoga – zu verbinden?

Die Frage ist lustig, denn das habe ich mich zu Anfang auch gefragt und ehrlich gesagt: es geht super! Meine PR & Kommunikations-Kunden haben allesamt etwas mit Reisen, Yoga, Gesundheit und/oder Genuss zu tun. Ich lerne durch den Austausch mit ihnen sehr viel, entwickle mich weiter und finde jede Menge Inspiration für weitere Lieblingsflecken und Ideen. 

Als Hotelier muss man heute mehr denn je seine genaue Positionierung kennen
und sie kommunikativ und natürlich vor Ort erlebbar machen.
via @weareMApeople


Was sind deine persönlichen Lieblingsflecken?

Ganz klar die ostfriesische Nordseeinsel Juist, da bin ich sozusagen aufgewachsen und heute mache ich die PR für sie. Namibia, weil es für mich das bisher beeindruckendste Land ist, in das ich gereist bin. Irgendwann stand ich während einer Pressereise in der Namib-Wüste, schaute in die unendlich weite Landschaft und musste einfach nur heulen. Es war ein ganz tiefes Gefühl von Zugehörigkeit zu etwas viel Größerem, schön und schwer und auch ein bisschen beängstigend. Das habe ich nie vergessen.
Südtirol und besonders die Umgebung um Meran mit den Spronser Seen und dem Ultental sind Lieblingsflecken und seit letztrem Jahr die Bucht S'Amarador im Südosten von Mallorca. Magisch. 

Als MA people kreieren wir ja Hotelkonzepte und –marken. Wieso denkst du, dass jedes Hotel ein einzigartiges Konzept und eine klar wiedererkennbare Marke braucht?

Hotels gibt es heute in jeder Ausstattung, in jeder Kategorie an beinah sämtlichen Orten der Welt. Es reicht nicht mehr zu sagen: wir sind ein  gutes 4-Sterne-Haus. Es geht Reisenden heute um viel mehr Detail, Reisen ist ein Lifestyle geworden und die Gäste kennen sich aus. Dank dem Internet sind sämtliche Informationen jederzeit abrufbar, vergleichen ist so leicht geworden. Reisende heute wollen sich selbst wiederfinden, sie wollen zum Beispiel "grün" reisen, Activity-Urlaub machen oder sich als Eltern in einem speziellen Kinder-Hotel erholen. Als Hotelier muss man heute mehr denn je  seine genaue Positionierung kennen und sie kommunikativ und natürlich vor Ort erlebbar machen. Das ist manchmal, bei all dem Alltagsgeschäft, gar nicht so leicht. Ich glaube, dass diejenigen, die sich heute vorher keine Gedanken über ihre USPs, ihr einzigartiges Konzept machen, langfristig auf der Strecke bleiben, so traurig das ist. 

Wann ist ein Hotel ein Lieblingsfleck bzw. wie wird ein Hotel zu einem Lieblingsfleck? Hast du ein Beispiel für uns?

Das ist ein Gefühl, nichts, was der Geist erfasst. Das bedeutet auch, dass ein Ort für den einen ein Lieblingsfleck sein kann und für einen anderen nicht. Darum ist es so schwer, Empfehlungen auszusprechen. Es ist ein Gefühl von sich zu Hause fühlen, auch wenn man noch nie vorher da war, und einem Gefühl von nach Hause kommen, wenn man wiederkehrt. Auch wenn sich das vielleicht spinnert anhört: für mich hat es etwas mit Energie zu tun. Und zu einem sehr, sehr großen Teil mit den Menschen. Wenn Menschen freundlich und von Herzen bei der Sache sind, wird vieles andere relativ. 

Zum Abschluss: was wünschst du dir und deinen Lieblingsflecken für die Zukunft? Was steht in diesem und im nächsten Jahr auf dem Programm? 

Vor allem mit Spaß und Freude dran zu bleiben, die Lieblingsflecken und auch mich selbst auf allen Ebenen weiter zu entwickeln, neue, wundervolle Geschichten und Menschen zu entdecken, zu wachsen, innen und außen und Vertrauen zu haben in das, was ist und kommt.

Lieblingsflecken Yoga & Genussreisen mit mir gibt es dieses Jahr vom 08. bis 11. Juni in dem wohl besten Ayurveda-Hotel europweit, dem Parkschlösschen Traben-Trarbach und über den 1. Advent in dem Body & Soul "Holistic" Boutique Resort Cal Reiet auf Mallorca. Would be great to see you there! :-) 

Über Katharina Schlangenotto:

 Getreu ihrem Lebensmotto „Wenn Du die Welt bewegen willst, solltest Du Dich zuerst selbst bewegen“ hat sie sich nach vielen Jahren in Marketing und Kommunikation ganz bewusst für die Selbständigkeit entschieden. Als leidenschaftliche Reisende mit einem Faible für Genuss und Yoga schreibt sie auf ihrem Blog Lieblingsflecken - Vom Reisen & Wohlfühlen - übers Reisen, über Genuss, Gesundheit und Yoga und wie das alles zusammen passt.

Sie betreut nach wie vor Lieblingskunden in der PR & Kommunikation, ist ausgebildete Yogalehrerin und Coach und gibt ihre Erfahrungen in ihrem Unterricht auf Mallorca, als Yoga Dozentin und in den Lieblingsflecken Yoga & Genussreisen weiter. 

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Yoga, Genuss & magische Orte

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Heute treffen wir Karsten Schmidt-Hoensdorf, Gründer und kreativer Kopf des Zürcher Architekturbüros IDA14. Mit Fokus auf die Bereiche Hospitality und Corporate Identity designt und entwickelt Karsten mit seinem Team Produkte und setzt Projekte in allen klassischen Bereichen der Innenarchitektur im In- und Ausland um. Wir sind gespannt unter anderem mehr über die aktuellen IDA14 Projekte, seine Einschätzung zur Schweizer Hotellerie und zu Qualität im Design zu erfahren.

Untertitel
MAp meets Karsten Schmidt-Hoensdorf
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Hotelarchitektur, gutes Design & Swissness
Paragraphs

Lieber Karsten, könntest du unseren Lesern kurz erzählen, was dich nach deinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften zur Innenarchitektur gebracht hat?

Bereits als Kind wurde ich durch meine Mutter mit Kunst vertraut und habe diese Nähe zu Kunst und Design immer gesucht und geschätzt, selber auch gemalt und mich an Skulpturen gefordert... Mit Ende Zwanzig wurde mir klar, dass ich mich mit meinem Geschichts- und Politikstudium auf eine spannende Materie eingelassen hatte, die aber als Berufsweg sehr trocken und im angestrebten Journalismus auch sehr flüchtig war. Architektur und Innenarchitektur erschienen mir geerdet und kreativ, die Resultate der Arbeit langlebig. Das war meine Motivation spät ein zweites selbstverdientes Studium durchzuziehen. In der Praxis haben sich meine optimistischen Annahmen zum Glück voll bestätigt.

Woran erkennt man gutes Design und gibt es deiner Ansicht nach Qualitätskriterien, um dieses zu beurteilen?

Ja, gutes Design ist kein Zufallsprodukt und es gibt klare Kriterien. Ein weites Thema, hier ein paar spontane Aspekte. Gutes Design...

  • sieht nicht nur gut aus sondern funktioniert auch perfekt: Es löst im besten Fall ein Problem oder bietet einen neuen intelligenten Ansatz für ein Problem.
  • dient dem Menschen: Dieser Punkt beschäftigt mich beim Bearbeiten meiner Projekte im Bereich Alterswohnen und aktuell bei der Renovation einer Kurklinik, die zur Rehabilitation vorwiegend älterer, frisch operierter Menschen dient.
  • ist umweltfreundlich und nachhaltig und wird unter nachvollziehbar menschenwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt
  • enthält nichts Überflüssiges. Es transferiert neue Erkenntnisse und neue Technik in eine gute Form, siehe Apple Produkte.
  • ist originell, also ein Original. Oft werden Design und Stil verwechselt: Es gibt meines Erachtens keine schlechten Stile, aber einen Haufen schlechtes Design. Mainstream und Gefälligkeit sind keine gute Gestaltung sondern meist Kitsch oder Trash. Kitsch und Trash können als Mittel in der Kunst eingesetzt werden, wie zum Beispiel bei Jeff Koons zu sehen, sind aber nie für sich genommen gutes Design.

Für euer Projekt Boutique Hotel Marktgasse in Zürich hat IDA14 im Rahmen der 9. AIT Plattform Hotel Architektur den Hotel Application Award 2016 in der Kategorie „Best Hotel Concept“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Das Grundkonzept stammt von der Agentur Kessler und Kessler und dem Betreiber Molino, wir haben die Innenarchitektur weiterentwickelt und umgesetzt. Zunächst ist das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert mit seiner gut dokumentierten und reichen Geschichte als erstes Gasthaus am Platz ein Fundus an Geschichten und auch Baudetails. Der Investor Beat Curti versteht die Erhaltung und Belebung der Zürcher Altstadt als Kulturauftrag und hat großzügig investiert: Wir konnten aus dem Vollen schöpfen, haben einfache aber echte Materialien verwendet und handwerkliche Details entwickelt, wie sie heute selten zu sehen sind. Jede Ecke dieses Gebäude ist anders und oft überraschend -und Ecken hat das Haus viele. Das Hotelkonzept und seine Gastronomie sind sehr durchdacht, sehr sorgfältig ausgearbeitet. Das Design ist dem mittelalterlichen Charakter entsprechend teils fast karg und einfach, aber dennoch stylisch und modern. Kleine liebenswürdige Details wie die Trinkbrunnen auf jedem Stockwerk oder die individuelle Möbelauswahl in den einzelnen Zimmern überraschen den Gast.

Wie steht es deiner Meinung nach um die „Swissness“ und Erlebnisqualität der Schweizer Hotels?

Swissness genießt hohe Wertschätzung in der Welt. Das durfte ich erleben, als ich mehrere Jahre als Berater und Director Interior Design für Swissôtel weltweit das Design neuer oder renovationsbedürftiger Hotelprojekte begleitete. Werte wie „es funktioniert“, hohe Qualität, Zuverlässigkeit, werden der Schweiz zugeschrieben.

Im Design hat das nichts mit Alpenkitsch zu tun, mit der manche ausländische Hotelkette, die jetzt in die Schweiz kommt, die Swissness verwechselt. Swissness in der Gestaltung sind für mich Werte wie Gradlinigkeit, Materialechtheit, Funktionalität und Zuverlässigkeit, perfekte handwerkliche Details und Ausführungen. Solche und ähnliche, verwandte Werte gelten genauso für den Service oder die Gastronomie.

Oft werden Design und Stil verwechselt: Es gibt meines Erachtens keine schlechten Stile,
aber einen Haufen schlechtes Design.
via @weareMApeople


Was sind die größten Herausforderungen, mit denen die Schweizer Hoteliers in den nächsten Jahren konfrontiert werden?

Die Herausforderungen für die Hotellerie sind groß, die Berghotellerie hat da wahrscheinlich noch mehr zu leisten als die städtische. Ob Frankenstärke und hohes Preisniveau, Klimawandel der zu Schneemangel in niedrigen Lagen führt, kleine renovationsbedürftige Hotelbetriebe ohne Rücklagen, der Klagen und Gründe sind viele.
Aber es gibt eben auch viele erfolgreiche und tolle Hotels, in der Stadt und auf dem Land.

Swissness muss meines Erachtens mit seinen Werten in einem Schweizer Hotel gelebt und dem Gast vermittelt werden. Dann sehe ich auch die Chance zum Erfolg und die Chance, für wirklich gute Qualität auch einen entsprechenden Preis zu verlangen. Qualität ist für mich der Schlüssel. Ich meine im Tourismus einen Trend zu spüren, das Glück nicht mehr nur in der Ferne und im Billigen zu suchen, sondern die exklusiven Werte einer tollen Natur und hoher Gastfreundschaft  zu schätzen und auch zu honorieren. Mir sagte vor kurzem ein bekannter Schweizer Berg-Hotelier, er habe nicht nur durch Fleiß Erfolg, Glück habe er auch gehabt und manchmal sei die ungünstige Struktur eines Hotels einfach beim besten Willen und mit größtem Fleiß nicht erfolgreich zu managen.

Die Experten sind sich nach meinem Verständnis einig, dass ein großer Teil der Schweizer Hotelbetriebe – bis zu 40% – in den nächsten Jahren zumachen wird, sei es beispielsweise wegen einer Nachfolgeproblematik, zu kleiner Betriebsgröße oder fehlender Rückstellungen für notwendige Renovationen. Dennoch glaube ich an eine starke Zukunft der Schweizer Hotellerie. Die größte Gefahr sehe ich tatsächlich im Aufgeben oder nicht Wertschätzen der Swissness, so wie ich sie jedenfalls sehe.

Der Einklang von Ökologie und Design sowie Nachhaltigkeit stehen bei deinen Projekten im Mittelpunkt. Was macht die perfekte Balance aus und welche Hotels in der Schweiz bzw. international haben diese Balance aus deiner Sicht am besten gemeistert?

International hat mich was den Einklang von Ökologie und Design angeht, das Vigilius Mountain Resort in Südtirol begeistert! Seit dreizehn Jahren bewähren sich dort die konsequent eingesetzten regionalen Baumaterialien, also Lärchenholz, Naturstein und Lehm für Wände und Putze. Ich war sehr überrascht, als ich das realisierte. Und das Team lebt sehr intensiv dieses nachhaltige Denken, sucht sich immer neue Herausforderungen mit Ökozertifizierungen und anderen selbstgesteckten Zielen.

Beeindruckt hat mich aber beispielsweise auch die Hotellerie auf den Malediven, jedenfalls in dem Resort, das ich besuchte: Hohe Ansprüche an regenerative Energie, Korallenschutz und Wiederaufbau, Schulungen und Veranstaltungen für MitarbeiterInnen und Gäste zum besseren Verständnis der Natur und der lokalen Probleme. Für Swissôtel betreute ich zwei große Hotelprojekte in Indien, die wir offen gesagt auf unsere westliche Art planten. Auf einer längeren privaten Reise durch den Süden des Landes buchte ich bewusst kleine und mittelgroße Hotels in indischem Familienbesitz. Ich war sehr erstaunt und erfreut zu erleben, wie gründlich hier Ökologie gelebt wurde, alle bekannten Möglichkeiten von Ressourcenschutz, eigener Wasser- und Energiegewinnung und Gärtnerei genutzt wurden.

In der Schweiz haben die Einhaltung von Ökostandards und guten Arbeitsbedingungen einen hohen Stellenwert. Ich erlebe einen positiven Trend zu Holzarchitektur, die speziell in der Hotellerie Sinn macht: Kosten mittlerweile 1:1 zu konventionellem Bauen, kurze Bauzeit, bauen weder Lärm- noch Schmutzintensiv, später leichtes Anpassen der Strukturen etc. Der Gast, aber auch die MitarbeiterInnen  werden die sympathische ökologische Komponente des Holzbaus je länger je mehr schätzen. Und: Die Ressource Holz wächst jedes Jahr nach, wir nutzen davon heute nur 50%. Es macht mir und meinem Team große Freude, auch selber an solchen Projekten mitzuarbeiten.

An welchen Projekten arbeitest du mit deinem IDA14 Team aktuell? Welche Themen beschäftigen euch?

Wir bearbeiten zwei Hotelprojekte im 3 und 4* Bereich. Außerdem, wie so oft und parallel einen eingeladenen Wettbewerb: Das machen wir gerne, fordert uns, bringt uns weiter, selbst wenn wir nicht gewinnen – was wir natürlich am Liebsten tun.

Wir bearbeiten in Etappen die Renovation einer größeren Kurklinik in historischem Gebäude in Schinznach Bad und einen denkmalgeschützten Gebäudeteil eines historischen Hotels in Ennetbaden: Hier entstehen ein Restaurant in einem mit Freskenmalereien ausgestatteten zweigeschossigem Saal und angrenzender Lounge mit Fumoir. Des Weiteren halten mich spannende Beratungsanfragen auf Trapp und auch Artikel, die ich für das Hotelier Magazin schreibe.

Als MA people kreieren wir innovative Hotelkonzepte und -marken: was macht für dich ein innovatives Hotelkonzept aus?

Wenn ich unter: „Was ist Innovation?“ im schlauen Google nachschlage, erscheinen viele Definitionen: „der Vorgang, dass durch Anwendung neuer Verfahren und die Einführung neuer Techniken ein Bereich erneuert und auf den neuesten Stand gebracht wird“. Und: „Zur Qualität des Lebens beitragen“.
Ein innovatives Hotelkonzept beinhaltet für mich viele der oben genannten Aspekte zum Thema gutes Design. Eine innovative neue oder wiederbelebte Marke muss einzigartig sein, ein unverwechselbares, charakterstarkes, charismatisches Original.

Innovation muss immer eine Verbesserung des bisherigen üblichen Zustands oder Vorgehens beinhalten. Das bedeutet meines Erachtens für Euch kreative Innovatoren von MA people: Über den Tellerrand hinaus die Branche studieren, Querdenken, Hinterfragen. Gesellschaftliche Veränderungen mit seismischer Präzision wahrnehmen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Dies auf dem Hintergrund  der eigenen großen und internationalen Erfahrung und professionellen Ausbildung, der eine Innovation bei kritischem Hinterfragen standhalten muss. Ein innovatives Konzept in der Hotellerie kann toll und überraschend sein, kann eine Arbeitserleichterung beinhalten, kann neue Gäste ansprechen, kann MitarbeiterInnen motivieren. Und kann den großen Erfolg bringen...

Über Karsten Schmidt-Hoensdorf: Nach seinem Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Toulouse und München wandte er sich der Architektur zu und schloss ein Studium der Innenarchitektur ab. Über Jahre war Karsten als Berater für Hotelentwicklungen und Renovierungen für Swissôtel Hotels & Resorts weltweit in der Position des Director Interior Design verantwortlich und doziert an der IHTTI School of Hotel Management Neuchâtel zu Themen wie: Prozesse in der Design-Entwicklung führen sowie Qualitätskriterien im Design.

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Hotelarchitektur, gutes Design & Swissness

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Neulich waren wir im urig-schrägen Restaurant Onkel Taa in Töll/ Südtirol zu Gast und haben echtes „Eatertainment“ erlebt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen mit der Eigentümerin und Köchin Janett Platino über ihre Passion, die hauseigene Schneckenzucht und den „Female Shift“ in der Food-Branche zu sprechen. Viel Spaß beim Lesen!

Untertitel
MAp meets Janett Platino, Köchin im Restaurant Onkel Taa in Töll/Südtirol
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Gastronomie 2017: echtes Eatertainment in Südtirol
Paragraphs

Janett, danke noch einmal für den tollen Abend bei euch. Könntest du unseren Lesern kurz einen Einblick in deinen Werdegang geben und was dich als Köchin am meisten geprägt hat?

Sehr gerne! Ich bin bei meiner Großmutter und in der Küche unseres Restaurants aufgewachsen, die Affinität zu feinem und gutem Essen wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Meine Großmutter hat mich stets mit meinen Lieblingsgerichten verwöhnt und mit ihrer Hilfe durfte ich von klein auf am Holzherd das „Kochen“ probieren bzw. spielend erlernen. Von ihr erhielt ich auch mein erstes, kleines Topf-Set und mit einfachen Zutaten wie Mehl, Wasser und Milch habe ich meine ersten Kreationen verwirklicht. Neben meiner Großmutter haben auch mein Vater, damals Chefkoch unseres Restaurants sowie zwei italienische Köchinnen meinen gastronomischen Weg geprägt. Auch sie ließen mich in die Töpfe schnuppern, brachten mir grundsätzliche Essens- und Kochregeln bei und kochten mir meine Lieblingsgerichte. So z. B. Kaiserschmarrn aus der Eisenpfanne mit hausgemachter Preiselbeermarmelade (natürlich selbst gepflückt!). Einfach unschlagbar und für mich Glückserlebnis pur ;-)

Bereits damals wurde mir bewusst, dass gutes Essen in netter Gesellschaft Glücksmomente erzeugt. Deswegen besuchte ich die Landeshotelfachschule Kaiserhof und machte meinen Koch- und Service-Lehrabschluss an der Landes-Berufsschule Savoy in Meran. Die Küche und der Service gehören für mich zusammen und nur wenn diese beiden Bereiche perfekt zusammen spielen, ist es möglich, die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste zu verstehen und zu erfüllen.

So viele bunte Blüten, Kräuter, Gräser und frisches Grün sowie liebevoll abgefüllte Einmachgläser mit spannenden Inhalten haben wir noch nie in einer Küche gesehen. Kompliment! Seit wann bist du am Aufbauen dieser imponierenden Sammlung? Was treibt dich an und was inspiriert dich?

Mich inspiriert die Natur selbst! Wir haben einen sehr großen Garten mit vielen verschiedenen Kräutern, Gemüsearten und Blumen. Schon meine Großmutter holte täglich frisches Gemüse aus dem Garten, welches dann auf den Tisch kam. Bereits damals gab es ein kleines Beet für mich, dort baute ich mein eigenes Gemüse an und natürlich waren meine Radieschen und Karotten die besten. Das Kräutersammeln und -trocknen hat bei uns lange Tradition, meine Großmutter hatte stets Brennnessel, Taubnessel und Kamille parat und mein Großvater war auf Enzian und Arnika spezialisiert, womit er selbst Schnaps ansetzte. Kamille z.B. wurde in meinem Schlafzimmer auf Zeitungspapier getrocknet, um sie als Hausmittel zum Augen auswaschen bei Entzündungen, zum Haare waschen oder für Sitzbäder zu verwenden.

Diese Tradition führe ich fort. Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Gewürzkräutern und von März bis Mitte November ist meine „Sammel-Hochsaison“. Es macht mir Spaß darüber zu lesen, besonders in historischen und alten Kochbüchern finde ich stets neue Ideen. Mein größter Schatz ist ein Buch aus dem Jahr 1685, welches den Namen „Wunderbuch“ trägt. Die alten Rezepte inspirieren mich und dienen oft als Basis für meine eigenen Kreationen. Mit Kräutern zaubere ich sehr individuelle, neue und alte Geschmäcker in meine Gerichte und unterscheide mich dadurch von anderen Restaurants. Zudem habe mich auf die Lieblingsgerichte der Kaiserin Elisabeth („Sissi“) und ihren Gemahl, Kaiser Franz Joseph I. spezialisiert. Für Kaiserin Elisabeths Lieblingsdessert, ein Veilchen Gefrorenes, gewinne ich aus Duftveilchen einen Sirup und stelle damit ein Eis her.

Die Küche und der Service gehören für mich zusammen und nur wenn diese beiden Bereiche perfekt zusammen spielen, ist es möglich,
die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste zu verstehen und zu erfüllen.
via @weareMApeople


Eure selbstgezüchteten Schnecken gehören zu den besten in Europa. Wir haben von dir erfahren, dass Schnecken zu den saubersten Tieren gehören und sind gespannt, was es noch mehr über sie zu berichten gibt.

Die Weinbergschnecken gehören zu den saubersten Tieren der Welt und sind absolute Feinschmecker. Sie fressen nur das Beste - Unkraut steht bestimmt nicht auf ihrem Speiseplan. Der von ihnen produzierte Schleim ist für viele Menschen vielleicht eklig, doch genau durch diesen reinigen sie sich selbständig. Die wenigsten Menschen wissen, dass Weinbergschnecken immer schon gegessen wurden – sie waren ein typisches Essen für arme Leute, hauptsächlich in der Fastenzeit.

Die Zubereitung der Schnecken ist sehr aufwendig, weshalb sie nicht mehr allzu oft auf Speisekarten zu finden sind. Bevor man die Weinbergschnecken kochen kann, muss man sie für 7 bis 10 Tage spurgieren lassen, d.h. sie ausschließlich mit Weißbrot oder Polenta zu füttern, damit die Schnecken von alleine ihren Darm reinigen. Dann werden sie in kaltem Wasser gewaschen, bevor sie ins kochende Wasser gegeben werden. Ähnlich wie beim Hummerkochen sind die Weinbergschnecken unmittelbar tot und spüren nichts. Nach dem Kochen wird jede einzelne Weinbergschnecke aus ihrem Häuschen gezogen und die Innereien abgezupft. Danach werden sie abermals gewaschen und in einer Gemüsebrühe für circa 45 Minuten gekocht. Erst dann sind die Weinbergschnecken zur weiteren Verarbeitung bereit und je nach Saison werden sie in unserem Restaurant auf verschiedenste Arten zubereitet.

Gemüse und Pflanzen spielen die Hauptrolle auf deinen Tellern. Deine Küche strotzt nur so von regionalen, frischen Zutaten aus dem hauseigenen Bauerngarten und du achtest auf eine schonende und gesunde Zubereitung – alles wichtige Trends in der Gastronomie und Food-Branche. Welche anderen Trends werden für dich die Zukunft der Gastronomie prägen?

Mit Sicherheit die Natur. Ich lege sehr großen Wert auf Bio-Produkte, Fairness und auf Gesundheit. Daher arbeite ich in meiner Küche nur mit dem, was mir die Natur bietet und verzichte gänzlich auf künstliche Hilfsmittel. Die Herausforderung einzig und allein mit Kräutern und Gewürzen zu arbeiten gefällt mir ungemein. Es ist zwar unglaublich zeitaufwendig, aber für mich genau das, was Qualität ausmacht. Diesen Trend werde ich beibehalten und genau genommen, dafür kämpfen.

Der Bauer muss von seiner intensiven Arbeit leben können und die Tiere verdienen eine respektvolle Haltung. Ich will wissen, mit welchen Produkten ich arbeite, wie sie entstanden sind und unter welchen Voraussetzungen sie zubereitet werden. Um gesund zu sein und zu bleiben, muss man sich auch dementsprechend ernähren. Kochen bedeutet für mich sich Zeit nehmen und nicht Zeit sparen durch die Verwendung von Convenience Food. Man stelle sich einmal vor was passieren würde, wenn sich die Menschen so viel Zeit zum Kochen nehmen würden, wie für das Nutzen sozialer Medien. Ich glaube, dann wären viele Menschen gesünder und würden über Ernährung und Lebensmittel anders denken. Ich würde mir dies jedenfalls sehr wünschen.

Der „Female Shift“ macht sich immer mehr in der Gastronomie und Food-Branche bemerkbar. Als weiblicher Connoisseur: was ist deine Meinung dazu und wie unterscheidet sich der „weibliche Geschmack“ von dem, der männlichen Kollegen?

Ich glaube es geht nicht nur um die Küche und die Gerichte, sondern genauso um das ganze Ambiente drum herum. Wir verbringen mehr Zeit in unserem Restaurant als in unserer Wohnung, deshalb muss es für uns fein, schön, heimelig und gemütlich bei der Arbeit sein. Nur so fühlen wir uns wohl und können dieses Gefühl auch an unsere Gäste weitergeben. Deshalb ist es in meiner Küche so bunt und es gibt so viele Kräuter und essbare Blumen.
Meiner Meinung nach bedenken Frauen, im Gegensatz zu vielen männlichen Kollegen, das ganze Umfeld eines Betriebes und achten vermehrt auf jedes noch so kleine Detail - sei es Dekoration, Sauberkeit, gepflegte Mitarbeiter, etc. Zwischen Männern denke ich, ist der Konkurrenzkampf und der Druck sich andauernd beweisen zu müssen größer, was bei der Arbeit zu zusätzlichem Stress führen kann. Ich arbeite gemeinsam mit meiner Tochter und meiner Mutter in unserem Restaurant. Drei Frauen, drei Generationen mit drei verschiedenen Ansichten und Ideen - jedoch mit demselben Ziel. Für uns läuft die Zusammenarbeit unter Frauen harmonisch und ruhig ab.

Du reist viel und erkundest dabei gerne andere Esskulturen. Was macht für dich einen Restaurantbesuch zu einem absoluten WOW-Erlebnis?

Ein aus einfachen Zutaten kreiertes, kreatives Gericht serviert zu bekommen ist für mich ein WOW-Erlebnis. Was mich allerdings einfach nur langweilt, dass viele Restaurants die immer ähnlichen Gerichte servieren. Bei einem Restaurantbesuch möchte ich etwas erleben, Neues probieren oder ein neu interpretiertes Gericht genießen. Das kann durchaus auch ein typisches Gericht der Region sein, immer mit den altbekannten Zutaten, jedoch anders serviert als üblich.
Egal ob im Nobelrestaurant oder auf der Almhütte, es freut mich unglaublich, wenn man spürt, dass die Arbeit mit Leidenschaft gemacht wird, dass die Köchin/der Koch mit Liebe und Passion arbeitet. Oft verraten das nur kleine Details, aber für mich machen genau diese den großen Unterschied aus.

Wie bereits erwähnt sind für mich auch das Ambiente und der Service sehr wichtig. Ich muss mich wohlfühlen und vom Gastgeber das Gefühl vermittelt bekommen, dass ich willkommen bin und jemand für mich da ist. Nur so kann für mich ein Glücks- bzw. Zufriedenheitsgefühl entstehen, wie damals, als mir meine Großmutter mein Lieblingsgericht serviert hat.

Seit über 15 Jahren führt Janett Platino nun die Küche des Restaurants Onkel Taa. Ihre Mutter und ihre Tochter führen den Service. Der Vater, Onkel Taa, hingegen kümmert sich um das K.u.K. Museum von Bad Egart,  welches sich neben dem Restaurant befindet. Das Museum gehört mit seinen unzähligen Zeitdokumenten und Erinnerungsstücken an die Kaiserin Elisabeth zu einer der größten Privat- Sammlungen von Raritäten und Originalen des österreichischen Kaiserhauses. Das Onkel Taa Haus war früher auch unter dem  Namen Bad Egart bekannt und das älteste Heilbad Tirols, während der Kaiserzeit was es ein Badehaus, welches auch die Kaiserin Sissi aufsuchte, wenn sie zur Kur in Meran weilte.

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Gastronomie 2017: echtes Eatertainment in Südtirol

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Im Lebenszyklus eines Hotellerie- und Gastronomiebetriebes ist der Generationswechsel oft eine schwierige und komplexe Phase. Muss allerdings nicht sein, wie unser heutiges Fallbeispiel aus Plars/Algund in Südtirol zeigt. Seit 2016 arbeiten wir mit der Gastgeberfamile Schrötter zusammen und nach reibungsloser Betriebsübergabe ist aus dem bestehenden, traditionellen Residence-Betrieb ein cooles und lässiges Zuhause für toughe Sportler und sportliche Genießer geworden, das paloria. Wie es dazu kam, erzählen wir euch Schritt für Schritt in diesem Blogbeitrag.

Untertitel
Fallbeispiel Südtirol/Italien: Generationswechsel und Neupositionierung in der Hotellerie
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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde
Paragraphs

MA people am Apparat*

Wie in unserem Ansatz beschrieben, beginnen die meisten MA people Aufträge mit einem Anruf. Im Sommer 2016 hatten wir Julia Schrötter am Apparat. Ihre Mutter Renate hat die Residence Niedermair jahrzehntelang erfolgreich geführt – jetzt war es Zeit, die nächste Generation ans Werk zu lassen, namentlich ihre Tochter Julia. Wie sollte die Übergabe von statten gehen, der zukünftige finanzielle Erfolg der Residence Niedermair auf einem sich ständig wandelndem Urlaubsmarkt weiterhin garantiert werden und vor allem: was muss sich am Konzept und der Gästestruktur ändern, damit Julia täglich Freude an ihrer Arbeit hat? Ein Fall für MA people ;-)

Wir brainstormen

Um dem „Why“, dem „Warum“ auf den Grund zu gehen, begann unsere Zusammenarbeit kurze Zeit später bei einem gemeinsamen Brainstorming Workshop. Im Mittelpunkt dieses ersten Treffens mit allen involvierten Akteuren (Renate, Julia und ihrem Mann Sebastian) standen zwei Hauptthemen: wie kann die Betriebsübergabe am effizientesten gestaltet werden und was treibt die neue Gastgeberin an? Was sind ihre persönliche Vision, Ziele, Ideen, Passion und Motivation?

Gemeinsam wurden die gegenseitigen Erwartungen, Bedenken und möglichen Herausforderungen offen besprochen und eine klare Vereinbarung zur Rollenaufteilung für die Übergabe und den darauffolgenden Zeitraum festgelegt. Bzgl. Antrieb und Motivation wurde bald klar, dass ein Thema im Leben von Julia und ihrem Mann Sebastian ganz klar im Vordergrund steht: Sport, Sport, Sport.

„Kann ich wirklich den Residence-Betrieb nach meinen persönlichen Vorlieben ausrichten und dementsprechend positionieren?“ Diese Frage hören wir am Ende des Brainstormings oft von unseren Kunden – unsere Antwort bleibt immer dieselbe: JA! Denn nur wenn die Gastgeber vollkommen hinter dem Konzept, der Positionierung stehen, ist langfristiger Erfolg (finanziell UND persönlich!) möglich.

„People don't buy what you do,
they buy why you do it.“ Simon Sinek
via @wearemapeople

Wir recherchieren & analysieren

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen.“ Anton Bruckner

Nach dem gemeinsamen Brainstorming war klar, wohin die Reise gehen soll. Jetzt lag es an uns, aufbauend auf die Ergebnisse, mögliche Szenarien und Konzeptansätze zu erarbeiten. Dabei waren die Themen Sport und Genuss zentral – für den Lebensinhalt von Julia und Sebastian sowie für die angestrebte Neupositionierung.

Wir begannen mit einer fundierten Recherche und Analyse der Rahmenbedingungen (Destination, Gäste & Märkte, Mitbewerber) und der Trends im Bereich Sport und Genuss. Die Ergebnisse wurden in einer detaillierten SWOT Analyse und Positionierungs-Matrix aufgearbeitet.

Warum waren diese Informationen essentiell? Erst am Ende dieser Phase konnten wir objektiv bestätigen, dass der Markt für eine Sport- und Genuss-Residence vorhanden ist. Nach Ausarbeitung von drei möglichen Konzeptansätzen mit verschiedener Gewichtung der beiden Hauptthemen stand der gemeinsame Entschluss fest: we aim higher. Die Konzeptidee eines coolen und lässigen Zuhauses für toughe Sportler und sportliche Genießer war geboren.

Wir definieren & co-kreieren

„Du kannst nicht alles für jeden sein. Wenn du dich entscheidest nach Norden zu gehen, kannst du nicht zeitgleich auch nach Süden gehen.“ Jeroen De Flander

Ausgangslage für die gemeinsame Erarbeitung des neuen, innovativen Konzeptes waren die Definition der anvisionierten Ziele, Grundlagen, USPs und vor allem der Buyer Personas. Je mehr nämlich der Gast ins Zentrum der Konzeptentwicklung und damit einhergehenden Neupositionierung rückt, desto effektiver sind die ausgearbeiteten Maßnahmen und desto größer ist der finanzielle Nutzen für das Unternehmen.

Im Konzept wurde die Hauptfrage „Wie übertreffen wir die Erwartungen von toughen Sportlern und sportlichen Genießern“ anhand der Guest Journey geprüft und für alle Bereiche der Residence (Hard- und Software) beantwortet. Das Ergebnis: ein cooler Gartenbereich sowie ein lässiger Basecamp (Aufenthaltsraum), Blackrolls in allen Apartments, ein eigener Hofladen mit einheimischen Produkten, ein neuer Wellnessbereich zum Erholen nach getaner „Arbeit“, eine Radwerkstatt und –garage, und noch vieles mehr, das Sportlerherzen höher schlagen lässt.

„It’s not about ideas.
It’s about making ideas happen.“ Unbekannt
@wearemapeople

Wir gehen es an

2017 war das Konzept fertig, die Betriebsübergabe in vollem Gange und alle Beteiligten konnten es kaum erwarten, die „neue“ Residence Niedermair zum Leben zu erwecken. MA people hat Julia dabei vor allem in den folgenden Bereichen unterstützt:

  • Entwicklung der neuen Marke: neuer Name, Slogan, Erscheinungsbild (Corporate Identity, Logo, Farben, Schriften, etc.).
  • Briefing und Begleitung der Entwicklung des neuen Tone of Voice und Fotografie-Stil.
  • Strategisches Marketing & Vertrieb: Identifikation der passenden Marketing- und Vertriebskanäle und Bespielen derselben.
  • Umsetzung der Marke: neue Webseite, Kommunikationsmaterial, etc.

Das Resultat? Überzeugt euch selbst, wie Powerurlaub und Genuss vom Feinsten aussehen kann: paloria – apartments & sport.

Abschließen möchten wir diesen Blogbeitrag mit einem großen DANKESCHÖN an Julia, Renate und Sebastian. Danke, dass wir Teil dieses innovativen und coolen Projektes sein durften. Danke auch an clicktext, die paloria die richtigen Worte in den Mund gelegt haben und an Harald Wisthaler, für die tollen Fotos.

In diesem Sinne, „always aim higher“ und bis zum nächsten Mal,

Eure MA people

Ps.: Weitere Informationen, zu WIE wir ein Hotelkonzept kreieren und unseren Services findet ihr online. 

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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde

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Storytelling ist das Trendwort im (Hotel-)Marketing schlechthin. Es beschreibt den strategischen Einsatz von Geschichten, um bei Gästen, Partnerinnen und Partnern und Mitarbeitenden (!) eine emotionale Wirkung herbeizuführen, sie zu beeindrucken und/oder zu überzeugen. Durch die außergewöhnliche Vermittlung von Fakten und historischen Ereignissen des Hotelproduktes bzw. der Hotelmarke, erhöht sich die Aufmerksamkeit des Gastes und die vermittelten Inhalte werden dauerhaft und intensiv beim Empfänger verankert. Storytelling steigert so die Überzeugungskraft der Hotelmarke und führt zu Identifikation, Attraktivität und Vertrauen.

Untertitel
Wie man gute Geschichten erzählt. Unsere 5 MAp Tipps für die erfolgreiche Hotel-Story
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#Storytelling: Wie man gute Geschichten erzählt
Paragraphs

Aber was macht erfolgreiche Geschichten eigentlich aus?

Hervorragende Geschichten sind einfach, einzigartig, emotional, authentisch und vor allem, glaubwürdig. Diese Hotel-Stories haben entweder Bezug zur Historie (keine Geschichte erzählen, sondern eine wirklich einzigartige haben), Bezug zu Mythen oder sind faktische Erzählungen von Gästen über die Hotelmarke oder das Hotelprodukt. Sie sind adaptierbar für unterschiedliche Situationen und Empfänger. Im Mittelpunkt stehen die Hotelmarke und/oder das Hotelprodukt und natürlich, der damit verbundene Nutzen für die Empfängerin (Mehrwert).

Eine einzigartige Geschichte verleiht dem Hotelprodukt Identität und Image und löst beim Gast Aufmerksamkeit, Sympathie und Begehrlichkeit aus. Die Story berührt den Gast emotional, wenn sie unterhält, überrascht, fasziniert, erzieht und inspiriert und somit letztendlich beim Gast einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ist dies der Fall, dann wird der Gast die Geschichte weitererzählen und somit zum besten Marketinginstrument für den Hotelier – und zwar kostenlos.

Wir können Herrn Godin nur zustimmen, denn die Vorteile des emotionalen Storytellings sind zahlreich. So ist bekannt, dass die meisten Buchungsentscheidungen vorwiegend aus einer Emotion heraus getroffen werden, nicht auf Basis von harten Fakten. Inhalte, die starke Emotionen wecken, werden deutlich häufiger geteilt, „geliked“ und gekauft, als jene, die schlichte Fakten und Informationen vermitteln. Emotionales Storytelling hat also Potential für virales Marketing, was man an den Aufrufzahlen vieler emotional aufgeladener Videos ablesen kann. 

Expertinnen und Experten sind sich darüber einig, dass ein Schlüsselfaktor zum viralen Erfolg eines Videos die emotionale Intensität und die Gefühle sind, welche ein Video beim Betrachter hervorruft. Besonders in Zeiten der allgemeinen Werbemüdigkeit kann emotionales Storytelling zum Erfolgsfaktor im Marketing werden. 

Hervorragende Geschichten sind ein Teil hervorragender Hotelkonzepte und Hotelmarken – und zwar mehr denn je. Eine echte, authentische, unverwechselbare „Story“ spricht den Gast auf emotionaler Ebene an. Sie ermöglicht es dem Hotelbetrieb in der hart umkämpften Hotelbranche mit immer mehr austauschbaren Produkten hervorzustechen und sich klar abzugrenzen. Denn einzigartige Konzepte liefern einzigartige „Stories“. Die Methode des Storytellings dient dann der nachhaltigen Sicherung von Markenloyalität und Verkaufssteigerung, da sich Gäste über glaubhafte Geschichten leichter mit dem Hotelprodukt identifizieren können. Bei Mitarbeitenden ermöglicht eine einzigartige Geschichte neben der Identifikation auch Bindung an den Betrieb.

Bei MAp haben wir in der Zusammenarbeit mit unseren internationalen Hotelkunden einzigartige Geschichten entwickelt. Denn wirklich jeder Betrieb kann das emotionale Storytelling für sich nutzen, um seine Unternehmensergebnisse zu steigern. Allerdings ist die Voraussetzung für erfolgreiches, nachhaltiges und gewinnbringendes Storytelling eine klare Positionierung. Für uns sind die folgenden Elemente zentral: Klarheit, Authentizität, Gästenutzen und Kontinuität.

“People do not buy goods and services.
They buy relations, stories and magic.” Seth Godin
via @weareMAp

Unsere 5 MAdvices für erfolgreiches Hotel-Storytelling

1. Die Geschichte muss zum Betrieb passen. Dies garantiert Einzigartigkeit und Glaubwürdigkeit.

2. Sie muss echtwahr und authentisch für den Gast (sowie für Partnerinnen und Mitarbeitende) und leicht verständlich sein.

3. Die Geschichte muss nachvollziehbar sein – Gäste, Partnerinnen und Mitarbeitende müssen sich damit identifizieren können. Nur wenn die Geschichte für den Gast persönlich wirklich relevant ist, d.h. sein Herz berührt oder mit seinen ureigenen Leidenschaften und Interessen zu tun hat, weckt sie im Gast Träume und positive Emotionen = erzeugt eine Handlung (=Buchung).

4. Die Geschichte muss unbedingt konsistent erzählt werden. Es ist verwirrend, wenn ein Betrieb die Geschichten saisonal ändert bzw. jedem Trend hinterherrennt. Kontinuität in allem ist das wahre Unterscheidungs- und Erfolgsmerkmal.

5. Neue Technologien und Plattformen nützen – von Virtual Reality bis hin zu Live-Videos und Stories verändern die Art und Weise, wie Geschichten geschaffen, kommuniziert, konsumiert und von Gästen im Bekanntenkreis oder auf den sozialen Medien „ge-shared“ (geteilt) werden.

Wir hoffen, dass dieser Blogbeitrag hilfreich und inspirierend war und wünschen euch viel Spaß und Erfolg beim Erzählen eurer einzigartigen Geschichten. Und wenn ihr Hilfe benötigt, eure eigene Geschichte zu finden, dann meldet euch HIER bei uns, für ein unverbindliches Erstgespräch. 

Merci und happy #Storytelling
Eure MAp Boutique Consultancy

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#Storytelling: Wie man gute Geschichten erzählt

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Untertitel
Warum ihr eine Arbeitgebermarke braucht / Warum diese sich aus der etablierten Hotelmarke heraus entwickeln muss
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Employer Branding für Hotels
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Unsere MA people Vision und somit unser oberstes Ziel ist es, die Welt durch glücklichere HuMAns (Unternehmer, Gäste, Mitarbeiter und Partner gleichermaßen) zum Strahlen zu bringen. Deshalb stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt unserer Services sowie in den Mittelpunkt dieses Blogbeitrages über employer branding. Denn die Arbeitgebermarke wird in der Hotellerie und Gastronomie immer wichtiger. 

Die Deutsche Employer Branding Academy DEBA definiert den Begriff wie folgt: "Employer Branding ist die identitätsbasierte, nach innen und außen wirksame Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber. Der Kern des Employer Branding ist immer eine Employer Brand Strategie, welche die Unternehmensmarke spezifiziert oder anpasst. Die Entwicklung, Umsetzung und Messung dieser Strategie zielt unmittelbar auf die nachhaltige Optimierung der Unternehmenskultur, die Optimierung von Mitarbeiterrekrutierung, -bindung und -motivation sowie die Verbesserung des Unternehmensbildes ab. Darüber hinaus erhöht Employer Branding indirekt die Geschäftsergebnisse und den Markenwert." 

Mitarbeiter stehen an erster Stelle

​“Clients do not come first. Employees come first.
If you take care of your employees, they will take care of your clients.
 
Richard Branson

Wir stimmen Sir Richard Branson vollkommen zu! Mitarbeiter gehören zu den größten und wichtigsten Garanten für den langfristigen Erfolgs eines jeden Unternehmens und somit auch eines jeden Hotelbetriebes. Was jedoch, wenn ihr keine guten Mitarbeiter finden könnt, die sich um eure Gäste kümmern? Der Wettbewerb um die besten Talente, genereller Fachkräftemangel und hohe Fluktuationsraten werden für viele Hoteliers immer mehr zur zentralen Herausforderung. 

Daher ist die Entwicklung und Kommunikation einer starken Arbeitgebermarke nach innen und außen sowie der Aufbau einer Talent-Dimension als Schlüsselkomponente der Unternehmensmarke von entscheidender Bedeutung. Im hart umkämpften Hotelmarkt ist eine starke Arbeitgebermarke nicht nur unerlässlich um die besten Mitarbeiter langfristig anzuziehen, zu binden, zu halten und zu motivieren, sondern auch um euer Markenversprechen gegenüber den Gästen zu erfüllen. Tatsächlich sind wir der Meinung, dass eure Hotelmarke als EINE gesamtheitliche Marke betrachtet werden muss – deshalb sollte die Arbeitgebermarke niemals getrennt von der Unternehmensmarke und den wesentlichen Treibern des Unternehmens betrachtet werden.

"Wohlfühl"-Arbeitsplätze stehen nicht für die gemeinnützige Haltung des Arbeitgebers,
sondern sind in erster Linie eine wirtschaftliche Grundüberlegung.
via @weareMApeople


Wie ihr die Attraktivität eurer Hotelmarke steigert

Branding is a promise to your CUSTOMERS.
Employer branding is a promise to your current and future EMPLOYEES.
 
Kathryn Minshew

Arbeitsplätze werden zu Produkten, Arbeitgeber zu Marken und Mitarbeiter wollen stolz auf das Unternehmen sein, für welches sie arbeiten, denn Arbeit ist nun mal ein großer Teil unseres Lebens. Zudem hängt die Leistung und Produktivität eines Mitarbeiters stark von den Arbeitsbedingungen ab. Deshalb stehen "Wohlfühl"-Arbeitsplätze nicht für die gemeinnützige Haltung des Arbeitgebers, sondern sind in erster Linie eine wirtschaftliche Grundüberlegung. Zufriedene Mitarbeiter, welche ihrem Arbeitgeber vertrauen und auf höchstem Niveau arbeiten, sind matchentscheidend für den Erfolg eines jeden Hospitality Betriebes – in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Kundenzufriedenheit. 

In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine starke Arbeitgebermarke für die Attraktivität eines Hotelbetriebs somit ebenso wichtig wie die Hotelmarke selbst. Zudem ist sie eine weitere Möglichkeit, sich im hart umkämpften Arbeitgebermarkt von der Konkurrenz abzuheben und aus der Masse an Hotels hervorzustechen. 

Unsere fünf Employer Branding Tipps, wie ihr die Herzen eurer aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter gewinnen könnt:

1. Definiert klar, welche Werte euren Hotelbetrieb repräsentieren, wie z.B. die Unternehmenskultur und “great-place-to-work” Botschaft sowie euer Arbeitgeber-Leistungsversprechen: Arbeitsumfeld und -klima, Karriereentwicklungsmöglichkeiten, Vergütung, Training (Aus- und Weiterbildung), Team-Incentives,  Rituale, Arbeitsplatzgestaltung, flexible Arbeitszeiten, Chancen für Quereinsteiger, Kinderbetreuung, Freizeitaktivitäten und andere Benefits.

2. Formuliert die Alleinstellungsmerkmale der Arbeitgebermarke: Was unterscheidet euren Hotelbetrieb von anderen Branchenakteuren?

3. Bestimmt, welche Dienstleistungen und Zusatzleistungen ihr euren Mitarbeitern anbieten könnt – startet intern und fragt aktuelle Mitarbeiter, mit welchen Dienstleistungen sie zufrieden sind und welche zusätzlichen Services ihren Arbeitsalltag verbessern/erleichtern würden. Denkt immer dran, warum sich Fachkräfte ausgerechnet für euren Betrieb interessieren sollten.

4. Sucht die Kooperation mit anderen Hotelbetrieben in der Destination und arbeitet gemeinsam an attraktiven Zusatzleistungen und Benefits für Mitarbeiter.

5. Professionalisiert euer Mitarbeiter-Journey-Management: von der Bewerbung, Einführung bis hin zum Austrittsverfahren. Führt regelmäßig Markenworkshops und Coachings durch, um das Team mit eurer Marke vertraut zu machen und sie dafür zu begeistern. Eure Unternehmenskultur, Werte und Vision müssen für das Hotelteam genauso spürbar gemacht werden, wir für die Hotelgäste. Erst dann werden die Mitarbeiter diese mit euch teilen und leben. Denkt daran, Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter und im Gegensatz zur Hardware, sind die Beziehung zu euren Mitarbeitern und deren Beziehungen zu euren Gästen nicht kopierbar!

Nun wisst ihr, warum Employer Branding für den langfristigen Erfolg eines jeden Hospitality Betriebes entscheidend ist sowie warum eine jede Arbeitgebermarke aus der etablierten Hotelmarke herauswachsen muss. Solltet ihr weitere Informationen benötigen und/oder Hilfe bei der Entwicklung eurer starken und individuellen Arbeitgebermarke benötigen, dann meldet euch HIER bei uns, für ein unverbindliches Erstgespräch. 

Wie immer freuen wir uns, wenn ihr diesen Blogbeitrag teilt und uns eure Gedanken über Employer Branding in den Kommentaren mitteilt. 

Danke und bis bald
Die MA people

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Employer Branding für Hotels

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Nicht der Kunde kommt zuerst, sondern der Mitarbeiter. Kümmern Sie sich um Ihre Mitarbeiter, diese kümmern sich um Ihre Kunden.“  
Richard Branson

Richard Branson bezieht mit dieser Aussage klar Stellung: für ihn machen glückliche Mitarbeiter den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens aus. In der Hotellerie sind glückliche Mitarbeiter allerdings noch oft Mangelware: sie sind unzufrieden, bringen mittelmäßige Leistungen und kündigen, weil sie mit der Art, wie sie von ihren Vorgesetzten gemanagt werden, nicht einverstanden sind, der Druck zu groß ist oder sie sich nicht wertgeschätzt fühlen.

Besonders für Hotels im Luxussegment gilt, dass der langfristige wirtschaftliche Erfolg der Hotelunternehmung mit dem persönlichen Erfolg und Glück der Mitarbeiter einhergeht. Somit ist der Faktor Menschlichkeit für Hotels im Luxussegment langfristig matchentscheidend.

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Ist der Faktor Menschlichkeit ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Hotels?
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Hotelerfolg & der Faktor Menschlichkeit
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Die Qualität des Services ist entscheidend

Hervorragende Qualität in allen Bereichen wird von Gästen in Luxushotels vorausgesetzt: in der Ausstattung, der Einrichtung und im Design. Von der hochwertigen Bettwäsche hin zum feinen Tafelgeschirr muss die Erfahrung des Gastes durchgehend von der Wahrnehmung des höchsten Standards geprägt sein. Den allentscheidenden Unterschied macht allerdings die Qualität des Services aus: die kleinen Aufmerksamkeiten und Gesten, die der Gast nirgendwo anders finden und erfahren kann, weil authentische Menschlichkeit nicht reproduzierbar ist.

Neben der hervorragenden Qualität, trennt die Konsistenz der Service-Erbringung die Spreu vom Weizen. Jene Luxushotels werden seit Jahren, oft sogar seit Jahrzehnten, als die wahrlich besten angesehen, die es geschafft haben die immateriellen Service-Komponenten konstant auf höchstem Niveau zu erbringen: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Über alle Abteilungen, Dienstleistungen und Angebote hinweg wird hier 360 Grad gleichbleibende Qualität und Zuverlässigkeit geboten.

Besonders für Hotels im Luxussegment gilt, dass der langfristige wirtschaftliche Erfolg der Hotelunternehmung
mit dem persönlichen Erfolg und Glück der Mitarbeiter einhergeht.
via @weareMApeople


Menschlichkeit macht den Charakter eines Hotels unverwechselbar

Bei der Erbringung von Dienstleistungen in Luxushotels geht es nicht wie oft fälschlicherweise angenommen um absolute Perfektion, sondern vielmehr darum, dem Gast einen Sinn für Perfektion zu vermitteln. Kleine Mängel und Fehler sind durch das menschliche Mitwirken vorprogrammiert. Das Beheben dieser, die Haltung zu unvermeidbaren Missverständnissen ist ausschlaggebend für die Luxus-Wahrnehmung des Gastes. Genau diese Situationen, in welchen Mitarbeiter selbstverantwortlich handeln, machen das Hotelerlebnis erst „menschlich“ und authentisch und tragen dadurch zum unverwechselbaren Charakter und der Seele des Hauses bei.

Um annähernd perfekten Service zu bieten, braucht es somit Menschen, die sich für die Bedürfnisse des Gastes wirklich und echt interessieren, sich kümmern und auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Mitarbeiter, welche die Körpersprache des Gastes lesen und dessen Ton interpretieren können. Es geht vor allem um die richtige Einstellung der Mitarbeiter, um die gelebte Kultur innovativ, fürsorglich, leidenschaftlich, engagiert und „menschlich“ zu sein. Eigenschaften, welche seitens des Unternehmens nicht allein durch gezieltes Training erreicht werden können.

Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg

Glückliche Mitarbeiter tun eindeutig mehr als nur ihren Job. Nicht ausschließlich weil sie dafür bezahlt werden, sondern weil sie es wirklich tun wollen. Genau diese Charaktereigenschaft von Hotelmitarbeitern, unterscheidet ein herausragendes Luxushotel von Mitbewerbern und rechtfertigt letztendlich den entsprechend hohen Preis, der verlangt werden kann und vom Markt angenommen wird.

Wie aber bringt man seine Mitarbeiter dazu, mehr als nur einen Job zu erledigen? Neben vielen Faktoren ist die Basis eindeutig eine Vertrauenskultur zu schaffen. Eine Kultur, in der die eigenen Mitarbeiter befähigt werden, Entscheidungen selbst zu treffen und spontan zu handeln. In der bewusst Rahmenbedingungen herrschen, die Mitarbeiter motivieren ihre Talente und Ideen einzubringen, neue Perspektiven bieten und eine 360 Grad Kommunikation ermöglichen. Diese Rahmenbedingungen schaffen Transparenz und führen dazu, dass Mitarbeiter Vertrauen in die Unternehmensführung entwickeln. Die Ergebnisse hierfür sind nicht von der Hand zu weisen. Hotels, die hart gearbeitet haben eine Vertrauenskultur zu entwickeln sprechen von Kündigungszahlen weit unter dem Durschnitt und exponentiell ansteigenden Umsätzen.

Unser Best Practice Beispiel: das Hotel Ritz Paris

Unser Best Practice Beispiel für den Erfolgsfaktor Menschlichkeit ist das Hotel Ritz Paris: anstatt nach dem Umbau des Hotels wie branchenüblich neue und kostengünstigere Mitarbeiter anzustellen, wurden mehr als 200 ehemalige Mitarbeiter des Hotels trotz bedeutend höherer Kostenstruktur übernommen. Die Unternehmensführung hat sich bewusst für die ehemaligen Hotelmitarbeiter entschieden, da diese über das nötige Wissen, ein fundiertes Training und die gewisse Erfahrung verfügten. Diese Elemente waren und sind für das Hotel Ritz Paris ausschlaggebend, um die herausragende Qualität zu erhalten sowie den renommierten persönlichen Service und die absolute Konsistenz in der Erbringung der Dienstleistungen zu gewährleisten.

Die Unternehmensführung des Hotel Ritz Paris war sich des langfristigen Wertes dieser Maßnahme bewusst und überzeugt, dass genau diese Mitarbeiter für Anerkennung  und Vertrautheit stehen, die vor allem für die vielen Stammgäste wichtig ist. Stammgäste, welche die Mitarbeiter persönlich kennen und überaus schätzen. Das Beibehalten der menschlichen Komponente wurde als zentral angesehen, um den Charakter und die Seele des Hotel Ritz Paris beizubehalten sowie den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Hauses zu sichern.

Abschließend unser Rat an alle Hoteliers

Das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen ist zentral, wenn der Faktor Menschlichkeit zu wirtschaftlichen Erfolgen führen soll. Das Umdenken hierzu muss ganz oben statt finden. Die Ergebnisse eines solchen Umdenkens und der damit einhergehenden Implementierung einer Vertrauenskultur sind allerdings vielversprechend.

Glückliche Mitarbeiter transportieren die Unternehmenskultur nach außen, sie leben die DNA und den Geist des Hotels Tag für Tag. Ihr Servicestil, welcher auf den Unternehmenswerten und der Servicephilosophie des Hotels basiert, spiegelt die Kultur des Hauses wider und trägt bedeutend zum Charakter und zur Seele des Hauses dabei.

Natürlich sind laufende Weiterbildungen und Schulungen der Mitarbeiter ein wichtiger Schlüssel zur Gästezufriedenheit und dadurch zum finanziellen Erfolg. Allerdings kann der maximale Erfolg niemals erreicht werden, wenn den Mitarbeitern nicht vertraut wird und diese nicht authentisch, echt und menschlich „dientstleisten“ (= dienen & leisten) können.

In diesem Sinne raten wir allen Hoteliers von erfolgreichen Unternehmern aller Branchen zu lernen und die eigenen Mitarbeiter nicht nur gut sondern wirklich gut zu behandeln. Damit diese anschließend nicht nur einen Job erledigen, sondern gerne das Beste für ihre Gäste geben. Um zu gewinnen, müssen Mitarbeiter nicht mehr als größter Kostenfaktor und Einsparpotential gesehen werden, sondern als der größte und wichtigste Garant des Unternehmenserfolges.

Wir freuen uns von euch zu hören und wie immer, wenn ihr diesen Blogeintrag teilt.
Vielen Dank und viel Erfolg mit dem Faktor Menschlichkeit!
Eure MA people

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Hotelerfolg & der Faktor Menschlichkeit

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