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Im Lebenszyklus eines Hotellerie- und Gastronomiebetriebes ist der Generationswechsel oft eine schwierige und komplexe Phase. Muss allerdings nicht sein, wie unser heutiges Fallbeispiel aus Plars/Algund in Südtirol zeigt. Seit 2016 arbeiten wir mit der Gastgeberfamile Schrötter zusammen und nach reibungsloser Betriebsübergabe ist aus dem bestehenden, traditionellen Residence-Betrieb ein cooles und lässiges Zuhause für toughe Sportler und sportliche Genießer geworden, das paloria. Wie es dazu kam, erzählen wir euch Schritt für Schritt in diesem Blogbeitrag.

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Fallbeispiel Südtirol/Italien: Generationswechsel und Neupositionierung in der Hotellerie
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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde
Paragraphs

MA people am Apparat*

Wie in unserem Ansatz beschrieben, beginnen die meisten MA people Aufträge mit einem Anruf. Im Sommer 2016 hatten wir Julia Schrötter am Apparat. Ihre Mutter Renate hat die Residence Niedermair jahrzehntelang erfolgreich geführt – jetzt war es Zeit, die nächste Generation ans Werk zu lassen, namentlich ihre Tochter Julia. Wie sollte die Übergabe von statten gehen, der zukünftige finanzielle Erfolg der Residence Niedermair auf einem sich ständig wandelndem Urlaubsmarkt weiterhin garantiert werden und vor allem: was muss sich am Konzept und der Gästestruktur ändern, damit Julia täglich Freude an ihrer Arbeit hat? Ein Fall für MA people ;-)

Wir brainstormen

Um dem „Why“, dem „Warum“ auf den Grund zu gehen, begann unsere Zusammenarbeit kurze Zeit später bei einem gemeinsamen Brainstorming Workshop. Im Mittelpunkt dieses ersten Treffens mit allen involvierten Akteuren (Renate, Julia und ihrem Mann Sebastian) standen zwei Hauptthemen: wie kann die Betriebsübergabe am effizientesten gestaltet werden und was treibt die neue Gastgeberin an? Was sind ihre persönliche Vision, Ziele, Ideen, Passion und Motivation?

Gemeinsam wurden die gegenseitigen Erwartungen, Bedenken und möglichen Herausforderungen offen besprochen und eine klare Vereinbarung zur Rollenaufteilung für die Übergabe und den darauffolgenden Zeitraum festgelegt. Bzgl. Antrieb und Motivation wurde bald klar, dass ein Thema im Leben von Julia und ihrem Mann Sebastian ganz klar im Vordergrund steht: Sport, Sport, Sport.

„Kann ich wirklich den Residence-Betrieb nach meinen persönlichen Vorlieben ausrichten und dementsprechend positionieren?“ Diese Frage hören wir am Ende des Brainstormings oft von unseren Kunden – unsere Antwort bleibt immer dieselbe: JA! Denn nur wenn die Gastgeber vollkommen hinter dem Konzept, der Positionierung stehen, ist langfristiger Erfolg (finanziell UND persönlich!) möglich.

„People don't buy what you do,
they buy why you do it.“ Simon Sinek
via @wearemapeople

Wir recherchieren & analysieren

„Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen.“ Anton Bruckner

Nach dem gemeinsamen Brainstorming war klar, wohin die Reise gehen soll. Jetzt lag es an uns, aufbauend auf die Ergebnisse, mögliche Szenarien und Konzeptansätze zu erarbeiten. Dabei waren die Themen Sport und Genuss zentral – für den Lebensinhalt von Julia und Sebastian sowie für die angestrebte Neupositionierung.

Wir begannen mit einer fundierten Recherche und Analyse der Rahmenbedingungen (Destination, Gäste & Märkte, Mitbewerber) und der Trends im Bereich Sport und Genuss. Die Ergebnisse wurden in einer detaillierten SWOT Analyse und Positionierungs-Matrix aufgearbeitet.

Warum waren diese Informationen essentiell? Erst am Ende dieser Phase konnten wir objektiv bestätigen, dass der Markt für eine Sport- und Genuss-Residence vorhanden ist. Nach Ausarbeitung von drei möglichen Konzeptansätzen mit verschiedener Gewichtung der beiden Hauptthemen stand der gemeinsame Entschluss fest: we aim higher. Die Konzeptidee eines coolen und lässigen Zuhauses für toughe Sportler und sportliche Genießer war geboren.

Wir definieren & co-kreieren

„Du kannst nicht alles für jeden sein. Wenn du dich entscheidest nach Norden zu gehen, kannst du nicht zeitgleich auch nach Süden gehen.“ Jeroen De Flander

Ausgangslage für die gemeinsame Erarbeitung des neuen, innovativen Konzeptes waren die Definition der anvisionierten Ziele, Grundlagen, USPs und vor allem der Buyer Personas. Je mehr nämlich der Gast ins Zentrum der Konzeptentwicklung und damit einhergehenden Neupositionierung rückt, desto effektiver sind die ausgearbeiteten Maßnahmen und desto größer ist der finanzielle Nutzen für das Unternehmen.

Im Konzept wurde die Hauptfrage „Wie übertreffen wir die Erwartungen von toughen Sportlern und sportlichen Genießern“ anhand der Guest Journey geprüft und für alle Bereiche der Residence (Hard- und Software) beantwortet. Das Ergebnis: ein cooler Gartenbereich sowie ein lässiger Basecamp (Aufenthaltsraum), Blackrolls in allen Apartments, ein eigener Hofladen mit einheimischen Produkten, ein neuer Wellnessbereich zum Erholen nach getaner „Arbeit“, eine Radwerkstatt und –garage, und noch vieles mehr, das Sportlerherzen höher schlagen lässt.

„It’s not about ideas.
It’s about making ideas happen.“ Unbekannt
@wearemapeople

Wir gehen es an

2017 war das Konzept fertig, die Betriebsübergabe in vollem Gange und alle Beteiligten konnten es kaum erwarten, die „neue“ Residence Niedermair zum Leben zu erwecken. MA people hat Julia dabei vor allem in den folgenden Bereichen unterstützt:

  • Entwicklung der neuen Marke: neuer Name, Slogan, Erscheinungsbild (Corporate Identity, Logo, Farben, Schriften, etc.).
  • Briefing und Begleitung der Entwicklung des neuen Tone of Voice und Fotografie-Stil.
  • Strategisches Marketing & Vertrieb: Identifikation der passenden Marketing- und Vertriebskanäle und Bespielen derselben.
  • Umsetzung der Marke: neue Webseite, Kommunikationsmaterial, etc.

Das Resultat? Überzeugt euch selbst, wie Powerurlaub und Genuss vom Feinsten aussehen kann: paloria – apartments & sport.

Abschließen möchten wir diesen Blogbeitrag mit einem großen DANKESCHÖN an Julia, Renate und Sebastian. Danke, dass wir Teil dieses innovativen und coolen Projektes sein durften. Danke auch an clicktext, die paloria die richtigen Worte in den Mund gelegt haben und an Harald Wisthaler, für die tollen Fotos.

In diesem Sinne, „always aim higher“ und bis zum nächsten Mal,

Eure MA people

Ps.: Weitere Informationen, zu WIE wir ein Hotelkonzept kreieren und unseren Services findet ihr online. 

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Wie aus der Residence Niedermair das coole & lässige paloria wurde

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Warum Hotelmarketing heutzutage der entscheidende Erfolgsfaktor ist
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MAp Boutique Consultancy - Best Hotel Marketing
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Vor einigen Monaten sind wir auf das folgende Zitat von Business Coach Bill Baren gestoßen: “Best marketing beats best product EVERY single time!” Dieses Zitat verdient die volle Aufmerksamkeit. Denn es kann den Erfolg deines Hotels für immer beeinflussen.

Was ist eurer Meinung nach die wichtigste Abteilung eines Hotels? Ist es die Food und Beverage Abteilung oder das Housekeeping? Wer entscheidet sich für das Front Office? Und nein - alle Abteilungen sind gleich wichtig, akzeptieren wir als Antwort nicht ;-) Natürlich teilen wir die Ansicht, dass ein Hotel langfristig nur dann erfolgreich sein kann, wenn jede Abteilung auf höchstem Niveau arbeitet.

Allerdings werden wir euch mit der folgenden Behauptung ein wenig aufhorchen lassen, denn wir behaupten, dass die wichtigste Abteilung eines jeden Hotels die Marketingabteilung ist. Warum? Weil ohne Marketing gibt es keine Gäste. Und ohne Gäste, kein Hotel.

Um sicherzustellen, dass dein Hotel die richtigen Gäste anspricht: hier sind unsere fünf HotelMArketing Ratschläge, um den Erfolg deiner Marketingaktivitäten langfristig zu steigern.

Weil ohne Marketing gibt es keine Gäste.
Und ohne Gäste, kein Hotel
via @weareMApeople


Unsere TOP fünf HotelMArketing Ratschläge:

1 – Hab ein klares Hotelkonzept


„Zuerst Konzept, dann der Rest.“ MAp Boutique Consultancy 

Ein klar definiertes Hotelkonzept und eine davon abgeleitete, ebenso klare Positionierung sind die Basis für alles was folgt. Sie dienen als Grundlage für die Entwicklung, Optimierung und Innovation des Hotelproduktes, der Restaurantmenus, der Annehmlichkeiten in den Gästezimmern,... UND selbstverständlich auch für die Marketingstrategie des Hauses.

Wenn du und dein Marketingteam euch nicht hundertprozentig einig seid, wofür das Hotel steht - wie könnt ihr dann entscheiden, wo das Marketingbudget investiert werden soll, um die besten Resultate zu erzielen? Unserer Meinung nach ist Marketing ohne klares Konzept und Botschaft gleichzustellen mit Autofahren mit geschlossenen Augen!

2 – Kenne deine Gäste


“When the customer comes first, the customer will last.” Robert Half

Wir bei MAp konzentrieren uns immer darauf, was Umsatz und Gewinn generiert = die Menschen. Deshalb bilden die Menschen stets das Herzstück unserer Arbeit.

Stell dir vor, du bist in München und hast dir das Ziel gesetzt, noch am selben Tag mit dem Auto in Zürich anzukommen. Würdest du die Autobahn nach Wien nehmen? Die Antwort ist ziemlich offensichtlich, oder? Ist dir jedoch aufgefallen, wie viele Hotels beteuern, dass sie kaufkräftige Gäste ansprechen möchten, aber dann Anzeigen in Zeitschriften schalten, die von preissensiblen Reisenden gelesen werden? Oder wer kennt das Familienhotel, das junge Fashion-Influencer ins Hotel einlädt, um über das Spa-Angebot zu bloggen? 

Jedes Hotel hat das Recht sein Budget wie, wann und wo es will zu investieren. Aber wenn Hotels kompromisslos in ihrer gezielten Ansprache der Buyer Personas = ihrer Wunschgäste sind, können sie die Gästezufriedenheit und Gewinne entscheidend beeinflussen. Wir empfehlen deshalb, sich die Zeit zu nehmen, die eigenen Wunschgäste im Detail zu definieren. Du musst sie in- und auswendig kennen, wissen wo sie leben, welche Zeitungen und Online-Foren sie lesen, was ihnen wichtig ist und welche Social-Media-Kanäle sie zu welchem Zweck nutzen. Befasse dich auch damit, was genau das Kundenproblem ist = das Problem, das nur dein Hotel für den Gast lösen kann. Die Antwort auf diese letzte Frage wird deine wichtigste Marketing- und Kommunikationsbotschaft sein.

3 - Definiere ein Budget


“You cannot be everything to everyone. If you decide to go north, you cannot go south at the same time.” Jeroen De Flander

Sobald du deine Grundlagen und Wunschgäste definiert hast, ist es an der Zeit ein Budget zu definieren. Wie viel wirst du im nächsten Jahr für Marketingaktivitäten ausgeben? Was ist der Rücklauf, den du erwartest? Denk immer daran, genügend Budget für dein Marketing beiseite zu legen ist wichtig, denn wie wir bereits wissen: kein Marketing = keine Gäste, keine Gäste = kein Hotel.

Berechne das Budget, teile es auf die verschiedenen Segmente auf (z.B. wie viel für Online-Marketing-Aktivitäten, Print oder Social Media ausgegeben werden soll) und dann handle dementsprechend. 

Sobald du dein Budget kennt, ist es einfach  Prioritäten zu setzen und zu beliebigen Marketingaktivitäten, welche in deinem E-Mail-Posteingang landen, klar ja oder nein zu sagen.

4 – Verfolge eine Strategie


“Hope is not a strategy.” Vince Lombardi

Eine Strategie gilt als dein Aktionsplan, um deine Ziele zu erreichen. Bedeutet, dass du deine Ziele festlegen musst, bevor du deine Hotelmarketingstrategie definieren kannst. Wenn du mit einem Marketingteam arbeitest, schließt alle Beteiligten in diesen Prozess ein, denn es ist wichtig, dass jede und jeder eure Ziele kennt, daran glaubt und täglich daraufhin arbeitet.

Einmal definiert, erstelle deinen Plan ausgerichtet auf die Zielerreichung. Liegt die höchste Priorität in der Nebensaison Zimmer zu füllen oder sollen attraktive Premium-Pakete die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Hauptsaison verlängern? Ist das Ziel mehr Direktbuchungen zu generieren oder den Vertrieb über externe Partnerinnen zu stärken? Nicht zu vergessen, die Strategie hängt natürlich auch von deinem Konzept und den definierten Buyer Personas ab.

5 – Messen, messen, messen!


“If you can't measure it, you can't improve it.” Peter Drucker

Eine der größten Lügen, welche wir immer wieder hören ist, dass Marketing nicht messbar ist. Das stimmt einfach nicht und du kannst bereits einen Wettbewerbsvorteil erzielen, indem du diesen Irrglauben ignorierst, die Wirksamkeit deiner Marketingaktionen misst und aus den Ergebnissen lernst. Diese Vorgangsweise hilft dir dabei zu optimieren und adaptieren sowie jährlich effizienter zu budgetieren und mehr Rücklauf zu generieren.

Miss jede einzelne Marketingaktivität, die du durchführt: Hast du mehr Klicks auf eurer Webseite generiert? Wie viele Menschen sind dir auf Facebook durch die Kampagne gefolgt? Wie viele Buchungen wurden über den beworbenen Buchungscode des Sonderangebotes getätigt?

Wie sieht nun also gelungenes Hotelmarketing aus?

Hier sind zwei Beispiele für Marketingkampagnen und Initiativen aus der Hotellerie, die uns ins Auge gestochen sind. Fallen dir noch weitere ein?

Kenne deine Gäste - nischenorientierte Inhalte. Morgan's Originals Hotels richten sich speziell an Kreative, denn es ist eine Familie von individuellen Hotels, die eine surreale Fantasie schaffen, in der alles möglich ist. Die Originals vereinen Vision und Stil mit einem Hauch Magie und Illusion. Morgan's Originals nutzt seinen Online-Blog "Back of House", um die Autorität und den Bekanntheitsgrad der Marke mit sehr nischenorientierten Inhalten aufzubauen, die sich speziell an Kreative richten. Es handelt sich eher um eine allgemeine Lifestyle-Publikation als um einen Markenblog, in dem du Interviews mit Menschen aus der Kunst-, Mode- oder Musikbranche findest.

Messen, messen, messen! - Das Moxy-Zelt von Marriott beim Coachella. Zur Eröffnung des Moxy Times Square verwandelte Marriott beim Coachella 2017 acht Safari-Zelte in Hotelzimmer. Influencerinnen wie Amy Pham und Marriott Rewards-Mitglieder wurden eingeladen, die Moxy-Zelte kennenzulernen, die zugleich eine Vorschau auf die Zimmer des NYC Times Square Hotels waren. Die Kampagne erwies sich als großer Erfolg und erzielte über eine Milliarde Medienaufrufe, starke Präsenz in den wichtigsten Medien und eine Steigerung der Instagram-Reichweite um 63 % im Vergleich zur Vorwoche.

 

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