Liebe Regula, danke für deine Zeit und dieses gemeinsame MAp meets. Magst du uns zu Beginn erstmal etwas über dich, deinen persönlichen Weg und deine aktuelle Arbeit erzählen?
Regula: Mein Berufsweg ist abwechslungsreich: Bioanalytikerin, Erwachsenenbildnerin im Gesundheitswesen und Pflegehelferin. Da habe ich viele verschiedene Seiten kennengelernt. Mir war es immer wichtig, Menschen zu helfen – sei es mit Wissen, einem offenen Ohr oder praxisnahen Workshops. Heute nehme ich all diese Erfahrungen mit in meine Arbeit als Coach und Beraterin, um zusammen mit meinen Kunden nachhaltige und gesunde Lösungen zu finden.
Seit über elf Jahren lebe ich vegan und vorher zwölf Jahre vegetarisch. Für mich ist das nicht nur eine Lebenseinstellung, sondern auch eine Antwort auf die Herausforderungen, welche die Ernährung, Tierethik und Umwelt betreffen. Daraus ist die Idee für meine Firma entstanden, verantwortungsvolle und nachhaltige Alternativen zu fördern.
Ich liebe es, meine Leidenschaft für Gesundheit, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit im Beruf zu leben – mit Workshops, Vorträgen und Beratung auf Deutsch, Schwedisch und Englisch. Mit Balteschwiler Consulting und der Community "gsund und gfrässig" bringe ich neue Ideen und praktische Lösungen in Unternehmen, um die Hospitality Branche nachhaltiger zu machen. Nicht nur in Hotels und Restaurants, sondern auch in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen und Schulen.
Was hat dich inspiriert, diesen Weg einzuschlagen?
Regula: Was mich antreibt, ist die Vorstellung, mit kleinen Veränderungen wirklich etwas zu bewirken – ganz egal, ob bei mir selbst, im Alltag meiner Kund:innen, bei Workshops oder im Gespräch mit anderen. Ich bin sehr neugierig und habe den ständigen Wunsch, mich weiterzuentwickeln und Verantwortung für unsere Welt zu übernehmen. Besonders wichtig sind mir dabei die Themen Gesundheit, Tierwohl, Umweltschutz und Achtsamkeit.
Was begeistert dich derzeit in deiner Arbeit oder in der Branche am meisten? Gibt es Trends, Entwicklungen oder persönliche Projekte, die dich besonders beschäftigen?
Regula: Was mich gerade sehr begeistert, ist die Offenheit und Experimentierfreude in der Branche. Immer mehr Unternehmen probieren Neues aus – sei es vegane Menüs, Achtsamkeitsretreats oder grüne Events. Besonders spannend finde ich Projekte, in denen Nachhaltigkeit und Gemeinschaft zusammenkommen: Es fällt mir z. B. auf, dass an Open-Air-Veranstaltungen vermehrt vegane Gerichte angeboten werden und dass Geschirr und Besteck recycelt werden.
Ein spannender Schritt für mich war es, Pflegehelferin zu werden, um mit meiner Firma besser im Gesundheitswesen Fuss zu fassen. Das gibt mir ganz neue Einblicke und hilft mir, meine Arbeit noch besser zu machen. Und ich liebe es, all diese Entwicklungen in meinem Podcast, Newsletter und Blog weiterzugeben und so noch mehr Menschen zu erreichen.
Wie du weißt, spielt Nachhaltigkeit bei MAp eine große Rolle und wir sind davon überzeugt, dass man alles auf nachhaltige(re) Weise angehen kann. Gab es auf deinem Weg besondere Aha-Momente oder Learnings in puncto Nachhaltigkeit oder Innovation, die du mit uns teilen möchtest? Welche?
Regula: Mein wichtigstes Learning: Nachhaltigkeit ist kein Ziel, sondern ein Prozess. Die besten Ideen entstehen oft aus kleinen Versuchen – und dem Mut, Fehler zu machen. Besonders viel habe ich im Austausch mit engagierten Hoteliers gelernt, etwa im Hotel Ucliva, dem ahead Burghotel, der Elite Hotel-Kette oder im Wellnesshotel Alpenrose in Maurach.
Ein Aha-Moment: Vegane Gerichte müssen nicht immer als „vegan“ gekennzeichnet sein – oft reicht die Allergenliste. Schwieriger wird es bei Zutaten wie Gelatine, die nicht ausgewiesen werden müssen. Hier helfen pflanzliche Alternativen wie Agar Agar und ein transparenter Hinweis auf der Karte.
Was mir wichtig ist: Innovation bedeutet, gemeinsam etwas zu schaffen, das langfristig Wert hat. Und zu erkennen, wie eng ein gesunder Planet mit gesunden Menschen verbunden ist.
Natürlich darf unsere liebste MAp meets Frage auch heute nicht fehlen: Was macht für dich persönlich ein wirklich einzigartiges Hotelerlebnis aus?
Regula: Das kann ein herzliches Lächeln beim Check-in sein, ein großes veganes Angebot am Frühstücksbuffet, viele vegane Gerichte auf der Menükarte, umweltfreundliche vegane Seife und Shampoo im Bad oder ein nachhaltiges Spa.
Besonders mag ich, wenn es im Hotel echte regionale Kooperationen gibt, bei denen man die Leidenschaft der Menschen dahinter spürt.
Am meisten bedeutet es mir aber, wenn ich als Gast wirklich wahrgenommen und wertgeschätzt werde – und wenn man merkt: Hier ist Nachhaltigkeit und Authentizität mehr als nur ein Trend, sondern gelebte Haltung. Gute Beispiele dafür sind die oben genannten Hotels.
Und gibt es abschließend noch etwas, das wir dich nicht gefragt haben, du den Lesenden aber gerne noch mit auf den Weg geben möchtest?
Regula: Vielleicht das: Authentisch zu sein lohnt sich wirklich – für alle von uns, egal ob als Mensch oder als Unternehmen. Offenheit und Wohlwollen im Alltag machen oft den Unterschied, und selbst kleine Schritte wirken irgendwann im grossen Ganzen. Ich finde, wir sollten ruhig mutig Neues ausprobieren und genau darin seid Ihr von MAp Boutique Consultancy ein echtes Vorbild. Da sehe ich, wie Ihr mit viel Herzblut und Kompetenz vorangeht, und das begeistert mich sehr!
Insgesamt können wir alle innovativ sein und voneinander lernen, wenn wir neugierig bleiben und achtsam sind. Wir können das gemeinsam angehen, dann macht es mehr Freude. So lässt sich das Leben geniessen – ganz nach dem Motto "gsund und gfrässig".
Über Balteschwiler Consulting:
Balteschwiler Consulting bietet maßgeschneiderte Konzepte für die Hospitality-Branche, die von der Einführung saisonaler, regionaler und pflanzlicher Gerichte über die Verwendung umweltfreundlicher Reinigungs- und Pflegeprodukte bis hin zur Schulung der Mitarbeitenden reichen. Durch Workshops mit dem gesamten Team und auch mit interessierten Gästen vermittelt Balteschwiler Consulting das notwendige Wissen, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig die Gäste- und Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.